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Kinder-Pornographie im Web nimmt zu

23. August 2003 in Chronik, keine Lesermeinung
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Methoden der Täter werden immer raffinierter


London (kath.net/pte)
Die Zahl der Websites, die Bilder vonKinder-Pornographie zeigen, hat sich mehr als verdoppelt. Dies geht auseiner Studie der Internet Watch Foundation (IWF) hervor. Demnach ist dieZahl der Kinder-Porno-Sites im Jahr 2002 um 64 Prozent gestiegen. Mehr alsdie Hälfte der Websites wird in den USA betrieben, allerdings hat sich auchdie Anzahl der Sites in Russland mehr als verdoppelt (von 286 auf 706).Dabei muss aber beachtet werden, dass die Sites in einem Land betrieben,aber von einem anderen aus gemanagt werden können. Kriminelle stellendementsprechende Hyper-Links in Bulletin-Boards oder geben Daten ihrerillegalen Websites über Passwörter in Chat-Rooms preis. Die meistenOnline-Kinder-Porno-Netzwerke erlauben den Zurtritt zu ihren Websites nurper Einladung. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des britischenNational Criminal Intelligence Service (NCIS). Andere Kriminelle versuchensich in Chatrooms oder per ICQ/Instant-Messaging das Vertrauen von Kindernzu erschleichen, indem sie sich selbst als Kinder oder Teenager ausgeben.Oft kommt es derart zu einem persönlichen Treffen zwischen Opfer und Täter.Die illegalen Bilder oder Real-Time-Videos werden oft über Newsgroups,P2P-Netzwerke, Fileserver, Non-Payment-Websites und Community-Groupsverbreitet. Gelderwerb ist dabei meist nicht von Bedeutung. Die Täterbetreiben auch hohen Aufwand, um sich gegen gerichtliche Verfolgung zuschützen. So werden auch im Internet öffentlich Methoden diskutiert, welchedie kriminellen Aktivitäten vor der Polizei geheim halten sollen.Online-Netzwerke führen auch Spionageabwehr aus, indem sie Methoden derPolizei und von Internet-Watch-Groups erforschen. Ihre Informationenerhalten sie dabei von bereits arretierten Mittätern. Zum Schutz ihrerillegalen Aktivitäten gehen Täter sogar so weit, ihre eigenen Computer mitViren zu verseuchen oder sie einer Denial-of-Service-Attacke auszusetzen.



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