Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  2. „Es ist nicht Aufgabe der Deutschen, die Ungarn politisch zu erziehen!“
  3. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  4. Ist Joe Biden exkommuniziert?
  5. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  6. Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen
  7. „Schon seit Wochen greifen bischöfliche ‚Mitbrüder‘ Kardinal Woelki öffentlich an“
  8. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  9. Neue Katechesenreihe: der Brief an die Galater
  10. Produktname ‚Afrika’ für Kekse ‚rassistisch’: Bahlsen muss Kekssorte umbenennen
  11. Menschenverachtung in Gottes Namen
  12. Vatikan äußert Bedenken gegen Anti-Homophobie-Gesetz in Italien
  13. Wiener Ordensspitäler: Corona-Impfpflicht für alle Mitarbeiter-Neueintritte
  14. Neuer Franziskaner-Provinzial plädiert für offene Klöster
  15. Bitte unterstützen Sie kath.net via AmazonSmile-Programm

Schweiz: Referendum gegen "Ehe für alle" durchgesetzt - Abstimmung der Bevölkerung steht bevor

29. April 2021 in Schweiz, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Schweizer Bischofskonferenz hate sich bereits gegen die "Ehe für alle" ausgesprochen und auf den "Unterschied zwischen Diskriminierung und Differenzierung" hingewiesen


Fribourg (kath.net/KAP) Die Schweizer Bevölkerung stimmt demnächst über die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ab. Ein überparteiliches Komitee hat unter dem Slogan "Ja zu Ehe und Familie, Nein zur Ehe für alle" mehr als 61.000 gültige Unterschriften für die Durchführung der Volksbefragung eingereicht. Das Referendum gegen die "Ehe für alle" ist somit formell zustande gekommen, teilte die Bundeskanzlei in Bern mit. Nötig dafür sind 50.000 Unterschriften innerhalb von 100 Tagen.

Per Gesetzesänderung hatten die eidgenössischen Räte im vergangenen Dezember die Vorlage "Ehe für alle" verabschiedet. Das vor sieben Jahren von den Grünliberalen angestoßene Reformpaket öffnet die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Auch erhalten lesbische Ehepaare Zugang zur Samenspende. Der Schweizer Nationalrat stimmte mit 136 zu 48 Stimmen bei 9 Enthaltungen zu, der Ständerat mit 24 gegen 11 Stimmen bei 7 Enthaltungen.


Ein überparteiliches Komitee mit mehrheitlich Vertretern aus der Eidgenössisch-Demokratischen Union (EDU) und der Schweizer Volkspartei (SVP) stützen das Referendum gegen die "Ehe für alle". Die Gegner des Gesetzes stören sich daran, dass die "Ehe für alle" ohne Verfassungsänderung eingeführt werden soll. Die Samenspende für Lesben-Paare ist laut ihren Worten "rechtlich und moralisch bedenklich". Das Kindeswohl bleibe auf der Strecke.

Eine Unterstützerinitiative unter dem Namen "Operation Libero" hatte parallel zur Unterschriftensammlung des Referendumskomitees gegen die "Ehe für alle" eine Online-Petition für das Gesetz gestartet. Rund 108.000 Personen unterschrieben die Forderung nach einer "bedingungslosen Öffnung der Ehe" und der "Gewährung aller damit verbundenen Rechte".

Die katholischen Bischöfe in der Schweiz sprachen sich nach dem Parlamentsbeschluss im Dezember gegen die "Ehe für alle" aus. In einer Erklärung plädierten sie stattdessen dafür, die geltende Gesetzgebung im Hinblick auf die registrierte Partnerschaft anzupassen.

Die Bischofskonferenz wies auf einen "Unterschied zwischen Diskriminierung und Differenzierung" hin. Letztere sei "bisweilen das bessere Unterscheidungskriterium, um den Interessen von Minderheiten mehr Gewicht zu verleihen". Die Einführung der "Ehe für alle" führe letztlich zu einer Vereinheitlichung verschiedenster Lebensentwürfe, kritisierten die Bischöfe. Eine Debatte über die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare müsse zudem die Auswirkungen auf das Kindesverhältnis und den Zugang zur Fortpflanzungsmedizin beachten.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Foto: Symbolbild


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu









Top-15

meist-gelesen

  1. Menschenverachtung in Gottes Namen
  2. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  3. „Es ist nicht Aufgabe der Deutschen, die Ungarn politisch zu erziehen!“
  4. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  5. Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber
  6. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  7. Papst Franziskus beruft Kardinal Müller ans Oberste Kirchengericht
  8. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  9. „Schon seit Wochen greifen bischöfliche ‚Mitbrüder‘ Kardinal Woelki öffentlich an“
  10. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  11. "In drei Wochen ist sie tot!"
  12. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  13. Schönborn: Im Vatikan gilt Medjugorje bereits als Heiligtum
  14. Nationaldirektor Päpstlichen Missionswerke, Wallner: Medjugorje ist der Missionshotspot für Europa
  15. „Schlussbemerkung von Overbeck ist nicht nur fragwürdig, sondern auch ziemlich populistisch - oder?“

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz