Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  6. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  7. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  13. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Der Anfang der Sendung: Zeit der Bedrängnis und Weite des Ortes

25. Jänner 2026 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV.: ‚Das Himmelreich ist nahe‘. Die missionarische Sendung Jesu. Universalität der Sendung im Horizont der Berufung. Verkündigung, Entscheidung und Vertrauen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Beim Angelusgebet am dritten Sonntag im Jahreskreis, Sonntag des Wortes Gottes, nahm Papst Leo XIV. das Evangelium von der Berufung der ersten Jünger zum Ausgangspunkt seiner Ansprache und verwies darauf, dass Jesus nach seiner Taufe seine Predigttätigkeit beginne und Simon, genannt Petrus, Andreas, Jakobus und Johannes berufe (vgl. Mt 4,12–22): „Wenn wir diese Szene aus dem heutigen Evangelium genauer betrachten, können wir uns zwei Fragen stellen: eine zum Zeitpunkt, zu dem Jesus seine missionarische Tätigkeit beginnt, und eine zum Ort, den er wählt, um zu predigen und die Apostel zu berufen. Fragen wir uns: Wann beginnt er? Wo beginnt er?“

Der Evangelist berichte, Jesus habe mit seiner Verkündigung begonnen, „als er hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war“ (V. 12). Dies sei ein Zeitpunkt gewesen, der menschlich betrachtet nicht günstig erschien, denn Johannes der Täufer war verhaftet worden, und die Oberhäupter des Volkes seien wenig geneigt gewesen, die Neuheit des Messias anzunehmen. Dennoch begann Jesus „das Licht der frohen Botschaft zu bringen: ‚Denn das Himmelreich ist nahe‘“ (V. 17). Auch im persönlichen und kirchlichen Leben könne sich die Haltung einstellen, aufgrund innerer Widerstände oder äußerer Umstände zu meinen, es sei nicht der richtige Zeitpunkt, das Evangelium zu verkünden, eine Entscheidung zu treffen, eine Wahl zu vollziehen oder eine Situation zu verändern. Dabei bestehe die Gefahr, in Unentschlossenheit oder übertriebener Vorsicht zu verharren, während das Evangelium dazu auffordere, „das Risiko des Vertrauens einzugehen“. Gott wirke zu jeder Zeit, und „jeder Moment ist gut für den Herrn“, auch wenn man sich nicht bereitfühle oder die Situation nicht optimal erscheine.


Auch der Ort der öffentlichen Sendung Jesu komme ins Blickfeld. Jesus „verließ Nazaret, um in Kafarnaum zu wohnen“ (V. 13) und blieb damit in Galiläa, einem Gebiet, das überwiegend von Heiden bewohnt und durch Handel geprägt war, ein Land der Durchreise und Begegnungen. Dieser multikulturelle Raum sei durch Menschen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Zugehörigkeit geprägt gewesen. Das Evangelium zeige, dass der Messias aus Israel komme, aber „die Grenzen seines Landes überschreitet, um den Gott zu verkünden, der allen nahe sein will, der niemanden ausschließt, der nicht nur für die Reinen gekommen ist, sondern sich vielmehr in menschliche Situationen und Beziehungen einbringt“. Die Christen seien aufgerufen, die Versuchung zu überwinden, sich zu verschließen, da das Evangelium „unter allen Umständen und in jedem Umfeld verkündet und gelebt werden“ müsse, damit es zu „einem Sauerteig der Geschwisterlichkeit und des Friedens zwischen den Menschen, zwischen den Kulturen, Religionen und Völkern“ werde.

Die Gläubigen seien wie die ersten Jünger aufgerufen, den Ruf des Herrn anzunehmen in der Erkenntnis, „dass er jede Zeit und jeden Ort unseres Lebens aufsucht und mit seiner Liebe durchdringt“.

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  13. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz