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Erste Messe am Papstaltar seit 15 Monaten: Priesterweihen im Petersdom

25. April 2021 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Papst Franziskus weiht neun Diakone zu Priestern. Nähe, Mitleid, Zärtlichkeit. Nähe zu Gott und zum heiligen Volk Gottes


Rom (kath.net/as) Am vierten Sonntag der Osterzeit, Sonntag des Guten Hirten, 58. Weltgebetstag um geistliche Berufe, weihte Papst Franziskus in der Petersbasilika neun neue Priester. Es war dies die erste Messe am Papstaltar der Confessio über dem Petrusgrab seit fast 15 Monaten.

Sechs der Priesterkandidaten sind Italiener. Je einer stammt aus Rumänien, Kolumbien und Brasilien. Sechs kommen aus dem Päpstlichen Römischen Hauptseminar, zwei aus dem Diözesankolleg „Redemptoris Mater“ und einer aus dem Seminar „Unserer Lieben Frau von der Göttlichen Liebe“. Im vergangenen Jahr war die Priesterweihe pandemiebedingt verschoben worden. Statt des Papstes hatte Kardinalvikar Angelo De Donatis die Weihe vorgenommen.

Einer der neun Kandidaten in diesem Jahr schlug für den Priesterberuf eine Karriere als Fußballer aus. Der damalige Jugendtrainer des AS Rom, Andrea Stramaccioni, habe ihm einen Vertrag angeboten, wird Samuel Piermarini zitiert. Der jüngste der neun angehenden Priester stammt aus Rom und ist 26 Jahre alt, der älteste ist ein 43-jähriger Sizilianer.

Der Papst zeichnete das ideale Bild des Priesters und warnte vor der Verführung des Geldes. Der Priester müsse Diener sein und kein Unternehmer: Hirt als Diener und kein Unternehmer, nahe bei Gott und den Menschen.

[Die vom Heiligen Vater gehaltene Homilie war im Wesentlichen die Predigt, die in der italienischen Ausgabe des Pontificale Romano für die Priesterweihe vorgesehen ist. Er hat sie allerdings durch einige persönliche Hinzufügungen ergänzt, vgl.:]

Liebe Brüder und Schwestern,

diese unsere Brüder und Söhne sind zum Priestertum berufen worden. Es wird uns gut tun, ein wenig darüber nachzudenken, zu welchem Dienstamt in der Kirche sie erhoben werden. Wie ihr ja wisst, ist Jesus, der Herr, der einzige Hohepriester des Neuen Bundes. Aber in ihm ist auch das ganze heilige Volk Gottes ein priesterliches Volk. Wir alle! Doch will der Herr Jesus unter all seinen Jüngern einige von ihnen in besonderer Weise auserwählen, damit sie zum Wohl aller Menschen in seinem Namen das priesterliche Amt in der Kirche öffentlich ausüben und so seine persönliche Sendung des Lehrers, Priesters und Hirten fortführen.

Wie er nämlich dazu vom Vater gesandt worden war, so sandte er seinerseits zuerst die Apostel in die Welt und dann die Bischöfe, ihre Nachfolger, denen schließlich als Mitarbeiter die Priester gegeben wurden, die – mit ihnen im priesterlichen Amt vereint – zum Dienst am Volk Gottes berufen sind. Sie haben über diese ihre Berufung nachgedacht und kommen jetzt, um die Priesterweihe zu empfangen. Und der Bischof geht das Risiko ein – er riskiert es! – und wählt sie aus, wie Gottvater ein Risiko eingegangen ist mit einem jeden von uns. Sie sollen nämlich Christus, dem ewigen Hohenpriester gleichgestaltet, das heißt zu wahren Priestern des Neuen Bundes geweiht werden. Und in dieser Würde, die sie im Priesteramt mit ihrem Bischof vereint, sollen sie Verkünder des Evangeliums, Hirten des Gottesvolkes sein und dem Gottesdienst vorstehen, besonders bei der Feier des eucharistischen Opfers des Herrn.

Ihr werdet nun in die Gemeinschaft der Presbyter aufgenommen. Bedenkt, dass ihr bei der Ausübung des Lehramtes an der Sendung Christi, des einzigen Lehrers, teilhaben werdet. Verkündet allen das Wort Gottes, das ihr selbst freudig aufgenommen habt. Lest und betrachtet eifrig das Wort des Herrn, um das zu glauben, was ihr gelesen habt, das zu lehren, was ihr im Glauben ergriffen habt, und das zu leben, was ihr gelehrt habt. Und das soll Nahrung für das Volk Gottes sein: Eure Predigten sollen nicht langweilig sein. Eure Predigten sollen das Herz der Menschen treffen, weil sie aus eurem Herzen kommen, weil das, was ihr ihnen sagt, das ist, was ihr im Herzen tragt. So wird das Wort Gottes weitergegeben und so wird eure Lehre Freude und Unterstützung für die Christgläubigen sein. Der Wohlgeruch eures Lebens wird das Zeugnis sein, denn das Beispiel baut auf. Worte ohne Beispiel aber sind leere Worte, es sind Ideen, die niemals das Herz erreichen und sogar schaden: Sie tun nicht gut! Ihr sollt Christi Werk der Heiligung fortführen.

Durch euren Dienst wird das geistliche Opfer der Gläubigen vollendet in der Einheit mit dem Opfer Christi, das durch eure Hände im Namen der ganzen Kirche bei der Feier der heiligen Geheimnisse in unblutiger Weise auf dem Altar dargebracht wird. Erkennt also, wenn ihr die Messe feiert, was ihr tut! Tut es nicht in Eile! Ahmt nach, was ihr vollzieht – es ist kein künstlicher Ritus, kein künstliches Ritual –, damit ihr in der Teilhabe am Geheimnis des Todes und der Auferstehung des Herrn den Tod Christi in eurem Leib tragt und mit ihm im neuen Leben wandelt.

Durch die Taufe gliedert ihr neue Gläubige in das Volk Gottes ein. Man darf niemandem die Taufe verweigern, der darum bittet! Durch das Sakrament der Buße gewährt ihr den Menschen im Namen Christi und seiner Kirche die Vergebung der Sünden. Und ich bitte euch im Namen Jesu Christi, des Herrn, und seiner Braut, der heiligen Kirche: Werdet nicht müde, barmherzig zu sein! Ihr werdet im Beichtstuhl sein, um zu vergeben, nicht um zu verurteilen! Ahmt Gottvater nach, der nie müde wird zu vergeben. Durch die Salbung mit heiligem Öl richtet ihr die Kranken auf! Wenn ihr die heiligen Feiern begeht und zu den verschiedenen Tagzeiten das Lob- und Fürbittgebet erhebt, tut ihr dies für das Volk Gottes und die gesamte Menschheit. Seid euch bewusst, dass ihr aus den Menschen auserwählt und für sie eingesetzt seid zum Dienst vor Gott, und übt daher das Priesteramt Christi mit Freude und echter Liebe aus, einzig darauf bedacht, Gott zu gefallen und nicht euch selbst. 

Da ihr teilhabt an der Sendung Christi, der Haupt und Hirte ist, seid schließlich in vertrauensvollem Gehorsam gegenüber eurem Bischof bestrebt, die Gläubigen in einer einzigen Familie zu vereinen – seid Diener der Einheit in der Kirche, in der Familie! –, um sie durch Christus im Heiligen Geist zu Gott, dem Vater, hinzuführen. Habt immer das Beispiel des Guten Hirten vor Augen, der nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen, nicht um in seiner Bequemlichkeit zu bleiben, sondern um hinauszugehen und zu suchen und zu retten, was verloren war!

 


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Lesermeinungen

 Chris2 26. April 2021 
 

Gute und wichtige Worte.

Die Priester sollten aber auch Jesu Wort bedenken "...wem ihr sie [die Sünden] behaltet, dem sind sie behalten". Wer offensichtlich nicht ernsthaft bereut und sich nur ein gutes Gewissen und das absegnen seines "Lebensstils" abholen möchte, dem muss der Priester die Lossprechung verweigern.


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