Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  9. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  10. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  11. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  14. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  15. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!

Streit um Pilgerherbergen auf dem Jakobsweg

10. August 2015 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


In Frankreich sorgen kostenfreie Herbergen für christliche Jakobspilger für Unmut.


Paris (kath.net/KNA) In Frankreich sorgen kostenfreie Herbergen für christliche Jakobspilger für Unmut. Kommerzielle Unterkünfte und die Steuerbehörden sähen Gastwirte, die aus christlicher Tradition auf ein Entgelt für Übernachtungen verzichten, als wettbewerbsverzerrende Konkurrenz, wie die Tageszeitung «La Croix» (Freitag) berichtet. Katholische Bischöfe am Pilgerweg widersprechen.

Hintergrund ist das sogenannte «donativo», eine mittelalterliche Pilgertradition. Sie sieht vor, Pilgern aus christlicher Nächstenliebe kostenlos Obdach zu geben. Der Brauch ist angelehnt an
das «donativum», ein Geldgeschenk aus der römischen Kaiserzeit, das der Kaiser bei besonderen Anlässen an seine Soldaten verteilte.


Die rund 20 «Donativo»-Herbergen südlich von Le Puy, einem traditionellen Startpunkt, machen nach Angaben der Zeitung etwa drei Prozent der Übernachtungen auf dem französischen Jakobsweg aus.

«La Croix» berichtet über ein kostenfreies Gasthaus, das nach einer Klage wegen kaschiertem Gewerbe schließen mussten. Die Herbergseltern hatten sich demnach selbst auf dem Jakobsweg kennengelernt und über zehn Jahre Pilger unentgeltlich aufgenommen. Während des Rechtsstreits habe das Ehepaar rund 1.500 Solidaritätsschreiben erhalten. Ein anderer «Donativo»-Herbergsvater wird mit den worten zitiert: «Mein Nachbar will meinen Skalp.»

Der Bischof von Le Puy, Luc Crepy, mahnte, den Jakobsweg nicht nur unter kommerziellen Gesichtspunkten zu bewerten. Die Kirche richte sich nach staatlichen Gesetzen; aber das «donativo» gehöre zur spirituellen Dimension des Jakobspilgerns. Ein Gericht in Rodez gab 2009 dieser Auffassung Recht. Es müsse «unbedingt Räume in unserer Gesellschaft für Unentgeltlichkeit und Gemeinnützigkeit geben». Dies trage entscheidend zum gesellschaftlichen Zusammenhalt bei.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 athanasius1957 11. August 2015 
 

unentgeltliche Pilgerherbergen vv Couchsurfing

Ich bin gespannt, wann der Staat - egal welcher - auf die Idee kommt, Couchsurfing als kaschiertes Gewerbe zu betrachten und die Anbieter zur Kasse zu bitten.

Jedermann akzeptiert in den öffentlichen Jugendherbergen (YMCA/YWCA) die Tatsache, daß Mann/Frau nach drei Tagen gehen darf (zumindest in der Hauptsaison). Keiner frägt sich aber, woher diese "Drei Tage" kommen. Diese Periode kommt aus dem christlichen Gastrecht. Die Hausherrin mußte dem Gast/Pilger täglich abends eine warme Mahlzeit auftischen. Es war ihre Entscheidung, den Gast längeres Gastrecht zu gewähren oder nicht. Jedenfalls wußte der Gast, wenn er abends eine kalte Kalbsschulter auf seinem Platz vorfand, daß er nächsten Morgen weiterziehen mußte.
Davon kommt die deutsche Bemerkung "Jemandem die kalte Schulter zeigen!"


2
 
 Martyria 10. August 2015 

Es ist, wie es immer war:

Wenn es um Geld, Besitz, persönliche Vorteile und Bereicherung ggf. auch auf Kosten anderer geht, hört der Spaß auf; dann regieren invidia (Neid) und gula (Gier).


5
 
  10. August 2015 
 

Unglaublich

In den meisten, eigentlich in allen Klöstern in Thailand kann jeder ohne Ansehen auf Geschlecht oder Religion übernachten. Wenn keine Zelle zur Verfügung steht, dann zumindest innerhalb der Klostermauern.


3
 
  10. August 2015 
 

Kann der Gläubige Pilger auf dem Jakobsweg

auch gegen Wucher klagen?

Schon im Mittelalter wurde Klage erhoben, dass Pilger auf dem Jakobsweg Gastfreundschaft nur gegen einen hohen Obolus gewährt wurde.

Deshalb ist diese Klage lächerlich.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Santiago de Composte

  1. Jakobsweg nach vier Monaten Corona-Schließung wieder offen
  2. Santiago de Compostela: Sühneandacht nach satirischer Karnevalsrede
  3. Kanzlerin Merkel wandert auf dem Jakobsweg
  4. Papst gedenkt bei Messe in Rio der Opfer des Zugunglücks
  5. Jakobsweg: Ist mein Weg auch dein Weg?
  6. Spanien: 'Codex Calixtinus' wurde im Müllsack wiedergefunden
  7. Santiago de Compostela: Wertvoller Kodex aus Kathedrale gestohlen
  8. Schweiz: Weitere Jakobspilger-Herberge eröffnet
  9. Spanien: Pilgerrekord am Wallfahrtsort des Apostels Jakobus
  10. Jakobsweg: Per 3D nach Santiago de Compostela






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  4. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  5. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang
  6. „Nicht der Sturm hat das letzte Wort – Christus hat das letzte Wort. Amen.“
  7. Was Papst Leo XIV. in Südamerika erwartet
  8. Wenn der Sturm den Glauben prüft - Der Friede Christi mitten im Gegenwind
  9. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  10. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  11. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben
  12. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  13. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  14. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  15. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz