Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  4. Der entschärfte Gott
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  7. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  8. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  11. Realitätsverlust im Bistum Chur
  12. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  13. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  14. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  15. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen

"Ich stehe völlig allein in der brennenden Kathedrale Notre Dame"

19. April 2019 in Aktuelles, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Paris: Feuerwehrkaplan Fournier schildert dramatische Rettung der Dornenkronen-Reliquie aus dem Feuerinferno - Als er das Allerheiligste rettet, segnet er die brennende Kathedrale, während Feuerkaskaden herunterfallen - VIDEO - Von Petra Lorleberg


Paris (kath.net/pl) Der Hauptkaplan der Pariser Feuerwehr, Jean-Marc Fournier, schildert dem katholischen TV-Sender „KTO“, wie er das Allerheiligste und die Dornenkronenreliquie aus der brennenden Kathedrale Notre Dame in Paris rettete. kath.net dokumentiert sein bewegendes Glaubenszeugnis in voller Länge in eigener Übersetzung (Copyright für die Übersetzung: © kath.net):

„Ich bin Priester Fournier, Hauptkaplan der Pariser Feuerwehr, und ich war der diensthabende Kaplan am 15. April, als ein außergewöhnlicher Brand die Kathedrale Notre-Dame heimsuchte.

Da ich Dienst hatte, wurde ich an Ort und Stelle gerufen, und es mussten sofort zwei Dinge getan werden: Diesen wertvollen Schatz, die Dornenkrone, zu retten, und natürlich ebenso unseren Herrn, der im Allerheiligsten Sakrament gegenwärtig ist.

Als ich die Kathedrale betrat, gab es noch wenig Rauch und fast keine Hitze, aber wir bekamen eine Vorstellung davon, wie die Hölle sein könnte: Das Feuer fiel wie ein Wasserfall aus den Öffnungen des Daches herab, weil nicht nur der Spitzturm herabgefallen war, sondern das Feuer auch von weiteren kleineren Trümmern im Chorraum kam.


Ich wurde von einem leitenden Offizier begleitet. Die Schwierigkeit bestand darin, jemanden zu finden, der den Code zu dem Safe hat, in dem die Dornenkrone aufbewahrt war. Das hat uns viel Zeit gekostet, und während dieser Suche nach dem Code versuchte ein Team von Feuerwehrmännern, den Safe aufzubrechen. Sie konnten den Safe gerade aufbrechen, als ich den Code bekam.

Die Reliquie wurde dann aus dem Gebäude geholt und von Polizeibeamten bewacht.

Jeder weiß, dass die Dornenkrone eine absolut einzigartige und außergewöhnliche Reliquie ist, aber das Allerheiligste ist unser Herr, der wirklich in seinem Leib, seiner Seele, als Gott und Mensch gegenwärtig ist, und Sie verstehen, dass es schwer wäre, jemanden, den Sie lieben, in den Flammen umkommen zu sehen. Als Feuerwehrmänner sehen wir oft Opfer von Feuern, und wir kennen die Auswirkungen. Deshalb wollte ich vor allem die wirkliche Gegenwart unseres Herrn Jesus-Christus beschützen.“

„Die Zeit, als das Feuer den nördlichen Glockenturm angriff und wir anfingen zu befürchten, ihn zu verlieren, war genau der Zeitpunkt, an dem ich das Allerheiligste Sakrament rettete. Und ich wollte nicht einfach mit Jesus weggehen, sondern ich nutze die Gelegenheit, um mit dem Allerheiligsten Sakrament den Segen zu spenden.

Hier stehe ich völlig allein in der Kathedrale, inmitten der brennenden Trümmer, die von der Decke herabfallen und ich flehe zu Jesus, uns zu helfen, sein Zuhause zu retten.

Wahrscheinlich war es sowohl dies wie auch der hervorragende Einsatz der Feuerwehrmänner, was dann zum Stoppen des Feuers führte, zur endgültigen Rettung des Nordturms und danach des anderen Turmes.

Wir begannen die Fastenzeit, indem wir Asche auflegten und sagten: ‚Gedenke, dass du Staub bist‘, und dies war wirklich eine Miniatur-Fastenzeit: Die Kathedrale ging zu Asche über, doch sie verschwand nicht, sondern wurde stärker, wie wir Christen nach der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus!“"

Obwohl die Brandkatastrophe von Notre Dame derzeit sämtliche Nachrichtenkanäle dominiert und der Feuerwehrkaplan vielerorts als Held bezeichnet wird, kommt Fourniers Glaubenszeugnis nur in Bruchstücken in den Mainstreammedien an. „t-online“ berichtet über die Rettung dessen, was man vorsichtig mit „die angebliche Dornenkrone Jesu“ umschreibt. Vor allem aber lässt „t-online“ die Erwähnung der Rettung des Allerheiligsten und den dramatischen Moment, in welchem der Feuerwehrkaplan allein inmitten der brennenden Kathedrale steht und sie segnet, offenbar bewusst völlig unerwähnt. Außerdem nennt „t-online“ den französischen Fernsehsender „KTO“ nicht bei seinem korrekten Namen, sondern schreibt wiederholt „RTO“ und lässt dies auch einen Tag später noch unkorrigiert stehen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ versucht dankenswerterweise immerhin, auch die Rettung des Allerheiligsten zu beschreiben. Allerdings stolpert der Bericht über die mangelnde Fachkenntnis des verantwortlichen Redakteurs. So findet sich dort der verwirrende Satz: Fournier habe „die Monstranz gesegnet“, dann habe er „Christus ermuntert“, uns zu helfen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Glaube

  1. Spanische Bischofskonferenz beleuchtet Verhältnis von Verstand und Emotion im persönlichen Glauben
  2. „Broken Mary“ - Papst segnet die außergewöhnliche Marienstatue „Unsere Mutter der Beschädigten“
  3. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  4. Rekordjahr für Alpha-Glaubenskurse in Österreich
  5. Wird der katholische Kinohit „Sacré Cœur“ auch in deutscher Version kommen?
  6. Pater Dominikus Kraschl OFM: „Extra Christum nulla salus?“
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom
  9. Ich bin Staatsanwältin – und ich bete
  10. "Der Wind dreht sich. Es gibt immer mehr Menschen, die sich die Frage nach Gott stellen"






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Vom Elend der Fürbitten
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  11. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  12. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  13. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  14. Der entschärfte Gott
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz