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Ein Kind, das anderen Kindern Hoffnung bringt

26. Juni 2026 in Familie, 3 Lesermeinungen
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Der 12-jährige Samuel Hoffmann fertigt Rosenkränze an und schenkt sie Kindern, die er in Spitälern besucht.


Santa Catarina (kath.net / pk) Ein 12-jähriger Junge aus Santa Catarina, Brasilien, hat eine für sein Alter ungewöhnliche Mission: Er fertigt Rosenkränze aus Scheinfrüchten einer Pflanze an, die als „Tränen der Muttergottes“ („Hiobsträne“, Coix lacryma-jobi) bekannt ist. Diese verteilt er an kranke Kinder in Spitälern, wie ChurchPOP berichtet.

Samuel Hoffmann, der in der brasilianischen Stadt Brusque lebt, beteiligt sich an Evangelisierungsinitiativen in Krankenhäusern und hat einen einfachen Weg gefunden, den Kindern, die er besucht, ein bedeutungsvolles Geschenk zu hinterlassen.

Mit eigenen Händen baut er die Pflanze an, erntet die Scheinfrüchte und fertigt daraus Rosenkränze, die er bei seinen Besuchen verschenkt. Die Geschichte begann vor einigen Jahren, als seine Verehrung für die Muttergottes wuchs. Laut Samuel begann alles, als er sieben Jahre alt war und jeden Tag mit seiner Großmutter katholische Sendungen sah.


Bald darauf erhielt er eine Einladung, die sein Leben verändern sollte. „Als ich acht oder neun Jahre alt war, lud mich Schwester Terezinha ein, das Krankenhaus zu besuchen. Wir spielten den Kindern Musik vor, aber ich wollte ihnen ein Geschenk hinterlassen, das sie daran erinnern würde, zu beten.“ Die Lösung kam aus einer unerwarteten Quelle.

Einer von Samuels Onkeln brachte Samen einer Pflanze mit nach Hause, die im Volksmund als „Tränen der Muttergottes“ bekannt ist. Samuel beschloss, sie im Garten hinter dem Haus einzupflanzen. Als die Pflanze wuchs, kam ihm die Idee, aus den Scheinfrüchten der Pflanze Rosenkränze herzustellen.

„Wenn man das Zimmer eines Kindes besucht und sieht, dass das, was man mitgebracht hat, es glücklicher gemacht hat, macht mich das auch glücklich“, sagte Samuel. Heute sind Rosenkränze zu einem festen Bestandteil der Mission bei Krankenhausbesuchen geworden.

Während viele Kinder in seinem Alter ihre Zeit damit verbringen, Videospiele zu spielen, durch soziale Medien zu scrollen oder fernzusehen, widmet Samuel einen Teil seiner Tage dem Gebet, der Evangelisierung und der Herstellung von Rosenkränzen, die er den jungen Patienten persönlich überreicht.

Seine Mutter, Maristela Hoffmann, ist überzeugt, dass der Glaubensweg ihres Sohnes die ganze Familie verändert hat. „Tatsächlich war er es, der uns aufgesucht und mitgenommen hat. Er hat uns der Kirche noch nähergebracht“, sagte sie in einem Instagram-Beitrag. Sie betonte auch die Bedeutung des christlichen Zeugnisses.

„Es ist schön zu sehen, dass so viele junge Menschen diesen Weg gehen. Die Menschen müssen Zeugnis ablegen, um andere zu inspirieren, etwas für ihren Nächsten zu tun.“ Samuels Großmutter hat seinen Weg aufmerksam verfolgt und wird emotional, wenn sie von ihrem Enkel spricht. „Heute sehe ich, wie sein Glaube so sehr wächst, und das macht mich sehr glücklich.“

Was als einfache Verehrung der Muttergottes begann, ist zu einer kleinen Mission geworden. Durch Rosenkränze und Krankenhausbesuche bietet Samuel Kindern etwas, das man in der Medizin oder bei Behandlungen nicht immer finden kann: Die Gewissheit, dass sie nicht allein sind. Mit gerade einmal 12 Jahren tut er weiterhin das, wozu Gott ihn seiner Überzeugung nach berufen hat: Er ist ein Kind, das anderen Kindern Hoffnung bringt.

 

Foto: (c) https://www.instagram.com/mariomottaoficial/reels/


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