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Trotz Terror: Papst Franziskus hält an Ägyptenreise fest

11. April 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Vatikansprecher Burke: Vorbereitungen für Kairo-Besuch am 28./29. April gehen weiter, jedoch unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus will trotz der Anschläge auf koptische Kirchen in Kairo wie geplant am 28. und 29. April die ägyptische Hauptstadt besuchen. Das bestätigte Vatikan-Sprecher Greg Burke am Montag auf Anfrage von "Kathpress". Die Vorbereitungen dafür würden weiter voranschreiten, wenngleich man sich darauf einstelle, dass die Reise sicherheitstechnisch "anspruchsvoll" sein werde. Großteils kommt daher u.a. ein geschlossenes Papamobil zum Einsatz. Papst Franziskus hatte bereits im November 2015 in einem ähnlichen Konflikt nicht auf die Reise in die Zentralafrikanische Republik verzichten wollen.

27 Stunden dauert der geplante Ägypten-Aufenthalt von Papst Franziskus. Als Höhepunkt der Reise ist am 28. April ein Treffen mit dem Großimam der Al-Azhar-Universität, Ahmed Mohammed al-Tayyeb, vorgesehen. Der Papst und der Großimam wollen gemeinsam bei einer internationalen Friedenskonferenz in Kairo sprechen. Danach empfängt Präsident Abdel Fattah al-Sisi den Papst im Präsidentenpalast, ehe der Papst seinen koptischen Amtskollegen, Patriarch Tawadros II. trifft. Für 29. April ist eine Messe in Kairo angesetzt, ein Mittagessen mit den ägyptischen Bischöfen und ein Gebetstreffen mit Klerikern, Ordensleuten und Seminaristen.


Anschlag auch politisch motiviert

Die Attentate vom Sonntag kamen für Kairos Christen nicht unerwartet, erklärte der katholische Bischof von Assiut, Kyrillos William, am Montag gegenüber Radio Vatikan. Die Terrorgruppe IS habe stets verkündet, "dass der Anschlag im vergangenen Dezember nur der Anfang war und dass die Christen noch mehr abbekommen würden", so der Bischof mit einem Verweis auf das Dezember-Attentat auf eine Kirche auf dem Gelände der koptischen Markus-Kathedrale in Kairo, bei dem 30 Menschen ums Leben gekommen waren.

Diesmal hätten die Attentäter einen Festtag gewählt, bei dem die Kirchen voll waren, und seien damit noch gezielter vorgegangen, sagte Bischof William. Die Anschlagsziele seien "symbolisch bedeutsame Kirchen" gewesen: Mit der Kathedrale in Alexandria, in der gerade Patriarch Tawadros II. zelebrierte, sei gezeigt worden, "dass der Staat die Christen nicht schützen kann". Doch befänden sich auch Sicherheitskräfte unter den Opfern, und nicht nur Christen seien über die Vorfälle traurig. "Diese Attacken treffen alle Ägypter", so der Bischof.

William zufolge seien die Attentate auch "postwendend" nach dem Treffen des ägyptischen Präsidenten al Sisi mit US-Präsident Donald Trump gekommen, die entschieden hatten, den Terrorismus gemeinsam zu bekämpfen. "Klar ist natürlich auch, dass die Terroristen jetzt die Gesellschaft Ägyptens spalten wollen", so der Kirchenführer.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 quovadis 11. April 2017 
 

Jesus, bitte

schütze die Kopten und den Papst Franziskus auf seiner Reise.


2
 

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