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Wer waren die ‚Heiligen Drei Könige’?

5. Jänner 2011 in Spirituelles, 16 Lesermeinungen
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Den ‚Sterndeutern aus dem Osten’ auf der Spur - Von Michael Hesemann


Bethlehem (kath.net) Sie waren keine Könige. Im Matthäus-Evangelium, das am Fest der Heiligen drei Könige verlesen wird, der einzigen kanonischen Quelle zu ihrem Fest, ist weder von Königen die Rede noch davon, dass es drei waren. Stattdessen berichtet der Evangelist von „Sterndeutern aus dem Osten“ (2,1), wie es in der „Einheitsübersetzung“ heißt, doch auch das ist eine Interpretation.

Als „magoi“ werden sie im griechischen Urtext bezeichnet. Erst der Apologet Tertullian (um 200) ließ aus ihnen Könige werden, wollte er doch zeigen, dass mit ihrem Besuch die Prophezeiung des 72. Psalms in Erfüllung ging: „Die König von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke, die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben. Alle Könige müssen ihm huldigen ...“ (Ps 72, 10)

Aus der Dreizahl ihrer Geschenke, „Gold, Weihrauch und Myrrhe“ (Mt 2,11) leitete Origenes, ein Zeitgenosse Tertullians, ihre Anzahl ab. Darüber herrschte aber lange Uneinigkeit, auf den römischen Katakombenbildern der Anbetung, deren früheste aus dem 3. Jahrhundert stammen, sind es mal zwei, mal drei und dann sogar vier.

Als „Bithisarea, Melichior und Gathaspa“ bezeichnet sie erstmals eine alexandrinische Handschrift aus dem 3. Jahrhundert, woraus sich das geläufige „Caspar, Melchior und Balthasar“ entwickelte.

Nur in einem war man sich zumindest in der frühen Ikonografie einig: Sie wurden stets in der farbenprächtigen Tracht der Perser und Meder dargestellt, auf dem Kopf „phrygische Mützen“, die klassische Kopfbedeckung dieser beiden Völker, die erst von der modernen Popkultur zum Erkennungsmerkmal der Schlümpfe und Gartenzwerge degradiert wurde.

Damit zeigte die frühchristliche Kunst, dass sie Matthäus noch verstand. Denn der Begriff „magoi“, den erstmals der griechische Historiker Herodot (um 500 v.Chr. ) benutzte, bezeichnet nicht irgendwelche beliebigen Sterndeuter oder Weisen, sondern ganz spezifisch die Magawan oder Mager, die Priesterklasse der Meder, die in der uralten Religion dieses nordiranischen Volkes eine ähnliche Rolle spielte wie die Leviten im alten Israel oder die Brahmanen bei den Indern.

Und plötzlich ergibt der Bericht des Matthäus einen Sinn! Denn die „Mager“ waren tatsächlich bewandert in der Sternenkunde. Ihre Hauptstadt Ekbatana, das heutige Hamadan im Nordiran, umgaben sie mit sieben farbigen Mauern, die den sieben damals bekannten Planeten entsprechen sollten.

Ihre Horoskope waren so berühmt, dass König Antiochos von Kommagene, einem Kleinkönigreich im heutigen Ostanatolien, ihr Gründungshoroskop in Stein gemeißelt auf dem Nemrut Dagi aufstellen ließ, dessen monumentale Standbilder griechischer wie persischer Götter uns noch heute beeindrucken.

So würdigte er die „Priester in den Roben der persischen Rasse“, die es errechnet hatten, nicht nur in einer Inschrift, er stellte sie auch mit den gleichen bunten Gewändern und phrygischen Zipfelmützen dar, die wir aus der frühchristlichen Ikonographie der „drei Weisen aus dem Morgenland“ kennen.

Auch als Traumdeuter und Orakelpriester genossen die Mager einen so exzellenten Ruf, dass die Ratsuchenden herbeiströmten, wenn jemand behauptete, einer ihrer Schüler zu sein. Das missbrauchten erst im Römischen Reich einige Scharlatane so gründlich, dass der Begriff „Magier“ in Verruf geriet.

Tatsächlich gibt es eine Lokaltradition von der Herkunft der Mager. Wir verdanken sie niemand geringerem als Marco Polo, der 1271 noch einmal in Begleitung seines Vaters und seines Onkels in den Osten aufbrach, um dem Großkhan eine Botschaft von Papst Gregor X. zu überbringen. Auf dem Weg dorthin, so schrieb der Venezianer später in seinem berühmten „Buch von den Wundern der Welt“, kam er auch nach Täbriz im Iran, wo er erfuhr:


„Aus der persischen Stadt Sava stammen die drei Weisen, die Jesus Christus angebetet haben. Sie sind hier in drei schönen Gräbern beigesetzt. Die drei Grabmäler stehen in einem kubischen Gebäude mit einem Kuppeldach eins neben dem andern... Wir kennen die drei Namen: Balthasar, Kaspar und Melchior.“

Offensichtlich besuchte er die Gräber, konnte aber von der muslimischen Bevölkerung nichts Näheres über die Identität der drei Sterndeuter erfahren. Erst als er nach drei Tagesreisen „die befestigte Ortschaft Cala Ataperistan“ erreichte, wurden seine Fragen beantwortet:

„In dieser Stadt wird erzählt, es seien einmal drei Könige aus der Gegend ausgezogen, um einen eben geborenen Propheten anzubeten. Drei Gaben hätten sie mitgenommen, und zwar Gold, Weihrauch und Myrrhe. Sie sagten sich nämlich: ‚Wenn der Prophet nach dem Golde greift, ist er ein weltlicher König. Wenn er den Weihrauch annimmt, ist er ein Gott. Wenn er die Myrrhe ergreift, ist er ein Arzt und Heiler.’“

Sie fanden schließlich das Kind, reichten ihm die Gaben. Als es nach allen drei Geschenken griff, war für sie klar: „Es ist ein Gott, ein Erdenkönig und ein Arzt und Heiler.“ Zum Abschied übergab es ihnen ein verschlossenes Kästchen . Erst auf dem Heimweg, als sie an einem Brunnen rasteten, öffneten sie es und fanden in ihm nur einen Stein.

Enttäuscht warfen sie ihn ins Wasser: „In diesem Augenblick stürzte ein helles Feuer vom Himmel in die Brunnentiefe. Die Drei erstarrten vor Ehrfurcht – und nahmen etwas von dem Feuer, das sie später in ihren Tempel trugen und fortan immer brennen ließen. Daher hieß der Ort auch, aus dem Persischen übersetzt, „Stadt der Feueranbeter“.

Eine schöne Legende, möchte man glauben und fast könnte man sie der gewiss recht regen Phantasie Marco Polos zuschreiben. Doch als der kanadische Journalist Paul William Roberts vor ein paar Jahren auf den Spuren des Venezianers recherchierte, machte er eine spektakuläre Entdeckung:

Das von Polo beschriebene Grab gab es tatsächlich. Es befindet sich noch heute in der Stadt Savah (dt.: Saweh), gleich neben den Überresten eines alten Feuertempels der Anhänger des Zarathustra, der längst zu einer Moschee umfunktioniert wurde. Seine Mauern sind noch heute auch mit christlichen Symbolen übersäht. In dem würfelförmigen, von einer Kuppel gekrönten Mausoleum standen zwei schwere Steinsarkophage, ein Leerraum lässt vermuten, dass ein dritter einst entfernt wurde. Ob sie Gebeine enthielten oder längst leer waren, konnte der Kanadier leider nicht feststellen.

Auch das geheimnisvolle Cala Ataperistan war keine Phantasie, sondern nur eine Transkription des Persischen Qal’ah-i Atasparastan. Ein lokaler Historiker, Dr. Morteza Zokaii, führte Roberts an die Ausläufer des Zagros-Gebirges, westlich von Savah. Dort lag sie, eine ausgedehnte antike Festung aus dunklem, rotgrauen Stein, überragt von einem großen und sechs schmaleren Bögen, einem Erkennungsmerkmal zoroastrianischer Architektur; sie stehen für den höchsten Gott, Ahura Mazda, und seine „sechs unsterblichen Geister“ oder Engel. Münzfunde belegen, dass diese Festung schon im zweiten Jahrhundert v. Chr. existierte.

Doch kamen die „Weisen“ auch von hier? Das ist gut möglich. Denn auch in Köln, wo die Gebeine der „Heiligen Drei Könige“ seit 1164 verehrt werden, weiß man von der Stadt. „In Sewa“, so heißt es in einem alten Kölner Martyrologium sollen sich die Sterndeuter im Jahre 54, zwischenzeitlich getauft, noch einmal getroffen haben, „um Weihnachten zu feiern“. Kurz darauf seien sie verstorben: „St. Melchior am 1. Januar im Alter von 116 Jahren; St. Balthasar am 6. Januar im Alter von 112 Jahren und St. Gaspar am 11. Januar im Alter von 109 Jahren.“

Das ist natürlich eine fromme Legende, da Weihnachten nachweisbar erst seit dem 4. Jahrhundert gefeiert wurde, aber sie verankert Sewa=Savah in der christlichen Tradition noch vor Marco Polo.

Auch die schöne Weihnachtsgeschichte, die uns der Venezianer überliefert, hat er sich bestimmt nicht ausgedacht. Wahrscheinlich geht sie auf eine lokale Legende zurück, die ebenfalls einen wahren Kern hat: Sie identifiziert die „drei Weisen“ als „Feueranbeter“, also als Zoroastrianer.

Und damit erscheint wiederum der Bericht des Matthäus in einem ganz anderen Licht. Denn nicht nur die Juden, sondern auch die Angehörigen der „sechsten Weltreligion“ warteten sehnsüchtig auf den Messias.

Ihr Gründer ist der geheimnisvollste aller Propheten. In den wenigen Quellen, die es über sein Leben gibt, ist von seinem Lachen bei der Geburt die Rede, von wilden Tieren, die ihn als Baby bewachten und von frühen Wundertaten. Gelebt haben soll er „258 Jahre vor Alexander“ dem Großen, also im 6. Jahrhundert v.Chr.

Damals soll er sich am Hofe des Königs Vischtaspa von Baktrien vorgestellt haben, der wahrscheinlich mit Hystaspes (ca. 588-521 v.Chr.) identisch ist, dem Satrapen von Baktrien und Vater Darius des Großen. Der „König“ beauftragte zwei Magawan oder Mager, Angehörige der medischen Priesterkaste, ihn zu testen. Als er sie mit seinem Wissen und seiner Weisheit geradezu überwältigte, nahm Vischtaspa/Hystaspes auf ihren Rat hin den neuen Glauben an. Tatsächlich ging sein Sohn Darius (522-486 v.Chr.) als erster zoroastrischer König des Perserreiches in die Geschichte ein. Seine Inschriften bezeichnen, ganz dem neuen Glauben entsprechend, den von Zarathustra verkündeten Ahura Mazda als den „einzigen Gott“.

Zarathustras Lehren sind in einem heiligen Buch zusammengefasst, dem Avesta oder Zendavesta, das seine Gathas oder „Lieder“ enthält, Psalmen ähnlich, die von seinen Schülern gesammelt wurden. Sie zeigen, so jedenfalls die Religionshistorikerin Mary Boyce, dass der Zoroastrismus „mehr direkten wie indirekten Einfluss auf die Menschheit hatte als jede andere Religion“.

Sein duales Weltbild von Gott und seinem Gegenspieler, Himmel und Hölle, der Auferstehung der Toten, Engeln und Dämonen, dem Heiligen Geist, einem Heiland und Erlöser und der Endzeitschlacht zwischen Gut und Böse bzw. Licht und Finsternis vor dem Jüngsten Gericht fand Eingang nicht nur in das Judentum und Christentum, sondern auch den Islam, den Mahayana-Buddhismus und den Hinduismus.

So sind die Veränderungen im Judentum nach der babylonischen Gefangenschaft, die plötzliche Vorliebe für Apokalypsen und der Glaube an Engelhierarchien, wie sie besonders in den Schriften der Essener zum Ausdruck kommen, nicht anders zu erklären als durch einen intensiven Kontakt mit der neuen Lehre.

Speziell Daniel, der Lieblingsprophet der Essener, stand bei den Persern in Verdacht, ein Schüler des Zarathustra zu sein. Die Juden konterten, indem sie Zarathustra zum Schüler des Daniel erklärten. Außer Frage steht, dass Daniel selbst bereits von König Nebukadnezzar zum „obersten Präfekten aller Weisen von Babel“ (Dan 2,48) ernannt worden war, wobei die Septuaginta, die griechische Übersetzung des Alten Testamentes, die „Weisen“ als magoi übersetzte.

Auch Flavius Josephus beschreibt in seinen Jüdischen Altertümern, wie eng Daniel mit den „chaldäischen Magern“ zusammen arbeitete und wie sehr er sich für sie einsetzte, als der König einmal, empört über ihr Versagen, ihre Hinrichtung befahl. So erfreuten sich seine Prophezeiungen großer Beliebtheit bei den Magern seit den Tagen des damals bereits zum Untergang verdammten Babylonischen Reiches.

„Eines der revolutionärsten Konzepte Zarathustras“, so schreibt der britische Religionswissenschaftler Peter Clark, „war das eines Erlösers, des endzeitlichen Heilsbringers, der in den Gathas als Saoschyant bezeichnet wird ... es hatte dramatische Auswirkungen auf die nachexilische Theologie des Judentums“.

Dieser „Heiland“ – nichts anderes bedeutet Saoschyant – würde zu Beginn eines neuen Zeitalters von einer Jungfrau geboren, die in einem See von reinem Wasser gebadet und dabei empfangen hat. Seine Aufgabe sei es, das Böse zu vernichten, Gerechtigkeit zu lehren und eine neue, ewige Welt einzuleiten; dann würden die Toten auferstehen.

Clark: „Es ist offensichtlich, dass Zarathustra dieses apokalyptische Ereignis in der nahen Zukunft erwartete oder zumindest erhoffte ... daher berief er neben der ‚offiziellen‘ Priesterklasse auch alle Gläubigen (Aschavan), die neue Lehre zu verbreiten und mit ihm auf dieses Letzte Ereignis hinzuarbeiten.“

Tatsächlich berichtet auch das apokryphe „Arabische Kindheitsevangelium“, das wohl aus dem 4. oder 5. Jahrhundert stammt, dass die Mager als Zarathustra-Anhänger nach dem Heiland suchten: „Und so geschah es, als der Herr Jesus in Bethlehem in Judäa geboren wurde zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Mager aus dem Osten nach Jerusalem, wie Zeraduscht vorausgesagt hatte; und sie hatten Geschenke dabei, Gold, Weihrauch und Myrrhe...“

Noch im 13. Jahrhundert schrieb Abulfaragius, ein christlicher Araber, Zoroaster habe seinen Anhängern von einem Stern erzählt, der die Jungfrauengeburt des Erlösers Saoschyant ankündigen würde: „Ihr, meine Söhne, werdet seinen Aufgang vor allen anderen Völkern bemerken. Sobald, darum, ihr den Stern erblickt, folgt ihm, wohin auch immer er euch führen wird, verehrt das geheimnisvolle Kind und bietet ihm mit tiefster Demut Geschenke an.“

Sollte es sich bei dem „Stern von Bethlehem“ tatsächlich um die Supernova des Jahres 5 v.Chr. gehandelt haben, wie ich in meinen Büchern „Jesus von Nazareth“ und „Maria von Nazareth“ nachzuweisen versuche, dann konnte für sie kein Zweifel mehr bestehen, dass die Zeit für den Heiland gekommen war. Denn die Sternexplosion fand im Sternbild des Adlers statt – und der Adler war für die Perser und Meder das Symbol für ihren höchsten Gott, Ahura Mazda, der mit Adlerschwingen dargestellt wurde. So fanden sie also als erste Heiden den Weg zu dem Kind in der Krippe.

Michael Hesemann ist Historiker und Autor. Sein neuestes Buch, „Maria von Nazareth. Geschichte, Archäologie, Legenden“ erscheint am 11. Januar im Augsburger St. Ulrich-Verlag

Foto: Die drei Weisen in persischer Tracht – Mosaik in Ravenna, 6. Jh., wikimedia


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Lesermeinungen

 Ja Ja-Nein Nein 6. Jänner 2011 
 

@Pöttax

Vielen Dank für die aufschlussreichen Erläuterungen. Ich denke, es gäbe noch mehr zu assoziieren, aber ich bin überhaupt nicht vom Fach. Darum nicht weiter hier von mir. Danke.


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 Pöttax 6. Jänner 2011 
 

@ Ja..... Zu den „Mützen“!

Diese schlümpfeartigen Kopfbedeckungen auf dem Mosaik in der Kirche Sant`Apollinare in Ravenna oder in der S.-Domitilla-Katakombe in eben der Form, wie sie ein antikes Relief des persischen Königs Xerxes I. zeigt, sollen die Rettung der Geburtskirche in Bethlehem vor der Zerstörung durch die persischen Parther 614 n.Chr. bewirkt haben, genauer einem Mosaik, auf dem sie Männer mit prygischen Mützen als Landsleute erkannten und die Kirche verschonten. Ohne Not wird man gegen Ende der christlichen Antike den „Weisen aus dem Morgenland“ diese „barbarische“ Kopfbedeckung nicht zugemutet haben, denn sie bestand aus einem ausgenommenen Stierhoden, den man mit reichlich Fell rundum aus der Bauchdecke geschnitten, gegerbt und über den Schädel gestülpt hat, ganzjährig ideal für das Hochgebirge Irans.
@ mhesemann: Danke für den Hinweis auf die Exegese! Ich kann Ihnen nur raten, mit zunehmendem Alter auf Konstanz im Stil zu achten, damit Sie nicht einmal Ihren Ruhm mit einem Deuterohesemann teilen müssen.


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 Ja Ja-Nein Nein 6. Jänner 2011 
 

Mütze

Haben nicht auch die Dogen von Venedig die selbe oder mindestens eine ähnliche Mütze? Von den Medern inspiriert? Für europäische Augen ja wirklich ein sehr eigenartiger Kopfschmuck für eine weltlich/kirchliche \"Obrigkeit\".


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 Der Makkabäer 6. Jänner 2011 
 

@Msgr. Schlegl

Vielen Dank! Mit Ihrem Beitrag sprechen Sie mir aus dem Herzen! Als Ergänzung zu Ihrem sehr guten und glaubhaften Artikel:

http://www.youtube.com/watch?v=Fslxw1kJrPI&feature=related

http://www.youtube.com/watch?v=jskla_ppKrE&feature=related


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 mhesemann 6. Jänner 2011 
 

@Pöttax

Ich stimme Ihnen durchaus zu. Aber Sie wissen ja, dass die Exegese sämtliche Prophetenbücher für Pseudepigraphen hält, die irgendwann nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft verfasst wurden. Das muss man als Autor zumindest als Möglichkeit gelten lassen, will man sich nicht in die Nesseln setzen oder einen \"Nebenkriegsschauplatz\" eröffnen und seitenlang erläutern, weshalb man anderer Meinung ist, was wiederum vom Hauptthema ablenkt.
Daher zitiere ich ja nur Meinungen und lasse offen, ob Zarathustra nicht sogar ein Schüler Daniels oder zumindest vom Judentum beeinflusst war.
Wichtig ist: Die Zarathustrianer erwarteten einen Erlöser, von einer Jungfrau geboren, sein Zeichen ist ein Stern (DEN wiederum schon ein altbabylonischer, heidnischer Seher, Bileam oder Balaam, zur Zeit des Exodus vorausgesehen hat). Sie hatten jeden Grund, den in Israel zu suchen, denn sie wußten von den \"parallelen\" (??) Messiaserwartungen der Juden. Das Szenario des Matthäus ist also höchstplausibel und keine fromme Legende!
Die Magoi sind historisch - und möglicherweise liegt ihr Grab in Saveh, wo man weiter forschen sollte (was ich, sobald sich die Lage etwas normalisiert und deutsche Journalisten im Iran nicht gleich verhaftet werden, zu machen gedenke)...


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 Pöttax 5. Jänner 2011 
 

mhesemann Noch eine Kleinigkeit

Sie zitieren P.C: „Eines der revolutionärsten Konzepte Zarathustras“, so schreibt der britische Religionswissenschaftler Peter Clark, „war das eines Erlösers, des endzeitlichen Heilsbringers, der in den Gathas als Saoschyant bezeichnet wird ... es hatte dramatische Auswirkungen auf die nachexilische Theologie des Judentums“.
Meine Ergänzung kommt von diesem Zitat, als wüsste P.C. nicht, dass Jesajas knapp 200 Jahre vor Zarathustra all dies bereits für ein endzeitliches Reich der Schöpfungsharmonie und Gerechtigkeit prophezeit hat. Dass dies in der babylonischen Diaspora nach der 1.Tempelzerstörung eine besondere Sehnsucht nach dem messianischen Erlöser hervorrief, bedarf keiner Betonung. Aber Zarathustra ist nicht der Verursacher, eher der Bewusstmacher dessen in einem neuen Judentum, das keinen Tempelkult mehr hatte, sondern einen neuen, schriftenbezogenen Synagogengottesdienst entwickelte und dazu die Volksbildung auf eine breite Basis stellte. Zarathustra brachte nichts, was das Judentum nicht schon schriftlich besaß, aber er sagte es literarisch pointiert und die jüdischen Synagogenvorsteher erfuhren ihre alten Texte neu. Da dürften Sie zustimmen.


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 aqua 5. Jänner 2011 
 

Geburt Jesu

Dieses Interview mit Hesemann sollte gelesen werden, zumindest von jenen, die es noch nicht kennen:
http://www.kath.net/detail.php?id=29461
Da wird auch erklärt, warum alle 10 - 30 Knaben Bethlehems, bis zum Alter von 2 Jahren, getötet wurden.


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 Ja Ja-Nein Nein 5. Jänner 2011 
 

Danke für diesen Artikel

Und Danke für diese tollen Beiträge.


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 mhesemann 5. Jänner 2011 
 

@ Pöttax

Ich stimme Ihnen doch völlig zu, habe nur, um das von Ihnen befürchtete Mißverständnis zu vermeiden, meine Grundthese noch einmal klargestellt. Allerdings bleibt die Tatsache, dass sich das Judentum im Exil verwandelt hat. Religionsgeschichtler sehen darin den Einfluss speziell des Zarathustrianismus, für uns Christen (und die Juden) ist wahrscheinlicher, das Zarathustra ein Schüler des Propheten Daniel war und durch ihn mit den Offenbarungen auch der anderen großen Propheten - Ezechiel, Jesaja, Jeremias - in Kontakt kam.


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 aqua 5. Jänner 2011 
 

Magoi

Die Planetenkonjunktion wird in einem Beitrag vom WDR ausgeschlossen, die Theorie von Komet bzw. Supernova als gleicherweise plausibel beschrieben.
Siehe http://www.gloria.tv/?media=121064


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 Pöttax 5. Jänner 2011 
 

mhesemann Um ein Missverständnis zu vermeiden!

Ich habe gesagt:\"Die Parallelen zwischen jüdischen Monotheismus und Zoroastrismus sind so vielfältig, dass angesichts des überwältigenden alttestamentlichen Schrifttums, das bis 700/550 v.Chr. in den jüdischen Exilgemeinden in Assyrien, Medien und Babylon eingesehen werden konnte, von der Priorität des Judentums gegenüber dem Zoroastrismus ausgegangen werden muss\"
Das ist mein Kernsatz. Und weiter: \" In dieser Adaption hat das Interesse der medisch-parthischen Magier an der Geburt eines am Sternenhimmel angekündigten jüdischen Welterlösers seinen Ursprung. Wäre es anders gewesen, hätten sie ihren eigenen Heilsbringer erwartet.\"
Das heißt: Das von mir aufgelistete jüdische Schrifttum hat, um es einfach zu sagen, zuerst Zarathustra beeinflusst. Das wollte ich mit dem Begriff Priorität verstanden wissen. Ich vermisste bei Ihnen lediglich den Hinweis auf diese Schriften, die Z. sicher gekannt hat. Sicher ist allerdings auch, dass seine Schriften wiederum das jüngere Exiljudentum (Daniel) und damit das Haus David nicht unberührt gelassen haben. Ansonsten habe ich mich über die von Ihnen vorgelegte Stellungnahme gefreut, vor allem auch über Ihre Sichtweise, was Ekbatana und die Mager betrifft, die ich voll teile.


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 mhesemann 5. Jänner 2011 
 


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 mhesemann 5. Jänner 2011 
 

Ohne Wert?

Um auf die drei Leserbeiträge zu antworten:
1. Nicht der astronomische Hintergrund des Sterns von Bethlehem ist für den Glauben wichtig, da stimme ich Ihnen zu - sehr wohl aber die Frage, wie zuverlässig die Evangelien als historische Quellen sind. Das nämlich wurde ihnen von vielen modernen Theologen abgesprochen. Erst kürzlich relativierte ein protestantischer Präses in Deutschland die Menschwerdung Gottes - vielleicht sei Jesus auch erst bei der Taufe im Jordan von Gott \"adoptiert\" worden. Das war freilich keine neue Erkenntnis; schon die Ebioniten, eine judenchristliche Sekte des 2. Jahrhunderts, lehrte diese Häresie und wurde deshalb von Irenäus von Lyon heftig kritisiert. Allerdings drängt sich dieser Irrglaube geradezu auf, wenn man die \"Kindheitsgeschichte\" Jesu voreilig abtut und in das Reich der frommen Legende verbannt. Jedes Indiz für ihre Plausibilität ist daher auch ein Indiz für die Wahrheit der Menschwerdung.
2. Wie ich in meinen Bücher aufzeige, gibt es eine sehr plausible Erklärung dafür, weshalb König Herodes alle Neugeborenen von Bethlehem bis zu einem Alter von zwei Jahren ermorden ließ. Denn er erteilte den Befehl ja nicht, weil er das Geburtsdatum Jesu kannte, sondern auf der Grundlage des Berichtes der \"Sterndeuter\". Die waren bereits durch eine Reihe bedeutender Konjunktionen auf die Geburt des Erlösers hingewiesen worden, angefangen mit der allerdings gar nicht so seltenen dreifachen Jupiter-Saturn-Konjunktion seit Mai 7 v.Chr. Da ich ihren Besuch in Jerusalem auf Mitte Mai 5 v.Chr. datiere, müssen sie berichtet haben, dass sie seit zwei Jahren bedeutende Entwicklungen am Sternhimmel beobachteten - gipfelnd in der Supernova 5 v.Chr. Die aber entspricht astronomisch exakt der Beschreibung des Sterns von Bethlehem im apokryphen Protevangelium des Jakobus: \"Wir sahen seinen Stern aufstrahlen, heller als alle anderen Sterne am Himmel.\" Dass diese Supernova ausgerecnet im Sternbild des Adlers erschien, machte sie für die Mager umso brisanter, war doch der Adler das Symbol ihres höchsten Gottes. Ein neuer, hell strahlender Stern im Sternbild Gottes - das muss sie tief beeindruckt haben! Prof. Thiede schätzte ich überaus. Wir arbeiteten ja auch in der Datierung des Titulus Crucis zusammen, über den ich ein Jahr vor seinem Buch mein Buch \"Die Jesus-Tafel\" (1999) publizierte, zu dem er dann auf meine Einladung hin das Vorwort verfasste.
3.Ich behaupte ja nicht, das Christentum sei eine Adaption mit dem Zoroastrismus - dazu war die Begegnung des zwei Monate alten Jesuskindes mit den Magi viel zu kurz. Ich behaupte dagegen, dass im 6. Jh. v.Chr. ein Kontakt des jungen Zoroastrismus mit dem Judentum stattgefunden hat - was historisch unbestreitbar ist - und dass, vielleicht von der jüdischen Messiasprophezeiung und den Visionen Daniels inspiriert, Zarathustra die Geburt des Erlösers von einer Jungfrau vorhergesagt hat - und auch das ist eine Tatsache. Daraus folgere ich, dass die Mager nicht zufällig nach Jerusalem kamen, sondern in Erwartung, dort den auch ihnen prophezeiten Heiland zu finden, nachdem sie das von Zarathustra erwähnte Zeichen, den Stern, beobachtet hatten. Dass auch den Heiden der Erlöser prophezeit wurde. darf nicht verwundern - ich erinnere nur an Vergil und die berühmte 4. Ekloge!
Wie sehr die Perser die Juden schätzten, zeigt sich nicht nur daran, dass sie den Wiederaufbau des Tempels finanzierten, sondern auch daran, welch wichtige Rollen Juden am persischen Hof spielten. Daher verwundert nicht, dass die Mager ihren Erlöser nicht etwa in Persien oder Medien suchten, sondern gleich in Jerusalem, der Stadt des Tempels Jahwes - und von dort nach Bethlehem verwiesen wurden.


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 Pöttax 5. Jänner 2011 
 

@ Hesemann Übereinstimmung und Korrektur

Es wäre fatal, wenn die Leserschaft auf kath.net durch die verdienstvolle Arbeit von Heremann den groben Eindruck gewinnen würde, das Christentum sei eine Adaption des Zoroastrismus. Daher zitiere ich verkürzt aus meinem unveröffentlichten Manuskript „Historisches zu den Kindheitsgeschichten“:
„Schon früh gibt es in Ekbatana eine jüdische Gemeinde, die sich zuerst aus Exilianten aus dem Nordreich Israel zusammensetzte, die durch die assyrische Verschleppung des Jahres 722 v.Chr. nach Assyrien und Medien gelangt war. Nach dem Sieg der vereinigten Meder und Babylonier über die Assyrer (612) stand Ekbatana als administratives und repräsentatives Zentrum des Mederreichs mehr als ein halbes Jahrhundert in voller Blüte. Während dieser Zeit war zur der genannten, seit 722 in Assyrien und Medien im Exil lebenden Oberschicht des Nordreiches durch die Verschleppungen der Jahre 597 und 587 unter dem Babylonierkönig Nebukadnezar die Oberschicht des Südreichs Juda hinzugekommen, Darunter das gesamte Haus Davids, und hatte die bereits vorhandene elitäre jüdische Diaspora an Euphrat und Tigris, so wie im iranischen Hochland um Ekbatana zahlenmäßig verstärkt.
Das bedeutet, dass ein großer Teil der bis dahin geschriebenen monotheistischen Schriften der Juden auch nach Ekbatana gelangt ist: Zu rechnen ist mit den fünf Büchern Mose, den frühen Propheten Josua, Richter, Samuel und Könige und vor allem mit den späteren Propheten des 8. und 7. Jhdts., die im unmittelbaren Zeitzusammenhang mit dem Exil stehen: der Gruppe Amos, Hosea, Micha und Jesaja (760-701), der Gruppe Nahum, Zefania, und Jeremia (630-620), der Gruppe Habakuk, Jermia und Ezechiel (612-573) und dem Buch Deuterojesaia (559-539).
Wer also aus dem medisch-persischen Heidentum die monotheistische Schriftreligion des Judentums studieren wollte, etwa gerade wegen deren exilbedingter Abkehr von ihrem traditionellen Tempel- und Opferkult, hatte genügend Material verfügbar. Zeitgenosse der unter Nebukadnezar ins Exil gezwungenen jüngeren Exilgeneration aus der Jerusalemer Oberschicht war der iranische Prophet und Religionsstifter Zarathustra, auch von adeliger Herkunft, vermutlich um 628 v.Chr. in Rhagai geboren und um 551 v.Chr. gestorben. Wer wie Zarathustra den altiranischen Polytheismus mit seinen blutigen Stieropfern ablehnte, konnte also schon in seiner Heimat aus der Schriftreligion des monotheistischen, kultlosen Diasporajudentum Impulse empfangen: z.B. für den Verzicht auf Gottesbilder, Tempel als Gotteshäuser und Brandopfer, die Beachtung strenger Reinigungsvorschriften, besonders bei Geburten und Todesfällen und für ein Priestertum, das reinen Feueropfern unter freiem Himmel vorsteht.
Was den Zoroastrismus betrifft, ist also zu fragen, welche alttestamentlichen Einflüsse und Vorstellungen sichtbar werden, wie sie aus der Volksgebundenheit des Jüdischen gelöst und für das Persische adaptiert, vielleicht auch verstärkt werden und in den folgenden Jahrhunderten auf den Hellenismus, das Judentum und das Christentum zurückwirken. Die Parallelen zwischen jüdischen Monotheismus und Zoroastrismus sind so vielfältig, dass angesichts des überwältigenden alttestamentlichen Schrifttums, das bis 700/550 v.Chr. in den jüdischen Exilgemeinden in Assyrien, Medien und Babylon eingesehen werden konnte, von der Priorität des Judentums gegenüber dem Zoroastrismus ausgegangen werden muss. In dieser Adaption hat das Interesse der medisch-parthischen Magier an der Geburt eines am Sternenhimmel angekündigten jüdischen Welterlösers seinen Ursprung. Wäre es anders gewesen, hätten sie ihren eigenen Heilsbringer erwartet.
@ Mrsg. Schlegel Volle Zustimmung!
@ Bärchen Totale Ablehnung! So hat sich der Unglaube verbreitet: Alles ist Menschenwerk!


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 SCHLEGL 5. Jänner 2011 
 

die Weisen aus dem Morgenland

Dieser interessante Artikel sollte vor allem den \"modernen Exegeten\" zu denken geben! Denn bei ihnen lesen wir, dass die so genannte \"Kindheitsgeschichte Jesu\" völlig unhistorisch sei! Und so werden auch unsere Theologiestudenten und Religionslehrer ausgebildet, es ist eine Katastrophe. Übrigens hat schon vor vielen Jahren der österreichische Professor für Astronomie,Konstantin Ferrari de Occiepo in einem Buch nachgewiesen, dass der so genannte Stern von Bethlehem wahrscheinlich die auffällige Konjunktion = Bahnkreuzung, der Planeten Jupiter (= königliches Gestirn) und Saturn (= Schutzstern Israels), welche zwischen den Jahren 7 und 6 v. Chr. stattfand, gewesen sein muss. (Das hat übrigens im 17. Jahrhundert der Mathematiker und Astronom Johannes Kepler auch schon vermutet). Das mit der Supernova im Jahre 5 v. Chr. halte ich für eher unwahrscheinlich, denn König Herodes der Große starb im Jahre 749 römischer Zeitrechnung = 4 v. Chr.!, Nachdem er die Ermordung der Knaben bis zu einem Höchstalter von zwei Jahren befohlen hat, wird das alles zu knapp, wenn Jesus erst 5 v. Chr. geboren wäre. Aber jedenfalls zeigt das ausgezeichnete Buch von Herrn Hesemann, dass viele unserer Exegeten sich in Fantasiegebäuden befinden, die keinen Bezug zur Realität mehr haben. Ebenso möchte ich an dieser Stelle die Bücher von Carsten Tiede,eines leider viel zu früh verstorbenen anglikanischen Papyrologen empfehlen, der gegen die späte Datierung der Schriften des Neuen Testament des, insbesondere der Evangelien, stichhaltige Gegenbeweise vorgelegt hat und auch die Echtheit, des in Rom aufbewahrten \"Titulus = Inschrift über dem Kreuz\" nachgewiesen hat. Msgr. Franz Schlegl


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 Bärchen 5. Jänner 2011 
 

Es mag ja

die Sache mit dem Stern von Bethlehem für den astronomisch Interessierten eine Bedeutung haben; für den Glauben an Jesus Christus als Gottessohn ist es eigentlich ohne jeden Wert.


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