Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  2. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  3. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  4. Besser keine Laienpredigt
  5. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  6. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  7. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  8. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  9. „Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln“
  10. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  11. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Demokratischer Politiker aus Texas behauptet, die Bibel unterstützt Abtreibung
  14. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt
  15. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden

Ecuador: 'Die Seele und den Magen der Menschen füllen'

12. Mai 2016 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wie die Kirche den Betroffenen nach dem Erdbeben hilft. Von Monica de la Morena


Portoviejo (kath.net/KIN) Straße um Straße arbeitet sich Pater Walter Coronel in Portoviejo vor. Die Viertelmillionenstadt im Westen Ecuadors gehört zu den Gebieten, die das verheerende Erdbeben vom 16. April in eine Trümmerwüste verwandelt hat. „Ganze Familien sind obdachlos geworden. Sie hausen jetzt unter Plastikplanen auf dem Bürgersteig“, erklärt Coronel gegenüber dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Gemeinsam mit weiteren Priestern, Katecheten und ehrenamtlichen Helfern verteilt er Wasser, Reis, Bohnen, Medikamente und Hygieneartikel an die Obdachlosen – aber auch Luftmatratzen, um das Kampieren unter freiem Himmel etwas erträglicher zu machen. Die Kirche organisiere mittlerweile die Verteilung der Hilfsgüter, da der Staat überfordert sei und die Gefahr bestehe, das alte und schwache Menschen leer ausgingen. Neben der humanitären Hilfe sei es aber genauso wichtig, den Menschen zuzuhören, damit sie sich in ihrem Leid nicht allein fühlten: „Es ist jetzt unsere Aufgaben, die Seele und den Magen der Menschen zu füllen“, so Coronel.


Der riesige Vorplatz des Flughafens von Portoviejo ist in diesen Tagen zum neuen Zentrum der leidgeprüften Metropole geworden. „Tendopolis“ – Zeltstadt – nennen die Leute diesen Ort. Da um das Flughafengelände herum wenige Gebäude stehen, sind viele Bewohner nach dem Beben hierher geflüchtet. Die meisten von ihnen haben alles verloren. Lazarette und Versorgungsstationen wurden eingerichtet. Aber die hygienische Situation ist dramatisch. Die Seuchengefahr steigt.

Pater Pedro Jesús Arsenal ist sofort nach dem Beben hierhergekommen, um zu helfen. Die Menschen hätten das Schwierigste erst noch vor sich, erklärt Arsenal, der dem Orden der Dehonianer angehört. „Viele beginnen jetzt erst zu begreifen, was passiert ist.“ Denn sie hätten nicht nur geliebte Menschen und ihre Häuser verloren, sondern auch ihren Lebensunterhalt. Die Menschen hätten schon vor dem Erdbeben in schwierigen Verhältnissen gelebt. „Aber die Armut hat sich jetzt in Elend gewandelt. Die Verzweiflung ist mit Händen zu greifen. Viele stehlen, weil sie keinen anderen Ausweg sehen, um über die Runden zu kommen.“

Die Präsenz der Kirche sei jetzt sehr wichtig, ist Pater Pedro überzeugt: „Die Menschen brauchen emotionale Unterstützung, eine Umarmung, Trost.“ Es sei beeindruckend, wie groß die Solidarität unter den Menschen ist. So werde auf dem Flughafengelände ein „Eintopf für alle“ gekocht. Die Menschen teilten das Wenige, das sie noch besitzen. „Trotz der schrecklichen Lage geben die Ecuadorianer das Lächeln und die Hoffnung nicht auf“, so der Ordensmann.

Dazu tragen auch die vielfältigen Hilfen aus dem Ausland bei, ist der Erzbischof von Portoviejo, Lorenzo Voltolini Esti, überzeugt: „Wir sind von Ihrer Solidarität überwältigt.“ Schon wenige Tage nach dem Erdbeben seien etwa die ersten Nothilfen von „Kirche in Not“ eingetroffen. Das gebe den Menschen Hoffnung und Mut, so Esti: „Wir wollen aufstehen und alles wieder aufbauen, was das Erdbeben uns genommen hat. Bitte vergesst uns nicht.“

Um weiter helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden:

Kirche in Not Deutschland

Kirche in Not Österreich

Kirche in Not Schweiz

Schäden in einer Kirche nach dem Erdbeben


Zerstörte Gebäude in Portoviejo


Trauergottesdienst unter freiem Himmel für Erdbebenopfer


Foto oben © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kirche in Not

  1. Kardinal Kurt Koch zum Präsidenten von "Kirche in Not“ ernannt
  2. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  3. Informationen über Freud und Leid in Afrikas Kirche
  4. Tragisches Schicksal der verfolgten Christen
  5. «Ich komme nicht, um zu weinen!»
  6. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“
  7. Weltweite Aktion lädt Kinder zum Rosenkranzgebet für den Frieden
  8. "Kirche in Not": Mord an Priestern auch in "katholischen Ländern"
  9. Kirchliche Schule in Karakosch (Nordirak) wiedereröffnet
  10. Größte katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel wird geweiht






Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Belgischer Bischof Johan Bonny kündigt Weihe verheirateter Männer zu Priestern an
  4. „Genau das, was wir heute in Deutschland beim Synodalen Weg erleben, dieselben Themen, Ansichten“
  5. Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte geht
  6. Besser keine Laienpredigt
  7. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  8. Kanada: 84-Jährige wegen Rückenschmerzen in Notaufnahme, bekommt als Erstes Sterbehilfe angeboten!
  9. US-Regierung kündigt nach Tod von Noelia Untersuchung gegen Spanien an
  10. Blutiger Palmsonntag in Nigeria: Dschihadisten massakrieren über 40 Christen in Jos
  11. Vom Todesurteil zur Hoffnung: 'Irans geistliche Ketten werden brechen'
  12. Israel verwehrt Patriarch Zugang zur Grabeskirche – Scharfer internationaler Protest
  13. Ehemaliger Bischof verteidigt Papst Leo XIV. gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Pachamama
  14. Neuer Präfekt des Päpstlichen Hauses, Erzbischof Rajič, betont kirchliche Lehre zur Homosexualität
  15. Das „Ur-Datum“ des Heils: Warum der 25. März als Tag der Kreuzigung gilt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz