Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  4. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  5. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  6. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  7. Papst sprach mit Familie eines Opfers des Amoklaufs an Grazer Schule
  8. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  9. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  10. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  11. Gericht: HateAid Geschäftsführerinnen dürfen als ‚linkswoke Faschistende‘ bezeichnet werden
  12. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  13. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  14. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  15. Das gebrochene Brot und die gebeugten Knie. Die innere Form der Eucharistie

Ex-Bundesverfassungsrichter: Kirchen sollten weniger politisch reden

15. Februar 2014 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Udo di Fabio: Von Gott und der frohen Botschaft 'höre ich manchmal zu wenig'


Landau (kath.net/idea) Die Kirchen sollten weniger politisch reden. Dafür hat sich der frühere Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio (Bonn), ausgesprochen. Zwar sei es eine Garantie für das Gelingen des freiheitlich-demokratischen Staatssystems gewesen, dass sich die Kirchen klar zu dieser Staatsform bekannt hätten: „Aber das Politische ist für eine Kirche nie das Zentrale.“ Das sei vielmehr „Gott und die frohe Botschaft, und da höre ich manchmal zu wenig“, sagte der Katholik auf einer Tagung der Mitglieder kirchlicher Gerichte der Evangelischen Kirche der Pfalz in Landau. Dabei ging es um das Thema „Die Bedeutung der christlichen Wurzeln Europas für den Prozess der Europäischen Integration“. Diese Wurzeln stellten das Selbstverantwortliche des Menschen in den Vordergrund, so di Fabio laut einer Mitteilung der pfälzischen Kirche vom 11. Februar. Das „Große der Reformation“ sei die Betonung der Mündigkeit gewesen, selbst die Bibel lesen zu können.


Der Jurist warnte vor „neuen Totalitarismen“ in der Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders in Deutschland und Europa: „Totalitarismus tritt dann auf, wenn man einen neuen Menschen erfinden oder diese Welt perfekt machen will.“ Die perfekte Welt sei nach christlicher Sicht aber erst im Jenseits anzutreffen. Di Fabio beobachtet eine „sozialtechnische Überorientiertheit westlicher Gesellschaften“. In einem freiheitlichen Gemeinwesen seien jedoch die Bürger selbst verantwortlich, nicht allein der Staat. Er wandte sich ferner dagegen, Idealbilder der Vergangenheit zu zeichnen: „Das christlich homogene Europa hat es so nie gegeben.“

Theologieprofessor: Europa ist wie ein Garten

Der evangelische Tübinger Theologieprofessor Christoph Schwöbel vertrat die Ansicht, dass die Kirchen dazu berufen seien, das gesellschaftliche Leben in Europa mitzugestalten: „Die christliche Ökumene ist im 20. Jahrhundert der eindrücklichste Versuch, Gemeinschaftsstrukturen zu etablieren, die weder in der Herrschaft der Macht noch in der Dominanz des Marktes begründet sind, sondern in den Glaubensüberzeugungen der an ihr beteiligten Menschen und Gemeinschaften.“ Schwöbel verglich Europa mit einem Garten, „in dem Vielfalt und Zusammengehörigkeit zum gemeinsamen Wachstum kultiviert werden“. Freilich sei der Garten kein Paradies, er müsse durch Arbeit und Kampf gegen das Unkraut kultiviert werden. Dazu zählte Schwöbel den Nationalismus, der immer ein Gegenbild schaffen müsse, um die eigenen Stärken zu betonen. Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad (Speyer) sagte, Europa sei nicht nur eine Wirtschaftsgemeinschaft, sondern „zugleich eine geistig-moralische Aufgabe, eine Wertegemeinschaft, die unter dem Primat der Menschenwürde und Menschenrechte lebt“. Die prägenden Werte seien Freiheit, Gleichheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

Foto: (c) www.bundesverfassungsgericht.de


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. Kardinal Woelki: Kirche ohne Priester wäre "nicht mehr katholisch"
  4. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  5. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  6. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  7. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  8. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  9. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  10. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  11. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  12. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  13. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf
  14. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  15. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz