Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  6. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  7. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  8. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  9. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. 'Du hast mir den Weg nach Ars gezeigt; ich werde Dir den Weg zum Himmel zeigen'
  12. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  13. Generalbundesanwalt: 94 Prozent der neuen Terror-Ermittlungen mit Bezug zu Islamismus
  14. Schönborn: Kirchenübergaben an andere Kirchen ist der richtige Weg
  15. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden

Keine Fakenews: Papst würdigt öffent.-rechtl. Rundfunk in Deutschland

4. April 2019 in Deutschland, 33 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst weist Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland auf besorgniserregende Entwicklung hin: Anfechtung des Rechtes auf Leben, Vormarsch der Euthanasie, Verneinung der sozialen Gleichheit…, Verstoß gegen Gewissensfreiheit


Bonn-Vatikan (kath.net/DBK) Papst Franziskus hat heute (Donnerstag, 4. April 2019) die Arbeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gewürdigt. In einer Audienz für die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Deutschland und eine ökumenische Delegation unter Leitung von Kardinal Reinhard Marx und Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, hob der Papst hervor, dass dieses Treffen der „Ausdruck des lebendigen Dialogs zwischen den Kirchen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen in Deutschland“ sei. Gespräch schaffe Verständnis und öffne Horizonte, so Papst Franziskus. „Ich ermutige Sie in Ihrem Einsatz, dafür zu sorgen, dass es Fakten statt Fake News, Objektivität statt Gerücht, Differenzierung statt oberflächlicher Schlagzeile gibt.“ Seit einiger Zeit erlebe die Welt eine besorgniserregende Entwicklung: „Anfechtung des Rechtes auf Leben, Vormarsch der Euthanasie, Verneinung der sozialen Gleichheit, mangelnde Integration, Verstoß gegen die Menschenwürde und gegen die Gewissensfreiheit. Die öffentlich-rechtlichen Medien haben hier die verantwortungsvolle Aufgabe, für das hohe Gut der menschlichen Freiheit und Würde entschieden Stellung zu beziehen“, sagte Papst Franziskus.

In seiner Begrüßung würdigte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten als vertrauensvolle Partner in der Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Kirche. „Ohne den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wäre unsere Gesellschaft ärmer“, sagte Kardinal Marx. Die Intendanten der Sendeanstalten garantierten einen notwendigen Qualitätsjournalismus. „Sie fragen kritisch und auch unbequem nach, aber haben immer die wesentlichen Werte einer pluralen und freien Gesellschaft vor Augen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist mit seiner freien Berichterstattung ein wichtiger Pfeiler für die Sicherung unserer Demokratie.“ Ausdrücklich dankte Kardinal Marx für die seit Jahrzehnten verlässliche Kooperation mit den Sendern, was sich unter anderem durch die Präsenz der verschiedenen Sendeformate zeige.


Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, äußerte sich dankbar für die ökumenische Audienz mit Papst Franziskus. „In Zeiten, wo das Miteinander von Staaten immer schwieriger und von nationalistischen Einzelinteressen geprägt wird, braucht es das gemeinsame Zeugnis von Christinnen und Christen. Wir Christen können ein Wärmestrom dort sein, wo sich menschliche Kälte breit zu machen droht. In diesem Geist erlebe ich immer wieder die Begegnungen mit meinem Bruder in Christus, Papst Franziskus“, erklärte Bedford-Strohm nach der Audienz.

Die Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD treffen mit den verantwortlichen Medienbischöfen einmal im Jahr zu einem ökumenischen Spitzengespräch mit den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten zusammen. Auf dem Programm in Rom stehen bis morgen weitere Gespräche mit Kurienvertretern im Vatikan. Zuletzt hatte das Spitzengespräch in Rom vor zehn Jahren stattgefunden.

kath.net dokumentiert die Ansprache von Papst Franziskus anlässlich der Audienz der Teilnehmer des Spitzengesprächs zwischen Kirchen und öffentlich-rechtlichem Rundfunk am 4. April 2019 im Vatikan

Sehr geehrte Damen und Herren,
es ist mir eine Freude, Ihre Delegation der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland zu begrüßen. Ich danke Herrn Kardinal Reinhard Marx für die Worte, die er auch im Namen von Herrn Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm an mich gerichtet hat.

Ihr Treffen ist Ausdruck des lebendigen Dialogs zwischen den Kirchen und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehen in Deutschland. Gespräch schafft Verständnis und öffnet Horizonte; das Zusammenkommen bildet den Raum für einen freien und offenen Austausch von Informationen, Meinungen und Analysen. Das kommt den Menschen in Ihrem Land zugute. Ich ermutige Sie in Ihrem Einsatz, dafür zu sorgen, dass es Fakten statt Fake News, Objektivität statt Gerücht, Differenzierung statt oberflächlicher Schlagzeile gibt.

Seit einiger Zeit erleben wir in der Welt eine besorgniserregende Entwicklung: Anfechtung des Rechtes auf Leben, Vormarsch der Euthanasie, Verneinung der sozialen Gleichheit, mangelnde Integration, Verstoß gegen die Menschenwürde und gegen die Gewissensfreiheit. Die öffentlich-rechtlichen Medien haben hier die verantwortungsvolle Aufgabe, für das hohe Gut der menschlichen Freiheit und Würde entschieden Stellung zu beziehen. Und die Kirchen unterstützen Sie bei diesem Dienst, da ihnen die Sendung Christi aufgetragen ist, der zu den Menschen gekommen ist, „damit sie das Leben haben und es in Fülle haben“ (Joh 10,10).

Ich danke Ihnen allen für Ihre Arbeit. Sie haben als Journalisten die Menschen im Blick und wollen dazu beitragen, dass ihr Leben lebenswert ist und bleibt. Ich hoffe, bei Ihrem Dienst fehlt nie das Gute, fehlen nie die vielen guten Botschaften, über die es zu berichten lohnt und die Hoffnung schenken. Möge der Herr Ihr Tun mit seinem Segen begleiten. Und, bitte, vergessen Sie nicht, für mich zu beten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Franziskus Papst

  1. Papst Franziskus möchte an Ostermesse teilnehmen
  2. Genesung in kleinen Schritten: Papst geht es etwas besser
  3. Vatikan kündigt nach fünf Wochen ersten Auftritt des Papstes an
  4. Papst will Aschermittwochs-Bußprozession selbst leiten
  5. Vom Argentinier zum Römer: Franziskus über seinen Start als Papst
  6. Fußballbegeisterter Papst mit zwei linken Füßen
  7. Papst will keine Ordensfrauen mit "Essiggesicht"
  8. Papst besucht an Allerseelen Gräber ungeborener Kinder
  9. Dilexit nos
  10. Belgien: Nach Papstaussagen zu Abtreibung und Frauen wollen sich nun 520 Personen ‚enttaufen’ lassen






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  6. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  7. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  8. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  9. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  10. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  11. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte
  12. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  13. „Nur zur Klarstellung: Ich sehe mich eher als den Papst, der zufällig Amerikaner ist“
  14. Eine mächtige Fürsprecherin für Ehepaare: Die heilige Birgitta von Schweden
  15. Joan Leslie: Das Hollywood-Glaubenszeugnis einer echten Heldin

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz