Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  12. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  13. Wir machen da was mit Medien
  14. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  15. Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

Ökumene-Kreis bittet Papst: Bannbulle gegen Luther zurücknehmen

4. Juni 2020 in Aktuelles, 37 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Zugleich soll Lutherischer Weltbund Luthers Verdikt gegen den Papst als "Antichrist" zurücknehmen


Köln (kath.net/KAP) Evangelische und katholische Theologen in Deutschland haben an Papst Franziskus appelliert, die historische Bannbulle von Papst Leo X. (1513-21) gegen den Reformator Martin Luther (1483-1546) außer Kraft zu setzen. Zugleich solle der Lutherische Weltbund Luthers Verdikt gegen den Papst als "Antichrist" zurücknehmen, heißt es laut epdö-Bericht (Donnerstag) in der zu Pfingsten veröffentlichten Erklärung "Versöhnung nach 500 Jahren" des Altenberger Ökumenischen Gesprächskreises.

 

Beide Verurteilungen stünden nach wie vor "wie Prellböcke" einer offiziellen gegenseitigen Anerkennung der evangelischen und katholischen Kirche im Wege, sagte der frühere Kölner Ökumene-Pfarrer Hans-Georg Link dem Evangelischen Pressedienst. Der bevorstehende 500. Jahrestag der Exkommunikation Luthers am 3. Jänner 2021 sei ein angemessener Zeitpunkt, diesen Anstoß endgültig aus dem Weg zu räumen. Die ökumenischen Bemühungen und Gespräche zwischen Katholiken und Lutheranern seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil hätten dazu beigetragen, die damaligen Ereignisse in einem neuen Licht zu sehen, heißt es in der "Altenberger Erklärung". Die bereits 1520 von Leo X. mit der Bannandrohungsbulle "Exsurge Domini" angekündigte Exkommunikation Martin Luthers wurde mit der Bannbulle "Decet Romanum Pontificem" vom 3. Jänner 1521 wirksam.


 

Dies bedeutete Luthers Ausschluss aus der Gemeinschaft der katholischen Kirche. Die Exkommunikation wurde offiziell nicht zurückgenommen, wurde aber wie in analogen Fällen hinfällig mit dem Tod Martin Luthers 1546. An die katholische Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) richtet der Altenberger Ökumene-Kreis die Bitte um ein gemeinsames öffentliches Wort des Bedauerns über die damaligen Vorgänge und der Hoffnung auf Überwindung der gegenseitigen Verurteilungen, die zur Kirchenspaltung geführt haben. Dem 1999 in Altenberg bei Köln begründeten Kreis gehören nach eigenen Angaben rund 30 Theologinnen und Theologen an, unter ihnen Tübinger Professorin für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie, Johanna Rahner, und die Direktorin des Ökumenischen Instituts an der Universität Münster, Dorothea Sattler.

 

Kirchen wollen 2021 gedenken Schon zu Jahresbeginn hatten der Lutherische Weltbund (LWB) und der Päpstliche Rat zur Förderung der Einheit der Christen Planungen für eine gemeinsame Gedenkveranstaltung zum 500. Jahrestag der Exkommunikation Luthers bekannt gegeben. Die geplante Veranstaltung von Lutheranern und Katholiken soll demnach in Rom stattfinden und einen Gebetsgottesdienst einschließen. Um der ökumenischen Offenheit Ausdruck zu verleihen, werde sie am 25. Juni 2021 stattfinden, "im Vorgriff auf den 500. Gedenktag des Augsburger Bekenntnisses, das an diesem Tag im Jahr 1530 öffentlich vorgestellt wurde", hieß es.

 

Der Präsident des päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, erklärte dazu: "Geschehenes können wir nicht auslöschen. Aber wir müssen darum besorgt sein, dass die Last der Vergangenheit nicht Zukunft verunmöglicht." Zu Forderungen, die Exkommunikation förmlich aufzuheben, hatte Kardinal Koch schon vor Jahren im Zusammenhang mit dem Reformationsgedenkjahr 2017 gesagt, die Aufhebung sei mit dem Tod Luthers erfolgt.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Fatima-Tag in Berlin
  3. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  4. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  7. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  8. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  9. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  10. Im Licht der Liebe
  11. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  12. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  13. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  14. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz