Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  2. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  3. Nach Kritik an Covid-19 Impfungen und LGBT-Zeitgeist: Priester der Petrusbruderschaft wird versetzt
  4. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  5. "Lest die Texte auf Homepage des Synodalen Weges!" - Dafür gibt es kein anderes Wort als "Irrlehre"
  6. 'Abtreibung ist Krieg gegen unschuldige, ungeborene Kinder'
  7. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  8. Die österreichischen Bischöfe möchten wieder FFP2-Masken bei Messen - Auch für Geimpfte!
  9. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  10. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  11. Genderkompatible Monstranz
  12. Ein 'Katholik aus dem Rheinland'
  13. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  14. "Lag Kardinal Woelki doch nicht falsch? Den Kritikern in Köln geht es nicht um die Missbrauchsfälle"
  15. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“

Medjugorje-Jubiläum: Erstmals seit Corona wieder viele Pilger

26. Juni 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Feiern zum 40. Jahrestag mit großen Gruppen von Gläubigen aus Polen und Ukraine sowie einer Rekordzahl an Priestern - Apostolischer Visitator Hoser: Medjugorje unterscheidet sich von Lourdes und Fatima.


Medjugorje (kath.net/ KAP)

Mit einer Prozession und einem weltweit übertragenen Gottesdienst ist am Freitagabend in Medjugorje der 40. Jahrestag seit Beginn der berichteten Marienerscheinungen gefeiert worden. Seit vier Jahrzehnten sei der bosnische Wallfahrtsort ein "Ort der Ruhe und des Innehaltens im hektischen Alltag" sowie auch ein Aufruf an die "auf den Abgrund des Unglaubens zusteuernde Menschheit zum Gebet, zu den Sakramenten, zu Buße und Umkehr", sagte der Provinzial der Franziskanerprovinz Herzegowina, P. Miljenko Steko, der dem Gottesdienst vorstand. Das Jubiläum stehe vor allem im Zeichen des Dankes für die "beharrliche Sorge der Gottesmutter für diesen Ort und seine für die ganze Welt bestimmten Botschaften".

Mit Steko waren 358 Priester - mehr als bei allen bisherigen gefeierten Jahrestagen - sowie tausende Gläubige aus dem In- und Ausland anwesend; erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie hatten sich trotz weiter bestehender Reisebeschränkungen auch wieder eine große Anzahl von Pilgergruppen versammelt, darunter allein 50 Busse aus Polen und 30 aus der Ukraine, berichtete das Portal medjugorje.hr. Bei einem von der Ortschaft Humac nach Medjugorje führenden Friedensmarsch in den Morgenstunden des Jahrestages trugen die Teilnehmer zudem Fahnen auch aus Brasilien, Kroatien, Korea, Frankreich, Rumänien, Österreich und Spanien.

 

Kirche beim Urteil "nicht voreilig"

Nicht persönlich anwesend bei den Feiern war krankheitsbedingt der Apostolische Visitator von Medjugorje, Erzbischof Henryk Hoser. Er ist nach einer Coronavirus-Infektion weiterhin rekonvaleszent. Im Interview mit medjugorje.hr erinnerte der Ordensgeistliche und frühere Kurienerzbischof jedoch an die 40 Jahre währende Geschichte des Ortes. Die Kirche sei mit ihrem Urteil über die Erscheinungen "nicht voreilig", da diese einen ganz anderen Charakter hätten als die "klassischen" Erscheinungen wie etwa jene von Lourdes oder Fatima, erklärte Hoser. Anstelle immer neuer Botschaften handle es sich bei jenen aus Medjugorje um stets wiederkehrende Einladungen zur Ausrichtung des Lebens auf Gott.


Die vier Jahrzehnte seien für Medjugorje laut Hoser eine "Zeit des Reifens und Wachsens" gewesen, wobei der Erzbischof zwischen drei Perioden unterschied: Die erste im kommunistischen Jugoslawiens könne mit Fatima verglichen werden, wo nach Marienerscheinungen ebenfalls das Regime die Seherkinder und die sie betreuenden Priester verfolgt habe; in Medjugorje sei der damalige Pfarrer P. Jozo Zovko für seinen Einsatz für Medjugorje und die Weigerung, die Erscheinungen als Lüge zu bezeichnen, sogar zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Es sei dies eine "ziemlich schwierige Phase" gewesen, sagte Hoser.

 

Hilfe und Frieden

Die Folgezeit ab 1991 sei vom Krieg bestimmt gewesen, fuhr der Erzbischof fort; Medjugorje selbst sei nicht von unmittelbaren Kampfhandlungen betroffen gewesen, habe aber den Menschen Kraft gegeben und sei zum Verteilort für die aus anderen Ländern eintreffende humanitäre Hilfe geworden. Als nach dem Friedensabkommen von Dayton ein neuer Staat Bosnien aus drei religiösen Gruppen - einer muslimischen Mehrheit sowie Orthodoxen und Katholiken - entstand, sei die Friedensbotschaft von Medjugorje noch mehr in den Vordergrund getreten; die Jungfrau Maria soll sich in Medjugorje von Anfang der Erscheinungen an als "Königin des Friedens" bezeichnet haben.

Von der Jahrtausendwende bis zur Corona-Zeit seien dann bis zu zwei Millionen Pilger jährlich nach Medjugorje gekommen. Der Ort sei laut Hoser dennoch in seiner Ausstattung "viel bescheidener als Lourdes und Fatima" geblieben, nur mit der Mitte des 20. Jahrhunderts errichteten Pfarrkirche und zwei Bergen - dem Kreuzberg mit einem Beton-Pilgerkreuz und dem Erscheinungsberg, wo sich 1981 die ersten Marienvisionen zugetragen haben sollen - als wichtigste Referenzpunkte. Vergleichbar mit dem Paulinerorden im polnischen Wallfahrtsort Tschenstochau, hätten in Medjugorje die Franziskaner viel zur geistlichen Entwicklung des Ortes und der Pilgerbetreuung beigetragen. Mit der Corona-Pandemie seien dann vorübergehend kaum mehr internationale Pilger gekommen, während der Ort jedoch ähnlich wie in den Anfangsjahren vorrangig von Bewohnern der Region aufgesucht worden sei.

 

Gebetsaufruf für den Frieden

Marienvisionen werden in Medjugorje seit dem 24. Juni 1981 berichtet, als Kinder des Ortes erklärten, sie hätten auf dem Berg Podbrdo ("Erscheinungsberg") die Gottesmutter gesehen, seien zunächst jedoch vor ihr weggelaufen. Als "Jahrestag" gilt jedoch erst der darauffolgende 25. Juni, als die Jungfrau erneut gesichtet wurde und nun mit den "Sehernkindern" in leicht veränderter, jedoch von da an gleichbleibender Zusammensetzung, auch gesprochen haben soll. Die von der Kirche bisher nicht anerkannten Erscheinungen dauern nach Angaben der inzwischen erwachsenen Seherinnen und Seher - alle von ihnen sind verheiratet und haben Kinder, einige sogar Enkel - mit großer Häufigkeit an.

Eine aus dieser Gruppe, Marija Pavlovic-Lunetti, übermittelt bis heute an jedem 25. des Monats eine Botschaft, die von der heiligen Maria stammen soll. Inhaltlich enthalten die Botschaften keine neuen Enthüllungen, sondern immer wiederkehrende Appelle zur Hinwendung zu Gott. So lautete etwa die zum 40-Jahrestag veröffentlichte Botschaft: "Liebe Kinder! Mein Herz ist froh, weil ich in all diesen Jahren eure Liebe und Offenheit für meinen Ruf sehe. Heute rufe ich euch alle auf: Betet mit mir für Frieden und Freiheit, denn Satan ist stark und möchte mit seinen Täuschungen möglichst viele Herzen von meinem mütterlichen Herzen fortführen. Deshalb entscheidet euch für Gott, damit es euch wohl ergehe auf der Erde, die Gott euch gegeben hat. Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid!"

 

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 maxjosef 27. Juni 2021 
 

Was mir an der Botschaft zum 40. Jahrestag aufgefallen ist: Ich glaube, zum ersten Mal in all den Jahren seit 1981 hat Maria uns explizit aufgerufen, für die Freiheit zu beten. Vielleicht ist auch das ein Indiz dafür, wie sehr unsere Freiheit heute bedroht ist durch überbordende politische Korrektheit und "Cancel Culture".


1

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medjugorje

  1. Medjugorje Ort der Umkehr von der Horizontalität in die Vertikalität unseres Lebens
  2. Neuer Bischof von Mostar: Gutes Einvernehmen mit Medjugorje-Delegat
  3. Papst sandte erstmals Grußbotschaft an Jugendfestival in Medjugorje!
  4. Papst nahm Rücktritt von Medjugorje-Gegner Bischof Peric an
  5. Medjugorje: Ende der Monatserscheinungen für eine "Seherin"
  6. Mit kath.net zu Ostern 2020 nach Medjugorje
  7. Mit kath.net zu Ostern 2020 nach Medjugorje
  8. Mit kath.net zu Ostern 2020 nach Medjugorje
  9. Mit kath.net zu Ostern 2020 nach Medjugorje
  10. Mit kath.net zu Ostern 2020 nach Medjugorje







Top-15

meist-gelesen

  1. Nach Kritik an Covid-19 Impfungen und LGBT-Zeitgeist: Priester der Petrusbruderschaft wird versetzt
  2. Nicht geimpft - Schwangere Opernsängerin verliert Job
  3. Wählt die Freiheit! Zeigt den Impf-Spaltern die Rote Karte!
  4. "Lest die Texte auf Homepage des Synodalen Weges!" - Dafür gibt es kein anderes Wort als "Irrlehre"
  5. Papst in Sorge wegen Corona-Impfskepsis in der Bevölkerung
  6. Götzen und Göttern oder Gott dienen?
  7. Papst Franziskus lehnt Rücktrittsangebot des Hamburger Erzbischofs Heße ab
  8. "Lag Kardinal Woelki doch nicht falsch? Den Kritikern in Köln geht es nicht um die Missbrauchsfälle"
  9. „Wir müssen mal schnell ein Bambi retten!“
  10. Offener Brief an Papst Franziskus führt zu Suspendierung von Opus-Dei-Priester
  11. Papst Franziskus: "Abtreibung ist ein Mord, wer eine Abtreibung durchführt, tötet!"
  12. Sieben von 68 katholischen Bischöfen/Weihbischöfen senden Grußwort zum Marsch für das Leben/Berlin
  13. Über die Misere konfessioneller Buchhandlungen
  14. Die österreichischen Bischöfe möchten wieder FFP2-Masken bei Messen - Auch für Geimpfte!
  15. Genderkompatible Monstranz

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz