
In Kuwait gibt es bald eine katholische Basilikavor 6 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Vatikanischer Kardinalstaatssekretär Parolin bis Freitag zu Besuch in dem Emirat am Persischen Golf.
Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Die katholische Kirche baut ihre sichtbare Präsenz auf der arabischen Halbinsel weiter aus. Wie das vatikanische Staatssekretariat mitteilte, wird Kardinalstaatsskretär Pietro Parolin an diesem Freitag ein katholisches Gotteshaus in Kuwait in den Rang einer Basilika erheben. Der feierliche Akt ist Höhepunkt eines zweitägigen offiziellen Besuchs der vatikanischen Nummer zwei in dem arabischen Land.
Vorgesehen sind zuvor Höflichkeitstreffen mit staatlichen Stellen sowie ein Besuch in der Großen Moschee von Kuwait-Stadt, dem bedeutendsten islamischen Gotteshaus des Landes. Das Emirat am Persischen Golf und der Heilige Stuhl unterhalten bereits seit 1969 diplomatische Beziehungen. In Kuwait leben und arbeiten Zehntausende katholische Gastarbeiter, die meisten davon aus Ostasien.
Die Kirche "Unsere Liebe Frau von Arabien" in Ahmadi wird von Parolin zur "Basilica Minor" des Apostolischen Vikariats Nordarabien erhoben. Dieses Vikariat umfasst neben Kuwait auch Bahrain, Katar und Saudi-Arabien. Der Ehrentitel der "kleineren Basilika" wird vom Papst verliehen und soll die Bedeutung der Kirche in ihrer Umgebung hervorheben sowie die Bindung zu Rom stärken.
Der letzte vergleichbare Akt in der Region war 2021 die Weihe der neu errichteten Kathedrale in Awali im Königtum Bahrain. Im Emirat Kuwait gibt es zudem bereits seit 1961 eine katholische Konkathedrale. In ihr trifft Parolin bei seinem Besuch das in der Region tätige katholische Seelsorgepersonal. 
Die Kirche "Unsere Liebe Frau von Arabien" in Ahmadi entstand 1948 auf Initiative der Karmeliten und wurde für katholische Arbeitsmigranten errichtet, die in der kuwaitischen Ölindustrie tätig waren. Heute zählt sie zu den ältesten katholischen Gotteshäusern des Landes. In ihr befindet sich eine Marienstatue, die 1949 von Papst Pius XII. in Rom gesegnet und 2011 im Namen Papst Benedikts XVI. feierlich gekrönt wurde.
Das Apostolische Vikariat Nordarabien betreut nach kirchlichen Angaben rund zwei Millionen Katholiken in Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain und Katar. Die Gemeinden setzen sich überwiegend aus ausländischen Arbeitskräften aus Asien, Afrika und Europa zusammen, feiern jedoch in verschiedenen Riten und Sprachen. Das kirchliche Leben konzentriert sich auf Gottesdienste, eucharistische Anbetung, Marienverehrung sowie auf Katechese und die Ausbildung von Laienmitarbeitern.
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Foto: Archiv
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