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Chef-Astronom des Vatikans fordert Regeln für Weltraum-Tourismus

31. Juli 2021 in Aktuelles, 8 Lesermeinungen
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Jesuit Consolmagno: Gesamter Kosmos Teil der göttlichen Schöpfung, die es zu bewahren gelte.


Vatikanstadt (kath.net/ KAP)

Der Chef-Astronom des Vatikans hat sich angesichts eines zunehmenden Weltraumtourismus für einheitliche Regularien ausgesprochen. Nicht nur der Planet Erde verdiene die Aufmerksamkeit der Menschheit, sagte der Jesuit Guy Consolmagno (68) dem Portal "Vatican News". Der gesamte Kosmos sei Teil der göttlichen Schöpfung, die es zu bewahren gelte.


Mit Blick auf die Raketenstarts, die von Raumfahrtunternehmen für zahlende Kunden angeboten werden, sieht der Experte Handlungsbedarf. Es würden internationale Vorgaben benötigt, "mit denen alle einverstanden sind". So müsse sichergestellt werden, dass es wegen der immer größer werdenden Zahl von Satelliten nicht zu Zusammenstößen komme. Solche Vorfälle könnten "Chaos für alle verursachen", gab der Direktor der vatikanischen Sternwarte zu bedenken.

Prominente Unternehmer wie Amazon-Gründer Jeff Bezos oder Virgin-Chef Richard Branson hatten zuletzt mit privaten Ausflügen ins Weltall für Schlagzeilen gesorgt. Viele Investoren sehen in der boomenden Branche ein attraktives Geschäftsmodell. Von einem Verbot solcher Projekte hält Consolmagno nichts. Es wäre nicht richtig, Neugier und Entdeckerdrang der Menschen einen Riegel vorzuschieben, so der US-Amerikaner.

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 grumpycath. 1. August 2021 
 

Jeder blamiert sich halt, so gut er kann

"Der gesamte Kosmos sei Teil der göttlichen Schöpfung, die es zu bewahren gelte."
so der Jesuit Guy Consolmagno.

Ich frage mich, wie wir Menschen mit unseren doch trotz aller Erkenntnisse recht beschränkten Möglichkeiten auf einem Planeten am Rande der Milchstraße wohl "den GESAMTEN Kosmos" bewahren wollen?

Zudem ist dieses der Menschheit im biblischen Buch Genesis gar nicht übertragen worden sondern vielmehr die Sorge um unseren eigenen Wohnplaneten, die Erde mit Flora und Fauna - nicht mehr aber auch nicht weniger.

Nach meiner - zugegeben unmaßgeblichen - persönlichen Meinung braucht es auch keine kostspielige vatikanische Sternwarte mit einem Jesuitenpater als Chef angesichts der großen Not in der Welt und dem Mangel an Arbeitern im Weinberg des Herrn.

Das ist doch ein anachronistisches Relikt aus längst vergangenen "glorreichen Zeiten" des Vatikans, das angesichts dessen angeblich chronischer Finanznöte längst wie manch andere "alte finanzielle Zöpfe" auf den Prüfstand müsste.


2
 
 J. Rückert 31. Juli 2021 
 

Endlich!

Der Heilige Stuhl, speziell zuständig für den Weltraum, hat gerade nochmals die Kurve gekriegt! Die Baerbock runzelte schon gefährlich die Stirn.
Nachzutragen ist, dass schon aus Gründen der Völkergerechtigkeit nicht nur reiche, alte, weiße Männer in den Himmel aufsteigen dürfen.


2
 
 Richelius 31. Juli 2021 
 

Vielleicht nicht das dringenste Problem. Man darf aber darüber nachdenken. Er ist Astronom, also sind solche Gedanken seine Aufgabe.


1
 
 Chris2 31. Juli 2021 
 

Wer zum Eisessen nach Kalifornien fliegt

oder in den Anden wandert, der wird vielleicht auch einem klitzekleinen Ausflug ins All nicht abgeneigt sein - wenn sie / er es sich von den mageren Corona-Boni und nichtgemeldeten sonstigen Einkünfsten leisten kann. Gell liebe Grüne, die ihr uns das Wohnen, die 'kabellose' Mobilität, das Essen, Denken, Reden und auch sonst alles reglementieren bzw. verbieten wollt. Wasser predigen und Wein trinken...


3
 
 Vergilius 31. Juli 2021 
 

Ist für die Jesuiten der 31. August

so etwas wie für die anderen der 1. April?


3
 
 girsberg74 31. Juli 2021 
 

Die „Concorde“ lässt grüßen.

Wer meint, kann sich seinen eigenen Status bestätigen. Er muss aber immer noch einen haben, der ihm zuhört und ihn bewundert, sonst war die Sache nicht voll gelungen.

Ich kann Extremsportler verstehen, die sich selbst anstrengen und über sich hinauswachsen, etwa indem sie das Matterhorn bezwingen oder noch höhere Gipfel. Nur, auch da hört der Spaß auf, wenn man am Matterhorn für eine „Eintrittskarte“ Schlange stehen muss.

Was Guy Consolmagno nicht angesprochen hat, das ist die Inanspruchnahme von erheblichen Resourcen für das Plaisir von Einzelnen.

Umweltschutz? - Nja, erst mal nachfragen.


2
 
 Diadochus 31. Juli 2021 
 

Kosmisch

Das ist fürwahr ein lustige Meldung. Bei den dringenden kosmischen Sorgen der Jesuiten mögen bitte all die Briefe und E-Mails nicht vergessen werden (meine E-Mail eingeschlossen), die den Vatikan derzeit wegen Traditionis Custodes erreichen. Das "Chaos für alle" haben wir nämlich jetzt schon.


4
 
 edih 31. Juli 2021 
 

Wenn katholische Kirche sonst keine Probleme hat.......

.... ist ja alles im "grünen" Bereich und mit dem "Herrn in weiß" & Konsorten gut bedienst.


4
 

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