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Dutzende Priester sterben in Lateinamerika an Coronavirus

30. April 2021 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen
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Die katholische Kirche in Lateinamerika ist von der Geißel der COVID-19-Pandemie nicht verschont geblieben.


Wien-München (kath.net/KIN)

Die katholische Kirche in Lateinamerika ist von der Geißel der COVID-19-Pandemie nicht verschont geblieben. Im Jahr 2020 und ersten Quartal 2021 sind Dutzende Priester in verschiedenen Ländern wie Venezuela, Mexiko, Peru, Kolumbien und Bolivien gestorben, nach dem sie sich bei der Ausübung ihrer Aufgabe als Seelsorger, den Gläubigen zu helfen und sie in ihrer Angst und ihrem Schmerz zu begleiten, mit dem Coronavirus angesteckt haben.

So teilte die venezolanische Bischofskonferenz (CEV) in einem kürzlich an das internationale Hilfswerk „Kirche in Not“ gerichteten Statement mit, dass seit der Beginn der Verbreitung des Coronavirus im Land im März 2020 bis heute 201 der 2002 in Venezuela lebenden Priester an dieser Krankheit erkrankt und 24 an ihr gestorben sind.

„10 % aller venezolanischen Geistlichen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der an dem Virus Gestorbenen macht 11,9 % der Infizierten und 1,2 % aller Priester im Land aus“, so das CEV-Statement.

Weiter schreibt die CEV : „Diejenigen, die für die Kirche arbeiten, können nicht vermeiden, sich dem COVID-19-Virus auszusetzen. Die Priester, die ihrer Berufung zum Dienst am Nächsten, ihrer Mission als „Seelenarzt“ nachgegangen sind, wussten, dass sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in den Kirchen und trotz der Einhaltung aller Hygieneregeln Gefahr liefen, sich selbst anzustecken bis hin zur Möglichkeit, daran zu sterben.“

Die Lage des Klerus in Mexiko ist noch dramatischer

Nach Erkenntnissen des Hilfswerks „Kirche in Not“ ist die Lage des Klerus in Mexiko noch dramatischer. Das Katholische Multimediale Zentrum (CCM) berichtet, dass seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 bis März 2021 245 Geistliche und Ordensleute an vom COVID-19 hervorgerufenen Komplikationen gestorben sind. Unter den Toten sind fünf Bischöfe, 221 Priester und Ordensleute, 11 Diakone und acht Ordensschwestern.


In einem im Februar verbreiteten Bericht erklärte das CCM, am meisten betroffen seien die Erzdiözese Guadalajara, die Erzdiözese Mexiko, die Erzdiözese Puebla, die Erzdiözese Morelia, die Erzdiözese San Luis Potosi, die Erzdiözese Toluca und die Erzdiözese Tlalnepantla.

Auch in Peru ist die Lage sehr ernst

Auch in Peru ist die Lage der katholischen Kirche im Zusammenhang mit der Pandemie sehr ernst. Besonders betroffen macht der Tod von Msgr. Luis Armando Bambarén Gastelumendi S.J., dem emeritierten Bischof von Chimbote und ehemaligen Vorsitzenden der peruanischen Bischofskonferenz (CEP), der am 19. März starb. Ebenfalls im März starb am Coronavirus Eduardo Peña Rivera, Kaplan der peruanischen Luftwaffe (FAP) in Piura, einer Region im Norden des Landes. 

Der jüngste Todesfall ereignete sich am 16. April und betraf Pater Dergi Facundo, einen jungen Priester, der den an der Krankheit Leidenden im Norden des Landes durch die Sakramente Trost brachte.

Kolumbien beklagt den Verlust eines Bischofs

Auch Kolumbien beklagt den Verlust eines Bischofs: Bischof Luis Adriano Piedrahita von Santa Marta starb am 11. Januar 2021. Nach „Kirche in Not“ vorliegenden Informationen starben Ende 2020 binnen zwei Wochen zehn Jesuitenpater, die in demselben Haus im Stadtteil Chapinero in Bogotá lebten. Von April 2020 bis Januar 2021 sind insgesamt 12 Jesuiten im Land gestorben.

Besonders traf die Gläubigen in der kolumbianischen Hauptstadt auch der Tod des Franziskanermönchs Gabriel Gutiérrez Ramírez am 2. April. Der Bruder war bekannt als „Engel der Ausgegrenzten“ wegen seines Apostolats mit Obdachlosen sowie für die Gründung der Stiftung „Callejeros de la Misericordia“ („Straßenarbeiter der Barmherzigkeit“).

Aus Bolivien liegen keine aktualisierten Daten vor, aber das Portal „Información de la Comunidad de Bolivia“ (Information aus der Gemeinde Bolivien Infodecom) gab Mitte 2020 an, dass bis zu diesem Zeitpunkt 13 Priester an COVID-19 gestorben waren. Unter ihnen befand sich auch Bischof Eugenio Scarpellini von El Salto. Im Februar dieses Jahres starben weitere fünf Priester in der Erzdiözese Cochabamba an der Epidemie.

„Das Leben der Kirche steht nicht still“

„Das Leben der Kirche steht nicht still“, sagt Msgr. José Trinidad Fernández, Weihbischof von Caracas und Generalsekretär der CEV, in dem jüngsten Statement. Der Weihbischof bat die Menschen darum, die Hoffnung nicht zu verlieren, denn „im täglichen Leben begleitet uns Gott, weil wir Gottes Tempel sind. Gott wohnt im Herzen, da kann kein Platz für Traurigkeit, Ernüchterung, Enttäuschung sein.“

In ihrer Mitteilung sagt die CEV weiter, dass die Gläubigen inmitten der Angst und des Schmerzes, die durch die Pandemie verursacht werden, danach suchen, „sich Gott zu nähern, um die Seele zu trösten. Die Priester versuchen daher, auf dieses grundlegende Bedürfnis zu reagieren, indem sie sich in ihrer Menschlichkeit ganz hingeben, wobei sie darauf achten, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.“

„Trotz so vieler Todesfälle setzen die Priester und Ordensleute ihre Mission fort"

„Kirche in Not“-Projektleiterin Regina Lynch drückte in ihrer Stellungnahme zu der tragischen Bilanz ihre Trauer und ihre Wertschätzung für die Arbeit der Kirche aus: „Trotz so vieler Todesfälle setzen die Priester und Ordensleute ihre Mission fort, die an dem Coronavirus Erkrankten zu begleiten und den Gläubigen, die in den genannten Ländern und in anderen auf der ganzen Welt so sehr leiden, Trost zu spenden.“ Sie erinnerte auch daran, dass „sich oft die Priester und Ordensschwestern bei ihrer heroischen Arbeit der Hingabe und des Dienstes für die Bedürftigsten oder bei der Sorge um die Gesundheit der Seele angesteckt haben. Auch dies ist etwas ungeheuer Wichtiges, denn für uns Christen zählt nicht nur die Gesundheit des Körpers.“

Das Hilfswerk „Kirche in Not“ unterstützte im Jahr 2020 insgesamt 146 Projekte mit mehr als 1,5 Millionen Euro, um den Ortskirchen zu helfen, die Folgen von COVID in Lateinamerika zu lindern. Das Hilfswerk erhöhte die Hilfen für Priester und die Zahl der Messintentionen und unterstützte mehr als 7200 Priester.

Foto: Kapuziner bringen Nahrungsmittel zu armen Gemeinden © Kirche in Not


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Lesermeinungen

 lesa 3. Mai 2021 

@Leber: Gut, dass es Menschen gibt, die selbständig denken und verantwortungsvoll handeln. (Trotz anmaßender, kurzsichtiger Beschuldigungen)


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 Steve Acker 2. Mai 2021 
 

Leberl

Seien Sie doch froh, dass manche Leute skeptisch zur Imnpfung sind.
Dann kommen Impfwillige früher dran.
Viele warten sehnsüchtig auf die Impfung.

Sie danken der Bundesregierung ?
Dafür dass sie die Impfstoffbeschaffung so gründlich vermasselt hat?


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 Lapisque 1. Mai 2021 
 

Warum nicht Hydroxychloroquin oder Ivermectin?

Es ist ein hochgradiges Verbrechen gegen die Menschheit, daß unsere Regierungen, die herkömmlichen Medien, die FANG-Konzerne, etc., die Wahrheit über die erstaunliche Effektivtät von Hydroxychloroquin und Ivermectin unterdrücken. Diese Priester hätten nicht zu sterben brauchen, mindestens nicht an COVID-19, wenn Ihnen diese äußerst preisgünstigen Arzneien verabreicht worden wären. Unglaublich!


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 ilomego 30. April 2021 

Leider nicht so einfach

@Leberl: Sie sind also der Meinung, dass Menschen, die eine Impfung verweigern "jeglichen Verstand vermissen lassen." Wenn es so einfach wäre, können Sie mir bestimmt erklären, warum Sie selbst und nicht die Pharmaindustrie verantwortlich gemacht wird, wenn doch - wider Erwarten - spätere Impfschaden auftreten. Als 2012 die besten chinesischen, amerikanischen und europäischen Wissenschaftler an der Entwicklung von SARS-Impfstoffen zusammenarbeiteten, wurde diese Impfstoffe an Frettchen getestet, deren Lungen unseren ähnlich sind. Ergebnis: Alle Frettchen zeigte eine robuste Antikörperreaktion (waren also besser geschützt), starben aber alle kurze Zeit später, als sie mit dem SARS-Wildvirus konfrontiert wurden. Diesmal hat man solche Versuche weggelassen.
Statistik zur Anzahl COVID-Toten pro 1 Mio. Einwohner. Brasilien liegt auf gleicher Höhe mit UK und steht besser da, als Belgien oder Italien.

www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC7149306/


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 lesa 30. April 2021 

Täglich ausdrücklich für diese Menschen beten!

@woodstock: Wahrscheinlich haben diese Priester auch nicht die ideale Ernährung, die das Immunsystem ausreichend stärkt und sind deswegen wohl auch von anderen Krankheiten eher betroffen.
Täglich Beten für die Menschen in den materiell armen Ländern, deren Not durch Corona noch verschlimmert!


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 Mehlwurm 30. April 2021 

Glaubenszeugnis

Der Einsatz dieser Priester ist ein starkes Zeugnis. Das macht die Kirche dort für die Menschen glaubwürdig.
Als hingegen Corona in Deutschland auftauchte und die Priester nicht mehr zu sehen waren (jedenfalls die in unserer Gegend), hat das viele enttäuscht.
Mein Sohn musste dagegen weiterhin als Schornsteinfeger in jedes Haus. Das hat bei mir Fragen aufgeworfen, die ich hier besser nicht äußere.
Nur mal ein Zitat meines Sohnes aus dieser Zeit: "Wir glauben an das ewige Leben. Aber aus Angst vor dem Tod sperren wir lieber mal die Kirchen zu."


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 Leberl 30. April 2021 
 

Wer glaubt ist nie allein

Danke an unsere Regierung in Deutschland! Aber trotzdem gibt es bei uns immer noch Menschen, welche von Egoismus und irrsinnigen Verschwörungstheorien getrieben, ALLES verharmlosen, Impfungen verteufeln, jeglichen Verstand vermissen lassen!


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 priska 30. April 2021 
 

Sie Ruhen in Frieden der Liebe Gott wird ihnen das reichlich Lohnen, dass Sie für die Sterbenden und kranken das waren.


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 AngelView 30. April 2021 
 

Respekt für diese Priester!

Einem europäischen Priester etc. könnte das nie passieren. Der sitzt hinter seiner Mauer, während die Gläubigen draußen nach Zuwendung und Stärkung durch die Kirche rufen.


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 Woodstock 30. April 2021 
 

Ich finde es Heldenhaft

dass sich Priester in vielen Ländern so vielen Gefahren aussetzen um für ihre Schafe da sein zu können. Z.Z. ist es in Mode gekommen, den Brennpunkt auf ein einziges Virus zu richten. Ich würde gerne wissen, wieviele Priester überhaupt und mit welchen Todesursachen versterben. Bestimmt gibt es da noch so manch andere Krankheit sowie Verfolgung und Anschläge...


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 buntfleck 30. April 2021 
 

Besonders schlimm hat es Länder getroffen, deren Regierung die Gefährlichkeit des Virus lange heruntergespielt oder völlig ignoriert haben, z.B. Brasilien.


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