Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  4. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  12. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. Töten bis zur Geburt - Aber US-Gouverneurin bleibt 'stolze Katholikin'
  15. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren

‚Sein Aufstieg in den Himmel zieht auch uns hin’: Christi Himmelfahrt als Weg der Kirche

17. Mai 2026 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV.: Die Himmelfahrt Christi ist gegenwärtige Wirklichkeit der Gläubigen. Der Weg des Menschen zur Gemeinschaft mit dem Vater. Die Osterzeit und der geistlichen Aufstieg des Christen. Die Bedeutung der Heiligen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Da in zahlreichen Ländern das Hochfest Christi Himmelfahrt nicht am vierzigsten Tag nach Ostern, sondern am folgenden Sonntag nachgefeiert wird, stand das Regina Caeli am siebten Sonntag der Osterzeit ganz im Zeichen der Himmelfahrt des Herrn. Papst Leo XIV. nahm in seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet diesen Zusammenhang auf und deutete das Geheimnis der Himmelfahrt als gegenwärtige Wirklichkeit des christlichen Lebens und der Kirche.

Das Bild Jesu, der, wie es in der Apostelgeschichte heiße, „von der Erde emporgehoben wird und in den Himmel aufsteigt“, könne, so der Papst, den Eindruck eines fernen und vergangenen Ereignisses hervorrufen. Dies entspreche jedoch nicht dem eigentlichen Sinn des Festes. Die Gläubigen seien mit Christus verbunden „wie die Glieder mit dem Haupt eines einzigen Leibes“, weshalb „sein Aufstieg in den Himmel auch uns, mit ihm, hin zur vollen Gemeinschaft mit dem Vater“ ziehe.

Zur Erläuterung dieses Gedankens erinnerte Leo XIV. an den heiligen Augustinus von Hippo und zitierte dessen Wort: „In der Tat, das Vorangehen des Hauptes ist die Hoffnung der Glieder“ (Sermo 265, 1.2). Die Himmelfahrt Christi erscheine in dieser Perspektive nicht als Entfernung des Herrn aus der Welt, sondern als Eröffnung des Weges, auf dem die Kirche ihrem Haupt folgt. Der Papst führte weiter aus, das gesamte Leben Christi sei „eine Bewegung des Aufsteigens“, welche „durch Christi Menschsein die Welt in ihrer Gesamtheit umfasst und einbezieht und den Menschen aus seinem sündigen Zustand herausholt und erlöst“. Dieses Werk Christi habe Licht, Vergebung und Hoffnung dorthin getragen, „wo zuvor Finsternis, Ungerechtigkeit und Verzweiflung herrschten“. Sie  habe seinen Höhepunkt im Ostergeheimnis gefunden, „in dem der Sohn Gottes ‚durch seinen Tod unseren Tod vernichtet und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen‘ hat“. Die Himmelfahrt spreche deshalb nicht von einem fernen Versprechen, sondern von einer lebendigen Beziehung, die bereits jetzt das Leben der Gläubigen verwandle. Sie ziehe den Menschen „zur himmlischen Herrlichkeit hin“, erweitere „unseren Horizont bereits in diesem Leben“ und lasse „unser Denken, Fühlen und Handeln immer mehr dem Herzen Gottes ähnlich werden“.


Im Blick auf den Weg dieses geistlichen Aufstiegs verwies Leo XIV. auf das Wort Christi aus dem Johannesevangelium (vgl. Joh 14,1-6) - „Ich bin der Weg“ - und bemerkte: „Von diesem Prozess des Hinaufsteigens kennen wir den Weg“. Dieser Weg sei in Jesus selbst sichtbar: in der Hingabe seines Lebens, in seinen Taten und Lehren. Zugleich werde er „durch die Jungfrau Maria und die Heiligen vorgezeichnet“. Der Papst sprach dabei sowohl von den großen Heiligen, die uns die Kirche als universelle Vorbilder zeige, als auch von den „Heiligen von nebenan“, wie Papst Franziskus sie gerne genannt habe. Zu diesen gehörten „Väter, Mütter, Großeltern, Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage, die sich mit Freude und Engagement aufrichtig bemühen, nach dem Evangelium zu leben“. In ihrem Alltag werde sichtbar, wie der Weg Christi konkret gegangen werden könne. Mit ihnen und durch ihre Unterstützung und dank ihrer Gebete könnten die Gläubigen lernen, „Tag für Tag zum Himmel aufzusteigen“. In diesem Zusammenhang griff der Papst die Worte des heiligen Paulus auf und erinnerte daran, bedacht zu sein auf das, „was wahrhaft […], recht, […] liebenswert ist“, und das mit Gottes Hilfe in die Tat umzusetzen, „was wir gehört und gesehen haben“.

Der christliche Weg bestehe zugleich darin, „das göttliche Leben, das wir in der Taufe empfangen haben und das uns ständig empor zum Vater zieht, in uns und um uns herum wachsen zu lassen“ und dadurch „in der Welt die kostbaren Früchte der Gemeinschaft und des Friedens“ zu verbreiten.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der Bischof und der Denunziant
  3. Wie die deutsche Bundesregierung Ihre Steuergelder verschwendet!
  4. 21 Märtyrer: 20 ägyptische Kopten und ein Wanderarbeiter aus Ghana
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Cardinal Confusione
  7. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  8. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  9. Medjugorje und Papst-Akademie laden zu ersten "Mariologischen Tagen"
  10. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  11. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  12. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  13. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  14. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  15. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz