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Die auf linke Straftäter spezialisierte „Soko LinX“ ermittelt nach Anschlag auf Leipziger Kirche

15. Jänner 2021 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Der Aufruf weckt die Sorge, dass noch mehr Kirchen Ziel von Anschlägen werden könnten.


Leipzig (kath.net) „Zertrümmert das christlich-weiße Europa“ – „Wir haben eine lutherische Kirche in Leipzig angegriffen, um damit unsere Montagskampagne für Moria zu starten. Wir haben mit Steinen und Farbe angegriffen“. Diese Aussagen machte ein englischsprachiges Bekennerschreiben zum Anschlag auf die Leipziger St.-Lukas-Kirche, kath.net hat bereits berichtet. Unklar ist, ob das Bekennerschreiben wirklich echt ist oder ob es sich um Trittbrettfahrer handelt. Die „Welt“ berichtete, dass nach Angaben des Landeskriminalamtes Sachsen die auf linke Straftäter spezialisierte „Soko LinX“ die Ermittlungen übernommen hat, es gebe einen Hinweis, dass die Straftat als politisch motiviert einzuordnen sei. Der Sachschaden an der Kirche beläuft sich nach ersten Schätzungen auf etwa 8.000-10.000 Euro. Die St.-Lukas-Kirche gehört zur nicht zur EKD zählenden „Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche“. Die gutrenovierte und pittoreske Kirche war in den 1980er Jahren ein Sammelpunkt der DDR-Oppositionsbewegung.


Das Bekennerschreiben lieferte als weiteren Text (ebenfalls in englisch): „Wir vermuten, dass Kirchen zu den besten Ziele zählen (diesmal haben wir eine ausgewählt, in welcher der sexistische, antisemitische Tyrann Martin Luther verehrt wird). Sie repräsentieren jeden Teil der Fassade von Frieden, Moral und westlichen Werten, wie es die Europäische Union sagt. Kirchen, ähnlich wie die EU, haben das wahre Gesicht von Kolonialismus, Krieg und Diskriminierung gezeigt, sie zeigen es immer noch. Sie sind sehr wichtig für viele Konservative und Menschen, die die westlichen Länder lieben. Für sie ist eine Kirche ein Symbol für falschen Frieden, patriotische Einheit und Tradition.“

Der Aufruf weckt die Sorge, dass noch mehr Kirchen Ziel von Anschlägen werden könnten, kommentiert das in Dresden ansässige Newsportal „Tag24“.

 

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