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Kardinal Meisner steht weiter positiv zu Bischof Tebartz-van Elst

11. Dezember 2013 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
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Kölner Erzbischof äußerte sich vor Journalisten über wiederverheiratete Geschiedene: An der Lehre der Kirche „wird der Papst nichts ändern können“. Thema waren auch seine bevorstehende Emeritierung und was er für seinen Ruhestand plant


Köln (kath.net) Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner stellte fest, dass er weiterhin positiv zum Limburger Bischof Tebartz-van Elst stehe. Natürlich wolle er gleichzeitig die Untersuchungen zu der Kostenentwicklung des Limburger Bischofssitzes abwarten. Sein von allen Seiten attackierter Mitbruder tue ihm leid und die bischöfliche Kollegialität gebiete es, den Amtsbruder nicht im Regen stehen zu lassen. Dies sagte der Kardinal am Dienstag im Rahmen eines Pressetermins, wie das Kölner „Domradio“ berichtete.

Dass der Limburger Bischof falsche Angaben darüber gemacht hatte, welche Klasse er bei einem Indienflug nutzte, dazu bemerkte Meisner allerdings: „Das ist - ich will mal sagen - eine Dummheit“, „das hätte er nicht machen sollen“, wie das Kölner „Domradio“ weiter berichtete. Meisner berichtete, dass er Tebartz-van Elst darin bestärkt habe, die verlangten 20.000 Euro Geldauflage zu zahlen, um dadurch eine Einstellung des gegen ihn laufenden Strafverfahrens wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen zu erwirken. Er habe, erläuterte Meisner wörtlich, zum Limburger Bischof gesagt: „Bezahl das, und dann ist das weg!“ Die „Aachener Zeitung“ berichtete zusätzlich, dass Meisner hinzugefügt habe: „Schade, dass dieses Haar in der Suppe drin ist”.


Der Kardinal kritisierte allerding auch, dass in Kevelaer, dem niederrheinischen Heimatort des Bischofs Tebartz-van Elst, die Nichten und Neffen des Bischofs zeitweise nicht zur Schule hätten gehen können und dass seine Verwandten auf der Straße angepöbelt worden seien, wie die „Aachener Zeitung“ berichtete. Meisner: „Das ist nun wirklich unfair, wie so ein Bischof in die Ecke gestellt wird.”

Der Kölner Kardinal geht nicht davon aus, dass die katholische Kirche wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zulassen werde. Darüber berichteten verschiedene Medien. „Ich halte das für ein Wunschdenken. Ich denke, das ist Lehre der Kirche. Daran wird der Papst nichts ändern können. Das ist meine Überzeugung.“

Meisner würdigte das Engagement von Papst Franziskus, das „Evangelium zu den Leuten zu bringen“, wie das Kölner „Domradio“ wörtlich zitierte. „Das ist schon ein toller Kerl, ich traue ihm allerhand zu“, so Meisner. Es gehe dem Papst dabei nicht um diplomatische Aktionen, sondern um den Glauben der Menschen.

Meisner rechnet mit seiner Emeritierung bis spätestens Februar, bemerkte er vor den Journalisten. Papst Franziskus hätte ihn allerdings gern noch zwei weitere Jahre im Amt gesehen. Meisner kenne noch kein genaues Datum, doch habe er inzwischen gehört, dass der Papst seiner Bitte entsprechen wolle, so das „Domradio“. Seine Ruhestand wolle er in Köln verbringen und sich u.a. der Seelsorge an alten Priestern und Ordensfrauen widmen. Wohnen wolle er in der bisherigen Wohnung des früheren Kölner Weihbischofs Heiner Koch, der jetzt Bischof von Dresden ist.

Auch einen kurzen Einblick in Persönliches gewährte Kardinal Meisner am Rand der Pressekonferenz: Er möge Hunde, besonders gefiele ihm die Rasse Golden Retriever, wie der „Kölner Stadtanzeiger“ berichtete. „So einen hätte ich gerne“. Doch die Großstadt Köln eigene sich nicht für einen Hund, außerdem könne er keine Hundeleine halten, da er beide Hände für seine Gehstöcke brauche.


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Lesermeinungen

 Philalethes 12. Dezember 2013 
 

@Kaiserin! Bene detto!

Una bella metafora!
I miei complimenti!


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 Philalethes 12. Dezember 2013 
 

@Antigone! Gute Charakteristik bis in die Wortwahl hinein!


2

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 kaiserin 12. Dezember 2013 
 

Lieber @Waldi! - Das Verstehen und das Mißverstehen hängen oft an verschiedenen Zweigen eines einzigen Baumes: Der eine richtet ständig seine Blätter nach oben, der andere neigt (wahrscheinlich unbewußt) seinen Ast mehr zum Boden: Ich hoffe und ich wünsche Ihnen, daß Sie Ihren guten Stamm weiter nach der Sonne richten. Saluti!


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 Antigone 12. Dezember 2013 
 

Kardinal Meisner ist ein Vorbild...

... er geht gelassen, offen und ohne Scheu mit der Presse um, und er betrachtet die in der Öffentlichkeit strittigen Fragen differenziert. Beeindruckend!


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 wormwood 12. Dezember 2013 
 

Danke Herr Kardinal Meisner

dass Sie das Kirchenschiff im "Rom des Nordens" so sicher durch alle Klippen gelenkt haben. Sie werden unendlich fehlen. Der große Seelsorger unter den Bischöfen. - mit echter Tiefe und viel Schneid.
Ich fühle mich jetzt schon ein bisschen verloren und heimatlos.


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 Jofichtel 12. Dezember 2013 

Ja er wird fehlen.....

er war für mich unser Gewissen, das zu uns gesprochen hat, wenn es was zu sagen gab. Es schmerzt diese Stimme für unser Erzbistum bald zu verlieren.


5

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 Waldi 11. Dezember 2013 
 

Sehr verehrte @kaiserin,

Sie haben mich verstanden - der verehrte @Konrad Georg leider nicht. Auch der verehrte @girsberg74 hat mich missverstanden. Es geht hier nicht um die Auslotung materiellen Wissens und unterschiedliche Grade dieses Wissens, über die man streiten kann, sondern um die von Jesus Christus seinen erwählten Aposteln verkündeten Glaubenswahrheiten: "Geht hinaus in alle Welt und verkündet allen Völkern das Evangelium". An Pfingsten sind diese Berufenen vom Hl. Geist erfüllt worden, zu Verkündern des Evangeliums "von Oben nach Unten". Den Laien blieb nichts anderes übrig, als zu staunen, dass jeder in seiner Sprache das Evangelium vermittelt bekam. Ob sie sich im Nachhinein die Köpfe darüber heißreden oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Wenn jeder Laie sich geistig auf Augenhöhe mit den Mystikern glaubt, dann wird er sich kaum noch was sagen lassen! Ich bin jedenfalls dankbar, als kleiner Hanswurst von charismatischen Priestern im Glauben gestärkt zu werden, "von Oben herab"!


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0
 
 JohnPaul 11. Dezember 2013 

Ja, er wird fehlen

Jammerschade, dass er geht. Er wird ein Riesenloch hinterlassen im deutschen Bischofskollegium. Und ich sehe derzeit niemanden, der es dort füllen könnte.

In jedem Fall Respekt, Anerkennung und alle guten Wünsche für die Zukunft.


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0
 
 Suarez 11. Dezember 2013 

Ach es ist so unendlich traurig, dass wir heute so wenig gute Hirten, wie Kardinal Meisner haben

Unsere Kirche im Land befände sich in einem ungleich positiverem Zustand, wenn es mehr solche Hirten wie Kardinal Meisner gäbe, die sowohl das Herz am rechten Fleck als auch noch den richtigen Glauben haben.

Statt dessen sehen wir, wie sich so mancher Hirte christlich verbrämten heidnischen Positionen annähert, aus purer Angst, andernfalls bei den Medien in Ungnade zu fallen.

Da muss man eben schon eine sehr gefestigte Persönlichkeit und Glauben haben, um das Hirtenamt in verantwortungsvoller Weise, wie es Kardinal Meisner immer getan hat, auszuüben.

Ansonsten hat @kaiserin alles gesagt!


6

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 girsberg74 11. Dezember 2013 
 

@ an alle, insbesondere aber @ Waldi: „Bitter schade … So wie das Wasser und der elektrische Strom ein ‚Höhenpotential’ benötigen, um von ‚Plus nach Minus’ fließen zu können, so benötigt auch die Weisheit eine Höhendimension, um von ‚Oben nach Unten’ fließen zu können. Vom Laien zum Laien auf Augenhöhe, ‚fließt nichts’.“

Ich teile mit allen Vorpostern die hohe Wertschätzung von Kardinal Meisner; mehr muss ich über einen noch Lebenden aber nicht sagen.

Dass Meisner geht, ist der Lauf der Dinge, darüber zu jammern oder zu klagen lohnt nicht. Wir dürfen ihm aber danken und das auf ehrende Weise sagen.

Gegen die zitierte Stelle von Waldi ist nichts einzuwenden, solange es um exakt gleiche Qualitäten und um gleiche Potentiale geht. Das ist aber so gut wie nie der Fall, denn sonst hätten Laien einander nichts zu sagen, nichts zu geben; sie wären hilflos allen „Wissenden“ anheimgegeben.


3

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 agnese 11. Dezember 2013 
 

agnese

Kardinal Meisner hat auch nie etwas gesagt, wo ich eine andere,Meinung gehabt hätte,und das kann man von nicht vielen Bischöfen und auch Kardinälen behaupten, weil vielen ist die KKK nicht mehr maßgebend!


6

0
 
 Konrad Georg 11. Dezember 2013 
 

@ Waldi, hier muß ich Ihnen widersprechen

Am Sonntag ergab sich mit meinem jungen Nachbarn ein Gespräch. Dabei stellte sich heraus, daß er die übliche Bildung in den Naturwissenschaften aufweist. Er reagierte aber positiv auf meine Beweisführung, daß die Wissenschaft weder erklären kann, warum es zum Urknall kommen konnte, noch daß sie die Entstehung des Lebens beweisen kann. Und es leuchtete ihm dann auch ein, daß das ganze Gerede um diese zwei Themen herum nur den Zweck haben, diese entscheidenden Fragen unter der Decke zu halten.

Ich habe den Eindruck, daß versucht werden muß, die Menschen auch für solche Fragen zu sensibilisieren.

Eines meiner Katholischen Sonderdogmen lautet: Das wichtigste Sachbuch der Menschheit heißt "Genesis".


4

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 kaiserin 11. Dezember 2013 
 

" Vom Laien zum Laien...

fließt nichts!" @Waldi - Sehr gut formuliert, Waldi: Auf Augenhöhe werden die Röhren nur immer mehr verstoppt.


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 Waldi 11. Dezember 2013 
 

Bitter schade,

dass Bischöfe wie Joachim Kardinal Meisner, einer der wenigen noch standhaften Herolde gegen den ätzenden Zeitgeist, altersbedingt ausscheiden und eine gähnende Leere hinterlassen. Bischöfe, die mit dem standhaften Glauben der ehrwürdigen Kirchenväter in geistiger Verbindung stehen, gibt es nur noch wenige. Die Bedeutung dieser Rückverbindung zu unseren Kirchenvätern ist mir tief bewusst geworden, nachdem ich zum zweiten Mal die "Aufrichtige Erzählung eines russischen Pilgers", gelesen habe. Da zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass nur große, weise, kluge und begnadete Gottesmänner, wie die Starzen, den Glauben in seiner ganzen Fülle des Evangeliums weiterzugeben vermochten. So wie das Wasser und der elektrische Strom ein "Höhenpotential" benötigen, um von "Plus nach Minus" fließen zu können, so benötigt auch die Weisheit eine Höhendimension, um von "Oben nach Unten" fließen zu können. Vom Laien zum Laien auf Augenhöhe, "fließt nichts". Das ist die Hauptgrund der Glaubenskrise!


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 caminanda 11. Dezember 2013 
 

Ich schließe mich kaiserin voll und ganz an!


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 kaiserin 11. Dezember 2013 
 

Colonia caput Germaniae catholicae!

Eminenz,ich werde nicht müde, Ihnen zu sagen, daß wir (im Erzbistum Köln) Ihren Abschied als unser Pontifex betrauern...Sie werden uns -genauso wie Papst Benedikt- fehlen! Gehen Sie Ihrem verdienten Ruhestand entgegen in der Gewißheit, daß Sie für Kirche und Gottesvolk ( im Gegensatz zu verschiedenen anderen deutschen Bischöfen!) das BESTE geleistet haben: Danke dafür! Ich bleibe Ihnen und Ihrem Lehramt treu.


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