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Kritik an Obamas Äußerungen zum Islam

22. Februar 2009 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Islamwissenschaftler: Tötungsverbot bezieht sich nur auf Muslime.


München (www.kath.net/idea) Äußerungen von US-Präsident Barack Obama beim Nationalen Gebetsfrühstück in Washington sind auf Kritik gestoßen. Vor über 3.500 Gästen hatte er am 5. Februar gesagt, alle Religionen lehrten Brüderlichkeit und der Islam verbiete wie jede andere Religion, Unschuldige zu töten.

Diese Aussagen seien im Blick auf den Islam unzutreffend, erklärte der in den USA lebende Islamwissenschaftler Prof. Mark Gabriel Mitte Februar bei einem Vortragsabend in München. Veranstalter war die Menschenrechtsorganisation Christliche Solidarität International (München).


Gabriel, der seinen richtigen Namen aus Sicherheitsgründen verschweigt, war vor seiner Hinwendung zum Christentum im Jahr 1994 Professor für Islamische Geschichte an der Al-Azhar-Universität in Kairo und Imam in Gizeh. Nach seinen Angaben beruhen die Aussagen des US-Präsidenten auf Unkenntnis über die islamische Lehre.

Im Westen werde der Islam „durch die Brille der Aufklärung“ gelesen. Muslime verstünden unter „Brüdern“ nur Glaubensgenossen. Menschen, die sich nicht zum Islam bekennen, seien grundsätzlich schuldig, weil sie Allahs Aufforderung, Moslem zu werden, nicht befolgten. Da Unschuldige nach islamischem Verständnis nur Muslime sein könnten, beziehe sich das Tötungsverbot ebenfalls nur auf Muslime.

Gabriel forderte die mehr als 400 Zuhörer auf, „sich nicht durch schön klingende Aussagen islamischer Geistlicher verwirren zu lassen“. Auch die Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation, Ingrid Seigis (München), mahnte, Aussagen über den Islam sorgfältig zu prüfen.


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