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Franziskus: Ich empfinde Kardinal Burke nicht als Widersacher

9. März 2017 in Weltkirche, 120 Lesermeinungen
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Papst Franziskus meint im Interview: „Wir müssen darüber nachdenken, ob Viri probati eine Möglichkeit sind" - Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden


Hamburg (kath.net/KAP) Eine mögliche Öffnung bei der Vorschrift der Ehelosigkeit für Priester hat Papst Franziskus angedeutet. In einem langen Interview mit der Wochenzeitung "Die Zeit" (Ausgabe 9. März) äußerte er sich zur Frage, ob verheiratete erprobte Männer ("Viri probati") unter bestimmten Bedingungen Priester werden könnten. Dies sei nicht auszuschließen; es gehe "der Kirche stets darum, den richtigen Augenblick zu erkennen, wann der Heilige Geist nach etwas verlangt. (...) Wir müssen darüber nachdenken, ob Viri probati eine Möglichkeit sind. Dann müssen wir auch bestimmen, welche Aufgaben sie übernehmen können, zum Beispiel in weit entlegenen Gemeinden." Zugleich wandte sich Franziskus gegen den Vorschlag, die Ehelosigkeit der Priester einer freien Entscheidung der Kandidaten zu überlassen.

Das Gespräch hatte laut "Zeit" Ende Februar im Vatikan stattgefunden. Es ist das erste Interview, das Franziskus während seiner vierjährigen Amtszeit einem deutschen Journalisten gegeben hat.

Der Papst sprach sich für Freiheit in der theologischen Forschung aus. "Wahrheit ist, keine Angst zu haben", sagte er, "Ängste schließen Türen. Die Freiheit öffnet sie. Und wenn die Freiheit klein ist, öffnet sie immerhin ein Fensterchen."

Besorgt äußerte sich Franziskus über die Zunahme des Populismus in den westlichen Demokratien: "Populismus ist böse und endet schlecht, wie das vergangene Jahrhundert gezeigt hat", sagte Franziskus. Er stütze sich immer auf einen Messias und auf die Rechtfertigung, die "Identität des Volkes" bewahren zu müssen.


Der Papst brachte die politischen Methoden Hitlers 1933 als Beispiel und sagte: "Populismus bedeutet, das Volk zu benutzen, richtig? Denken Sie an das Jahr 1933, nach dem Scheitern der Weimarer Republik. Deutschland war verzweifelt, von der Wirtschaftskrise 1929 geschwächt, und dann kam dieser Mann daher und sagte: Ich kann, ich kann, ich kann! Er hieß Adolf. So ist es dann gelaufen. Er hat das Volk davon überzeugt, dass er konnte. Populismus braucht immer einen Messias."

"Kenne Glaubenszweifel und Momente der Leere"

Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden. "Ich bin ein ganz normaler Mensch, der tut, was er kann", sagte er. "Ich bin Sünder und bin fehlbar, und wir dürfen nicht vergessen, dass die Idealisierung eines Menschen stets auch eine unterschwellige Art der Aggression ist", fügte er hinzu. "Man gesteht mir nicht zu, ein fehlbarer Sünder zu sein."

Er verwies auf die Figur des Petrus, der auch durch eine Krise gegangen sei. Er selbst kenne auch tiefe Glaubenszweifel und Momente der Leere. "Ohne Krisen kann man nicht wachsen", sagte das Kirchenoberhaupt. "Ein Glaube, der nicht in die Krise gerät, um an ihr zu wachsen, bleibt infantil." Auch Petrus habe Jesus verleugnet und sei doch zum Oberhaupt der Kirche geworden, betonte der Papst.

Wer immer sicher sei, sei in Wahrheit ein Fundamentalist. Jesus liebe die Sünder mehr als die Gerechten. "Es gibt durchaus dunkle Momente, in denen ich sage: Herr das begreife ich nicht", erläuterte Franziskus. Das gelte auch für Bedrängnisse, die er sich selbst eingebrockt habe. "Denn ich bin ein Sünder, und dann werde ich wütend." Letztes habe er sich allerdings inzwischen fast abgewöhnt.

Auf die Frage, ob er auch Momente kenne, in denen er grundlegend an Gott und Jesus zweifle, sagte Papst Franziskus: "Ja, ja...Momente der Leere...Ich habe von dunklen Momenten gesprochen und von leeren Momenten. Ich kenne auch die leeren Momente."

Nach Überzeugung des Papstes ist der Glaube ein Geschenk und "nichts, was man sich erwirbt". "Man muss den Herrn demütig um den Glauben bitten", fügte er hinzu. Manchmal müsse man in einer Krise verharren und darum bitten, dass der Glaube zurückgegeben werde - "früher oder später". Glaube sei für ihn Licht, Geschenk, Überzeugung und die Fähigkeit, das eigene Leben zu deuten. Für den, der glaube, sei alles möglich.

Keine Deutschlandreise 2017

Befragt zu Reiseplänen, sagte Franziskus, er werde wohl nicht nach Deutschland kommen. "Der Terminkalender ist dieses Jahr sehr voll", sagte er. Neben den beiden Kirchen habe ihn auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen: "Aber das wird schwierig dieses Jahr, es sind so viele Reisen geplant." Auch für 2018 kenne er noch keine Pläne für eine Deutschlandreise. Um dem Problem vorzugreifen, sei er 2016 zu den Lutheranern nach Schweden gereist, um den Beginn des Reformations-Gedenkjahres zu begehen und das 50-jährige Jubiläum des katholisch-protestantischen Dialogs zu feiern.

Papst Franziskus würdigte zugleich den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, den er kürzlich im Vatikan getroffen hatte. "Er ist ein guter Mann. Er hat Feuer im Herzen."

"Meine Art gefällt manchen nicht"

Auf die Frage, ob er sich von Angriffen aus dem Vatikan getroffen fühle, berichtete Franziskus, er bete täglich um viel Sinn für Humor und um inneren Frieden. Er habe diesen allerdings seit der Papstwahl nicht verloren. "Ich kann verstehen, wenn meine Art, die Dinge anzugehen, manchen nicht gefällt", erläuterte er. "Das ist legitim und menschlich und bereichernd."

Mit Blick auf die Auseinandersetzungen im Malteserorden nahm er den amerikanischen Kardinal Raymond Burke in Schutz. "Ich empfinde Kardinal Burke nicht als Widersacher", sagte er. Der Kardinal sei immer noch Patron des Malteserordens. Das Problem sei eher gewesen, dass "Kardinal Burke mit der Sache nicht umgehen konnte, weil er nicht mehr allein agierte". Es gehe darum, "beim Orden ein wenig aufzuräumen, und deshalb habe ich einen Delegaten dorthin geschickt, der über ein anderes Charisma verfügt als Burke".

Franziskus betonte, Burke sei ein exzellenter Jurist. Er habe ihn wegen eines schrecklichen Missbrauchsfalls auf die Insel Guam geschickt. Dieser Auftrag sei fast schon erledigt. "Dafür bin ich ihm sehr dankbar." Der Papst wandte sich damit gegen Gerüchte, er habe den Kardinal quasi in die Verbannung geschickt.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Bernhard Joseph 15. März 2017 
 

@hl_neri

Es soll sogar Kleriker geben, die Satan für eine "abgestandene Legende" halten.

Es ist mittlerweile in der Kirche zur Mode geworden, um das Böse, die Versuchung und damit die Sünde einen weiten Bogen in der Verkündigung zu machen. Stand früher das Gericht mit der Höllendrohung mit einer nicht zu bestreitenden Einseitigkeit im Mittelpunkt der Verkündigung, so ist man heute dazu übergegangen, die Hölle als geschlossen, respektive nicht existent, zu erklären. Entsprechend hat sich dann aber der Glaube auch verflacht, weil er keine Antwort mehr auf das Böse zu geben vermag.

Wenn alle ausnahmslos in den Himmel kommen, Hitler wie Stalin, um nur diese Schlächter der Menschheit zu nennen, dann hat das Böse keine Relevanz im Glauben.

Dass Satan selbst den Sohn Gottes vom Weg der Wahrheit abzubringen suchte, ist heute aus dem Bewusstsein der Kirche restlos geschwunden. Satan lockt mit der Weltlichkeit (Zeitgeistigkeit), über die er Macht hat.


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 hl_neri 13. März 2017 
 

Freimaurerei soll abgestandene Legende sein? ja wie naiv ist den das!

Ich sehe keine Anhaltspunkte für die Annahme einer Legende. Aktueller den je ist: "... wir werden einen gewaltigen gesellschaftlichen Zusammenbruch provozieren, ... die Auswirkungen von ... Atheismus, dem Ursprung der Grausamkeit und der blutigsten Unruhen klar vor Augen führen. Dann werden die Bürger - gezwungen, sich gegen die Minderheit der Revolutionäre („Terroristen“ ist die moderne Form heute) zur Wehr zu setzen - jene Zerstörer der Zivilisation ausrotten. Die Mehrheit der Menschen wird, gottgläubig wie sie ist, nach der Enttäuschung durch das Christentum ..., besorgt nach einem neuen Ideal Ausschau halten, ohne jedoch zu wissen, wen oder was sie anbeten soll. Dann ist sie reif, das reine Licht durch die weltweite Verkündigung der reinen Lehre Luzifers zu empfangen, die endlich an die Öffentlichkeit gebracht werden kann. Sie wird auf die ... Bewegung, die aus der gleichzeitigen Vernichtung von Christentum und Atheismus hervorgehen wird, folgen." Pike an Mazzini im Jahr 1871


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 Theodor69 13. März 2017 
 

@Montfort

Ich bin nicht überzeugt davon, dass die Passage mit dem Vorbild eine indirekte Rede ist, auch wenn es grammatikalisch so ausschaut. Es kommt mir eher vor - v.a. wenn ich die anderen Passagen des Interviews anschaue - wie eine Einleitung zum nächsten Thema und das wäre dann sehr wohl eine Interpretation vom Autor. Habe schon versucht den Originaltext ("direkte Rede" statt "indirekter Rede") zu finden, jedoch hatte ich keinen Erfolg. Auf jesus ch steht „Auf seine Vorbildfunktion angesprochen, machte er klar: «Ich sehe mich nicht als etwas Besonde-res….“ Das deutet für mich darauf hin, dass er von Vorbild nie selber gesprochen hat. Zudem haben viele Poster sich darüber beschwert, dass der Papst kein Vorbild sein möchte und dies sagt nicht einmal die indirekte Rede. Zwischen „nicht als Vorbild hingestellt werden“ und „nicht Vorbild sein wollen“ sehe ich auch einen wesentlichen Unterschied.


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 Montfort 13. März 2017 

@theodor69 - Vielleicht im Deutschunterricht nicht aufgepasst?

Sie schreiben an @Alpenglühen: "Der Satz "Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden." ist eine Interpretation des Autors. Sie sollten Ihre Argumentation auf das aufbauen, was der Papst gesagt hat und nicht auf Interpretationen von anderen."

Vielleicht haben Sie im Deutschunterricht nicht aufgepasst – @Alpenglühen bezog sich NICHT auf „eine Interpretation des Autors“, sondern auf die WIEDERGABE DER DIREKTEN REDE IN DER FORM DER INDIREKTEN REDE. Das ist nämlich der „Satz ‚Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden.‘“

Hier noch ein BEISPIEL:
Der Poster @theodor69 meinte irrtümlich, der Satz: „Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden“, SEI eine Interpretation des Autors.


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 hl_neri 13. März 2017 
 

Die Katholizität des Monsignore ist unbezweifelbar.

So wie Sie A.Reik bin ich von der Katholizität Monsignore Schlegl`s überzeugt, sonst würde ich nicht bei ihm meine Sünden bekennen und ihn um - nicht nur - seinen priesterlichen Dienst bitte.

Im Übrigen: können Sie der nachfolgen Aussage zustimmen. "Die lehramtlichen, moralischen und pastoralen Fragen bezüglich der Sakramente der Eucharistie, der Buße und der Ehe müssen durch eine Intervention des Lehramts beantwortet werden. Sie müssen in ihrer Eigenschaft als lehramtliche, moralische und pastorale Fragen widersprüchliche Interpretationen oder die Ableitung grundsätzlich unterschiedlicher praktischer Konsequenzen ausschließen" Wenn ja, lade ich Sie ein, die Seite ergebenebitte.org zu besuchen und das dort dargestellte Dokument zu unterzeichnen; als Unterzeichner werden Sie meinen Namen dort nicht antreffen, wohl aber den des geschätzten Monsignore.


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 hl_neri 13. März 2017 
 

... argumentativen Nullwert."

A.Reik bescheinigt, ... Ihre Worte ... haben argumentativen Nullwert." In meiner 50-jährigen Berufslaufbahn sind mir nicht wenige Menschen, die mit einer Aufgabenlösung konfrontiert waren, begegnet, die zwar zur einer richtigen Lösung gelangten, aber keine von ihren Argumenten auch nur ansatzweise erkennen ließen, wie sie zu der - richtigen - Lösung gekommen sind; ich denke, dass ich mit dieser Erfahrung nicht alleine dastehe. Ihren gegenständlichen Kommentar vermag ich daher aus diesem Aspekt so auszulegen, dass sie meinen "Behauptungen" argumentativ nicht folgen können. Ein intellektuelles Problem liegt meiner Einschätzung nicht vor, zumal ich Sie als weit über den Durchschnitt liegend intelligenten Menschen halte. Ich bin mir aber sicher, dass Sie, wenn Sie in die von mir angeführten Dokumente und in jenes ex 1983 noch Einsicht nehmen, meine und der Katholischen Kirche - eine Abkehr davon ist mir nicht bekannt ablehnende Haltung zur FM auch argumentativ nachzuvollziehen vermögen.


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 hl_neri 13. März 2017 
 

„Freimaurer und Jesuiten“ googlen

Liebe/r Alpenglühen! Ihr google-Hinweis ist zwar allgemein zutreffend, trifft jedoch nicht meinen Quellen- und Kenntnisstand zur Frage einer Vereinbarkeit einer gleichzeitigen Zugehörigkeit zur Freimaurerei (zu ihr selbst oder zu einer ihrer Vorfeldorganisationen, soll an dieser Stelle dahingestellt bleiben) einerseits und zur Katholischen Kirche andererseits, denn dieser stammt aus einer Zeit, zu der es noch gar kein Internet - zu mindestens nicht im heutigen Umfang - gegeben hat. Die Absicht meiner Kommentare, in denen die Freimaurerei - thematisch scheins bezuglos - auch genannt wird, liegt nicht darin, von meiner Meinung zu überzeugen, sondern darin, einen Anstoß zu geben, sich mit dieser Frage als mit Traditions- und Lehrtreue verbundener Katholik selbst inhaltlich auseinanderzusetzen. Dass diese Thematik angesichts der (Reform)Diskussionen innerhalb und außerhalb der Katholischen Kirche an sich hochaktuell ist, kann mE einem aufmerksamen Beobachter nicht verborgen bleiben.


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 Hadrianus Antonius 13. März 2017 
 

@Federico R. : total falsch

Daß die St.-Gallenmafia, große Teile des jetzigen Episkopats bis in die höchste Spitze hinein und seit einigen Jahrzehnten der Jesuitenorden im Besonderen sehr freimaureraffin sind, ist leider 100% richtig.
Gestern erschien bei der Kath. Aktion Flandern ein großes Dialoggespräch v. Jozef DeKesel mit Henri Bartholomeeusen (Großmeister 33. Grades der Großloge v. Orient), mit inhaltlich totaler Apostasie des christlichen Glaubens.
Noch viel mehr ist bekannt über Mercier, Suenens, Danneels en hun Jesuitenentourage.
si sind äusserst schlecht informiert.


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 hl_neri 12. März 2017 
 

Zuerst informieren und dann reden, zumindest wenn man katholischer Christ sein will

Geschätzter Monsignore! Erstens: Sie irren gewaltig, wenn Sie meinen, ich verfüge über keine Informationen über Bestehen, Aufgabe, Berufung und - im contrarius actus - Abberufung eines Domkapitulars/Domkurators. Zweitens: Wegen dieses Wissens und der hohen Wertschätzung Ihrer mir über mehrere Jahrzehnte bekannten theologischen Vortragstätigkeit, Kommentartätigkeit sowie priesterlichen Tätigkeit würde mir nicht einmal im Traum einfallen, Sie für die Verhüllungen im Dom verantwortlich zu machen. Sollten Sie das so empfunden haben, dann tut es mir aufrichtig leid, und entschuldige ich mich in aller Höflichkeit. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass Engel (z.B. der Heilige Erzengel Michael) und Heiligenstatuen für bestimmte Personen Feindbilder darstellen, deren vollständige Beseitigung eine strategische Zielsetzung darstellt; die Vorstufe dazu sehe ich in den erfolgten Verhüllungen in St. Stephan. Sorry, aber einen liturgischen Sinn vermag ich darin nicht zu erkennen.


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 Alpenglühen 12. März 2017 

@Msgr Schlegl, Ich weiß, ein Kommentar soll sich auf den Artikel beziehen

aber:
Wenn Sie googlen „Freimaurer und Jesuiten“, dann gibt es mehr als genug Links, wo etliches dazu zu lesen ist. Natürlich, ein ‚Beweis’ ist das nicht unbedingt, aber es gibt viele Indizien.
Beim lesen des letzten Post v. @hl_neri ‚Feindbilder’ ging es bei Ihnen evtl. etwas holterdipolter. Denn hl_neri hat ja gerade IHNEN nicht unterstellt, für die Gestaltung des Domes in der Fastenzeit verantwortl. zu sein. U. das hat er auch ausdrückl. geschrieben: Zitat: … ob sie - ich meine die Jesuiten und nicht Sie, Monsignore, - treibende Kraft für die vorerst bloße Unkenntlichmachung durch Verpackung von Glaubenszeugen dahinter sind? Zitat Ende

Etwas zusammengefaßt: „Erst informieren, dann reden, zumindest wenn man kathol. Christ sein will.“ Gilt das nur für das „Fußvolk“ oder für ALLE Katholiken? Gilt das für ALLE - warum verübeln Sie uns dann oft genug, Kritik an höheren u. hohen Würdenträgern zu üben, die bei Äußerungen zu einem Thema ein offensichtliches Informationsdefizit zeigen?


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 A.Reik 12. März 2017 

hl_neri

Ihre sinnfreien Worte gegen den Monsignore und mich haben argumentativen Nullwert. Die Katholizität des Monsignore ist unbezweifelbar.


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 Dottore22 12. März 2017 
 

@Stefan Fleischer

@Dottore22 "Zu Ihrer Notation zu "viri probati":

Sehr geehrter Herr Fleischer, sollte ich Ihnen mit meiner Frage zu nahe getreten sein, möchte ich dafür um Entschuldigung bitten. Ich neige dazu anderen Ansichten mit provozierenden Fragen zu begegnen.

Zu Ihrem kleinen Artikel nur folgende Anmerkung: Eine zu detaillierte Einschränkung bei solchen Regelungen führen in der Regel zu dauerhaften Problemen, weil dadurch auch viele Übergangsbereiche entstehen, die zu Diskussionen führen, ob im Einzelfall diese oder jene Entscheidung bei der Zulassung möglich oder erforderlich ist. Das betrifft auch den Vorschlag, "viri probati" nur in abgelegenen Regionen einzusetzen.(Kasuistik1!!)
Viele Grüße und einen schönen Sonntag


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 Federico R. 12. März 2017 
 

Abgestandene schwarze Legende

A. Reik ist hier zuzustimmen. Freimaurer - Vatikan – Jesuiten: das dürfte eine inzwischen arg abgestandene schwarze Legende sein. Die Diskussion bei kath.net. darüber ist überflüssig und lenkt nur ab. Diskussionsstoff liefern Franziskus‘ Interviewaussagen zur Genüge, auch die zum sog. Reformations-Gedenkjahr, in dem der Fokus automatisch auch auf die zwiespältige Person Martin Luthers gerichtet sein wird. Da wird noch einiges wieder neu oder überhaupt neu aufs Tapet kommen, was den evangelischen Gemeinschaften voraussehbar erneut steigende Austrittszahlen bescheren dürfte. Und die r.-k.-Kirche muss aufpassen, dass sie nicht mit in den Sog hineingezogen wird. Die gemeinsamen Auftritte der beiden kreuzablegenden „Chefs“ der evangelischen Gemeinschaften und der katholischen Kirche überzeugen mich nicht. Hochachtung vor gläubigen evangelischen Christen, ja. Aber bitte keine Verbrüderung mit M.L. Attenzione, caro Papa Francesco, lassen Sie sich bitte gut beraten. Beten wir dafür!


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 SCHLEGL 12. März 2017 
 

@hl_neri

Jetzt haben sie bewiesen, dass Sie wirklich nicht Bescheid wissen! Für die "Gestaltung" des Domes liegt die Verantwortung beim Domkapitel! Damit habe ich nichts zu tun. Es steht Ihnen frei sich mündlich oder schriftlich an das Domkapitel zu wenden.
Ich finde es von Ihnen einfach ungehörig, den Jesuiten allgemein, ohne Präzisierung und konkrete Angaben, Affinität zur Freimaurerei zu unterstellen. Ebenso ungehörig finde ich es, mich für die Gestaltung des Domes in der Fastenzeit verantwortlich zu machen.
Zuerst muss man sich informieren und dann muss man reden, zumindest wenn man katholischer Christ sein will.Sonst landet man auf dem Niveau mancher politischer Parteien und ihrer Repräsentanten.Msgr. Franz Schlegl


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 Theodor69 12. März 2017 
 

@Alpenglühen

Der Satz "Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden." ist eine Interpretation des Autors. Sie sollten Ihre Argumentation auf das aufbauen, was der Papst gesagt hat und nicht auf Interpretationen von anderen. Können Sie an den Worten des Papstes was aussetzen. Das gleiche hätte auch Papst Benedikt sagen können und dann wäre er von der gleichen Seite, die Papst Franziskus kritisieren, als "so bescheiden und demütig dargestellt worden". - Hauptsache man findet etwas, worüber man sich aufregen kann, auch wenn man sich dabei nur auf Interpretationen anderer beruft (und so tut, als ob der Papst es so gesagt hätte)


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 hl_neri 12. März 2017 
 

Feindbilder

Gegen Feindbilder gibt es viele wirksame Maßnahmen, nicht wahr Monsignore! Eine davon ist deren Verhüllung. Falls Sie mal in den Beichtstuhl gehen, blicken Sie einmal auf die Stellen, wo sonst die erhobenen Zeugen der "erlösten Kirche" zu sehen sind. Ach ja, wichtig erscheint mir zu sagen: Für den Dom sind - soweit ich weiß, aber was weiß ich schon über Hintergründe zum jetzigen Zeitpunkt, doch beruhigend ist es zu wissen, dass einmal alles von den Dächern gerufen werden wird - keine Jesuiten verantwortlich; ob sie - ich meine die Jesuiten und nicht Sie, Monsignore, - treibende Kraft für die vorerst bloße Unkenntlichmachung durch Verpackung von Glaubenszeugen dahinter sind? Aber was weiß denn schon ein "Verschwörungstheoretiker" wirklich?


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 hl_neri 11. März 2017 
 

Reik und Schlegl "dem Papst Freimaurerei unterstellen"

Wie wäre es, Ihre Intelligenz dazu zu verwenden, meinen Kommentar nach seinem wahren Inhalt zu beurteilen! Ich habe mit keinem Wort behauptet, dass Papst Franziskus ein Freimaurer sei oder eine Zugehörigkeit zu dieser (Geheim)Organisation auch nur angedeutet; beides würde ich auf Grund der mir bisher zur Verfügung stehenden Informationen als vermessenes Urteil bezeichnen. Dass eine Vielzahl von Jesuiten als hochgradige Schurztragende ausgewiesen sind, ist eine offenkundige Tatsache, und die Freimaurerei als Unsinn zu bezeichnen und in den Bereich der Verschwörungstheorien zu rücken, zeigt entweder eine völlige Unkenntnis, oder Verdrängung oder einen hohen Grad an Erleuchtung; letzteres nehme ich bei Monsignore Schlegl nicht an! Mit dem Schämen haben Sie aber nicht ganz unrecht; Ihre Kommentare sind angesichts der Erklärung der DBK vom 12.5.80 und der KG für die Glaubenslehre vom 11.2.1981 - Unkenntnis und Verdrängung angenommen - schon zum Schämen - allerdings zum Fremdschämen.


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 Vermeer 11. März 2017 

@Schlegl,@A.Reik

Ich bin anderer Meinung [email protected] und Franziskus, was seine Auffassung von Pastoral betrifft, kann ihn, die Kirche und die Welt aber durch Herablassung und autoritäres Auftrumpfen niemals verändern. Wir müssen uns selbst ändern! Gott segne Sie beide, @Schlegl und @Reik


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 Dottore22 11. März 2017 
 

@Stefan Fleischer am 9.3.2017

Zu Ihrer Notation zu "viri probati":

Hatten Sie da an sich selber gedacht?


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 Alpenglühen 11. März 2017 

@Theodor69

Zitat:“Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden. "Ich bin ein ganz normaler Mensch, der tut, was er kann", sagte er. "Ich bin Sünder und bin fehlbar, und wir dürfen nicht vergessen, dass die Idealisierung eines Menschen stets auch eine unterschwellige Art der Aggression ist", fügte er hinzu. "Man gesteht mir nicht zu, ein fehlbarer Sünder zu sein." Zitat Ende

@Theodor69, wer Vorbild sein möchte, muß damit rechnen, auch einmal als Vorbild hingestellt zu werden. Daß P. Franziskus nicht als Vorbild hingestellt werden will, bedeutet für mich im Umkehrschluß, daß er dann auch kein Vorbild sein will!

Im übrigen: Hätte ich in meinem Leben u./oder Verhalten so herumgeeiert bzw. würde so herumeiern, wie P. Franziskus in seinen Äußerungen, müßte ich mir zu Recht eines Tages Offb 3,15-16 an den Kopf werfen oder werfen lassen.


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 SCHLEGL 11. März 2017 
 

@A.Reik

Dasselbe haben Anhänger einer bekannten Splittergruppe auch gegenüber Papst Paul VI und nach dem interreligiösen Treffen Assisi I auch Papst Johannes Paul II unterstellt! Daran erinnere ich mich noch ganz genau.
Manche brauchen halt unbedingt FEINDBILDER, um sich selber darzustellen! Leider. Msgr. Franz Schlegl


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 A.Reik 11. März 2017 

@hl_neri

Dieser Freimaurerunsinn grenzt ja an Verfolgungswahn. So ein Blödsinn. Direkt oder indirekt einem Jesuiten und dann noch dem Papst Freimaurerei unterstellen. Dass Sie sich nicht schämen.


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 Hadrianus Antonius 11. März 2017 
 

Über Erkennen und Nicht-erkennen

Mit "erkennen" ist so eine Sache.
Verblendung führt sehr häufig zu dazu, daß der vermeintliche Protagonist sich indirekt selbst zerstört.
Die alte griechische Tragödien behandeln fast nichts anderes.
Die alte Römer sagten es kurz und knackig: "Quos deus perdere vult, prius dementat".


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 hl_neri 11. März 2017 
 

Beschreibung der Jesuiten

Ad tonika: In diesem Kommentar, der auch mE in vielem zutreffend ist, fehlt allerdings ein nicht unwesentliches Merkmal: Jesuiten sind besonders freimaureraffin. Kennern dieser "antikatholische Religion" sind Jesuiten auch als Hochgradfreimaurer bekannt.


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 Theodor69 10. März 2017 
 

Dem obigen Artikel kann ich nicht entnehmen, dass er nicht Vorbild sein möchte

Jetzt regen sich hier viele über etwas auf, was er gar nicht gesagt hat. Vielleicht ist es angebracht die Aussage des Papstes nochmals zu lesen, zu überlegen und dann begründen warum er etwas Falsches gesagt hat!


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 Tonika 10. März 2017 
 

Die Lehre soll weiter verwässert und liberalisiert werden.

Wir sollten uns nicht wundern, wenn Franziskus die Lehre auch in Bezug auf Verhüttungsmitteln/Kondome, Abtreibung, Vorehelichen Sex, Scheidung etc, lockert, liberalisiert. "Viri probati" (erprobte Männer) soll das Einfallstor zur Abschaffung des Zölibats werden und die Diskussion über Frauendiakonats dient als Vorstufe zur Frauenpriestertums.

Der Papst scheint alle Wünsche der internen Kirchengegner, (Wir sind Kirche etc.) sukzessiv umsetzen zu wollen. Sehr bedenklich ist, dass Franziskus scheinbar glaubt, der Heilige Geist weht nur da, wo er und die liberalen Reformer ihn haben wollen. Fakt ist der Heilige Geist widerspricht weder sich, noch Christus oder der Heiligen Schrift.


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 Tonika 10. März 2017 
 

Kardinal Burke ist kein Widersacher, wird aber wie einer behandelt.

Franziskus behauptet zwar das er Kardinal Burke nicht als Widersacher empfinde und ihm dankbar sei jedoch BEHANDELT er ihn wie einen Widersacher. Tatsache bleibt, dass der Papst Kardinal Burke aus dem Vatikan verbannt hat. Außerdem sollte Franziskus doch da ordentlich aufräumen wo es wirklich dringend ist - bei dem Jesuitenorden, der spirituell total verlottert ist und im Missbrauchs- Skandal massiv verwickelt war. Dieser Orden ist stets an vorderster Front,wenn es um antikatholische Aktionen geht u. ist wie ein schädlicher Fremdköper in der Kirche. Der Jesuitenorden braucht eine ERNEUERUNG und muss re- katholisiert werden. Viele Jesuiten sind pro Abtreibung, Homo- Ehe, für Abschaffung des Zölibats bzw. der Total Entkatholisierung der kath. Kirche.
Die Jesuiten sind zu oft im Bett mit den Linken und viele antichristlichen Kräften und dennoch werden sie nicht angetastet während der glaubenstreue Malteserorden und der Franziskaner Immakulata Orden gnadenlos zerschlagen werden.


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 Tonika 10. März 2017 
 

Jesus liebte Sünder nicht mehr als Gerechte, sondern wollte sie vor dem -Verlorengehen- retten.

Franziskus: "Jesus liebe die Sünder mehr als die Gerechten." Eine extrem unbibiblische und gefährliche Aussage. Demnach würde Jesus Hitler mehr lieben als Mutter Theresa und je mehr man sündigt desto mehr ist man geliebt von Gott.

Verstockte unbußfertige Sünder gehen verloren und daher wollte Jesus die Sünder rufen - nicht um sich mit ihnen zu vergnügen oder weil er sie klasse fand, sie mehr liebte als die Gerechten, sondern um sie zu ermahnen und zur Umkehr zu bewegen damit er sie retten konnte. Nur deshalb setzte er sich mit ihnen zusammen. Franziskus tut so als ob es eine Auszeichnung wäre ein Sünder zu sein, dabei sagt die Bibel:Wer vorsätzlich sündigt, macht sich Gott zum Feind u. ist getrennt von Gott !Jesus sagte: Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, die ihr das Gesetz übertretet! Seid Heilig!fordert uns Christus auf. Offenbar sucht der Papst - losgelöst von der Lehre und Tradition der Kirche seine eigene Theologie zu machen.


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 Federico R. 10. März 2017 
 

Vom Weltethos-Virus infiziert? (2)

Das von Jesus Christus eingesetzte Petrusamt in Verbindung mit dem Lehramt und dem reichen Schatz der Überlieferung - von Geschlecht zu Geschlecht bis ans Ende der Zeiten - gaben mir stets die sichere Gewissheit, zur authentischen Kirche Jesu Christi zu gehören, zu der ich in Treue stehe. Aber wenn der Papst schon von Zweifeln geplagt wird (s. Interview)? - Ja dann ist das eigentlich nur noch zum Verzweifeln! Ist Franziskus vielleicht, wie von mir seit längerem schon befürchtet, vom Weltethos-Virus Küngscher Prägung infiziert? Doch keine Macht der Welt vermag dieses Weltethos je zu verwirklichen, auch kein Papst. Das kann allein der wiederkommende HERR, der gerechte Richter aller Völker.


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 Federico R. 10. März 2017 
 

Vom Weltethos-Virus infiziert? (1)

In manchen Fragen des Glaubens und der Kirche ist der Papst in irritierendem Maße relativierend und ungenau. Wie er sich da eine „Einheit in bunter Vielfalt“ eigentlich vorstellt, bleibt vielen Beobachtern rätselhaft. Wenn es die Röm.-Kath. Kirche in ihrer bisherigen Gestalt nicht gäbe, würde ich vermutlich keiner einzigen anderen Kirche bzw. kirchlichen Gemeinschaft angehören, weder irgendeiner autokephalen orthodoxen, häufig staatsnahen Kirche (z.B. Russland), noch einer anglikanischen Gemeinschaft (allein schon wegen ihrer Abspaltungsgeschichte), noch irgendeiner der unzähligen anderen evangelischen Gemeinschaften, und einer protestantisch-lutherischen Kirche schon gar nicht wegen ihrer ganz und gar nicht überzeugenden Leitfigur M.L.


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 Waldi 10. März 2017 
 

Lieber @leibniz,

verzeihen Sie mir bitte, dass ich Ihren Namen durch einen Tipfehler falsch geschrieben habe.
Ich wünsche Ihnen Gottes Segen.


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 Waldi 10. März 2017 
 

Lieber @eibniz,

es tut mir leid, dass ich Sie so gewaltig missverstanden habe. Aber die Wertschätzung ihrerseits mir gegenüber, mich als Vorbild zu betrachten, konnte ich aufgrund eigener Einschätzung meiner Wenigkeit nicht als zutreffend annehmen. Aber ich danke Ihnen dafür und bitte Sie um Vergebung, dass ich Ihnen irrtümlich Ironie unterstellt habe. Ich stimme Ihnen nun mit Freude zu, dass wir auf einer Linie sind. Ich werde es nicht versäumen Sie ins Gebet mit einzuschließen, wenn ich wieder in meinem geliebten Maria Vesperbild sein werde. Es gibt keinen vergleichbaren Gnadenort, an dem die Reinheit des katholischen Glaubens vor den Angriffen des Zeitgeistes so wunderbar verschont geblieben ist. Durch eine wunderbare Heilungsgeschichte in der Bildzeitung von einem Augsburger Busfahrer, der nach vier schweren Kopfoperationen, Tumor bösartig, am 24. Dezember 1984 dort geheilt wurde und mit dem ich oft telefoniert habe, wurde ich, von der Gottesmutter gelenkt, zu diesem Gnadenort geführt.


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 elisabetta 10. März 2017 
 

Vorbildwirkung sieht anders aus

Dass wir alle Sünder sind, bräuchte Papst Franziskus nicht so vordergründig betonen, das wissen wir von uns selbst und sehen es nahezu täglich an seinem Regiment, das er führt.
Ein Papst sollte uns Katholiken Vorbild "im Glauben sein", nicht im Hervorheben seiner Bescheidenheit, in Sachen Umweltschutz, in der Ablehnung wirtschaftlicher Erfolge etc. Und er sollte endlich damit aufhören, gläubige Katholiken, gute Priester und Bischöfe als "fundamentalistisch und infantil" hinzustellen, wenn sie ihre "Sündhaftigkeit" nicht vor uns hertragen wie das päpstliche Vorbild es gerne hätte.


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 Kathole 10. März 2017 
 

@Hadrianus Antonius: Soloviev, Fastenexerzitien 2007 der Kurie unter Benedikt XVI. (2/2)

„Ich werde der wahre Statthalter Gottes sein, der seine Sonne scheinen lässt für Gute und Böse in gleicher Weise, der Regen spendet den Gerechten und Ungerechten. Christus hat das Schwert gebracht, ich hingegen werde den Friedenbringen. Er bedrohte die Erde mit der Furchtbarkeit des Jüngsten Gerichtes, ich aber werde der letzte Richter sein und mein Gericht wird nicht nur Gerechtigkeit, sondern vor allem Gnade offenbaren. Gewiss wird auch mein Urteil gerecht sein, doch ich will nicht vergelten, sondern schenken. Ich kenne jeden, wie er ist, und werde ihm nach seiner Bedürftigkeit zuteilen.“

Ich weiß nicht, wie es ihnen geht, aber mich befällt da eine Art «Déjà-vu», wenn ich das heute lese.


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 Kathole 10. März 2017 
 

@Hadrianus Antonius: Soloviev, Fastenexerzitien 2007 der Kurie unter Benedikt XVI. (1/2)

In den Fastenexerzitien 2007 für die Kurie hat Benedikt XVI. ++Biffi über ein Spätwerk des großen russischen Denkers Vladimir Soloviev referieren lassen, der in seinen letzten Lebensjahren zur katholischen Kirche konvertiert ist, nachdem er zuvor vergeblich versucht hatte, die russische Orthodoxie als Ganzes zum Zugehen auf Rom zu bewegen. Die zentrale Figur seiner Kleinen Erzählung aus den «Drei Dialogen» beschreibt er als einen Pazifisten, Umweltschützer und Ökumeniker. Diesen lässt er einen sehr aufschlussreichen Monolog führen:

„Christus hat durch Predigt und lebendiges Beispiel des Sittengesetzes die Menschheit gebessert. Ich aber bin ausersehen, der Beglücker aller Menschen zu sein, seien sie schon gebessert, seien sie unverbesserlich. Ich werde allen Menschen das geben, dessen sie bedürfen. Christus hat als Moralist die Menschen nach Guten und Bösen geschieden, ich aber werde sie durch Wohltaten wieder vereinigen, die sowohl die Guten als auch die Bösen nötig haben.“


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 Federico R. 10. März 2017 
 

Heiliger Vater oder Herr Papst? (3)

Noch eine abschließende Bemerkung zu Papst Franziskus‘ stetiger Beteuerung, ein Sünder zu sein. Das wird ja hoffentlich nicht bloß „Masche“ sein? Richtig, wir alle sind Sünder, keine Heiligen, aber man kann durchaus nach Heiligkeit streben, wie das etwa unsere kanonisierten Heiligen allesamt im Laufe ihres Lebens getan hatten. Und das kann ja wohl nicht gegen Gottes Wunsch/Willen sein. Wenn der Papst sich so vehement dagegen wehrt, ein Vorbild, also irgendwie auch heiligmäßig zu sein, wieso lässt er sich dann überhaupt noch mit „Heiliger Vater“ und mit „Heiligkeit“ ansprechen und nicht etwa mit „Herr Papst“ oder „Bruder Franz“? Auch hier irgendwie ein Widerspruch. Beten wir für seine Heiligung!


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 Federico R. 10. März 2017 
 

Heiliger Vater oder Herr Papst? (2)

Der Papst, der ja einige Zeit wegen einer beabsichtigten Doktorarbeit in Deutschland verbrachte, sollte aber wissen und in seinen Antworten berücksichtigen: Den größeren Zuspruch bei der verhängnisvollen Abstimmung 1933 erhielten Adolf und seine Partei nachgewiesenermaßen von protestantischer Seite. Die Katholiken hierzulande und weltweit mit dem Papst in Rom an der Spitze erkannten nach und nach immer deutlicher, dass Adolf der falsche Messias war, ein Satan, der nicht nur die Juden ausrotten wollte, sondern nach dem „Endsieg“ als nächstes auch die Römische Kirche. Jesus, Maria und Josef, die Apostel und Evangelisten gehören bekanntlich ja auch der „jüdischen Rasse“ an, waren/sind Juden, über die schon der Antisemit Martin Luther merkwürdigerweise urteilte: „… wir haben rechte Teufel an ihnen“, den Juden.


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 Federico R. 10. März 2017 
 

Heiliger Vater oder Herr Papst? (1)

Den 80. Geburtstag von Papst Franziskus würdigte „DIE ZEIT“ (www.zeit.de/2016/52/papst-franziskus-geburtstag-80?print) unter der nicht gerade respektvollen Überschrift „Glückwunsch, wunderlicher Onkel!“ mit einem ebenso despektierlichen Beitrag darunter. Dafür scheint sich selbiger nun mit einem Interview revanchiert zu haben. Was beweist, dass der Pontifex schlichtweg Humor haben muss. Doch drängt sich nun unterschwellig der Verdacht auf, dass man den Papst irgendwie auch vorzuführen gedachte. Die Papst-Antworten jedenfalls dürften die etwas anspruchsvolleren „Zeit“-Leser nicht immer befriedigt haben, zu simpel manches, zu wenig durchdacht, zu zeitgeistig- weltethisch. Das „einfache Volk“ erreicht er über dieses Medium ohnedies eher weniger. Aber wie war das nochmal mit dem Populisten Adolf? Richtig: er hat sich als „Heilsbringer“ gesehen, aber nur als Heilsbringer fürs deutsche Volk, das ist klar. Der übrigen Welt hat er von vornherein nur Unheil zugedacht.


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 Hadrianus Antonius 10. März 2017 
 

@aleandro Bingo!

"Und siehe, Ich mache alles neu".
diese Worte wurden vom dem auferstandenen Herrn Jesus Christus gesprochen.
Bei genauer Lektüre und Analyse sehr vieler Wortmeldungen von P.Franziskus fällt auf, wie häufig P.Franziskus sich in Wort (und Tat) direkt an die Stelle Gottes sieht und setzt.
Gott ist Gott und Mensch ist Mensch.
Die Menschwerdung Gottes in Unserem Herrn Jesus Christus und sein Opferam Kreuz und Seine Auferstehung ist deshalb die Zäsur in der Heisgeschichte.

Die Vermischung von Göttlichem mit Menschlichem für Normalsterblichen ist äusserst problematisch (kommt jedoch häufig vor, besonders auf psychiatrischem Gebiet).
Ihr lobende Zuspruch zu @ockhams Aussage, bringt die Sache hervorragend auf den Punkt.
@Schlegl wird mir sicher beipflichten, daß der Hl. Johann Chrysostom. die Magie und die Dämonolgie im Christentum zutiefst bekämpft hat bzw. als nicht kompatibel gezeigt hat.
In fide constans


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 Vermeer 10. März 2017 

Empörung und Gewissen melden sich!!

Nachdem Franziskus indirekt eine Verbindung von"Populismus" mit faschistischer Propaganda herstellt und damit z.B. Trump und Hitler einander naherückt, nachdem Kardinal Marx moralisch auf die kommende Wahl Einfluss nimmt (siehe FAZ) und die AfD mit der NPD verwechselt, da muss ich mich erneut fragen:
Wie kann berechtigte Empörung im Sinne Christi kundgetan werden? Wie sah es wirklich aus, als er die Händler aus dem Tempel warf? Wie kann man Wut in Liebe umwandeln?


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 Zeitzeuge 10. März 2017 
 

"Katholischer Fundamentalismus-" 1933

Bei der letzten, relativ freien Wahl 1933, die aber schon von der SA gestört wurde, erzielten die NS in meinem Heimatstädtchen keine 25% Wählerstimmen, wieso? Der Hauptgrund liegt eindeutig darin, daß die "fundamentalistischen armen Katholiken," die von einem "fundamentalistischen" kath. Ortspfarrer (erklärter NS-Gegner) von "kranker Kasuistik" geprägt, weit überwiegend die Zentrumspartei gewählt haben, die heute sicher als "kath.-klerikal-fundamentalistisch" abqualifiziert würde!!!
Hätten doch gut in ganz Deutschland "katholische Fundamentalisten" durch ein entsprechendes Wahlverhalten die Mehrheit gehabt, Was wäre uns dann alles erspart geblieben?


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 lakota 9. März 2017 
 

@ulrichmoskopp

Genauso ist es! Der Artikel stand auch in meiner Zeitung und mir kam die Galle hoch, als ich Kardinal Marx von roter Linie und AfD ist mit christlichen Werten nicht vereinbar schwafeln sah. Ich würde ihn zu gern fragen, wie denn ein Kardinal der das Kreuz verleugnet mit christlichen Werten vereinbar ist.


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 Kurti 9. März 2017 
 

Es stimmt doch, daß der

Änderung und sei sie noch so fragwürdig herbeiführen will, den heiligen Geist bemüht. Offenbar war das dann schon in Argentinien bei ihm der Fall, wenn er zu einer Bischofskonferenz kam, einen anderen Platz als den ihm zugewiesenen einnahm und allen laut seine Erlebnisse in der Strassenbahn verkündigte. Das alles erinnert einen an gewisse Freikirchler, die den eigenen Vogel mit dem heiligen Geist verwechseln. So billig und einfach liegen die Dinge eben nicht.


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 Wiederkunft 9. März 2017 
 

Wie weit sind wir gekommen?

Vor einigen Jahren noch, war dieses Forum eine freudige Glaubens Reflexion. Alle, mit großer Freude über unseren Papst Benedikt, berichteten hier über unseren Glauben. Und jetzt? Viele sind skeptisch und sorgenvoll über diesen Papst. Keine Stärkung, keine Erneuerung im Geiste! Dieser Papst gibt Rätzel auf. Er versucht sachte, aber bestimmend ,den Fuß in die Tür zu bekommen. Das gilt für die K.f.w.G. sowie für den Zölibat. Hitler mit den derzeitigen Populismus der Parteien zu vergleichen, halte ich für ziemlich dreist. Mir ist lieber einer sagt: Ich kann, als es wird gesagt: Wir können, wir schaffen das! Den dieses "wir" manipuliert ein ganzes Volk. Lieber Papst Franziskus, natürlich ist Jesus und die Gottes Mutter mein Vorbild, aber wissen sie wie gut es täte, auch einen Papst als Vorbild zu haben, wo sich das Herz beruhigt, weil es spürt,dass Jesus bei uns ist und wir nicht auf dieser Welt allein gelassen werden!


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 SCHLEGL 9. März 2017 
 

@Kathole

Evangelische Pastoren, die katholische Priester geworden sind (verheiratet!), die Priester des coetus Anglikanorum (auch verheiratet), zurückgehend auf eine Initiative von Papst Benedikt XVI, sowie die katholischen Priester eines orientalischen Ritus (auch verheiratet circa 70 %), vernehmen nun aus Ihrem kompetenten und erlauchten Munde, dass sie ihre Situation nur einem "Kleingeist", der Situationsethik und sonstigem Blödsinn, verdanken!Es gab also auch früher unter den Päpsten Ihrer Meinung nach "Kleingeister" und Leute, die "Blödsinn" reden?
Dazu vernehmen wir, dass Papst Franziskus UNBUSSFERTIGEN EHEBRECHERN die Kommunion erlaubt hat. Fast möchte ich an Halluzinationen denken und die Frage stellen, wieso die Redaktion solche Postings durchgehen lässt? Ich wurde das in Wien schon auf der Straße gefragt!
Mein Rat an Sie: ein bisschen an die Fastenzeit denken!Msgr. Franz Schlegl


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 leibniz 9. März 2017 
 

@ Waldi

Das war natürlich nicht ironisch gemeint, sondern mein voller Ernst! Wir sind auf einer Linie. Ich stimme Ihnen vollumfänglich zu.
Sie sind klüger als ein Großteil der Theologieprofessoren, die ich kennenlernen durfte oder besser: musste. Sie erinnern mich an einen Bundesbahnbeamten, katholisch und mit gesundem Menschenverstand, der mir während meines Theologiestudiums mit Rat zur Seite stand. Jedesmal, wenn ich ihm irgendeine absurde Theorie eines Profs erzählte, widerlegte er diese mit wenigen klaren Worten. Ohne ihn hätte ich das Studium nicht durchgehalten. Ihm widme ich meine Dissertation.


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 Kathole 9. März 2017 
 

@Ottaviani: "Klarstellungen. Der Zölibat? Bedeutend mehr als ‚Disziplin’"

Unter diesem Titel hat Kardinal Brandmüller im kath.net-Artikel http://www.kath.net/news/56863 schlüssig dargelegt, dass es beim Zölibat um bedeutend mehr als nur um irgendeine ‚Disziplin’ geht, die schwuppdiwupp auch wieder geändert werden kann, je nach momentanem Gusto des jeweiligen Hausherrn im Apostolischen Palast des Vatikans bzw. im Gästehaus Santa Marta.

Gerade für die entlegenen Gegenden [gemeint ist wohl der Amazonas], die für die Aushebelung des Zölibats im ersten Schritt herhalten müssen, gilt die Aussage ++Brandmüllers: "Zur Erfüllung dieser Sendung ist es also notwendig, alle irdischen, menschlichen Bindungen abzustreifen".

Es werden dann wohl keine 12 Monate vergehen, bis die deutschen Bischöfe entdecken, dass es auch hierzulande sehr entlegene Gegenden gibt, ja diese -existentiell betrachtet- auch mitten in einer Großstadt liegen können. Und schon hätte Papst Franziskus Punkt 2 der DBK-Agenda 2010 vertragsgemäß geliefert. St. Gallen-Mafia, ich hör dich trapsen!


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 Kathole 9. März 2017 
 

V1: Petri Nachfolgern ward der Heilige Geist nicht dazu verheißen, neue Lehren zu verkünden

Bezeichnend ist, daß gerade der Papst, welcher zur Ikone der "Konzislgeist"-Bewegung geworden ist, die das 2. Vaticanum als Bruch und Neuanfang in der Kirchengeschichte deutet, sein Amt offenbar in einer Art und Weise überdehnen möchte, welches vom ach so verhassten 1. Vaticanum gerade ausdrücklich ausgeschlossen worden ist, das eindeutig erklärt hat:

"Neque enim Petri successoribus Spiritus Sanctus promissus est, ut eo revelante novam doctrinam patefacerent, sed ut eo assistente traditam per Apostolos revelationem seu fidei depositum sancte custodirent et fideliter exponerent."

"Denn Petri Nachfolgern ward der Heilige Geist nicht dazu verheißen, dass sie aus seiner Eingebung heraus neue Lehren verkündeten. Ihre Aufgabe ist vielmehr, die von den Aposteln überlieferte Offenbarung oder das anvertraute Glaubensgut unter dem Beistand des Heiligen 'Geistes gewissenhaft zu hüten und getreu auszulegen."

Der Heilige Geist gibt den Päpsten keine neuen Lehren ein, auch nicht Franziskus!


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 aleandro 9. März 2017 
 

@ockham

"Endlich Frischluft! Endlich Freiheit! Was für ein wunderbares Pontifikat! Dieser Papst macht alles neu!"
Ein sehr schönes Bild. Das ist längs überfällig. Vielen Dank!


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 Kathole 9. März 2017 
 

Wieder soll's der Heilige Geist sein, der die lange geplante Aushebelung des Zölibats anregen wird!

Ich finde es abstoßend, dass Papst Franziskus jedes Mal, wenn ihm danach ist, eine Neuerung einzuführen, die entweder der beständigen Lehre der Kirche widerspricht, wie bei der Kommunionzulassung nicht bußfertiger Ehebrecher, oder der Aushebelung einer nicht nur altehrwürdigen sondern vom Herrn Jesus Christus selbst vorgelebten und für seine Nachfolge dringend empfohlenen Lebensweise, er dabei immer den Heiligen Geist als angeblichen Urheber bemühen muss, wo das in beiden Fällen doch gerade ganz eindeutig seinem eigenen Kleingeist entsprungen ist, der nicht auf das Wirken der Gnade bei aufrichtig bereuenden Sündern baut und nicht auf die Weckung der notwendigen Berufungen vertraut, wenn wir den Herrn der Ernte darum bitten und den Berufungen keine Steine in den Weg legen in Form von ideologischer Indoktrination durch Situationsethik, Befreiungstheologie und sonstigem neumodischen Blödsinn. Ist das nicht Blasphemie und Sünde wider den Heiligen Geist, die nicht vergeben werden kann?


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 Vermeer 9. März 2017 

Verweltlichung statt Entweltlichung

Politiker vor dem Herren- aber noch Glaubenshirten, die Jesus Christus im Zentrum ihrer Veräusserungen am Leben erhalten? Mein geliebter Benedikt XVI sprach von Entweltlichung. Liest man die Verlautbarungen von Kardinal Marx, die heute auf FAZnet erschienen, müsste es mittlerweile eher Verweltlichung heißen, siehe hier:

www.faz.net/aktuell/politik/inland/katholische-bischoefe-distanzieren-sich-von-der-afd-14917396.html


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 Waldi 9. März 2017 
 

Nein, lieber @leibniz,

ich bin kein Vorbild, wie Sie mich dezent ironisch hinstellen, ich bin nur ein kleiner Hanswurst, der viele Jahrzehnte treu und brav seine Kirchensteuer entrichtet hat und alt genug ist, um die Entwicklung innerhalb der kath. Kirche seit dem Konzil aufmerksam mit Sorge zu beobachten. Es genügt ein kleines Quäntchen Hausverstand um zu erkennen, dass die Talfahrt der kath. Kirche ungebremst weiter geht! Ein Tabu nach dem anderen wird gebrochen, von hoher Stelle. Wie kann die kath. Kirche heute noch den Anspruch erheben, die ewigen Glaubenswahrheiten zu verteidigen, wenn es im Klerus geradezu von Widersprüchen brodelt? Der Papst widerspricht den Kardinälen, die Kardinäle dem Papst, und weiter geht es bis hinunter zum kleinen Kaplan in einer unscheinbaren Dorfpfarrei, in der er längst seine eigene Liturgie zusammen gebastelt hat. Früher hat es mal geheißen: "Stell dir vor es ist Krieg - und keiner geht hin". Heute könnte man sagen: "Stell dir vor, es ist Hl. Messe - und keiner geht hin"!


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 lesa 9. März 2017 

Für viele 2

Forts.:"Die vielen tragen Verantwortung für alle. Die Gemeinschaft der vielen muss Licht auf dem Leuchter, Stadt auf dem Berg, Sauerteig für alle sein. Dies ist eine Berufung, die jeden einzelnen ganz persönlich trifft. Die vielen, die wir sind, müssen in der Verantwortung für das Ganze im Bewusstsein ihrer Sendung stehen." (Benedikt XvI. 14.4.2017)
Israel war vom Herrn erwählt, damit Gott aller Welt offenbart wird. Durch die Eucharistiegemeinschaft der Vielen soll das Reich der Erlösung und des Friedens zu allen Menschen gelangen.
"Bundesmittlerschaft" ...


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 leibniz 9. März 2017 
 

Verehrter Waldi,
aber Sie sind ein Vorbild!


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 lesa 9. März 2017 

Für viele

Die Ehrfurcht vor dem Wort Jesu selbst ist der Grund für die Formulierung des Hochgebets...Warum hat Jesus selbst es so gesagt? Der eigentliche Grund besteht darin, dass Jesus sich damit als den Gottesknecht von Jes 53 zu erkennen gab, sich als die Gestalt auswies, auf die das Prophetenwort wartete. Ehrfurcht der Kirche vor dem Wort Jesu, Treue Jesu zum Wort der „Schrift“, diese doppelte Treue ist der konkrete Grund für die Formulierung „für viele“. In diese Kette ehrfürchtiger Treue reihen wir uns mit der wörtlichen Übersetzung der Schriftworte ein.
Das „für euch“ der lukanisch-paulinischen Tradition verengt nicht, sondern konkretisiert. Die Dialektik „viele“- „alle“ hat ihre eigene Bedeutung. „Alle“ bewegt sich auf der ontologischen Ebene – das Sein und Wirken Jesu umfasst die ganze Menschheit, Vergangenheit und Gegenwart und Zukunft. Aber faktisch, geschichtlich in der konkreten Gemeinschaft derer, die Eucharistie feiern, kommt er nur zu „vielen“.
(aus Benedikt XVI.,14.4.2012)


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 Waldi 9. März 2017 
 

Und noch etwas Bedenkenswertes:

"Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden". Das nehme ich ihm sogar ab! Aber welches Vorbild bleibt denn dann den 1,2 Milliarden Katholiken weltweit, wenn ihr eigenes Oberhaupt keinen Wert darauf legt, Vorbild für seine Schäfchen zu sein? Man sieht doch, wie es in der deutsch-katholischen Kirche zugeht, wo die meisten Hirten aufgehört haben Glaubens-Vorbilder zu sein. Oder soll ich vielleicht, mit Blick auf den Vorsitzenden der DBK als „Vorbild“, mein Kreuz vom Herrgottswinkel entfernen, wenn ein Andersgläubiger meine Wohnung betritt? Übrigens, ich werde versuchen dem persönlichen Wunsch von Papst Franziskus zu entsprechen und ihn nicht mehr als Vorbild betrachten! Es ist traurig, wenn man durch Äußerungen des Papstes zu solchen Schlussfolgerungen gezwungen wird. Ich wäre gerne zu positiveren Schlussfolgerungen gekommen!


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 Stephaninus 9. März 2017 
 

Erinnert mich ein bisschen an Walesa

Polnische Bekannte haben mir von folgendem "Bonmot" Lech Walesas berichtet: "Ich bin dafür und sogar dagegen“. Also was soll nun gelten beim Zölibat??? Dass der Papst für Priesterfrauen ausgerechnet "entlegene Gebiete" als Wirkungsfelder sieht, ist am Tag nach dem Weltfrauentag ungewollt witzig.


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 Waldi 9. März 2017 
 

Verehrter @ockham,

ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich vermute, dass Sie den Kommentar unter dem Vorzeichen der Ironie geschrieben habe. Ihr Ernst kann das nicht sein. Aber damit haben Sie allerdings recht: "Kein Stein wird an seiner Stelle bleiben", - und: "Dieser Papst macht alles neu", und zwar so gründlich, dass Jesus bei seiner Wiederkunft die eigene Kirche nicht mehr erkennen wird!


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 Chris2 9. März 2017 
 

@bernhard_k

Keine Sorge, Ihre Interpretation der Binde- und Lösegewalt war doch sehr zutreffend! Lassen Sie sich bitte nicht verwirren. Weder von einem Papst, der es in der WELT für möglich hält, dass selbst Judas gerettet wurde (Mt. 26,24: "Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.") und erst recht nicht durch verwirrte Seelen, die Ihnen nicht folgen können (oder gar Trolle, uns nur durcheinanderbringen und provozieren möchten)...


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 leibniz 9. März 2017 
 

Platitüden II.

Ezechiel wurde ausgelacht. Kurz darauf kamen die Babylonier und machten Jerusalem dem Erdboden gleich: Ende Israels und aller religiösen Institutionen. Ezechiel verlangte von den Exilierten in Babylon und dem Rest der Daheimgebliebenen eine radikale Umkehr.
Steht Jesus in der Tradition der Propheten oder nicht?
Jesus liebt die Sünder, ja, aber nur, wenn sie UMKEHREN WOLLEN!
Diejenigen, die sich bemühen, seine Gebote einzuhalten, liebt er nicht?
Ich dachte, dass wir hier von Gott reden und ich dachte, Gott ist kein Mensch und liebt daher alle Geschöpfe gleich. Er ist kein Mensch, der nach Sympathie oder Antipathie geht oder doch?
Jesus liebt außerdem nur diejenigen, die ständig zweifeln?
Der hl. Franz von Sales hatte nach seiner schweren Krise keine Glaubenszweifel mehr. Dasselbe gilt für Pater Kentenich. Waren diese beiden Fundamentalisten?
Ich glaube langsam, dass wir auch das Ende aller rel. Institutionen erleben müssen, bevor es wieder aufwärts gehen kann.


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 Chris2 9. März 2017 
 

@D.universalis "Große Korrektur der Korrektur an @Dottrina"

zu 1) "Nehmet alle davon" richtet sich zunächst an die anwesenden Apostel, "für viele vergossen" ist die grundsätzliche Aussage. Übrigens: "Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. [...] der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt." (1 Kor 11,27ff)
zu 2) Aber es heißt nirgends "für alle", sondern höchstens "für Euch". Und das "für viele" findet sich immerhin in Mk 14,24 und Mt. 26,28
zu 3) Das stimmt insofern, als Jesus natürlich alle Menschen erlösen wollte. Aber nicht zwangserlösen, wie "für alle" suggeriert.
zu 4) Das mit dem (im Messteil ja sogar zweisprachigen) neuen Gotteslob ist richtig. Die Messbücher der Priester wären allerdings entscheidend gewesen, da tat sich nichts. Für das alte Gotteslob hatte man doch seinerzeit sogar "Entbrüderungsaufkleber" verteilt und ein einzelnes Wort kann man sich vielleicht sogar merken...
zu 5) Wie demütig und gehorsam von Ihnen ;)


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 leibniz 9. März 2017 
 

Platitüden I.

Mir fehlen die Worte ob solcher Patitüden.
Ich hoffe immer noch, dass einiges aus dem Zusammenhang gerissen worden ist.
Lieber dottore 22, Ockham u. a.: Hier glaubt keiner mehr, dass es euch um die Kirche geht.
Geht woanders hin, um zu provozieren.
Ich glaube auch, dass bald kein Stein mehr auf dem anderen steht. Schauen wir dann, ob euch das dann gefällt, wenn die christlichen Werte wie Menschenrechte usw. in Europa, weil die Kirche vollständig untergegangen ist, gar keine Rolle mehr spielen.
Und ob es euch gefällt, wenn ihr in einer Diktatur aufwacht und damit rechnen müsst, ins Gefängnis gesteckt zu werden.
Zur Zeit beschäftige ich mich mit dem Propheten Ezechiel. Richtig erschreckend, die Parallelen zu unserer Zeit wahrnehmen zu müssen.
Israel war derartig korrumpiert, v. a. seine sog. Elite, dass eine Umkehr nicht mehr möglich war. Zwei Deportationen großer Teile der Oberschicht haben nicht zur Einsicht geführt. Ezechiel sagte den Untergang Jerusalems voraus.


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 bernhard_k 9. März 2017 
 

Ich blick' nicht mehr ganz durch ...

Jedenfalls befinden wir uns in einer Zeit der Prüfung. Betend und auf den Hl. Geist hoffend, müssen wir da jetzt durch, es hilft alles nichts ...

Heilige Gottesmutter, bitte hilf uns und der Kirche Jesu.


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 Chris2 9. März 2017 
 

Interview gelesen (2)

Die "Nazikeule ex cathedra" wird noch schlimmer, wenn man liest, dass der Papst immer noch unsicher ist, was denn jetzt mit dem schillernden Begriff "Populismus" gemeint sei ("...das Volk zu benutzen, richtig?"). Warum lässt er sich, wie auch beim Karlspreis, so vor den Karren der Politik spannen?

Die Pointe sei der ZEIT überlassen: "Der damalige EU­-Parlamentspräsident Martin Schulz sprach über die Flüchtlingskrise und nannte sie sinngemäß eine epochale Herausforderung, Europas Werte gerieten ins Wanken, darum sei es Zeit, für Europa zu kämpfen.". Wusste gar nicht, dass Schulz bei PEGIDA ist... ;)


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 siebenschlaefer 9. März 2017 
 

@ockham: ich war eigentlich immer sehr zufrieden mit dem bestehenden Gebäude!

Wenn Sie ein neues Gebäude wollen, voila, das gibt es schon, gehen Sie zu den Protestanten. Ich wundere mich angesichts Ihres Namens ohnehin darüber, dass Sie in einem betont katholischen Forum herumirren.


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 Chris2 9. März 2017 
 

Interview gelesen (1)

Habe mich inzwischen, nervlich auf dem Zahnfleisch gehend, durch das Interview gekämpft:

Gut gefallen hat mir v.a. die freundliche, aber immerhin dreifache [!], Medienkritik des Papstes schon auf der ersten Seite.

Geradezu brillant sind seine Ausführungen über den Teufel. Selbst so mancher katholische ZEIT-Leser wird sich die Augen geradezu wundgerieben haben.

Eigenwillig dagegen: "Mein Herr ist ein Herr der Sünder, nicht der Gerechten – [immerhin] auch der Gerechten, aber die Sünder liebt er mehr." Soll also das "pecca fortiter", Luthers "sündige [noch] kräftiger", unser Beitrag zum Lutherjahr sein? Denn wer zu wenig sündigt, den liebt Gott ja weniger? Ich fürchte, da hat der Papst den "guten Hirten" ganz gründlich missverstanden...


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 D.universalis 9. März 2017 
 

@Dottrina: Große Korrektur

1) Haben Sie eigentlich je in die Bibel geschaut oder ins Messbuch? Natürlich hat Jesus zu seinen Jüngern gesagt, dass sie ALLE nehmen, essen und trinken sollen.
2) "pro multis" steht nicht mal bei allen neutestamentlichen Texten über das Abendmahl.
3) Paul VI., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. haben betont, dass "für alle" beim Kelchwort eine richtige und sachgemäße Übersetzung ist.
4) Der Brief, den Benedikt XVI. schrieb, ist nicht auf Widerstand der deutschen Bischöfe gestoßen. Sie haben vielmehr schon vorauseilend die neue Übersetzung schon vor dem neuen Messbuch ins Gotteslob aufgenommen.
5) Und mittlerweile ist auch das schon wieder ad acta gelegt: Papst Franziskus möchte bei der alten Übersetzung bleiben. Das respektiere ich selbstverständlich.


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 Schimmelreiter 9. März 2017 

@ Dottrina

Das haben Sie jetzt verwechselt: In den Einsetzungsworten heißt es an der gemeinten Stelle wirklich nehmet, trinket alle daraus, das ist mein Blut (...) vergossen für viele zur Vergebung der Sünden... (Mt.26,27f.) Beides nacheinander. Noch schöner hier: https://www.youtube.com/watch?v=4hKoMYpdX-c


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 ockham 9. März 2017 
 

Danke Papst Franziskus!

Dieser Papst dreht jeden Stein dreimal um, reinigt ihn und fügt das Gebäude neu zusammen. Kein Stein wird an seiner Stelle bleiben. Endlich Frischluft! Endlich Freiheit! Was für ein wunderbares Pontifikat! Dieser Papst macht alles neu!


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 Bernhard Joseph 9. März 2017 
 

@nomen est omen

Genau darum kann ein Papst nicht aufheben, was fester Glaubensbestandteil der Kirche ist, denn sonst würden sich ja in der Geschichte die Päpste respektive die Kirche selbst widersprechen. Auf einem solch brüchigen Fels könnte dann aber kaum ein Glaube Bestand haben.

Das DU meint also in Mt 16,18 nicht einen einzelnen Papst sondern die Petrusnachfolge in ihrer Totalität. Insofern ist zuallererst der Papst selbst gebunden an das Wort Gottes und kann sich nicht davon dispensieren.

Zur Klarheit könnte die Beantwortung der dubia der 4 Kardinäle beitragen, aber genau dieser Beantwortung harren wir armen Gläubigen ja nun seit längerem.

Der Papst bleibt immer Mensch und ist nicht göttlicher Natur, dies muss beachtet werden, wenn man die Bindungsgewalt des Papstes richtig verstehen will. Ansonsten würde man in gnostische Tendenzen abgleiten.

In Afrika wächst die Kirche, weil es dort noch Hirten wie Kardinal Sarah gibt, in Lateinamerika wächst die Katholische Kirche hingegen nicht.


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 sttn 9. März 2017 
 

Verheiratete und erprobte Männer dürfen Diakon

werden und laut Bibel steht nichts im Wege das sie auch Priester werden können.

Ob das nun die Probleme des Priestermangels lösen wird, kann bezweifelt werden. In der evangelischen Kirche gibt es auch Priestermangel und selbst die Diakone in der katholsichen Kirche sind nicht allzu viele.


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 carl eugen 9. März 2017 

Wie heisst das Sprichwort doch gleich, lieber @nomen est omen,...

...wenn es psychologische Probleme geht?
"Nur ein Irrer erkennt einen Irren!"


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 Waldi 9. März 2017 
 

Ich merke schon lange,

dass mein kath. Glaube sich in dem Maße gefestigt hat, in dem ich mich von der Kirchenlehre, wie sie seit vier Jahren verkündet wird, los gelöst habe! Wenn ich dem folgen würde, was heute aus dem Vatikan und seinen "Deutschen Filialen" an Glaubenslehre verkündet wird, würde ich gewaltig an Glaubenssubstanz einbüßen! Ich bin heute überzeugt wie nie zuvor, dass das Frauenpriestertum und die Priesterweihe für "Viri probati" in absehbarer Zeit kommen wird. Die Gleichstellung der Homoehe durch die kath. Kirche wird noch ein wenig auf sich warten lassen - aber auch die wird kommen! Und von noch etwas bin ich felsenfest überzeugt: Die ganzen modernen Anpassungen der Kirchenlehre an den nebulösen Zeitgeist, wird keinen einzigen Menschen in die Kirche zurück führen - auch die nicht, die diese Anpassung von der Kirche lautstark gefordert haben und weiter fordern! Es sind keine Ungläubigen, die seit dem Konzil die Kirche fluchtartig verlassen haben, sondern gläubige, enttäuschte Katholiken!


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 Bernhard Joseph 9. März 2017 
 

@M.Schn-Fl

Dass Martin Schulz solchen Zulauf hat, liegt am Zustand der Merkel-CDU, in der Konservativismus bis zur Unkenntlichkeit verfremdet wurde und weiter wird. Die CDU ist heute weder genuin christlich, noch findet sich in ihr außer Merkel irgendeine Führungspersönlichkeit. Der linksgrüne Zeitgeist hat auch in der CDU tiefe Wurzeln geschlagen und in der Partei sind die Karrieristen die tragende Säule geworden.

Überhaupt lässt sich ein breites Versagen des deutschen Konservativismus konstatieren, ob in der Politik oder in der Kirche bzw. ihr nahestehende Organisationen. Der Konservativismus hat sich in populistische Refugien zurückgezogen, wie sie z.T. in der AfD zu finden sind. Und da heute ohnehin nur noch Phrasen die öffentliche Diskussion in Politik und Kirche dominiert, hat natürlich ein begabter Populist wie Marzin Schulz ein breites Wirkungsfeld.

Der Papst scheint Populismus mit Totalitarismus gleichzusetzen, das geht aber nun wirklich nicht.


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 doda 9. März 2017 

Viri probati für entlegene Gebiete? Ein Bischof Kräutler kommt mir in den Sinn...


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 Dottrina 9. März 2017 
 

Kleine Korrektur

Lieber @A.Reik, es heißt nicht "für alle", sondern "für viele" (lat. "pro MULTIS"). Die Änderungen, die Papst Benedikt angeordnet hat, sind bis heute leider vom deutschsprachigen Episkopat nicht umgesetzt worden.

Kurze Anmerkung: Warum, um alles in der Welt, berät sich Papst Franziskus nicht in Ruhe mit Papa Benedetto, der, was Deutschland und die Nazi-Zeit angeht, nun wohl sicher bestens Bescheid weiß und Franziskus vor einigen Fettnäpfchen hätte bewahren können?


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 Waldi 9. März 2017 
 

Ich entziehe mich immer


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 Stefan Fleischer 9. März 2017 

Apropos "viri probati"

Da habe ich ein grosses "Ja, aber!" Vor einiger Zeit schon habe ich mir einmal notiert:

bit.ly/2m5V24w


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 M.Schn-Fl 9. März 2017 
 

"Populismus braucht immer eine Messias,

der sagt: ich kann, ich kann."
Ich muss ganz offen gestehen, dass mir das gefällt. Auch wenn es manchem nicht gefällt:
Zur Zeit haben wir in Deutschland einen besonderen Populisten, der sagt: ich kann und der heißt Martin Schulz, den uns die SPD als "Messias" verkaufen will, den aber der "Focus" groß auf seiner Titelseite ablichtet und darüber schreibt: "Der Scheinheilige".
Aber die Umfragen beweisen scheinbar, dass das Volk immer noch auf solch "Messias" hereinfällt, der ihm die "richtigen Lösungen " scheinbar einfach serviert, indem er dem Volk nicht aufs Maul schaut, sondern den mediengestützten Zeitgeistaspiranten.


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 Xaverflo 9. März 2017 
 

Verstehe ich nicht ..

Ich fand es gut dass Franziskus neulich gesagt hat, man solle in die Bibel so oft reinschauen wie in sein Smartphone. Dann verstehe ich aber nicht, dass er so was in dem Interview sagt: "Wahrheit ist, keine Angst zu haben". Dagegen Jesus Christus: (Joh. 14,6) "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.". Ich finde der Papst sollte AUCH in Interviews mit säkularen Medien darauf achten, dass seine Aussagen kohärent mit dem Evangelium sind. Oder auf welche Stelle im NT bezieht er sich hier?


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 lakota 9. März 2017 
 

Schon wieder

Was Papst Franziskus hier wieder sagt grenzt langsam an Gehirnwäsche:"Jesus liebe die Sünder mehr als die Gerechten." Womöglich noch die Sünder die hochmütig und verstockt in ihrer Sünde verharren und glauben sie kommen trotzdem in den Himmel? Bei LK 15.7 steht aber:"Ebenso wird Freude sein im Himmel über einen einzigen Sünder, DER SICH BEKEHRT, mehr als über 99 Gerechte, die der Umkehr nicht bedürfen." Das ist ja ein Unterschied! Und was soll das mit Hitler und dem Populismus? "Da kam er daher und sagte Ich kann.." Vor ein paar Jahren kam einer in Amerika daher und sagte "Yes, we can..."da war von Populismus keine [email protected]: hatte zwar keinen Alptraum, aber heute morgen in der Schwäb.Zeitung unter der Überschrift: "Bischöfe wollen im Wahljahr engagierter mitmischen" gelesen: AfD-Anhänger, die gleichzeitig in der Kirche engagiert und bei d. Rechtspopulisten aktiv sein wollen, werden sich entscheiden müssen-für den Glauben o.ihre Partei." Auf Erpressung reagiere ich aber eigen!!


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 urserolu 9. März 2017 
 

@FNO

ich denke, Sie sehen richtig, dass es um die Weihe bewährter, schon verheirateter Männer ginge.
Weshalb aber reden Sie bei der Weihe eines ständigen Diakons von "Aufstieg"? Denken Sie da an mehr Ansehen, mehr Lohn oder was?? Darum geht es doch garnicht.


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 Antonius Bacci 9. März 2017 
 

@Historiker

Natürlich liegt die Entscheidung heutzutage faktisch und praktisch beim Individuum. Allerdings gibt die Kirche hier seit jeher klare Kriterien vor. Dies hängt auch mit der deutlichen Warnung bei Paulus zusammen. Das Gewissen muss doch gebildet werden, und bezüglich des Empfangs der Kommunion ist dies auch die Aufgabe der Kirche. Dies lässt sich schon im frühen Christentum klar erkennen. Ich verstehe nicht, warum man diese Dinge so gewaltsam aushebeln will. Die Hl. Kommunion ist im Katholizismus das Sanctissimum, und wenn man diese empfangen will, benötigt man doch eine innere Disposition, die zumindest im Freisein schwerer Sünden, der sogenannten Kapitalsünden nach christlichem Verständnis, besteht. Und dies hat die Kirche bis heute nirgends widerrufen oder umformuliert.


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 wedlerg 9. März 2017 
 

Freiheit der theologischen Forschung

Auch hier nur ein Allgemeinplatz. "Freiheit der theologischen Forschung" und die derzeit zu beobachtende Geschichtsfälschung in soziologisch angehauchten links-liberalen Theologenkreisen dürften zwei verschiedene Paar Stiefel sein.

Wenn man für die Wahrheit ist und nach der Wahrheit sucht, muss man zuallererst anmahnen, dass sich alle daran halten.


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 wedlerg 9. März 2017 
 

Merkt er nicht, dass er eine Art populistische Gallionsfigur der LINKEN ist?

das Interview ist eigentlich nichtssagend. se ist zum x-ten mal eine Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen, Vorurteilen und Narrativen, die von Lieschen Müller stammen könnte. Nicht ganz falsch, aber auch nicht von Kenntnis oder Weisheit geprägt. Einfache Bilder, einfache Sprache, kein Anecken am Mainstream.

Eigentlich ist an dem Interview nur erschütternd, dass der Papst, der eigentlich nichts bereicherndes sagt, meint, er hätte etwas zu sagen, was die Welt besser macht oder ggf. sogar die Kirche besser macht.

Die linkspopulistische Seichtheit wird von bestimmten Kirchenfeinden gefeiert. Was das ganze bringen soll, weiß der Geier. Der Hl. Geist wird jedenfalls vergeblich gesucht. das ist das eigentlich erschreckende.


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 Zeitzeuge 9. März 2017 
 

Custos quid de nocte?

Ich erspare mir Einzelkommentare, aber jeder kann jetzt auf diesem Forum erkennen, wie es um den pers. Glauben einiger Teilnehmer bestellt ist, die sollten besser für sich und ihre Gesinnungsgenossen ein "Multi-Laber-Forum" gründen, dass natürlich "Katholische Fundamentalisten" als persona non grata wegmobbt!
Ich bin stolz darauf, ein römisch-katholischer Fundamentalist zu sein,
denn die von der kath. Kirche verbindlich ausgelegte Schrift und die dogmatische Tradition dieser einzigen Kirche Christi ist der einzigste ordentliche Weg zum Heil!
Wenn ich zu ironisch mit den Hyperkritikern war, ist das keine Bosheit, sondern Ausdruck echter Empörung! Einen Dialog mit den Gemeinten halte ich für sinnlos, da schüttele ich lieber den Staub von Füssen............!


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 Vermeer 9. März 2017 

Ohweh

Mir krampft sich der Magen zusammen, bei dem, was der Papst jetzt wieder alles von sich gegeben hat. Ich habe vollstes Verständnis und Zustimmung für für @carl eugen! Wie kann man nur die heilige Geistkurve hinkriegen, @Bernhard Joseph? Ich bete für die Erkenntnis diesbezüglcu und für unsere Kirche und damit auch weiter, beharrlich für den Papst. Mein Gott, schwer...


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 mabedor 9. März 2017 
 

täglich den hl. Rosenkranz (IV)

1) Der Rosenkranz ist die beste Schutz-Waffe gegen die Häresien.
In einem Brief von 1970 schreibt sie: „Man bete alle Tage den Rosenkranz! Unsere Liebe Frau hat dies in all ihren Erscheinungen wiederholt, wie um uns im Vorhinein zu schützen gegen diese Zeiten des teuflischen Verwirrungsspiels, damit wir uns nicht durch falsche Lehren täuschen lassen. ... Die teuflische Verwirrung bricht über die Welt herein und täuscht die Seelen. Es ist notwendig, ihr die Stirn zu bieten.“ – „Der Rosenkranz ist die mächtigste Waffe, mit der wir uns auf dem Schlachtfeld verteidigen können.“

Weiter siehe: http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1696:der-rosenkranz-und-die-rettung-der-welt


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 mabedor 9. März 2017 
 

täglich den hl. Rosenkranz (III)

„Es gibt deshalb kein einziges, noch so schwerwiegendes Problem, sei es im weltlichen oder noch mehr im geistlichen Bereich, sei es im Leben des Einzelnen oder der Familie,… sei es im Leben der Völker und der Nationen, das wir nicht durch das Rosenkranzgebet lösen könnten. Mit dem heiligen Rosenkranz werden wir uns retten, heiligen, Unseren Herrn trösten und das Heil vieler Seelen erlangen!“ - Mit anderen Worten, der Rosenkranz ist das universale Heilmittel für die heutige Zeit.
In ihren Briefen erklärt Sr. Lucia auch sehr schön die verschiedenen Wirkungen des Rosenkranzes, die in der heutigen Zeit von besonderer Bedeutung sind. Drei seien hier erwähnt:


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 mabedor 9. März 2017 
 

täglich den hl. Rosenkranz (II)

In einem Gespräch mit Pater Fuentes macht Sr. Lucia folgende verblüffende Feststellung: „In diesen letzten Zeiten, in denen wir leben, hat die Allerseligste Jungfrau dem Rosenkranzgebet eine neue Wirksamkeit verliehen!“ Diese Aussage mag erstaunen. Hat denn der Rosenkranz heutzutage eine größere Kraft als früher? Ohne Zweifel darf man annehmen, dass Gott heute an das Rosenkranzgebet außerordentliche Gnaden knüpft, und zwar als Antwort auf die Not der Zeit, die ein noch nie dagewesenes Ausmaß angenommen hat. Aufgrund der modernistischen Verirrungen sind zudem die ordentlichen Heilsmittel oft verschüttet. Deshalb wollte Gott es allen Menschen ermöglichen, durch ein ganz einfaches Mittel besondere Gnaden zu erlangen, eben durch den Rosenkranz. Darum konnte Sr. Lucia im erwähnten Gespräch mit P. Fuentes folgende großartige Versicherung geben:


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 mabedor 9. März 2017 
 

täglich den hl. Rosenkranz (I)

Als die Gottesmutter am 13. Oktober 1917 ihren Namen nannte, hat sie sich ausdrücklich als „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“ zu erkennen gegeben, wie um darauf hinzuweisen, worin die Hauptbotschaft von Fatima besteht. Bei allen sechs Erscheinungen fordert sie das Beten des Rosenkranzes: „Betet alle Tage den Rosenkranz“. 
Warum kommt gerade dem Rosenkranzgebet eine solche Bedeutung zu? Hören wir, was Sr. Lucia auf diese Frage antwortet. Als Sprachrohr der Gottesmutter erklärt sie lichtvoll, wie der Rosenkranz gerade für die heutige Zeit das ideale und wirkkräftigste Gebet darstellt.


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 Ottaviani 9. März 2017 

warum?

diese Angst vor Änderung der disziplin in der lat Kirche?
es gibt die verheirateten Priester der Ostkirche
Das der Zölibat von einigen zu einer Glaubensfrage hoch stilisiert wird (von Kardinälen abwärts ) ist psychologisch durchaus interessant


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 Historiker 9. März 2017 
 

@Antonius Bacci

"was man im Kern schon bei Paulus findet."
Paulus sagt: "Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken." (1 Kor 11,28) Nicht Papst, Priester oder Kommunionhelfer examiniert den Kommunikanten, ob er/sie würdig ist, sondern: JEDER PRÜFE SICH SELBST, dann entscheidet er/sie, ob er kommuniziert.


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 Ginsterbusch 9. März 2017 

Ich suche schon seit 4 Jahren wie verrückt

diese versteckte Kamera um festzustellen, dass ich wirklich Spaß verstehe. Stellenweise denke ich, in einer Satire zu leben.
Nach den jüngsten Aussagen des "eiligen Vaters" hab ich aber jetzt das dumpfe Gefühl: der Albtraum ist Realität!


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 Kostadinov 9. März 2017 

@A. Reik: danke

geile Satire, dann wäre ja schon der Hl. Paulus nicht mehr katholisch, ich hab vor Lachen Tee über die PC-Tastatur gekippt, danke, danke, danke :-)


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 carl eugen 9. März 2017 

@A. Reik

Ach was??? Christus war Jude? Sind Sie sich da auch ganz sicher? Jetzt bricht aber mein Weltbild komplett zusammen. Ich habe immer geglaubt, der Sohn Gottes sein Schwabe gewesen, weil es doch so schön heisst, Gottes schönste Gabe ist der Schwabe.


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 2.TIM. 3,1-5 9. März 2017 
 

Kein Vorbild

"Im Blick auf die Rolle des Papstes betonte Franziskus, er halte nichts davon, als Vorbild hingestellt zu werden."
Keine Angst, ich nehme Ihn nicht als Vorbild! Für mich ich Jesus das Vorbild.


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 Gandalf 9. März 2017 

@Dottore22

Deine satirischen Beiträge von Dir finde ich wirklich gut ;-)


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 Antonius Bacci 9. März 2017 
 

@A. Reik

Hier scheinen Sie in Ihrer Funktion als Forentroll ein wenig über das Ziel hinausgeschossen zu sein. Denn "Kommunion für alle" umfasst nicht diejenigen, die sich einer schweren Sünde bewusst sind. In diesem Zustand darf man die Hl. Kommunion nicht empfangen, was man im Kern schon bei Paulus findet. Von dieser Lehre hat sich die Kirche ja nicht verabschiedet, die heftigen Diskussionen um Amoris laetitia zeigen dies. Ich denke aber nicht, dass Papst Franziskus eine Kommunion unabhängig vom Zustand des Menschen propagiert.


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 FNO 9. März 2017 

Viri probati

Denkbar wäre m.E., dass einige, wenige bewährte Ständige Diakone (aber pro Bistum nicht mehr als es Domkapitulare gibt oder so) in vorgerücktem Alter zu Priestern geweiht werden. So eine Chance zum Aufstieg würde den Stand der "Ständigen" disziplinieren und Frust abbauen. Derzeit ist eine Lockerung des Zölibats aber nicht opportun, da damit der allgemeine Zusammenbruch dieser "verhassten" (weil segebsreichen) Institution eingeleitet würde. Immer dran denken: Die ev. "Pfarrfamilien" haben Kirchen icht gefüllt, sondern entleert! Mehr noch als unsere Lauschepper.


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 lakota 9. März 2017 
 

@goegy

Lieber Goegy, Sie schreiben:"Nachdem die Mütter arbeiten und abends müde vor der TV Kiste sitzen, geben auch diese den Glauben nich mehr weiter ihre Kinder. So, wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen." Aber auch wenn in jedem kleinen Nest ein Priester wäre, würde das nichts ändern, solange diese müden Mütter mit ihren Kindern sonntags ausschlafen oder in Freizeitparks fahren anstatt mal den Gottesdienst zu besuchen. Leider! In meiner Gemeinde leben ca. 4000 Katholiken, 7% gehen sonntags noch in die Kirche, Kinder so gut wie gar keine...und wir haben einen guten Priester!


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 A.Reik 9. März 2017 

@Carl Eugen

"Die Kommunion für alle ist praktisch Realität". Ja, Gottseidank. So wollte es Jesus: "Nehmt und esst ALLE davon", "Nehmt und trinkt ALLE daraus".

Oder ist Ihnen Jesus nicht mehr katholisch genug? Unter uns: Er war Jude.


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 goegy 9. März 2017 
 

Wenn Pfarreien austrocknen, weil sie seelsorgerisch nicht mehr betreut werden, wenn Kirchen zerfallen, weil keine Gottesdienste mehr abgehalten werden, so muss - in einer sich rasant verändernden Welt - über Lösungen nachgedacht werden.
Nachdem die Mütter arbeiten und abends müde vor der TV Kiste sitzen, geben auch diese den Glauben nich mehr weiter ihre Kinder. So, wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. Was schliesslich zählt, ist, dass Glaube und Kirche weiterleben und bereits verlorene Schafe zurückholt werden.
Stur an Traditionen und Paragraphen - die ja keine Dogmen oder Glaubenssätze sind - hängen zu bleiben, bringt uns nicht weiter.


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 padre14.9. 9. März 2017 

"Populismus bedeutet, die Kirche zu benutzen, richtig?

Papst Franziskus muß genau aufpassen das er kein Populist wird. Und wir müssen aufpassen, sehr genau aufpassen.
Die Kenntnisse des Papstes Franz über Hitler, sind oberflächlich. Hitler und seine Bande haben alle ihre Verbrechen versucht zu verheimlichen, warum wohl? Hitler wollte auch die Kath. Kirche zerstören. So etwas sollte ein Papst wissen und sagen.


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 Dottore22 9. März 2017 
 

Franziskus

"Wer immer sicher sei, sei in Wahrheit ein Fundamentalist. Jesus liebe die Sünder mehr als die Gerechten."

Wie schon früher gesagt: Der Papst wird von Tag zu Tag besser!
Weiter so Franziskus!


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 Christa 9. März 2017 

Lieber Hl. Vater, man kann wirklich nur noch beten!

Papst über Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm: Er ist ein guter Mann. Er hat Feuer im Herzen."

Sicherlich lodert das Feuer nicht für das Christentum, hätte er sonst das Kreuz abgelegt?

"Franziskus betonte, Burke sei ein exzellenter Jurist."
Warum wurde er dann seines Amtes im Vatikan enthoben?


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 Helena_WW 9. März 2017 
 

Und was soll das irgendwas mit Nazi durchdrücken wollen?

Zur Information 2/3 haben Hitler _nicht_ gewählt, der Anteil der Katholiken, die Hitler _nicht_ gewählt haben dürfte noch wesentlich höher sein und waren von vornherein unterworfende einer Diktatur, bedrängt und auch verfolgt. Ja und Diffamierkampagnen. Verspotten gegen glaubenstreue Katholiken und der Dinge, die ihnen heilig sind, die heilien Sakramente, die heilige Eucharistie, die Liturgie der heilige Messe, das haben die Katholiken in Deutschland wie schon im Kulturkampf, in der faschistischen NS-Diktatur leidvoll erfahren, ebenso in der Antifa faschistischen Diktatur des DDR Sozialismus/kommunismus OsteuropaUdSSR und von deren Westlinken Gesinnungsgenossen, 68'er rote Faschisten. Ja Populismus hat sich oft gegen tief treugläubige Katholiken gerichtet.

Und wie war das in Argentienen mit den Diktaturen, die nicht aufgearbeitet sind?


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 Chris2 9. März 2017 
 

Nach einem Alptraum heute Nacht,

in dem ich den Beschuss einer deutschen Stadt durch Panzer erlebte und später im eigenen Treppenhaus von einenm Plünderer erstochen wurde, jetzt das. Und alles auf nüchternen Magen. @CarlEugen Dieser Mann ist nicht "die Kirche", genauso wenig wie eine "Bischofskonferenz", die Jesu Ehegesetze in die Tonne kickt. Halten Sie fest am bewährten Glauben, meiden Sie alles Belastende und lernen Sie den außerordentlichen Ritus kennen. Die politisch völlig einseitig-naiven Warnungen des Papstes sind billigste Wahlkampfhilfe für Merkel und die anderen sozialistischen Blockparteien und wurden vermutlich in München vorformuliert. So naiv kann er gar nicht sein, oder? Bin nur noch fassungslos...


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 carl eugen 9. März 2017 

Lieber @Bernhard Joseph!

Ich habe nicht vor wieder Protestant zu werden. Egal wie sehr sich die Kirche unter Franziskus in die falsche Richtung bewegt, sie wird immer besser sein als die evangelische Glaubensgemeinschaft. Davon bin ich überzeugt.
Nur muss ich zugeben, dass mir diese Interviews so langsam ziemlich auf den Senkel gehen. Jedesmal wenn man sich von einer Aussage des Papstes erholt hat, wird einem der nächste Vorschlaghammer über den Schädel gezogen.
Was hat dieser Mann nur vor?
Ich bin noch nie von einem Menschen so enttäuscht worden, wie von Franziskus. Er ist wie ein kleines Kind. Jeden Tag fragt man sich, was er wohl heute anstellt!


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 Kostadinov 9. März 2017 

Priesterseminare...

«warum soll ich nach Rottenburg 4 Jahre ins Seminar, wenn mein Bischof nicht von der priesterlichen Lebensform überzeugt ist und das auch noch ständig preis gibt»
Heiligenkreuz quillt über, das Seminar der FSSP in Wigratzbad ist meines Wissens gut besucht (wir hatten in meiner Schweizer !! Pfarrei innert 12 Monaten 2 Eintritte dort) und die Spaltertruppe FSSPX hat in den USA ein neues Seminar eingeweiht... klar, nach Rottenburg, St. Georgen, Linz etc geht heut keiner mehr ;-)


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 AlbinoL 9. März 2017 

Vernimm mein lautes Schreien, mein König und mein Gott, denn ich flehe zu dir.

Passt ganz gut zu dem was ich nach dem neuesten Ausfall unseres Papstes dachte. Nicht mal während der Exerzitien ist man vor seinen Launen sicher. Immer weiter Durcheinander schaffen. Das scheint die Devise. Währenddessen leeren sich die Seminare weltweit immer schneller, denn wer will sein Leben auf dem Sand der Launen von Papst Franziskus bauen. (gleiche Taktik vieler deutschen Bischöfe, warum soll ich nach Rottenburg 4 Jahre ins Seminar, wenn mein Bischof nicht von der priesterlichen Lebensform überzeugt ist und das auch noch ständig preis gibt..wird man wohl auch in der Organisation spüren)


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 Schimmelreiter 9. März 2017 

gut vorbereitet

Lieber Gandalf, um das zu verhindern, wurde doch schon das kirchliche Arbeitsrecht ausgehöhlt. Denn wenn man verheiratete Lehrer mit Rücksicht auf die Familie nicht in die Pampa schicken kann, dann auch nicht verheiratete Priester. Die Ehefrau wird sagen "wenn du dahin gehst, reiche ich die Scheidung ein und verbiete dir den Umgang mit den Kindern" (man lese dazu Matussek "die vaterlose Gesellschaft") Kann die Kirche das wollen? Und wenn sie es doch tut, wird sie Sympathien eher verlieren als gewinnen.
Wenn unser Papst so weiter macht, gibt es bald auch eine "Alternative für Katholiken". Und die wird mehr Zulauf haben als die molluskenartige Volkskirche. Vielleicht liegt das Problem aber auch da, dass wir kein Volk sein wollen, ergo brauchen wir weder Volksparteien noch Volkskirchen.


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 Stanley 9. März 2017 
 

Gegendarstellung

"... und dann kam dieser Mann daher und sagte: Ich kann, ich kann, ich kann! Er hieß Adolf. [...] Er hat das Volk davon überzeugt, dass er konnte." (Zitat aus dem obigen Artikel)

Hier muss ich klar widersprechen: Hitler konnte nicht! Er und die von ihm geformte NS-Bewegung haben von Anfang an (1933) durch ihren rassisch begründeten Judenhjass das deutsche Volk gespalten (und somit geschwächt) und viele zu Mördern gemacht.
Seine Kriegsstrategie - zuerst die 'Blut- und Bodengesetze',dann die 'Blitzkriege', dann die Verbrechen in den Konzentrationslagern und der selbstzerstörerische Mehrfrontenkrieg waren purer (Größen-)Wahnsinn und Barbarei in Reinkultur.
Selbst in den friedlichen Vorkriegsjahren 1933 bis 1938/39 diente alles, was Hitler einführte direkt oder indirekt der Kriegsvorbereitung sowie der Vorbereitung einzigartiger Menschheitsverbrechen.
Hitler und seine Gefolgsleute konnten nichts außer Mord und Totschlag.


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 Bernhard Joseph 9. März 2017 
 

Lieber carl eugen,

Sie sollten sich nicht vom rechten Weg, den Sie gegangen sind, abbringen lassen. Wenn man genau hinblickt, sieht man sehr wohl den Heiligen Geist in unserer Kirche auch in dieser, von dunklen Wolken verhangenen Zeit, wirken. Die dubia der 4 Kardinäle sind ein deutliches Zeichen, dass der Heilige Geist da wirkt, wo man es nicht vermutet. Bis heute hat Papst Franziskus auf die dubia nicht geantwortet, er kann es offenbar nicht, weil dann die Beteuerung, niemand wolle die Lehre aufheben, sich als Trugschluss erwiese. Insofern steckt Papst Franziskus in einem Dilemma, da der Heilige Geist eben wirkt, wie ER will und nicht wie der Papst will. Lesen Sie, bitte, lieber carl eugen, Romano Guardini, so sein Buch "Die Existenz des Christen", da werden Sie wunderschöne Stelle zu unserem Glauben finden. Dass wir uns in stürmischer Zeit befinden, in der der Populismus linksgrüner Weltsicht in der Kirche blüht, sollte uns das Vertrauen auf den Heiligen Geist und seine Kraft nicht nehmen.


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 Gandalf 9. März 2017 

Stell mir das grad vor..

Da dürfen die Hans Küngs jetzt endlich ihre Dulcineas heiraten, dann müssen sie mit Familie, Sack und Pack irgendwo in entlegende Gebiete reisen und dort wohnen, die Kinder und die Ehefrau freuen sich sicher darüber. Herrliche Vorstellung, nur zu, führt das ein ;-)


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 SpatzInDerHand 9. März 2017 

Will der Papst jetzt Zölibat aufheben oder nicht? Kann er einfach mal sagen, was er genau will??

Hier sagt er doch offenbar: nein, wir heben Zölibat nicht auf, aber in Einzelfällen gibts Ausnahmen.

ÜBRIGENS: verheiratete Priester sollen "in weitabgelegene Gegenden" - was ist denn das für eine unzumutbare Diskriminierung?? Also wir ändern die Sache mit dem Zölibat im Einzelfall, schämen uns dann aber für diese "drittklassigen" verheirateten Priester?


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 lesa 9. März 2017 

Gotteswort statt Menschenwort

Ist denn nicht die allergrößte und akute Gefahr, dass Theologen unserer Tage dem Ungeist des Selbermachens und Relativierens des Wortes Gottes verfallen? Die derzeitige Form von Gnosis ist weitgehend unerkannt in ihrer aushöhlenden Wirksamkeit. "Es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt und sich Falbeln zuwendet." (Paulus). "Darum danken wir Gott unablässig dafür, dass ihr das Wort Gottes Euch aber danke ich, das ihr durch unsere Verkündigung empfangen habt, nicht als Menschenwort angenommen habt, sondern was es in Wahrheit ist: als GOTTES WORT." (1 Thess 2, 13)


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 Thomas05 9. März 2017 
 

Ein Interview mit fast allen zu erwartenden Ingredienzien

Die historischen Vergleiche sind vollkommen absurd, zeugen wie fast immer von historischer Unkenntnis und sind als eine Art Wahlkampfhilfe für seine treuen deutschen "Fans" im Politestablishment gedacht. Hitler war kein "Populist"(wörtlich: nah an der Stimme des Volkes), sondern ein skrupelloser Massenmörder, und mit seinen Plänen war er weit vor der Machtergreifung bereits unterwegs. Ich sehe die Wiedergeburt einer solchen Horrorfigur weit und breit nicht. Aber allein die bloße Nennung des Schreckensnamens reicht in der Regel, um Kritiker mundtot zu machen, die berechtigte Anliegen wie den Stopp der unkontrollierten muslimischen Masseneinwanderung, die diesem Papst bekanntlich ein Herzensanliegen ist, formulieren.

Mit den "Vorschlägen" zur Aushöhlung des Zölibats wird das neue Projekt skizziert. Nach dem Kahlschlag in der Morallehre wird jetzt im Bereich des Kirchenrechts die Axt an den Baum gelegt. Ein weiterer Schritt im Gesamtkonzept der Protestantisierung der hl. röm. Kirche.


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 DonGiovanni 9. März 2017 
 

Jesuitische Dialektik

Zugleich für etwas zu sein und zugleich dagegen oder umgekehrt.
Das ist in der theologischen Wissenschaft durchaus interessant, weil es zur Diskussion anregt und die Wahrheit vertieft. Aber im Lehramt der Kirche und sonstigen Aussagen des Papstes hat das nichts verloren. Der Papst muss der Fels sein, der nicht wankt und schwankt zwischen der einen oder anderen Position.
Das schafft Unsicherheit. Der Fels ist aber dazu da, um darauf fest zu stehen. Gerade in den 60er Jahren hat u.a. die Unsicherheit in der Zölibatsfrage zur Austrittwelle geführt. Nur damals kam sie eben nicht von der Spitze der Kirche. Einem Priesteramtskanditaten zu suggerieren, dass es auch verheiratete Priester geben kann, ist nicht förderlich, weil sich ein junger Mensch dann nicht unbedingt ein eheloses Leben einstellt, sondern sich auch die Ehe offen hält.


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 carl eugen 9. März 2017 

Nur Mut, bald ist es geschafft.

Die Kommunion für alle ist praktisch Realität, der Zölibat ist auch bald obsolet (wie soll das zusammengehen, einerseits Verheiratete zu Priestern weihen, andererseits den Zölibat verlangen [da will man wohl wieder allen Seiten gefallen], dann können wir uns ja bald über geschiedene Priester freuen), jetzt noch das Priesteramt für Frauen, dann ist die Evangelische Kirche 2.0 bald am Start.
Wenn ich dieses Interview lese, frage ich mir nur, warum ich mir die Mühe der Konversion gemacht habe, nur um jetzt in einer billigen Kopie der Evangelischen Kirche zu sein? Da wäre ich doch lieber beim Original geblieben.


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  4. Papst Franziskus: Dante hilft in den ‚dunklen Wäldern’ des Lebens
  5. Botschaft zum Globalen Bildungspakt
  6. Utopia – ein Schweifen im ‚Nicht-Ort“. La ‚Tercera Vía’
  7. Enzyklika ‚Fratelli tutti’: Papst Franziskus zitiert sich großteils selbst
  8. Fratelli tutti
  9. Corruptio optimi pessima – Die Entartung des Besten führt zum Schlimmsten
  10. US-Bischof: Joe Biden zitiert Papst Franziskus selektiv







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  6. Zusätzliche Verwirrung in einer ohnehin bereits vergifteten Zeit
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  12. Die Ehe ist heilig, während homosexuelle Beziehungen gegen das natürliche Sittengesetz verstoßen
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