Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  2. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  3. These: Der dreifaltige Gott soll in der Liturgie der Messe verkündet werden
  4. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  5. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  6. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  7. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  8. Seligsprechungsprozess für Pater Alfred Delp SJ wird eröffnet
  9. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  10. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  12. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen
  13. Eine unerträgliche Verharmlosung des tatsächlichen NS-Unrechts!
  14. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  15. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“

"Ich habe nichts dagegen, wenn Frau S. ihre Partnerin heiratet ..."

20. August 2021 in Schweiz, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Bischof von Chur meint bei einer Diskussion über "Ehe für alle", dass er keinen Priester massregeln würde, der eine Homo-Segnung durchführen würde.


Chur (kath.net/rn)

Der Bischof von Chur, Joseph Bonnemain, hat im Schweizer Fernsehen in der SRF-Sendung "Club" zur Abstimmung der Schweiz am 26. September über Änderungen im Zivilgesetzbuch, die eine Homo-Ehe ermöglichen würden, Stellung genommen und dazu auf die Frage, ob  Frau S. ihre Partnerin nicht heiraten können, gemeint: «Ich habe nichts dagegen. Ich habe (bin) nur dafür, dass jegliche Diskriminierung beseitigt wird und gleichzeitig eine sinnvolle Differenzierung (stattfindet). Es geht für mich nur um die Benennung, ob Verschiedenes mit demselben Namen benannt wird.«

 Der Bischof sprach de facto für gleich Rechte aus, aber gegen eine Umbenennung von dem, «was man ursprünglich, klassisch als «Ehe» bezeichnet hat» Auf die Frage der Moderatorin, ob er für gleiche Rechte wäre, wenn man es umbenennen würde, meinte Bonnemain:.»Ja, ich habe nichts dagegen, dass unser Volk diesen gleichen Rechten zustimmt. Und dennoch möchte ich, dass das Ursprüngliche nicht in Vergessenheit gerät.»

In einem weiteren Diskussionsbeitrag sprach sich dann Bonnemain dann für eine «spezialisierte Seelsorge» für Homosexuelle in Pfarreien aus. Dann meinte der Bischof: «Vorher habe ich gesagt: Ich bin total gegen Diskriminierung und für eine Vielfalt. Aber ich bin überzeugt, jeder von uns ist dafür, dass auch eine Familie, wo der biologische Vater und die biologische Mutter zusammenleben, harmonisch mit den Kindern, mit den Grosseltern, auch eine Bereicherung für alle ist. Das ist mein Anliegen, dass das nicht abgetan wird, dass das nicht mehr unsere gesamte Gesellschaft befruchtet. Dass wir das, was vom Ursprung des Menschen her – ich komme auf den biblischen Ursprung zu sprechen – dass dieses Einsamsein des Menschen, das Gott durch die Partnerschaft überwunden hat, dass dies in diesem Rahmen von Mann und Frau – und vermehrt euch – dass das nicht in Vergessenheit gerät. Das ist eine Bereicherung für uns alle.»


Auf die Frage der Moderatorin, warum er nicht möchte, dass Homosexuelle nicht heiraten können und warum er das Etikett vom Konservativen und vom Traditionalisten vehement von sich weise, meinte Bonnemain dann: «Ich sage nicht, ich möchte nicht, dass sie nicht heiraten können. Aber bei all diesen verschiedenen Kombinationen, die wir Heirat nennen: vielleicht sollten wir für das, was ursprünglich als Ehe, Heirat – als 'marriage' - verstanden wurde… «

Angesprochen auf seinen verunglückten Begriffe einer «Bio-Ehe» vor einigen Wochen meinte Bonnemain dann: « … das war nicht so glücklich. Es war eine Anregung. (…). Ich wollte eine Diskussion anregen. Und das hat stattgefunden. Dass wir uns Gedanken machen: Sollten wir eben nicht differenzieren, und diese ursprüngliche christlich-jüdisch, biblische Partnerschaft, die in der Bibel so beschrieben ist, so kostbar, beibehalten und pflegen, damit sie alles bereichert?»

Bonnemain meinte dann, dass es nicht gut sei, dass der Mensch allein sei. «Deshalb schaffe ich ihn als Mann und Frau. Das kann man in einer Vielfalt von Familien verwirklichen.» Auf die Frage der Moderatorin, ob dies bei einem gleichgeschlechtliches Paar auch der Fall sei, meinte der Bischof von Chur dann: «Ja, aber ich meine: Wir sollten gerade, damit uns alle das bereichert, diese ursprüngliche Art von Familie, die das widerspiegelt, fördern. Sie sagten, die Gesetze sind immer eine Reaktion. Aber die Gesetze sind auch da, um Werte und Schätze unserer Gesellschaft zu schützen und zu fördern. «

Angesprochen auf Homo-Segnung meint Bonnemain, dass man tatsächlich zwischen Sakrament und Segnung differenzieren müsse. «Bei jedem Sakrament, nicht nur bei der Ehe, sind Voraussetzungen zu erfüllen, damit ein Sakrament wirken kann. Eine Segnung ist es etwas anderes. Ich habe mich schon geäussert, dass man punkto Segnung die Geschichte der einzelnen Menschen und die Situation berücksichtigen muss und entsprechend verantwortungsvoll handeln.» Auf die Frage der Moderatorin, ob Bonnemain wie sein Vorgänger Bischof Vitus Huonder einen Priester massregeln würde, der in seiner Gemeinde ein lesbisches Paar segne, meinte Bonnemain: «Nein, ich handle anders. Ich spreche mit den Leuten.»

 

Ein Hinweis der Redaktion: Der ursprüngliche Bericht der KAP wurde aufgrund einer verzerrten Agenturmeldung völlig neu und auf der Grundlage eines Manuskripts der Diskussionssendung neu verfasst!


Archivfoto Bischof Bonnemain (c) Bistum Chur


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  5. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  7. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  8. Erzbistum Paris beruft angesichts der boomenden Konversionen eine Kirchenversammlung ein!
  9. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  10. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  11. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  12. Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof von Wien
  13. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  14. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  15. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz