Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  9. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  10. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  11. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  12. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  13. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  14. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  15. USA: Mehr als die Hälfte der Männer der Gen-Z und Millenials lesen wöchentlich in der Bibel

Trauerfälle: Bestatter treten zunehmend an die Stelle von Geistlichen

21. März 2015 in Chronik, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Änderungen in der Beerdigungskultur - Theologe: Kirche könnte Glaubensunterricht für die Berufsgruppe anbieten


Schifferstadt (kath.net/idea) In Trauerfällen tritt der Bestatter zunehmend an die Stelle des Geistlichen. Diese Beobachtung schildert der Theologe Klaus Dirschauer (Bremen) im Deutschen Pfarrerblatt (Schifferstadt). Der Bestatter kümmere sich nicht mehr nur um den Leichnam, den Sarg und das Grab: „Der Bestatter ist nicht mehr bei seinem Spaten geblieben, er hat längst das Wort ergriffen.“ Er gehe einfühlsam auf die Angehörigen zu, sei im Beratungsgespräch an den ersten Schritten der Trauerarbeit beteiligt und stehe weiter als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Bestatter habe längst begonnen, den bisher „dominierenden Geistlichen zu relativieren und gewissermaßen zu klerikalen Arbeitnehmern zu delegieren“. Der Bestatter mache den Tod bekannt, helfe dabei, die Anzeige zu erstellen und den Trauerbrief zu entwerfen. Wenn er nicht selbst die Traueransprache und mit ihr die ganze Bestattung übernehme, verständige er den zuständigen Pfarrer oder einen Trauerredner.


Außerdem sei in vielen Städten der östlichen Bundesländer der zur Bestattung erwünschte Pfarrer zum Ausnahmefall geworden. Dirschauer empfiehlt Bestattern für ihre zukünftige Arbeit – Trost zu spenden und Sinn zu stiften –, sich aus- und weiterzubilden. Sie könnten dazu aus Religion, Philosophie und Literatur schöpfen. Das könne damit beginnen, die Spruchweisheiten mit ihrem dekorativen Charakter auf den Todesanzeigen und Trauerbriefen gewissenhafter auszusuchen und selbst inhaltlich zu meditieren. Laut Dirschauer könnten Kirchenkreise in ihrer Region ein Erwachsenenkatechumenat (Glaubensunterricht) für Bestatter anbieten.

Nach seinen Angaben lag die Zahl der Verstorbenen in Deutschland 2013 bei 895.000. Für 313.250 Personen – getaufte Katholiken, Protestanten sowie Nichtgetaufte – sei keine kirchliche Bestattung in Anspruch genommen worden. Der Anteil der Feuerbestattungen habe 2013 zum ersten Mal die 50-Prozent-Marke überschritten (50,5 Prozent).



Foto (c) kath.net/Petra Lorleberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Tod

  1. Der Umgang mit dem Tod
  2. Feuer oder Erde? -Urne oder Sarg?
  3. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 4
  4. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 3
  5. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 2
  6. Der Tod. Meditationen über einen Lebensweg - Leseprobe 1
  7. Der Tod - Meditationen über einen Lebensweg
  8. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 4
  9. Zurück aus dem Jenseits - Leseprobe 3
  10. Zurück aus dem Jenseits – Leseprobe 2







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  3. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  4. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  5. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  6. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  7. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  8. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  9. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  10. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  11. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  12. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  13. Nicht Erinnerung, sondern Gegenwart - Ostern im Riss der Zeit
  14. Vatikan sagt für September in Rom geplanten Weltkindertag ab
  15. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz