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Cardinal Confusione17. August 2026 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kardinal Zuppi brachte bei der säkularen Begräbnisfeier des agnostischen Sängers Francesco Guccini dessen Unsicherheit und Zweifel an Gott und dem Glauben mit dem Christentum in Verbindung.
Pavana (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna und Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz, hat bei der Begräbnisfeier des Sängers Francesco Guccini, der sich selbst als „agnostischen Possibilisten“ bezeichnet hat, dessen Zweifel bezüglich Gott als dessen „Glaubensbekenntnis“ bezeichnet.
Die säkulare Begräbnisfeier für Guccini fand am 8. August auf dessen Anwesen in Pavana (Italien) statt. Zuppi würdigte in einer Ansprache die Zweifel Guccinis an Gott und dem Glauben und beendete die Zeremonie mit einem Segen und einem Gebet.
Er brachte wiederholt Guccinis Agnostizismus, seine Unsicherheit und seine Suche nach Sinn mit dem christlichen Glauben in Verbindung, obwohl der Sänger sich selbst als „agnostischen Possibilisten“ bezeichnet hatte. Gucci sei „auf der Suche“ gewesen; seine Weigerung Antworten auf seine Fragen zu beanspruchen, sei eine ehrliche Art, sich mit Leben und Tod auseinanderzusetzen. Zuppi bezeichnete den Zweifel als „die Art und Weise, den Dingen ohne Betrug und mit Integrität zu begegnen“. Wer die menschliche Frage nach dem Sinn zu seiner eigenen mache, entdecke immer die Gegenwart Gottes, sagte der Kardinal. 
Guccini war unter anderem durch Lieder bekannt geworden, in denen er den religiösen Glauben hinterfragte oder verspottete, etwa durch das Stück „Dio è morto“ (dt. „Gott ist tot“) aus dem Jahr 1967. Darin beklagte er den moralischen Niedergang seiner Generation und formulierte die Hoffnung auf eine spirituelle Wiedergeburt aus dem eigenen Willen heraus.
In seiner Ansprache griff Zuppi auch ein posthumes Gedicht Guccinis auf, das an Gott gerichtet ist. Darin stellt sich der Sänger vor, wie er Gott um Vergebung bittet, weil er unter dessen Abwesenheit gelitten habe: „Wenn ich vor dir stehe, Herr, und du denen nicht vergibst, die nicht in den Chor des Hosianna eingestimmt haben, wirst du vielleicht denen vergeben, die bekannt haben, Herr, unter deiner Abwesenheit gelitten zu haben.“ Zuppi nannte dieses Gedicht ausdrücklich „ein Glaubensbekenntnis“.
Der Kardinal zitierte außerdem eine Überlegung Guccinis zum Jenseits. Der Mensch befinde sich in einer ähnlichen Lage wie ein Kind im Mutterleib, das den größeren Kosmos nicht erahnen könne. Ähnlich werde der sterbende Mensch durch den Tod in ein Universum von unbeschreiblicher Schönheit geboren. Guccini habe nie behauptet, definitive Antworten zu besitzen. Gerade das sei Ausdruck von Aufrichtigkeit, sagte Zuppi.
Zum Abschluss der Zeremonie sprach Zuppi neben dem Sarg ein Segensgebet. Anschließend wurde der Leichnam nach Bologna gebracht und eingeäschert. Die Asche wurde auf dem kommunalen Friedhof von Pavana beigesetzt.
Zuppi und Guccini kannten einander persönlich. Der Kardinal berichtete, Guccini habe gesagt, er freue sich, wenn Zuppi bei seiner Beerdigung anwesend sei. Im umgekehrten Fall wäre er ebenfalls gekommen, um seinen Gruß zu überbringen.
Foto: Archivbild Kardinal Zuppi, © Italienische Bischofskonferenz
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Lesermeinungen| | Stefan Fleischer 18. August 2026 | |  | @ Versumdeum Warum wohl?
Wenn wir einmal davon ausgehen würden, dass eine solche fünfte Kolonne im Vatikan schon längst aufgebaut, oder zumindest im Aufbau ist, würde das nicht vieles erklären? Dann aber ist die Frage, wie das passieren konnte. Meine Antwort darauf wäre, dass die "grenzen- und bedingungslose Barmherzigkeit Gottes" die Furcht des Herrn (den Anfang der Weisheit wie die Schrift sagt) verharmlost hat. «Wo nämlich Eifersucht und Ehrgeiz herrschen, da gibt es Unordnung und böse Taten jeder Art.» (Jak 3,16) «Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern ein Gott des Friedens. Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist», (Röm 15,33) |  0
| | | | | Versusdeum 17. August 2026 | | | | Das Pontifikat ändert sich, (@Stefan Fleischer), die Ansprachen des neuen Papstes ändern sich, aber TC oder auch die Namen bleiben: Grech, Fernandez usw., selbst als Herausgehobene Redner oder Prediger vor Kardinalsversammlungen!
Wieso werde ich das Gefühl nicht los, dass selbst offenbar gute und fromme Päpste wie Benedikt oder Leo im Vatikan seit Jahrzehnten nicht mehr die Zügel in der Hand haben? Oder sind sie einfach "zu gut"? |  0
| | | | | Stefan Fleischer 17. August 2026 | |  | Die fünfte Kolonne In meiner Jugendzeit war oft von der fünften Kolonne die Rede. Wann diese Redewendung entstanden ist, weiss ich nicht mehr. Ich erinnere ich mich an die Geschichte eines Fürsten, welcher eine Stadt mit vier Kolonnen belagerte und seinen Truppen erzählte, die fünfte Kolonne hätte sich bereits dort eingeschlichen und warte nur auf den Angriff von aussen, um den Sieg herbeizuführen. Die Erzählung kursierte, um die Bevölkerung in einer unsicheren Zeit vor eingeschleusten Agenten zu warnen, beziehungsweise zu höchster Aufmerksamkeit aufzufordern.
Die Frage ist, ob in der heutigen Zeit in unserer Kirche nicht bereits wieder eine solche Kolonne des Feindes aktiv ist. Gibt es nicht bereits zu viele «Gläubige», welche – bewusst oder unbewusst – kräftig an der Zerstörung der Lehre und der Frömmigkeit des Volkes arbeiten? Wäre eine solche Warnung nicht genauso dringend wie damals? |  2
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