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Bischof: Militärschlag in Syrien würde Weltkrieg auslösen

26. August 2013 in Aktuelles, 56 Lesermeinungen
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Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, warnt eindringlich vor einem militärischen Eingreifen der internationalen Gemeinschaft in Syrien. Der Konflikt lasse sich nicht einfach durch einen Militärschlag beilegen


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der chaldäisch-katholische Bischof von Aleppo, Antoine Audo, warnt eindringlich vor einem militärischen Eingreifen der internationalen Gemeinschaft in Syrien. Dies würde einen «Weltkrieg» heraufbeschwören, sagte Audo am Montag dem Sender Radio Vatikan. Der Konflikt lasse sich nicht einfach durch einen Militärschlag beilegen. Stattdessen solle die Staatengemeinschaft ihre Anstrengungen für einen Dialog zwischen den Konfliktkparteien verstärken. Zugleich berichtete der Bischof, der Friedensappell von Papst Franziskus sei in großen Teilen der Bevölkerung sehr begrüßt worden.


Nach Berichten von Regimegegnern über einen möglichen Giftgaseinsatz durch syrische Regierungstruppen, die zahlreiche Fachleute mittlerweile als zutreffend einstufen, ist die Forderung nach einem militärischen Eingreifen der westlichen Welt lauter geworden. Meldungen, die USA und Großbritannien bereiteten Raketenangriffe auf militärische Einrichtungen des Regierung von Baschar al-Assad vor, wurden jedoch vom Weißen Haus dementiert. Die syrische Regierung bestreitet den Einsatz von chemischen Kampfstoffen und beschuldigt ihrerseits die Rebellen. An diesem Montag haben Fachleute der Vereinten Nationen in Ghuta nahe Damaskus mit der Suche nach Spuren von Chemiewaffen begonnen.

Papst Franziskus hatte die Konfliktparteien in Syrien am Sonntag abermals zum Frieden aufgerufen. Zuvor hatte der Vatikan-Vertreter bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Maria Tomasi, vor einer vorschnellen Schuldzuweisung an die syrische Regierung gewarnt und eine vorurteilsfreie Prüfung der Berichte über einen Giftgaseinsatz gefordert.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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