Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  5. Wahrheit ist heilsrelevant
  6. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  7. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  8. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  9. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  10. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  11. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  12. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  13. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“
  14. Früherer Zeremoniär: Johannes Paul II. verband Humor und Spiritualität
  15. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“

Wie Papst Johannes Paul II. auf den 9/11-Terrorschlag gegen die USA reagierte

11. September 2021 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sein Pressesprecher berichtete später, der Papst „blieb kurz vor dem Fernseher stehen. Dann zog er sich in die kleine Kapelle zurück, die nur ein paar Schritte vom Fernsehzimmer entfernt ist. Und er verharrte dort lange im Gebet.“


Vatikan (kath.net/pl) Vor 20 Jahren, am 11. September 2001, wurde auf die Vereinigten Staaten von Amerika die schwersten Terroranschläge ihrer Geschichte ausgeführt. Wie hat Papst Johannes Paul II. von diesem Ereignis erfahren? Es muss für ihn zunächst ein gewöhnlicher Tag gewesen sein, berichtet das französische katholische Nachrichtenportal „Aleteia“. Am 11. September 2001 befand sich der Papst aus Polen noch in seiner Sommerresidenz in Castel Gandolfo. Mit seinen 80 Jahren genoss er vermutlich die frische Luft in diesem Palastes, eingebettet in die Hügel von Albano, eine Autostunde von Rom entfernt.

Am Nachmittag klingelt das Telefon. Am anderen Ende der Leitung spricht Joaquín Navarro-Valls, der sehr treue Leiter der Pressestelle des Heiligen Stuhls. Er ist es, der dem Papst das Undenkbare beibringt: Zwei Flugzeuge sind gerade in die Zwillingstürme des World Trade Centers gekracht. Amerika steht vor einem Terroranschlag von beispiellosem Ausmaß. „Ich habe ihm erzählt, was los war. Ich erzählte ihm von dem schrecklichen Filmmaterial, das CNN live zeigte. Man konnte sehen, wie sich verzweifelte Menschen aus den beiden Wolkenkratzern stürzten“, erzählte er später in einem Interview mit La Stampa.


Johannes Paul II. reagierte „zutiefst erschüttert“. Wie kann so ein abscheulicher Angriff passieren, fragt er sich. Geschockt schaltet das katholische Kirchenoberhaupt den Fernseher ein und sah die Schrecken des Anschlags. Wie die ganze Welt wird er zum Zuschauer des entsetzlichen Chaos. „Er blieb kurz vor dem Fernseher stehen. Dann zog er sich in die kleine Kapelle zurück, die nur ein paar Schritte vom Fernsehzimmer entfernt ist. Und er verharrte dort lange im Gebet“, sagte der frühere Sprecher des Papstes.

Gleichzeitig möchte Johannes Paul II. mit US-Präsident George W. Bush als einer der ersten dessen Schmerz teilen. Aber der Führer der ersten Weltmacht ist unerreichbar. Später stellte sich heraus, dass er sich an Bord der Air Force One in 10.000 Fuß über dem Boden befand, um seine Sicherheit in diesem Moment der absoluten Verwirrung zu gewährleisten. Der Papst schickt ihm daraufhin ein Telegramm, in dem er seiner „tiefen Traurigkeit“ und seiner „Nähe im Gebet“ in „diesem dunklen und tragischen Moment“ Ausdruck verleiht.

Am Tag nach den Anschlägen vom 11. September, während die Asche des Word Trade Center noch brennt und die Vereinigten Staaten ihre Toten zählen, ist Papst Johannes Paul II. in Rom. Er beginnt die Generalaudienz mit den Worten: „Ich kann diese Audienz nicht beginnen, ohne meine tiefe Trauer über die Terroranschläge des gestrigen Tages auszudrücken, die Amerika bluten lässt und Tausende von Opfern und viele Verwundete verursacht haben“, sagt der Papst vor 25.000 Menschen, die sich auf dem Petersplatz versammelt haben. Die Stille, die die Worte des Papstes begleitet, ist beeindruckend.

Der 11.9. sei „ein dunkler Tag in der Menschheitsgeschichte, eine schreckliche Beleidigung der Menschenwürde. Wie können Vorfälle solch wilder Grausamkeit passieren?“

Doch gleichzeitig verspricht der Papst, dass „das Böse und der Tod nicht den letzten Triumph haben werden. Es gibt die christliche Hoffnung“. Um seine Nähe zum amerikanischen Volk zu zeigen, beschloss er, seine Rede auf Englisch zu beenden und Gott zu bitten, „dem amerikanischen Volk die Kraft und den Mut zu geben, die sie in dieser Zeit der Schmerzen und Prüfungen brauchen“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  4. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  5. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  6. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  7. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  8. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Arche-Noah-Nachbildung feiert 10-jähriges Jubiläum
  11. Die große Kraft der Marienverehrung in der Endzeit
  12. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  13. Fossile Bäume lösen Debatte um Arche Noah und die Sintflut aus
  14. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  15. Wahrheit ist heilsrelevant

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz