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"Einen Schritt in Richtung Schisma"

6. Mai 2021 in Aktuelles, 58 Lesermeinungen
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Kardinal Zen, Bischof Schneider, Bischof Eleganti und andere katholische Würdenträger veröffentlichen gegen den Zerstörungsversuch von Ehe und Familie durch den deutschen Synodalen Weg - Aufruf zum Gebet für den 10. Mai


Vatikan (kath.net)
Kardinal Zen, Bischof Schneider, Bischof Eleganti und andere katholische Würdenträger haben diese Woche einen Appell gegen den Zerstörungsversuch von Ehe und Familie durch den deutschen synodalen Weg veröffentlicht. Der Aufruf wurde gestern veröffentlicht und auch von verschiedenen Priestern und Persönlichkeiten der katholischen Kirche erstunterzeichnet.

kath.net dokumentiert den Aufruf im Wortlaut:

Der 2019 aufgenommene deutsche Synodale Weg war in diesen zwei Jahren ein fruchtbarer Boden für die Planung und konsequente Massierung von Ideen und Theorien, die eindeutig im Widerspruch zum unveränderlichen und kontinuierlichen Lehramt der Heiligen Katholischen Kirche stehen, die vom göttlichen Erlöser auf dem festen Felsen der Apostel gegründet wurde (Mt 16, 18). Zu den weit verbreiteten Irrtümern gehört der erklärte Angriff auf das Priestertum, sowohl durch den Versuch, den kirchlichen Zölibat abzuschaffen, als auch durch die erzwungene Einführung der Frauenordination, und auf die Ehe, indem man gerade die unauflösliche Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau angreifen will und sodomitische Verbindungen zwingend einführt und mit jener Liebe gleichsetzt, die unser Herr Jesus Christus zur Würde eines Sakraments erhoben hat.

Der Katechismus der Katholischen Kirche hält fest: „Der Ehebund, durch den Mann und Frau unter sich die Gemeinschaft des ganzen Lebens begründen, welche durch ihre natürliche Eigenart auf das Wohl der Ehegatten und auf die Zeugung und die Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet ist, wurde zwischen Getauften von Christus dem Herrn zur Würde eines Sakraments erhoben (CIC, can. 1055, § 1)“.


Im Gegensatz dazu weicht der deutsche Klerus, beginnend mit der Hierarchie, mit wenigen Ausnahmen in skandalöser Weise von der ständigen Lehre der Kirche ab und schlägt unter anderem die Abschaffung der Ehe vor, nachdem für den 10. Mai ein Tag der „Segnung“ aller Liebenden, darunter erwartungsgemäß auch der Homosexuellen, ausgerufen wurde, in klarer Missachtung des Responsums der Glaubenskongregation vom 22. Februar 2021 zum Zweifel hinsichtlich der Segnung gleichgeschlechtlicher Verbindungen. In dem vatikanischen Dokument, das in mehreren Sprachen veröffentlicht wurde, heißt es: „Aus diesem Grund ist es nicht erlaubt, Beziehungen oder selbst stabilen Partnerschaften einen Segen zu erteilen, die eine sexuelle Praxis außerhalb der Ehe (das heißt außerhalb einer unauflöslichen Verbindung eines Mannes und einer Frau, die an sich für die Lebensweitergabe offen ist) einschließen, wie dies bei Verbindungen von Personen gleichen Geschlechts der Fall ist. Das Vorhandensein positiver Elemente – die in sich betrachtet dennoch zu schätzen und hervorzuheben sind – in solchen Beziehungen ist trotzdem nicht in der Lage, diese zu rechtfertigen und sie daher rechtmäßig zum Gegenstand einer kirchlichen Segnung zu machen, weil diese Elemente im Dienst einer Verbindung stehen, die nicht auf den Plan des Schöpfers hingeordnet ist. [...] Gleichzeitig erinnert die Kirche daran, dass Gott selbst nicht aufhört, jedes seiner Kinder zu segnen, die in dieser Welt pilgern, denn für ihn ‚sind wir […] wichtiger als alle Sünden, die wir begehen können’. Aber er segnet nicht die Sünde und er kann sie nicht segnen: Er segnet den sündigen Menschen, damit er erkennt, dass er Teil seines Liebesplans ist, und sich von ihm verändern lässt. Denn er „nimmt uns so, wie wir sind, aber lässt uns nie so, wie wir sind’“. Es wurde berichtet, dass bereits mehr als 2.500 Priester, Diakone und andere pastorale Mitarbeiter mit dieser Initiative in Verbindung stehen, die eine offensichtliche Abneigung gegen die Tradition der Kirche und die von ihr festgelegten Normen zeigt.

Nach dem Codex des Kanonischen Rechts nennt man Schisma „die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Gliedern der Kirche“, was für alle, die es fördern, die Exkommunikation latæ sententiæ nach sich zieht. Alles deutet darauf hin, dass der deutsche Synodale Weg jeden Tag dazu tendiert, ein Schritt in Richtung Schisma zu gehen und zur erklärten Häresie zu werden.

Besorgt über diese traurige Situation bitten wir Hirten der katholischen Kirche und Laien, die sich für die Verteidigung der Wahrheit des Glaubens einsetzen, den Heiligen Vater, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um diesem Abdriften des deutschen Synodalen Wegs ein Ende zu setzen und, wenn nötig, die entsprechenden kanonischen Sanktionen gegen die Förderer dieser ungeheuren Abweichung von der Lehre und der Gemeinschaft mit der Schlüsselgewalt Petri anzuwenden.

Andererseits berufen wir für denselben Tag, den 10. Mai, einen internationalen Tag des Gebetes und der Wiedergutmachung für alle Vergehen und Sakrilegien ein, die von den abtrünnigen Pfarrern der deutschen Kirche begangen wurden, und bitten darum, dass an diesem Tag um öffentlich oder privat die Herz-Jesu-Litanei gebetet und, wenn möglich, die Heilige Messe pro remissione peccatorum und die Sühnekommunion aufgeopfert wird.


 


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