Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Österreich: Ab Montag verpflichtender Mund-Nasenschutz bei Gottesdiensten
  2. Vatikan gegen Mahlgemeinschaft von Katholiken und Protestanten
  3. USA: Zweiter Fall eines ungültig getauften Priesters
  4. 27 deutsche Ärzte ersuchen Bischöfe um Erlaubnis der Mundkommunion
  5. Berlin: „Antisemitismus-Beauftragter“ will Pacelli-Allee umbenennen
  6. 'Kirche, Sex und Sünde' - Fake-News-Alarm durch Kardinal Marx & Friends
  7. 'Synodaler Weg' braucht (fast) kein Mensch
  8. Berliner Christenverfolgung
  9. Linke US-Verfassungsrichterin Ginsburg an Krebs gestorben - Kommt katholische Höchstrichterin?
  10. Bischof Oster kritisiert Unterstützung von „She decides“ durch Maria Flachsbarth/Kath. Frauenbund
  11. Diesen Corona-Irrsinn versteht niemand mehr
  12. Schönstatt-Gründer Pater Kentenich ein Missbrauchstäter?
  13. Kardinal Woelki warnt vor Entstehung einer deutschen Nationalkirche
  14. Ignoriert Kardinal Hollerich die Lehre der Kirche?
  15. Vatikan will Abkommen mit China "ad experimentum" verlängern

Wien: Fackelzug für verfolgte Christen am 12. Dezember

2. Dezember 2017 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


U.a. sprechen Weihbischof Scharl, "Missio"-Nationaldirektor P. Wallner sowie Nationalrätin Kugler - Plattform möchte auch ihre Besorgnis über Entwicklungen in Europa zum Ausdruck bringen.


Wien (kath.net/KAP) Eine ökumenische Plattform aus 20 Gemeinschaften und Organisationen lädt für Dienstag, 12. Dezember, 17 Uhr, zu einem Fackelzug in Wien von der Oper über die Kärntner Straße ein, um gegen die weltweite Christenverfolgung zu demonstrieren. Ziel ist der Stephansdom, wo um 18.30 Uhr eine ökumenische Gebetsfeier abgehalten wird. Federführend in der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" sind die fünf NGOs "Kirche in Not", "Open Doors", "Christian Solidarity International" und "Observatory on Intolerance Against Christians" sowie die "Aktion für verfolgte Christen und Notleidende".

Der abschließende Gottesdienst in St. Stephan um 18.30 Uhr wird vom Mittelschüler-Kartellverband(MKV)-Seelsorger Gregor Jansen geleitet. Bei den "Statio"-Stopps des Fackelzugs sprechen Weihbischof Franz Scharl, "Missio"-Nationaldirektor P. Karl Wallner sowie die Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler. In 50 Ländern würden Christen diskriminiert oder verfolgt, heißt es im Folder, auf dem als Logo eine Hand mit den Worten "Stopp Christenverfolgung" aufscheint. Die Zahl der Verfolgten liege bei 200 Millionen.


Die Demonstration am 12. Dezember gilt laut dem Einladungstext aber nicht nur außereuropäischen Ländern, sondern auch der "vollen Religionsfreiheit von Christen in Europa, gegen rechtliche Einschränkungen der Meinungs- und Gewissensfreiheit, und für Gleichberechtigung der Christen im öffentlichen Leben".

Hauptursachen der Verfolgung heute werden in der am Donnerstag veröffentlichten Pressemitteilung der Plattform "Solidarität mit verfolgten Christen" beim Namen genannt: "Radikalisierung der muslimischen Bevölkerung in zahlreichen Ländern, aber auch der zunehmende religiöse Nationalismus in Staaten wie Indien". Besorgnis errege sei der Exodus der christlichen Minderheiten aus den Ländern der Bibel.

Bei dem durch die Terrormiliz IS, aber auch andere militante islamistische Gruppen im Nahen Osten betriebenen Völkermord seien Christen überproportional stark betroffen. Im Irak seien die Christen zu mehr als der Hälfte Binnenflüchtlinge, und im syrischen Aleppo, das bis 2011 Heimat der größten christlichen Gemeinschaft war, sei ihre Zahl von 150.000 auf 35.000 gesunken. "Obwohl Regierungen und internationale Organisationen erklärten, dass ein Genozid stattgefunden hat, fühlen sich führende Vertreter der Ortskirchen im Nahen Osten von der internationalen Gemeinschaft vergessen. Die Bedürfnisse der vertriebenen Christen werden nicht ausreichend gesehen", kritisiert "Kirche in Not". Aber auch in Afrika sei Extremismus ein zunehmendes Problem, vor allem in Nigeria, wo die IS-nahe Boko Haram 1,8 Millionen Menschen vertrieben habe.

Die Plattform möchte aber auch ihre Besorgnis über Entwicklungen in Europa zum Ausdruck bringen. Der Begriff "Christenverfolgung" treffe hier zwar nicht zu: "Aber auch in europäischen Ländern gibt es, in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, viele Fälle von Diskriminierung und zunehmend auch rechtlichen Einschränkungen für praktizierende Christen. Zu diesen Formen der Intoleranz gegen Christen zählt besonders die Einschränkung ihrer Meinungs- und Gewissensfreiheit durch Entlassungen, Klagen und sogar Inhaftierungen, z.B. nach Patientengesprächen oder angeblichen Hass-Predigten. Mehrere Märsche für den umfassenden Schutz des menschlichen Lebens wurden untersagt oder gestört, christliche Studentengruppen vom Universitätscampus verbannt.

Weiter wird auf das neue Phänomen der Diskriminierung von christlichen Flüchtlingen hingewiesen. In den deutschen Unterkünften berichteten 83 Prozent von mehrfachen Übergriffen, 42 Prozent sogar von Todesdrohungen und 56 Prozent von gewalttätigen Angriffen, "tragischerweise wurden 91 Prozent dieser Angriffe von muslimischen Mit-Flüchtlingen begangen", so Ellen Fantini vom "Observatory on Intolerance Against Christians".

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. Pakistan: Juristischer Rückschlag für verschleppte minderjährige Christi
  2. China: Wie es der regimetreuen und der Untergrund-Kirche zwei Jahre nach dem Abkommen ergeht
  3. China: Keine Sozialhilfe, so lange christliche Symbole in der Wohnung sind
  4. Rumänien: 16. August künftig Gedenktag für verfolgte Christen
  5. "Kirche in Not": Christentum weltweit meist verfolgte Religion
  6. „Bildung gibt einem Kind einen Schlüssel für die Zukunft“
  7. Kritik nach Aus für EU-Sondergesandten zu Religionsfreiheit
  8. China schloss 48 Kirchen innerhalb von zwei Wochen
  9. Schwager von Asia Bibi ermordet
  10. Kirchen in China von Corona-Lockerungen ausgenommen








Top-15

meist-gelesen

  1. Berliner Christenverfolgung
  2. Schönstatt-Gründer Pater Kentenich ein Missbrauchstäter?
  3. Österreich: Ab Montag verpflichtender Mund-Nasenschutz bei Gottesdiensten
  4. 'Kirche, Sex und Sünde' - Fake-News-Alarm durch Kardinal Marx & Friends
  5. Priester in Italien auf offener Straße erstochen
  6. Vatikan gegen Mahlgemeinschaft von Katholiken und Protestanten
  7. Diesen Corona-Irrsinn versteht niemand mehr
  8. Bischof Oster kritisiert Unterstützung von „She decides“ durch Maria Flachsbarth/Kath. Frauenbund
  9. USA: Zweiter Fall eines ungültig getauften Priesters
  10. Berlin: „Antisemitismus-Beauftragter“ will Pacelli-Allee umbenennen
  11. Linke US-Verfassungsrichterin Ginsburg an Krebs gestorben - Kommt katholische Höchstrichterin?
  12. Die Helden von Berlin - Trotz Corona mehr als 3000 Teilnehmer beim Marsch für das Leben
  13. 27 deutsche Ärzte ersuchen Bischöfe um Erlaubnis der Mundkommunion
  14. Erzbischof Gänswein aus Krankenhaus in Rom entlassen
  15. US-Bischof Seitz entsetzt über Vandalismus in Kathedrale: Wichtige Herz-Jesu-Statue zerschmettert

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz