Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der entschärfte Gott
  4. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  5. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  6. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Panik in Magdeburg
  9. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  10. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  11. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  12. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  13. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  14. "Vaccine Amen"
  15. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen

Gaza: Papst Leo XIV. telefonierte mit Premier Netanjahu

19. Juli 2025 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Höchstrangige Telefon-Diplomatie im Nachgang des Angriffs auf katholische Pfarre, auch zwischen Trump und Netanjahu


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu telefoniert. Netanjahu habe den Papst am Freitagvormittag in dessen Residenz in Castel Gandolfo angerufen, teilte der Vatikan anschließend mit. Der Anruf erfolgte als Reaktion auf den israelischen Militärangriff auf die katholische Kirche Heilige Familie in Gaza, bei dem am Donnerstag mindestens drei Menschen getötet und weitere teils schwer verletzt wurden.

Während des Gesprächs erneuerte der Papst laut Vatikan seinen Appell für neue Impulse für einen Waffenstillstand und für Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. Weiters brachte der Papst seine große Sorge über die dramatische humanitäre Situation der Bevölkerung im Gazastreifen zum Ausdruck, deren erschütternden Preis insbesondere Kinder, alte und kranke Menschen zahlen müssten. Abschließend bekräftigte er die Notwendigkeit, Gotteshäuser und Gläubige sowie alle Menschen in Palästina und Israel zu schützen.

Noch am Donnerstagabend - direkt nach dem Granatenangriff - hatte der Papst erklärt, er sei tief betrübt über die Todesfälle und die Verletzungen "durch eine militärische Attacke". Er verzichtete darauf, Israels Armee als Schuldigen zu nennen - offenbar, weil man im Vatikan der Erklärung folgte, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe. Zugleich wiederholte er seinen Appell für eine sofortige Feuerpause und seine "Hoffnung auf Dialog, Versöhnung und dauerhaften Frieden in der Region".


Daraufhin hatte das Büro von Premier Netanjahu mit einem ungewöhnlichen Dank an Papst Leo für seine "Worte des Trostes" geantwortet. Zugleich war in dem Text von tiefem Bedauern die Rede gewesen. Wörtlich hieß es darin: "Israel bedauert sehr, dass verirrte Munition die Kirche der Heiligen Familie getroffen hat." Jedes unschuldige Todesopfer sei eine "Tragödie". Und weiter: "Wir teilen die Trauer der Familien und der Gläubigen." Israel untersuche den Vorfall und bemühe sich weiterhin darum, Zivilisten und religiöse Stätten zu schützen.

Auch Telefonate mit Patriarchen

Wie der Vatikan mitteilte, telefonierte Papst Leo zudem auch mit den beiden Jerusalemer Patriarchen Kardinal Pierbattista Pizzaballa und das Oberhaupt der griechisch-orthodoxen Christen, Patriarch Theophilos, die sich am Freitag vor dem Eindruck des Angriffs gemeinsam mit einem Transport von 500 Tonnen Hilfsgütern in den Gazastreifen begeben hatten. Er sprach dabei abermals "allen unschuldigen Opfern in dieser Zeit des Schmerzes im Heiligen Land und im gesamten Nahen Osten" sein Mitgefühl aus. Er bete für den Frieden und setze sich unermüdlich dafür ein, denn nur im Frieden könnten alle Beteiligten ihre Menschlichkeit bewahren.

Ebenso hatte am Freitag auch in Washington Regierungssprecherin Karoline Leavitt mitgeteilt, dass Präsident Donald Trump Netanjahu angerufen habe, als er von dem Vorfall erfahren habe. Trump habe in dem Gespräch "nicht positiv" auf die Nachricht aus Gaza reagiert. Netanjahu habe signalisiert, dass es ein "Fehler" der Israelis gewesen sei, die Kirche zu treffen, so Leavitt.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  7. Der entschärfte Gott
  8. Panik in Magdeburg
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  12. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  13. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  14. Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley
  15. DBK kritisiert ZDF-Kinderformat „Logo“ wegen Christentum-Beitrag

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz