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14. Mai 2018 in Deutschland, 19 Lesermeinungen
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Katholischer Buchautor kritisiert Katholikentag: „In Münster werden auch Tausende Kirchenmitarbeiter herumlaufen – in ihrer Arbeitszeit. Diese Personalkosten wären besser in der Seelsorge investiert, nicht in dieser Selbstbespaßung“


Augsburg (kath.net)
Der katholische Bestseller-Autor Erik Flügge hat vergangene Woche den Katholikentag in einem Interview mit der „Augsburger Allgemeinen“ als „brutale Geldverschwendung“ kritisiert. Die Veranstaltung kostet etwa 9,3 Millionen Euro, zwei Drittel zahlt die Kirche selber. Flügge meint dazu: „In Münster werden auch Tausende Kirchenmitarbeiter herumlaufen – in ihrer Arbeitszeit. Diese Personalkosten wären besser in der Seelsorge investiert, nicht in dieser Selbstbespaßung.“ Flügge meinte dann, dass die katholische Kirche umdenken müsse und sich nach dem allergrößten Anteil ihrer Mitglieder ausrichten müsse. Dies seien nicht die zehn Prozent, die zu einem Katholikentag gehen oder am Sonntag in die Kirche. „Die zehn Prozent der aktiven Kirchenmitglieder verbrauchen das gesamte Geld, die gesamten Personalressourcen der Kirche – während die übrigen 90 Prozent der Kirchenmitglieder nichts davon abbekommen.“


Der Autor kritisierte dann, dass Ausgetretene mehr Zeit in dem Austritt investieren müssen als die Kirche jemals in diese Menschen investiert hat. Eine solche Kirche habe es verdient, wenn ihre Mitglieder austreten. „Doch wenn die Menschen nicht mehr in die Kirche kommen, dann muss die Kirche eben sagen: Wir nehmen alle unsere Priester, unsere Mitarbeiter – und gehen zu den Menschen, klingeln an ihren Haustüren. Wir brauchen eine Kirche, die aufhört zu warten, bis jemand zu ihr kommt“, so Flügge. Dafür brauche man nicht unbedingt Priester. Zentrale Orte für die Gotteshäuser sollte es geben. Die restlichen Mitarbeiter sollten laut Flügge raus auf die Straße. „Es braucht doch keine großen, leeren Gotteshäuser, sondern mehr Gebete in den Wohnzimmern. Das wäre dann auch nah am frühen Christentum. Die katholische Kirche ist zu einer riesigen Immobilienverwaltung geworden. Der Auftrag von Jesus war aber nie: Schafft Häuser!“


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