Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Der Tod der Theologie in Deutschland
  4. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  5. Kirche im Verfall
  6. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  7. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  12. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  13. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  14. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  15. Römische Orientierung statt deutsch-synodale Desorientierung

Archivar: Pius XII. verdient Titel "Gerechter unter den Völkern"

27. Jänner 2021 in Chronik, 32 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heiliger Stuhl war laut Vatikan-Archivar Ickx während der Schoah darum bemüht, "so viele Menschenleben wie möglich zu retten" - Sämtliche Dokumente des Pontifikats von 1939 bis 1948 digital zugänglich


Rom (kath.net/KAP) Der mit seiner Haltung während der Schoah weiterhin diskutierte Papst Pius XII. (1939-1958) steht nach Worten des Vatikan-Archivars Johan Ickx auf einer Ebene mit Judenrettern wie Oskar Schindler (1908-1974). Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem könne Pius XII. ohne weiteres als "Gerechten unter den Völkern" ehren, sagte Ickx, Leiter des Archivs für die auswärtigen Beziehungen des Staatssekretariats, der italienischen Zeitschrift "Famiglia Cristiana" (Mittwoch).

Ickx bezog sich auf historische Akten des Staatssekretariats, die rund 2.800 Hilfeersuchen an den damaligen Papst von schätzungsweise insgesamt 4.800 Personen enthalten. Die Dokumentation wurde laut Ickx von vornherein unter dem Schlagwort "Juden" angelegt - insofern ungewöhnlich, als Dossiers üblicherweise unter Ländernamen geführt würden.


Ickx sagte, der Heilige Stuhl habe beständig und aktiv auch durch das Staatssekretariat Mittel und Wege gesucht, um "so viele Menschenleben wie möglich zu retten". Dieses Wirken habe sich freilich mit der "Unparteilichkeit und diplomatischen Vorsicht" des Vatikan verbinden müssen. Es sei aber falsch zu behaupten, dass Pius XII. und der Vatikan aufseiten der Deutschen gestanden hätten.

Sämtliche Dokumente des Pontifikats von Pius XII. aus dem Zeitraum von 1939 bis 1948 seien digitalisiert und zugänglich, betonte der Archivar. "Wir haben alle Akten zur Verfügung gestellt und werden das auch weiter mit größter Transparenz tun", so Ickx.

Eine frühere Veröffentlichung einzelner Kurien-Dokumente durch den Archivar Ickx hatte Roms Oberrabbiner Riccardo Di Segni vergangenen März als "Sensationalismus" kritisiert. So sei bekannt, dass der Vatikan nichts unternommen habe, um den Zug mit 28 Waggons zu stoppen, mit dem 1.022 Juden aus Rom deportiert wurden.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

VIDEO - Pius XII. und die Juden - Mit Zeitzeugenberichten von italienisch-jüdischen Holocaustüberlebenden!

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  4. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  5. Der Tod der Theologie in Deutschland
  6. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  7. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  8. Kirche im Verfall
  9. Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘
  10. Mein Held des Monats: Marco Rubio – Ein Weckruf für das Abendland
  11. „In unendlicher Liebe durch das Leben geführt“
  12. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  13. Warum Hausfrauen leicht heilig werden können
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz