
Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"vor 4 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Renovierter Kirchenparkplatz im Ortszentrum von Skórzewo zieht nicht nur Gemeindemitglieder an.
Warschau (kath.net/ KAP)
Weil der kürzlich renovierte Kirchenparkplatz nicht nur von Gemeindemitgliedern genutzt wird, hebt eine Pfarre in Skórzewo unweit der polnischen Stadt Posen nun ungewöhnliche Parkgebühren ein. Für eine Stunde Parken auf dem im Ortszentrum gelegenen Parkplatz "bezahlen" Autofahrer mit einem Vaterunser-Gebet.
"Aufgrund der hohen Nachfrage nach dem schönsten Parkplatz in Skórzewo sehen wir uns leider gezwungen, Parkgebühren zu den auf den Schildern am Eingang angegebenen Preisen einzuführen", heißt es laut katholischer Nachrichtenagentur KAI in den pastoralen Mitteilungen der von Paulinerpatres geleiteten Pfarre. Kurzes Halten kann demnach mit einem Stoßgebet abgegolten werden. "Dies kann ein Gebet für Autofahrer oder ein Gebet für die Verkehrssicherheit sein", erklären die Ordensleute. 
Zwei Stunden Parken entsprechen einem "Vaterunser" und einem "Gegrüßet seist du, Maria". Wer bis zu vier Stunden parkt, muss die Marienlitanei für die Anliegen der Gemeinde beten. Als Tagesgebühr fürs Parken soll der Rosenkranz für alle Verkehrsteilnehmer, also auch Fußgänger, gebetet werden.
Eigene Kontrollen führen die Pfarrverantwortlichen nicht durch, sondern verlassen sich auf den moralischen Kompass der Autofahrer. "Wir stellen keine Strafzettel aus. Das Gewissen ist rund um die Uhr aktiv", steht auf den Schildern am Eingang des Parkplatzes.
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Foto: Archiv
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