Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  4. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  7. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  13. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  14. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  15. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf

„Schon seit Wochen greifen bischöfliche ‚Mitbrüder‘ Kardinal Woelki öffentlich an“

23. Juni 2021 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sie agieren auch deshalb so „gegen ihn, weil sie meinen, sie könnten sich so am leichtesten aus Schusslinie nehmen bezüglich ihres eigenen fehlerhaften Verhaltens in sexuellen Missbrauchsfällen.“ Gastbeitrag von Ministerpräsident a.D. Werner Münch


Freiburg-Köln (kath.net) Das Bild, das z. Zt. einige Bischöfe bei uns in ihrem Verhalten untereinander abgeben, ist beschämend. Schon seit Wochen greifen bischöfliche „Mitbrüder” Kardinal Woelki öffentlich an. Sie verbreiten Misstrauen gegen ihn, fördern Absetzbewegungen von Priestern und Gläubigen im Bistum Köln von ihrem Bischof und geben als Ziel seinen Amtsverzicht aus. Sie agieren nicht zuletzt deshalb in dieser Weise gegen ihn, weil sie meinen, sie könnten sich so am leichtesten aus der Schusslinie nehmen bezüglich ihres eigenen fehlerhaften Verhaltens in sexuellen Missbrauchsfällen in ihren Bistümern. Der Rückzug von Kardinal Woelki aus dem „Synodalen Weg” ist ein von ihnen gewünschter Zusatzaspekt.
 
Einen besonders peinlichen „Höhepunkt” liefert in diesem Zusammenhang der Fuldaer Bischof Michael Gerber. In seinem Interview vor wenigen Tagen in der „Fuldaer Zeitung” wies er auf eine von ihm wahrgenommene „Entfremdung” zwischen Woelki und den Gläubigen hin, um dann seine „Weisheit” zu verkünden, dass man, wenn man an einem bestimmten Punkt angekommen sei, sich die Frage stellen müsste: „Bin ich noch richtig an meinem Platz?” Diese Frage hatte er nicht an sich selbst, sondern an Kardinal Woelki gerichtet. Die von Gerber wahrgenommene „Entfremdung zwischen Woelki und den Gläubigen” könne er leider nicht begründen, bekannte er öffentlich, denn er habe in letzter Zeit nicht mit Woelki gesprochen, sein Kontakt mit ihm sei nicht eng, und er kenne „die Situation im Erzbistum Köln nicht so genau.” Und warum äußert er sich dann in der Öffentlichkeit negativ über ihn, wenn er keinen Kontakt zu ihm hat und die Kölner Situation nicht kennt? Als Bischof ruft man seinen Mitbruder, der in Bedrängnis ist, nicht einmal an, sondern weist ihn stattdessen öffentlich darauf hin, sich die Frage zu stellen, ob er noch richtig an seinem Platz ist? Ja, geht´s noch? Ist das nicht blamabel und erschütternd für jeden Gläubigen, der das liest?
 
Gerber ist übrigens der Bischof, der in einer Priester – und Diakon – Weihe im Fuldaer Dom vor kurzem eine evangelische Bischöfin, die er eingeladen hatte, ein Grußwort sprechen ließ, in dem diese u. a. erklärte, dass sie „gerne mitgesegnet und mitkommuniziert” hätte und bedauerte, dass „neben den Männern keine Frauen zu Priesterinnen geweiht” worden seien. Hiervon gab es keine Distanzierung von Bischof Gerber, sondern er dankte ihr ausdrücklich für ihr „starkes ökumenisches Zeichen”.


Über einen solchen Bischof kann man nur den Kopf schütteln und gleichzeitig wütend und traurig sein.
 
Prof. Dr. Werner Münch (Foto) war von 1973 bis 1978 Rektor der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland. Als CDU-Politiker gehörte er von 1984 bis 1990 dem Europäischen Parlament an. 1990 bis 1991 war er Finanzminister des Landes Sachsen-Anhalt, von 1991 bis 1993 ebenda Ministerpräsident. 2009 trat er aus der CDU aus. Der Politikwissenschaftler ist Kuratoriumsmitglied und Schirmherr des Forums Deutscher Katholiken.

Foto Prof. Münch (c) Werner Münch


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz