Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Spaltung in der katholischen Kirche in Folge des Synodalen Wegs

10. April 2021 in Deutschland, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke befürchtet eine Spaltung in der katholischen Kirche in Folge des Synodalen Wegs


Eichstätt/Plankstetten. (kath.net/pde) Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke befürchtet eine Spaltung in der katholischen Kirche in Folge des Synodalen Wegs. Bei einer Podiumsdiskussion im Kloster Plankstetten kritisierte er „Webfehler“, die zu Beginn dieses Gesprächsprozesses gemacht worden seien. Ihm fehle ein spiritueller Aufbruch. „Mit einer bloßen Strukturreform werden wir die Dinge nicht verändern“, sagte Hanke bei der Diskussionsrunde, die vom Diözesanrat im Bistum Eichstätt veranstaltet wurde. Unter dem Leitwort „Synodaler Weg – letzte Chance?“ diskutierten mit dem Bischof Christian Gärtner, Vorsitzender des Diözesanrats, Edwin Grötzner, Sprecher des Priesterrats der Diözese, Svenja Stumpf, Studentin an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, sowie Eva Gottstein, stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) in Bayern. Moderiert wurde die Veranstaltung, die per Live-Stream übertragen wurde, von Michael Heberling, leitender Redakteur der Kirchenzeitung für das Bistum Eichstätt.

Mit dem Synodalen Weg reagiert die Kirche in Deutschland auf die Missbrauchs-Vorfälle in der katholischen Kirche. Für Bischof Hanke führt kein Weg an einer lückenlosen Aufklärung vorbei. „Hier hat die Kirche schwer versagt“, sagte er bei der Diskussion. Für das Bistum Eichstätt kündigte er eine systematische Aufarbeitung an. „Wir müssen aus den schrecklichen Geschehnissen lernen.“ Auch zu anderen Themen, die derzeit intensiv in der katholischen Kirche in Deutschland diskutiert werden, nahm der Bischof Stellung. So sehe er derzeit keinen Weg hin zur Priesterweihe von Frauen. Vielmehr wünsche er sich eine gezielte Förderung von Frauen in Leitungspositionen. Weiterhin bekräftigte er das Nein zur einer Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren, dennoch hätten Homosexuelle ihren Platz in den Gemeinden. „Sie sind getauft, sind unsere Schwestern und Brüder, sie gehören zu uns.“ Eine Änderung des Zölibats schloss der Bischof nicht generell aus: „Das Zölibat ist ein Kirchengesetz und keine göttliche Einflüsterung.“ Dennoch verwies er auf die Kostbarkeit, die mit dem Zölibat verbunden sei. „Damit verkündige ich nicht nur mit meinen Worten, sondern mit meinem Leben: Es gibt etwas, das über den Tod hinaus Zukunft hat.“

Die Teilnehmenden an der Diskussion verknüpften mit dem Synodalen Weg die Hoffnung, dass sich in der katholischen Kirche etwas ändern wird. Für Svenja Stumpf sollte ein Ziel dieses Gesprächsprozesses das Diakonat der Frau sein. Auch Eva Gottstein befürwortete, dass es zu diesem „Zwischenergebnis“ komme. Wichtig sei ihr auch in Zukunft eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Edwin Grötzner verlangte von der Kirche, dass sie ehrlicher sein müsste. „Sie sollte auch zugeben, dass man sich mal geirrt hat.“ Christian Gärtner wünschte sich, dass es mit dem Synodalen Weg gelinge, in der Öffentlichkeit an Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Und: „dass der Weg am Ende nicht zu Ende ist. Die Themen sind ja nicht abschließend behandelt.“ Bischof Gregor Maria Hanke erinnerte zum Schluss der Talkrunde an den Brief von Papst Franziskus, den dieser den Glaubensbrüdern und -schwestern in Deutschland geschrieben hatte. Hier werde der geistliche Rahmen abgesteckt, den er als Bischof bisher vermisse. Es sei gut, dass wir diskutieren, meinte Hanke. Zugleich sagte er: „Ich hoffe und erwarte, dass wir beim Synodalen Weg nicht auseinander brechen – weder in Deutschland noch in der Weltkirche“.


 

Foto: (c) Bistum Eichstätt

 

Warum die Gemeinschaft für den Glauben so wichtig ist! 80 % unserer geistigen Kämpfe können wir mit 3 Sachen verhindern: Gute Freundschaften, Spaß und Erholung - Sonntagsimpuls P. Klaus Einsle LC

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz