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Warum der Katholizismus in den USA im Aufwind bleibt

24. Juli 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Mit rund 60 Millionen Gläubigen bilden die Katholiken weiterhin die größte einzelne christliche Konfession der USA.


Washington D.C. (kath.net)

Während die katholische Kirche in Deutschland und vielen europäischen Ländern seit Jahren unter massiven Mitgliederverlusten leidet, zeigt sie sich auf der anderen Seite des Atlantiks erstaunlich stabil. Während in Deutschland jährlich rund 300.000 Menschen der Kirche den Rücken kehren, erlebt die katholische Kirche in den USA keinen vergleichbaren Niedergang – und das trotz erschütternder Missbrauchsskandale, die auch dort das kirchliche Leben erschüttert haben. Das berichtet der US-Journalist Erik Kirschbaum in einem Beitrag für die Tageszeitung „Die Welt“. Mit rund 60 Millionen Gläubigen bilden die Katholiken weiterhin die größte einzelne christliche Konfession der USA.


Ein wesentlicher Grund für diese Widerstandsfähigkeit liegt in der starken Einwanderung aus Lateinamerika. Die US-Kirche wandelt sich spürbar: Die traditionell von irischen, italienischen, deutschen und polnischen Einwanderern geprägte Kirche wird zunehmend hispanisch.

Nach Daten des Pew Research Center sind mittlerweile 36 Prozent der erwachsenen US-Katholiken Hispanics – gegenüber 29 Prozent im Jahr 2007. Millionen Einwanderer aus Ländern wie Mexiko, Guatemala, El Salvador und Kolumbien erfüllen die Pfarrgemeinden mit neuem Leben. Wer heute eine heilige Messe in Metropolen wie Los Angeles, Houston oder Miami besucht, erlebt eine spürbar jüngere, lebendigere und internationalere Kirche, in der immer häufiger Spanisch gesprochen wird.
Junge Erwachsene suchen Orientierung und Tradition

Neben der Demografie zeigt sich noch eine weitere bemerkenswerte Entwicklung: Vor allem in Großstädten wie New York treten wieder vermehrt junge Erwachsene ganz bewusst in die katholische Kirche ein. Suchende Menschen finden hier persönliche Spiritualität, verlässliche Orientierung und lassen sich von den jahrhundertealten Ritualen und der Schönheit der katholischen Liturgie anziehen.


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Lesermeinungen

 Dr.Rosier 27. Juli 2026 
 

God save America

Gerade unsere Glaubensbrüder, die Zuwanderer aus Lateinamerika, sind diejenigen, die von der Regierung besonders drangsaliert werden. Die "christliche" Gesinnung des Präsidenten kann man sich auf dem Video vom Pressedinner am letzten Wochenende ansehen. Beschimpfungen anderer Menschen als "fettes Schwein" oder "fetter, häßlicher Wassermelonenkopf" gehören zum normalen Sprachgebrauch. God save America!


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 Ulrich Motte 26. Juli 2026 
 

Aufwind?

Nimmt man obige Zahl von US-Katholiken, lag die Zahl der Us-Katholiken 1965 bei circa 80 % der heutigen. (Die Gesamtzahl der Us-Amerikaner lag damals bei circa 56 % der heutigen.) Und das trotz der großen Zahl katholischer Einwanderer seitdem. Und das trotz der Tatsache, daß Einwandrer meist jünger sind, also eher Kinder bekommen, und Einwanderer meist eher Kinder bekommen als "Einheimische". Ein Indiz für die Lage der katholischen Us-Kirche mag auch sein, daß seit 1965 die Zahl der Schüler an katholischen Privatschulen in den USA um rund 2 Drittel sank...


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