Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  7. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  8. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  9. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  10. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘

Es ist die Zeit, um auszurufen: Wächter (Jerusalems), erhebet euch

22. September 2021 in Jugend, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ich bin zornig, weil wir in einer Zeit angekommen sind, wo ich mich rechtfertigen muss, wenn ich die Meinung vertrete, dass ein Priester mehr über die Beichte als eine Impfung predigen muss - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Ich bin voll Zorn und voll Enttäuschung und wir alle wissen, dass das keine lobenswerten Empfindungen sind – und doch sind sie da. Sie sind nicht konkret gegen mich gerichtet, nicht konkret gegen Dich, nicht konkret gegen meinen Nächsten. Diese Gefühle befallen mich, wenn ich an die Gesamtheit der Gesellschaft denke und an all die aktuellen Entwicklungen, die mir Sorgen bereiten.

Es geht nicht um Krankheit und Tod, es geht nicht um Entscheidungen der Politik, es geht nicht um so vieles Unrecht, das bekämpfenswert ist, es geht um das Zwischenmenschliche und das zwischen Mensch und Gott. Das ist es, was ich in Gefahr sehe, wo das Gute immer mehr zerbröselt und ich manchmal den Eindruck habe, dass die Menge jener, die den Anderen und Gott respektieren immer mehr zurückgeht.

Als ich heute für diesen Text, den Du gerade liest, gebetet habe, führte mich Gott zu einer Stelle aus dem Buch Micha, zu einer Stelle voller Gerichtsworte und Heilsweissagungen. Ich wage zu behaupten, dass jeder, der diesen Text liest auch jenen Abschnitt Michas zumindest ausschnittsweise kennt.

Gott führt einen Rechtsstreit mit Jerusalem. Was aus dieser Stadt geworden ist, ist nicht schön, es nicht gut. Das Recht wird verdreht, die Redlichkeit ist verschwunden, Söhne lehnen sich gegen ihre Väter auf und Schwiegertöchter gegen ihre Schwiegermütter, es wird mit dem Blick eines Jägers auf den Nächsten geschaut.


Ich sehe darin Österreich, ich sehe darin die Kirche, ich sehe darin die Menschheit. Auch das ist nicht schön, es ist nicht gut.

Ich bin zornig und enttäuscht, weil wir in einer Zeit angekommen sind, wo ich mich rechtfertigen muss, wenn ich die Meinung vertrete, dass ein Priester mehr über die Beichte als eine Impfung predigen sollte.
In einer Zeit, in der sich Priester rechtfertigen müssen, wenn sie den Himmel als erreichbares Ziel unabhängig vom Impfstatus proklamieren.
In einer Zeit, wo die Wortwahl Mancher in Bezug auf ihre Mitmenschen an das nationalsozialistische Regime erinnert.
In einer Zeit, wo die Würde von Mann und Frau, von Müttern und Vätern, untergraben wird.
In einer Zeit, in der Bäume umarmt, aber Kinder im Mutterleib getötet werden.
In einer Zeit, wo als gut und richtig anerkannt wird, was die Vernunft einst als widersinnig erkannte.
In einer Zeit, wo man darum ringen muss, die Wahrheit sagen zu dürfen obwohl die Meinungsfreiheit proklamiert wird.
In einer Zeit, wo Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit keine Selbstverständlichkeit mehr sind.
In einer Zeit, wo vieles zum Mammon erhoben wird während das Heilige Verachtung erfährt.

Es ist eine Zeit in der ich manchmal einfach nur Schreien möchte. Schreien und beten, dass der Herr Vernunft regnen lasse. Vielleicht ist es auch die Zeit, um das zu tun und nicht nur einfach darüber zu reden.

Was ich am Herzen habe, ist mit Jerusalem einzustimmen: „Weide Dein Volk mit Deinem Stab, die Herde, die Dein Erbbesitz ist. […] Wie in den Tagen, als Du aus dem Land Ägypten auszogst, lass uns Deine Wunder schauen! Die Nationen werden es sehen und zuschanden werden in ihrer Macht. […] Sie werden zitternd hervorkommen aus ihren Verliesen; an den Herrn, unseren Gott, werden sie bebend sich wenden und Dich fürchten. Wer ist Gott wie Du, der Schuld verzeiht und an der Verfehlung vorübergeht für den Rest seines Erbteils! […] Er wird sich unser wieder erbarmen, er wird niedertreten unsere Schuld. Ja, Du wirst in die Tiefen des Meeres werfen alle ihre Sünden. Du wirst Jakob Treue und Abraham Liebe erweisen, wie Du unseren Vätern geschworen hast in den Tagen der Vorzeit.“ (Micha 7,14ff)

Es ist die Zeit, um auszurufen: Wächter (Jerusalems), erhebet euch. Wächter Österreichs, erhebet euch. Wächter der Kirche, erhebet euch. Steht auf, seid Licht. Verteidigt das Erbe Israels, das Erbe von Jakob und Abraham, das Erbe Christi – den Gottglauben, die Nächstenliebe, die Wahrheit. Es ist an der Zeit umzukehren, das Heil zu verkünden und dieses Erbe zu leben. Lauheit hat hier keinen Platz, Christus ist gekommen, um das Feuer zu bringen (vgl. Lk 12,49) – es wird Zeit, dass wir Fackeln sind. Fackeln, die den Weg zu Gott weisen. Fackeln, die den Weg zur Mitmenschlichkeit weisen. Fackeln die den Weg zum Mut zur Wahrheit weisen. Fackeln, die entzündet sind durch den Geist Gottes und für Gott brennen – ewige Lichter der einen Wahrheit, der Liebe, des Friedens, des Glaubens. Ewige Lichter, Wächter, des Christus in uns, den wir in die Welt zu tragen vermögen.

In diesem Sinne bleibt mir nur noch zu sagen: Herr, sende uns und Maranatha!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  10. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  11. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  12. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  13. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  14. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz