Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  5. Bätzing gegen Papst Leo
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. „Das Leben mit Jesus muss zu hundert Prozent gelebt werden – sonst lohnt es sich nicht!“
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne

Vatikan kritisiert Schweizer Suizidbeihilfe für italienischen DJ

27. Februar 2017 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Paglia: "Niemand ist ein Abfallprodukt; wir müssen uns gegenseitig helfen, das zu verstehen"


Vatikan (kath.net/KAP) Der Vatikan hat die Beihilfe zur Selbsttötung eines schwer kranken italienischen Musikers in der Schweiz kritisiert. "Niemand ist ein Abfallprodukt; wir müssen uns gegenseitig helfen, das zu verstehen", sagte Kurienerzbischof Vincenzo Paglia der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" (Montag). Der Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben äußerte sich zu dem begleiteten Suizid für den nach einem Unfall blinden und gelähmten Italiener "DJ Fabo" in der Schweiz.

Er sei gezwungen gewesen, sich im Ausland von einer "unendlichen und unerträglichen Tortur zu befreien", zitieren italienische Medien Fabiano Antoniani. Die Regierung in Rom hatte ihrem Landsmann aufgrund der Gesetzeslage einen attestierten Suizid untersagt. Das Land ringt derzeit um Regelungen zu einem sogenannten Biotestament und zu Euthanasie. Gesetzentwürfe dazu kamen bislang nicht voran.


Wer solch "dramatische Fälle" per Gesetz regeln wolle, riskiere die Schaffung einer "Wegwerfkultur", die auch Papst Franziskus immer wieder kritisiere, sagte Erzbischof Paglia. Dies werde durch eine "hyperindividualisierte Gesellschaft" gefördert, in der alles möglich scheine. Gleichzeitig wachse auch eine "giftige Kultur der Einsamkeit". "Wir dürfen nicht vergessen, dass das Leben eines jeden von uns mit dem der anderen verbunden ist."

In der Schweiz ist es legal, anderen Menschen Mittel zum Suizid zur Verfügung zu stellen und sie zu begleiten, sofern der Helfer nicht persönlich vom Tod des Patienten profitiert. 2011 entschied die Schweizer Regierung, der Bundesrat, auf eine gesetzliche Regelung organisierter Suizidhilfe zu verzichten. Zuletzt wird immer wieder der Ruf laut, auf den Anstieg von Sterbehilfefällen und die zunehmende Begründung mit Lebensmüdigkeit als Motiv zu reagieren. Der Gesetzgeber dürfe sich nicht vor seiner Verantwortung drücken.

Die katholische Kirche verurteilt assistierten Suizid scharf.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stephaninus 28. Februar 2017 
 

Das in der Schweiz

aber auch andernorts in Europa solche Zustände herrschen, hat aber auch damit zu tun, dass die Kirche ihren Verkündigungsauftrag sträflich vernachlässigt hat und lieber dem links-liberalen Zeitgeist hinterherrennt. Z.B. ist es für die meisten Kirchenfunktionäre kein Problem, wenn jemand weit links politisiert - doch wehe, er oder sie sind bei der SVP (Nationalkonservative in der Schweiz).


4
 
 Ehrmann 28. Februar 2017 

"Kein Abfallprodukt" ist zu wenig für den, der leidet,ihm hilft nur der Glaube an das Leben in Gott

- nach dem Vorbbild des Erlösertodes Christi! Und das können nur wir ihm vermitteln, diese Akzeptanz des Kreuzes als großen Sinn des Lebens -im Gegensatz zur Kuschel- und "Verständnis"religion als lezten Sinn unseres Lebens und Leidens ist es, was einzig in den schweren Stunden hilft- Leben und Kraft aus der Gnade, die uns durch Christus erwirkt wurde, die uns durch Taufe und Firmung sichtbar zuteil wurde, an die wir uns halten können. Hat es nicht noch im AT etliche Beispiele von (akzeptiertem) Selbstmord gegeben - genauso wie die Möglichkeit der Scheidung, weil eben diese Hilfe noch nicht zur Verfügung stand?


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sterbehilfe

  1. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  2. „Jetzt und in der Stunde unseres Todes“ – Ein neuer Leitfaden für die Zeit des Sterbens
  3. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  4. Nach Protesten scheitert Frankreichs Euthanasiegesetz im Senat
  5. Kirche: Nein der Slowenen zu Suizidbeihilfe klares Signal an Staat
  6. Verherrlichung eines tragischen Todes – zum assistierten Suizid von Alice und Ellen Kessler
  7. Erzbischof Fisher: „Die Diagnose der Kultur des Todes von Johannes Paul II. war prophetisch“
  8. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  9. Kanada: Erzbistum Montreal klagt gegen Bundesstaat Québec wegen Einschränkung der Gewissensfreiheit
  10. Evangelischer Landesbischof Ralf Meister behauptet: "Der Mensch hat ein Recht auf Selbsttötung"







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Tragödie in Florida: Pilot betete kurz vor Flugzeugabsturz das Vaterunser
  3. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  4. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  5. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  6. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  7. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  8. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  9. Der katholische Osten in der Analyse
  10. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  11. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  12. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  13. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  14. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz