Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  3. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  4. 'Annalena und die 10 Verbote'
  5. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  6. Papst: Pandemie zwingt zur Entscheidung zum Guten oder zum Bösen
  7. Das EU-Parlament möchte ein "Recht auf Abtreibung" einführen
  8. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  9. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  10. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  11. Wo stehen wir mit ‚Amoris laetitia’?
  12. Ist Joe Biden exkommuniziert?
  13. Erzbischof Lackner: Warnung vor neuer "Glaubensknappheit"
  14. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  15. Neuer Blick auf Medjugorje hat viel mit Österreich zu tun

Wien: Fackelzug für verfolgte Christen am 12. Dezember

2. Dezember 2017 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


U.a. sprechen Weihbischof Scharl, "Missio"-Nationaldirektor P. Wallner sowie Nationalrätin Kugler - Plattform möchte auch ihre Besorgnis über Entwicklungen in Europa zum Ausdruck bringen.


Wien (kath.net/KAP) Eine ökumenische Plattform aus 20 Gemeinschaften und Organisationen lädt für Dienstag, 12. Dezember, 17 Uhr, zu einem Fackelzug in Wien von der Oper über die Kärntner Straße ein, um gegen die weltweite Christenverfolgung zu demonstrieren. Ziel ist der Stephansdom, wo um 18.30 Uhr eine ökumenische Gebetsfeier abgehalten wird. Federführend in der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" sind die fünf NGOs "Kirche in Not", "Open Doors", "Christian Solidarity International" und "Observatory on Intolerance Against Christians" sowie die "Aktion für verfolgte Christen und Notleidende".

Der abschließende Gottesdienst in St. Stephan um 18.30 Uhr wird vom Mittelschüler-Kartellverband(MKV)-Seelsorger Gregor Jansen geleitet. Bei den "Statio"-Stopps des Fackelzugs sprechen Weihbischof Franz Scharl, "Missio"-Nationaldirektor P. Karl Wallner sowie die Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler. In 50 Ländern würden Christen diskriminiert oder verfolgt, heißt es im Folder, auf dem als Logo eine Hand mit den Worten "Stopp Christenverfolgung" aufscheint. Die Zahl der Verfolgten liege bei 200 Millionen.


Die Demonstration am 12. Dezember gilt laut dem Einladungstext aber nicht nur außereuropäischen Ländern, sondern auch der "vollen Religionsfreiheit von Christen in Europa, gegen rechtliche Einschränkungen der Meinungs- und Gewissensfreiheit, und für Gleichberechtigung der Christen im öffentlichen Leben".

Hauptursachen der Verfolgung heute werden in der am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" beim Namen genannt: "Radikalisierung der muslimischen Bevölkerung in zahlreichen Ländern, aber auch der zunehmende religiöse Nationalismus in Staaten wie Indien". Besorgnis errege sei der Exodus der christlichen Minderheiten aus den Ländern der Bibel.

Bei dem durch die Terrormiliz IS, aber auch andere militante islamistische Gruppen im Nahen Osten betriebenen Völkermord seien Christen überproportional stark betroffen. Im Irak seien die Christen zu mehr als der Hälfte Binnenflüchtlinge, und im syrischen Aleppo, das bis 2011 Heimat der größten christlichen Gemeinschaft war, sei ihre Zahl von 150.000 auf 35.000 gesunken. "Obwohl Regierungen und internationale Organisationen erklärten, dass ein Genozid stattgefunden hat, fühlen sich führende Vertreter der Ortskirchen im Nahen Osten von der internationalen Gemeinschaft vergessen. Die Bedürfnisse der vertriebenen Christen werden nicht ausreichend gesehen", kritisiert "Kirche in Not". Aber auch in Afrika sei Extremismus ein zunehmendes Problem, vor allem in Nigeria, wo die IS-nahe Boko Haram 1,8 Millionen Menschen vertrieben habe.

Die Plattform möchte aber auch ihre Besorgnis über Entwicklungen in Europa zum Ausdruck bringen. Der Begriff "Christenverfolgung" treffe hier zwar nicht zu: "Aber auch in europäischen Ländern gibt es, in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, viele Fälle von Diskriminierung und zunehmend auch rechtlichen Einschränkungen für praktizierende Christen. Zu diesen Formen der Intoleranz gegen Christen zählt besonders die Einschränkung ihrer Meinungs- und Gewissensfreiheit durch Entlassungen, Klagen und sogar Inhaftierungen, z.B. nach Patientengesprächen oder angeblichen Hass-Predigten. Mehrere Märsche für den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens wurden untersagt oder gestört, christliche Studentengruppen vom Universitätscampus verbannt.

Weiter wird auf das neue Phänomen der Diskriminierung von christlichen Flüchtlingen hingewiesen. In den deutschen Unterkünften berichteten 83 Prozent von mehrfachen Übergriffen, 42 Prozent sogar von Todesdrohungen und 56 Prozent von gewalttätigen Angriffen, "tragischerweise wurden 91 Prozent dieser Angriffe von muslimischen Mit-Flüchtlingen begangen", so Ellen Fantini vom "Observatory on Intolerance Against Christians".

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. "Christen in Not" prangert Übergriffe auf Christen in Pakistan an
  2. Südost-Türkei: Ungeklärter Kriminalfall beunruhigt Christen
  3. Der ‚Big Brother’ der Religionen: Pekings neue Datenbank
  4. Entführter Bischof in Nigeria freigelassen
  5. Moskau: Allianz gegen Christenverfolgung in Afrika bilden
  6. Hunderte Kirchen, Monumente und Gebäude werden rot angestrahlt
  7. Ein mehr als aktuelles Thema: der armenische Völkermord
  8. Brasiliens Präsident ruft zum weltweiten Kampf gegen Christophobie auf
  9. Jim Caviezel Kampf gegen Säkularisten muss gekämpft und gewonnen werden
  10. US-Pastor warnt vor kommender Christenverfolgung








Top-15

meist-gelesen

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  3. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  4. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  5. 'Annalena und die 10 Verbote'
  6. Papst Franziskus beruft Kardinal Müller ans Oberste Kirchengericht
  7. Woelki: „Es geht um Verantwortung. Und die übernehme ich, indem ich …“
  8. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  9. Papst lässt 3-Monats-Frist für Amtsverzicht von Heße und Schwaderlapp verstreichen
  10. "Herr Bischof, Sie sind ein Schreibtischtäter und haben kein Herz für ungeborene Kinder!"
  11. Petrusbruderschaft muss Dijon verlassen
  12. (K)eine Lebensschutzerklärung der Deutschen Bischofskonferenz?
  13. Orban: Welt steht Christen feindlich gegenüber
  14. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  15. Schönborn: Im Vatikan gilt Medjugorje bereits als Heiligtum

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz