Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD
  12. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  15. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden

Stuttgarter Stadtdekan Hermes: 'AfD ist der Zwilling der Islamisten'

22. April 2016 in Deutschland, 115 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: Der katholische Stadtdekan von Stuttgart, Christian Hermes, hat den islamkritischen Kurs der AfD äußerst scharf angegriffen.


Stuttgart (kath.net) Einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zufolge hat der katholische Stadtdekan von Stuttgart, Christian Hermes (Foto), den islamkritischen Kurs der AfD äußerst scharf angegriffen. Es sei „verantwortungslos und hetzerisch“, wenn die AfD-Politiker Beatrix von Storch und Alexander Gauland, behaupteten, der Islam sei keine Religion, sondern lediglich eine mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbarende „politische Ideologie“. Diese Äußerungen hätten „volksverhetzenden Charakter“, so der promovierte Theologe und Monsignore. Es sei abwegig, dass sich die beiden Politiker dabei auf das Christentum beriefen, „im Gegenteil ist das, was Sie und ihre Partei betreiben, Verrat am christlichen Abendland. Insofern ist die AfD paradoxerweise der Zwilling der Islamisten und deren stärkste Unterstützerorganisation in Deutschland“. Seine Kritik äußerte der Priester der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Form eines Briefes an den Wirtschaftsprofessor Jörg Meuthen, der für die AfD ab Mai 2016 Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender in Baden-Württemberg sein wird.


Hermes begründete seine Aussagen nach Angaben der FAZ folgendermaßen: Mit dem IS teile die AfD die Auffassung, dass der Islam eine „kriegerisch-aggressive Ideologie“ sei. Es sei Ziel der AfD, die Religion des Islam aus dem Schutzbereich des Grundgesetzes zu entfernen.

Der Stadtdekan forderte, dass sich die AfD nicht länger als Verteidigerin des Christentums aufspielen solle. Denn trotz Wahlkampfbehauptungen sei sie nicht die „natürliche Verbündete“ des Christentums. Wörtlich schrieb Hermes in seinem Brief: „Geistig ist die AfD damit im 19. Jahrhundert, bei Kanzelparagraphen, Kirchenkampf und Staatskirchentum hängengeblieben.“

Meuthen wirft der Stadtdekan vor, er habe im baden-württembergischen AfD-Landesverband die „abwegigsten und gefährlichsten Verrücktheiten von Parteikollegen gedeckt, verteidigt und bagatellisiert“. Die FAZ erläuterte, dass sich dies beispielsweise auf eine Aussage des Bundesvorsitzenden der AfD-Jugendorganisation beziehe, der angekündigt hatte, die AfD werde „aufräumen“, wenn sie an die Macht komme.

Meuthen müsse sich von den zahlreichen Entgleisungen seiner Parteikollegen distanzieren und sie „unmissverständlich verurteilen“, forderte Hermes.

Nach Angaben der FAZ hat Meuthen diesen Vorwürfen widersprochen. „In dieser Undifferenziertheit“ sei das „insgesamt blanker Unsinn“, obendrein liege ihm der Brief bisher noch nicht vor. Er sei normalerweise immer zu einem „differenzierten Gespräch“ bereit. Doch wenn die AfD als „Zwilling der Islamisten“ bezeichnete werde, dann „höre es irgendwann auf“. Gegenüber der FAZ hatte Meuthen geäußert: „Das ist pervers“.

Link zum Brief des Stadtdekans Hermes auf Facebook in voller Länge.

Foto Stadtdekan Hermes (c) Stadtdekanat Stuttgart


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  2. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  3. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  4. Zwischen Wölfen und Brüdern
  5. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  6. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  7. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  10. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  7. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  8. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  9. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. 'Ein Katholizismus ohne Beichte ist wie ein Krankenhaus ohne Medikamente'
  14. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  15. „Gemeinnutz vor Eigennutz“: Bischof erntet Kritik für NS-Vergleich in Richtung AfD

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz