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Steh auf und werde Licht

17. Dezember 2020 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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Um den Menschen wieder auf den richtigen Weg zu führen, reicht es nicht aus, dass der Heiland geboren wird. Es ist Seine Geburt in uns auf die wir uns besonders in der Adventszeit vorbereiten - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Dubravka Krizic


Rom (kath.net)

Es beginnt wieder die Zeit der Lichterketten, der kalten Nächte und der warmen Aufmunterungen. Wenn der Advent beginnt, pocht das Herz ganz anders. Es duftet nach heimischem: eine Sehnsucht erwacht in uns, eine Sehnsucht nach Heimat, die das Herz in dieser kalten Zeit erwärmt. Wir warten auf das Licht, dass diese finstere Zeit erhellt. Wir füllen unsere Öllampen auf und vergessen nicht Öl mit auf den Weg zu nehmen, damit wir in diesen finsteren Nächten nie ohne Licht bleiben. Denn der Herr ist auf dem Weg und wird nicht zu spät kommen.

 

In dem gregorianischen Introitus des ersten Adventssonntags singen wir die ersten Zeilen des Psalms  25:

 

Ad te levavi animam meam
Deus meus, in te confido, non erubescam
Neque irrideant me inimici mei
Etenim universi qui te espectant non confundentur
- Vias tuas Domine demonstra mihi
et semitas tuas edoce me.

Zu dir erhebe ich meine Seele.
Mein Gott, auf dich vertraue ich.
Lass mich nicht zuschanden werden.

Lass meine Feinde mich nicht verlachen!
Ja, alle, die auf dich harren,
werden nicht zuschanden.

Zeige mir, Herr, deine Wege
und lehre mich deine Pfade!


 

Mit diesem Ruf zu Gott beginnt das neue Kirchenjahr. Wir erheben uns zu Ihm, wir vertrauen auf Ihn und beten um eine Wegweisung. Das Verlangen nach dem Kommen des Messias steht in unserer Seele geschrieben. Wie ein Kind nach seiner Mutter verlangt so verlangen wir nach Ihm. Unsere Seele kann also nicht anders als sich zu Ihm zu erheben. Intuitiv wissen wir den Weg zu Ihm, denn diese Sehnsucht in uns lenkt uns von Natur aus zu Ihm. Und doch fragen wir: Herr, zeige mir Deine Wege und lehre mich Deine Pfade! Ein Herz das frei ist, kennt seinen Schöpfer. Wir jedoch, die wir wie Gefangene in dieser Welt leben, müssen erst einmal aus dieser Gefangenschaft herauskommen. Unser Herz muss befreit werden, um Ihn erkennen zu können. Deshalb fragen wir nach einer Wegweisung, denn wenn alles dunkel ist, ist es schwer zu laufen, ohne dass unsere Füße über Steine stolpern.

Als kleines Kind in der Krippe wird uns das Licht geschenkt, welches Weg, Wahrheit und Leben für uns ist. Das erste Kommen des Herrn sehen wir in dieser Armut, in diesem demütigen Anblick der Jungfrau Maria, die, in einem einfachen kalten Stall, in ihren Armen das Heil der Welt trägt. Wo sie ist und in welchen Umständen sie ihr Kind auf die Welt bringen musste, kümmert sie nicht weiter, denn sie trägt das Heil der ganzen Welt in ihren Händen: das Licht, das uns den Weg leiten wird, das unsere verlorene und vergessene Seele erneut zu Gott erheben wird.

Das Verlangen nach Ihm endet jedoch nicht hier. Um den Menschen wieder auf den richtigen Weg zu führen, reicht es nicht aus, dass der Heiland geboren wird. Es ist Seine Geburt in uns auf die wir uns besonders in der Adventszeit vorbereiten. Der Heilige Bernhard von Clairvaux nennt dies den „mittleren Advent“, er steht zwischen dem ersten Kommen des Herrn als Kind in der Krippe in Bethlehem und der endgültigen Wiederkunft Jesu Christi als König und Herr am Ende aller Zeiten. Bis es zu dieser zweiten Wiederkunft kommt, leben wir Christen den mittleren Advent: die Gottesgeburt im Menschen selbst. Denn was bringt es, dass Christus Mensch wird und am Ende der Zeiten wiederkommt als unseren König, wenn wir Ihn in unserem Herzen nicht aufgenommen haben? Wird Christus Glauben finden auf der Erde wenn Er wiederkommt? Er wird keinen Glauben finden, wenn wir Ihn in uns nicht lebendig werden lassen.

Ihn in uns lebendig werden lassen heißt selbst Licht werden: „Steh auf, werde Licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht strahlend auf über dir.“ (Jes 60, 1) Dies ist der Leitfaden, der uns durch den Advent begleitet. Unser Licht ist auf dem Weg und um es sehen zu können, müssen wir selbst zu Licht werden. Denn wenn wir nicht zu Licht werden, dann können wir das Licht, Jesus Christus, nicht sehen. Wenn Christus Licht ist, dann müssen auch wir Licht sein, denn wir wollen sein wie Er. Nur wer selbst zum Licht wird, kann also eins werden mit Christus. Das ist der mittlere Advent von dem der Heilige Bernhard spricht: in uns wird Gott als Licht geboren bis jede Zelle unseres Körpers und unserer Seele zu Licht wird.

Im Advent sind wir das Volk, das in der Finsternis geht und ein helles Licht sieht (vgl. Jes 60, 1) und an Weihnachten werden wir selbst zu Licht. Weihnachten ist was in uns geschieht jeden Tag wenn wir Christus in uns aufnehmen. Wir werden eins mit Ihm. Dies ist die Heimat nach der sich unser Herz sehnt. Im Advent pocht das Herz noch stärker, denn der Duft der wahren Heimat liegt in der Luft. Noch ein bisschen und dieser Duft wird in alle Häuser, in alle Stuben, in alle Herzen in der ganzen Welt bis ans Ende der Welt eindringen.


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