![]() |
Loginoder neu registrieren? |
|||||||||||||
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]()
| ||||||||||||||
SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-diskutiert
| ![]() Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen - Gehorsam gegenüber Gott und der Weg zur Freiheitvor 6 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung Leo XIV.: in Kamerun als Pilger des Friedens und der Einheit. Glaube, Freiheit und Verantwortung für die Zukunft Kameruns. Der Mut der Apostel als Maßstab christlichen Handelns. Von Armin Schwibach Bamenda (kath.net/as) Auf dem Gelände des Flughafens von Bamenda feierte Papst Leo XIV. die heilige Messe mit der katholischen Gemeinschaft zum Abschluss seiner Reise nach Kamerun. Wieder bezeichnete er sich als Pilger des Friedens und der Einheit und erklärte, er wolle am Weg, an den Mühen und an den Hoffnungen der Menschen in dieser Region teilhaben. Der Papst verwies auf das Vertrauen der Gläubigen, das sich im Gebet und in der Liturgie zeige. Mit den Worten des Psalms erinnerte er daran, dass Gott den zerbrochenen Herzen nahe sei und Hilfe bringe. Zugleich sprach er von den vielen Situationen, die Leid verursachten: Armut, die Folgen der Nahrungsmittelkrise, soziale und politische Probleme, Schwierigkeiten im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie die Abwanderung vieler junger Menschen. Auch Gewalt und äußere Ausbeutung belasteten das Land. Vor diesem Hintergrund rief Leo XIV. dazu auf, die Gegenwart als Zeitpunkt des Handelns zu erkennen. Er betonte, dass jetzt die Zeit sei, um neu aufzubauen, Einheit zu fördern und eine Gesellschaft zu gestalten, in der Frieden und Versöhnung möglich seien. Das Wort Gottes eröffne neue Wege, es könne das Herz verändern und Menschen dazu führen, Verantwortung zu übernehmen. Mit Bezug auf die Apostelgeschichte erinnerte der Papst an das Zeugnis der Apostel, die trotz Bedrohung erklärten, dass man Gott mehr gehorchen müsse als den Menschen. Dieser Gehorsam führe zur Freiheit und ermögliche es, dem Bösen zu widerstehen und das Gute zu tun. Wer sich an Gott orientiere, finde den Weg zu einem Leben, das Frieden und Geschwisterlichkeit fördere. Der Papst betonte, dass Hoffnung und Veränderung möglich seien, wenn die Menschen sich Gott anvertrauten. Zugleich mahnte er, wachsam zu bleiben und den Glauben nicht mit anderen religiösen Vorstellungen zu vermischen, die nicht dem Evangelium entsprächen. Gott allein eröffne den Weg zur Freiheit und zur Erneuerung des Lebens. Zum Schluss wandte sich Leo XIV. an die Kirche vor Ort: „Ich begleite euch mit meinem beständigen Gebet und segne insbesondere die hier versammelte Kirche: so viele Priester, Missionare, Ordensleute und Laien, die sich bemühen, eine Quelle des Trostes und der Hoffnung zu sein. Ich ermutige euch, diesen Weg fortzusetzen, und vertraue euch der Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria an, der Königin der Apostel und Mutter der Kirche“. kath.net veröffentlicht die Predigt von Papst Leo XIV. bei der Heiligen Messe auf dem Gelände des Flughafens von Bamenda Liebe Brüder und Schwestern in Christus, als Pilger des Friedens und der Einheit komme ich zu euch. Ich freue mich, hier zu sein und eure Region zu besuchen und vor allem auch, an eurem Weg, euren Mühen und euren Hoffnungen teilzuhaben. Die festliche Gestaltung eurer Liturgien und die Freude, mit der ihr zu Gott betet, sind ein Zeichen eures tiefen Gottvertrauens, eurer unerschütterlichen Hoffnung und eures Festhaltens, mit aller Kraft, an der Liebe des Vaters, der uns nahe ist und mit Mitgefühl auf das Leid seiner Kinder blickt. In dem Psalm, den wir gemeinsam gebetet haben, wird dieses Vertrauen auf ihn besungen, das wir heute erneuern wollen: »Nahe ist der Herr den zerbrochenen Herzen und dem zerschlagenen Geist bringt er Hilfe« (Ps 34,19). Brüder und Schwestern, es gibt viele Gründe und Situationen, die uns das Herz brechen und uns Kummer bereiten. Die Hoffnung auf eine friedliche und versöhnte Zukunft, in der alle in ihrer Würde geachtet und allen die notwendigen Rechte garantiert werden, ist beständig durch die vielen Probleme bedroht, die dieses wunderschöne Land zeichnen: die zahlreichen Formen der Armut, von denen auch in jüngster Zeit sehr viele Menschen wegen der anhaltenden Nahrungsmittelkrise betroffen sind; moralische, soziale und politische Verfallserscheinungen, die vor allem mit einem Umgang mit Reichtum zu tun haben, der die Entwicklung von Institutionen und Strukturen verhindert; die gravierenden Folgeprobleme im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie die massive Abwanderung ins Ausland, insbesondere von jungen Menschen. Und zu den inneren Problemen, die oft von Hass und Gewalt genährt werden, kommen dann noch von außen verursachte Übel hinzu, vonseiten derer, die den afrikanischen Kontinent um des Profits willen weiterhin ausbeuten und plündern. All dies kann dazu führen, dass wir uns machtlos fühlen und unser Zutrauen verlieren. Und doch ist dies der Augenblick, um etwas zu verändern, um die Geschichte dieses Landes neu zu gestalten. Heute und nicht morgen, jetzt und nicht in der Zukunft ist der rechte Zeitpunkt, um wiederaufzubauen, um das Mosaik der Einheit aus der Vielfalt und dem Reichtum des Landes und des Kontinents neu zusammenzufügen und eine Gesellschaft zu bilden, in der Friede und Versöhnung herrschen. Es stimmt, wenn sich an einer Situation über einen längeren Zeitraum nichts ändert, besteht die Gefahr von Resignation und Ohnmacht, weil wir uns dann nichts Neues mehr erwarten. Und doch eröffnet das Wort des Herrn neue Räume und bewirkt Verwandlung und Heilung, weil es in der Lage ist, das Herz zu berühren, den üblichen Lauf der Dinge, an den wir uns allzu leicht gewöhnen, in Frage zu stellen und uns zu aktiven Protagonisten des Wandels zu machen. Erinnern wir uns daran: Gott ist Neuheit, Gott erschafft Neues, Gott macht uns zu mutigen Menschen, die dem Bösen trotzen und Gutes bewirken. Wir sehen dies am Zeugnis der Apostel, so wie wir es in der ersten Lesung gehört haben: Während die Mitglieder des Hohen Rates die Apostel verhören, sie kritisieren und bedrohen, weil sie öffentlich Christus verkündigen, antworten diese: »Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unserer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz gehängt und ermordet habt« (Apg 5,29-30). Der Mut der Apostel wird zum kritischen Gewissen, zu einer prophetischen Stimme, zu einer Anklage gegen das Böse, und dies ist der erste Schritt, um Veränderungen herbeizuführen. Gott zu gehorchen ist nämlich kein Akt der Unterwerfung, der uns belastet oder uns die Freiheit nimmt. Im Gegenteil, der Gehorsam gegenüber Gott macht uns frei, weil dies bedeutet, dass wir ihm unser Leben anvertrauen und zulassen, dass sein Wort unser Denken und Handeln inspiriert. So wie wir es im Evangelium gehört haben, das den Schluss des Dialogs zwischen Jesus und Nikodemus wiedergibt: »Wer von der Erde stammt, ist irdisch und redet irdisch. Er, der aus dem Himmel kommt, steht über allen« (Joh 3,31). Wer Gott mehr gehorcht als den Menschen und dem menschlichen und irdischen Denken, der findet seine innere Freiheit wieder, der entdeckt den Wert des Guten und resigniert nicht vor dem Bösen, der findet den Weg des Lebens neu und wird zum Stifter von Frieden und Geschwisterlichkeit. Brüder und Schwestern, Trost für gebrochene Herzen und Hoffnung auf einen Wandel in der Gesellschaft sind möglich, wenn wir uns Gott und seinem Wort anvertrauen. Wir müssen jedoch stets die Mahnung des Apostels Petrus beherzigen und sie uns immer wieder ins Gedächtnis rufen: Wir müssen Gott gehorchen, nicht den Menschen. Wir müssen ihm gehorchen, weil er allein Gott ist. Und so sind wir eingeladen, die Inkulturation des Evangeliums zu fördern und wachsam zu sein, auch hinsichtlich unserer Religiosität, um nicht irrtümlich auf Wege zu geraten, die den katholischen Glauben mit anderen Glaubensüberzeugungen und Traditionen esoterischer oder gnostischer Art vermischen, die in Wirklichkeit oft politische und wirtschaftliche Zwecke verfolgen. Gott allein befreit, nur sein Wort eröffnet Wege der Freiheit, nur sein Geist macht uns zu neuen Menschen, die dieses Land verändern können. Ich begleite euch mit meinem beständigen Gebet und segne insbesondere die hier versammelte Kirche: so viele Priester, Missionare, Ordensleute und Laien, die sich bemühen, eine Quelle des Trostes und der Hoffnung zu sein. Ich ermutige euch, diesen Weg fortzusetzen, und vertraue euch der Fürsprache der allerseligsten Jungfrau Maria an, der Königin der Apostel und Mutter der Kirche.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. | ![]() Mehr zu | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Top-15meist-gelesen
| |||||||||||
![]() | ||||||||||||||
© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz | ||||||||||||||