Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Wien: Zahlreiche Feiern zum 20. Todestag von Johannes Paul II.

2. April 2025 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gedenkgottesdienste in Polnischer Gemeinde, Zentrum Johannes Paul II., Pfarrei zum Heiligen Johannes Paul II. und beim Donaupark-Papstkreuz sowie Vortrag des Historikers Hesemann


Wien (kath.net/KAP) Genau 20 Jahre ist es her, dass die ganze Welt am 2. April 2005 Anteil am Sterben von Johannes Paul II. nahm. Das Gedenken an den über 26 Jahre lang regierenden Papst wird auch in Österreich hochgehalten, wohin Karol Wojtyla in seinem Pontifikat dreimal - in den Jahren 1983, 1988 und 1998 - kam. Bis heute verweisen zahlreiche Orte auf den 2014 Heiliggesprochenen und sein Erbe, wie etwa im Wiener Stephansdom, wo im Eingangsbereich ein vom Künstler Bernd Fasching erstelltes Tondo an dessen mehrmaliges Gebet in der Eligiuskapelle verweist, oder auch in Mariazell, wo eine vor dem Rathaus aufgestellte Metall-Skulptur den Kopf des früheren Papstes zeigt. Vielerorts gibt es zum runden Todestag auch Gedenkfeiern und -gottesdienste.

Österreichs wohl spektakulärster Ort des Johannes-Paul-II-Gedenkens ist im Wiener Donaupark: Das 40 Meter hohe "Papstkreuz" direkt neben dem Donauturm, errichtet für den 11. September 1983, als der Pontifex aus Polen mit 300.000 Gläubigen auf der "Papstwiese" im strömenden Regen den Abschlussgottesdienst des Mitteleuropäischen Katholikentages feierte. Bis heute veranstaltet an dieser Stelle der Verein "Papstkreuz im Donaupark" bei jeder Witterung jeweils am ersten Sonntag im Monat einen Gottesdienst, so auch am 6. April um 16.30 Uhr, zelebriert von Kalsantinerpater Peter Domansky. Ein zweites, kleineres "Papstkreuz" befindet sich bis heute am Wiener Heldenplatz zwischen Burgtor und Weltmuseum. (Infos: www.papstkreuz.at)

Der Papstkreuz-Verein lädt anlässlich des Jahrestages auch zu einem Vortag über den Wojtyla-Papst: Am Freitag (4. April) wird der deutsche Historiker und Bestsellerautor Michael Hesemann im Pfarrsaal von St. Rochus in Wien-Landstraße zum Thema "Johannes Paul der Große: Der Papst, der Wunder wirkte" sprechen. Beginn ist um 19.30 Uhr, bereits zuvor gibt es einen Rosenkranz (18 Uhr) und eine Heilige Messe (18.30 Uhr) in der Kirche.


Papst der Polen

Besonders innig die Verbindung zu Johannes Paul II. seit jeher bei seinen Landsleuten: Nicht nur an unzähligen Orten in seinem Heimatland, sondern auch vor der polnischen Gardekirche am Wiener Rennweg gegenüber dem Eingang zum Belvedere-Museum erinnert eine Bronzestatue an den 2005 verstorbenen ersten aus Polen stammenden Nachfolger des Apostel Petrus. Im Gotteshaus selbst gibt es an dessen Sterbetag um 19 Uhr einen Festgottesdienst, zelebriert von Kirchenrektor Zygmunt Waz. Zeitgleich findet im Saal der Kirche Maria vom Berge Karmel in Wien-Favoriten (Stefan-Fadinger-Platz 1) ein Konzert der polnischen Föderation "Und dies ist Polen" statt, unterstützt von der polnischen Botschaft. (Infos: www.kosciol.at)

Zu den polnischen "Jan Pawel"-Gedenkorten zählt auch die St.-Josefs-Kirche am Wiener Kahlenberg: Jenes Gotteshaus, das bereits 1906 - zwölf Jahre vor Polens Unabhängigkeit - Polnisches Nationalheiligtum wurde und 1983 einen Papstbesuch erhielt. Daran erinnert eine Tafel mit dem Papst-Motto "Totus Tuus", die früher im Stephansdom hing, gefertigt aus Sandstein aus jenem Steinbruch nahe Krakau, in dem der Heilige in NS-Zeiten als Zwangsarbeiter tätig war. Auch ein Messkleid, Schuhe, Scheitelkäppchen und Messkelch sind in der Kirche zu finden, sowie eine Blutreliquie. Mit dieser gibt es regelmäßig Einzelsegnungen - am monatlichen "Papstsonntag", an dem Messbesucher eine Auslegung der Enzykliken von Papst Johannes Paul II. zu hören bekommen. Der Todestag wird darüber hinaus zwar nicht extra gefeiert, "wohl aber sein Geburtstag, der Tag seiner Heiligsprechung oder sein kirchlicher Gedenktag am 22. Oktober", heißt es vonseiten des Kirchenrektors Roman Krekora. (Infos: https://kahlenberg-kirche.at)

Namensgeber für Pfarre und Seelsorgezentrum

Obwohl nicht von Johannes Paul besucht, tragen auch weitere religiöse Orte in Wien seinen Namen. Darunter die "Pfarre zum Heiligen Johannes Paul II." in Wien-Brigittenau, die bei der Pfarrzusammenlegung vor fünf Jahren den Wojtyla-Papst zu ihrem Patron und Namensgeber ausgewählt hat. Eine lebensgroße Holzstatue des Heiligen im Altarbereich sowie eine in einem Seitenaltar ausgestellte Blutreliquie verweisen an ihn, sowie auch ein Festgottesdienst am Todestag um 18.30 Uhr in der Teilgemeinde St. Brigitta, den Pfarrer Wolfgang Seybold leiten wird. (Infos: https://pfarre-stbrigitta.at)

Dass Johannes Paul II. aufgrund zahlreicher Initiativen wie etwa seiner "Erfindung" der Weltjugendtage ein "Papst der Jugend" war, hat ihn auch zum Namensgeber des Wiener "Zentrum Johannes Paul II." in Wien-Landstraße gemacht. "Er hat einen radikalen Humanismus gelebt - ein unerschütterliches Vertrauen in die Größe und Berufung jedes Menschen. Er hat eine junge, dynamische Kirche verkörpert, die freudig und mutig den Glauben lebt. Und er hat sich kompromisslos für missionarische Erneuerung eingesetzt, für eine Kirche, die hinausgeht, um Christus zu verkünden", teilte dessen Gründer und Leiter, P. George Elsbett von den Legionären Christi, gegenüber Kathpress mit. Diese Grundsätze seien auch für das Zentrum, das schon bald in die Wiener Praterstraße umsiedeln wird, prägend. Am Mittwoch gibt es um 13.45 Uhr einen Festgottesdienst, "bei dem wir danken, beten und an das kraftvolle Zeugnis dieses heiligen Papstes erinnern wollen", hieß es vorab dazu. (Infos: https://zentrum-johannes-paul-ii.at)

Heilig seit elf Jahren

Johannes Paul II. wurde am 18. Mai 1920 mit dem bürgerlichen Namen Karol Wojtyla in Wadowice (Polen) geboren. 1978 wurde er als erster Slawe und erster Nicht-Italiener seit 456 Jahren zum Papst der katholischen Kirche gewählt und übte dieses Amt bis zu seinem Tod am 2. April 2005 mehr als 26 Jahre lang aus, womit es das zweitlängste Pontifikat der Kirchengeschichte war. Bereits sechs Jahre später, am 1. Mai 2011, sprach ihn sein Nachfolger Papst Benedikt XVI. in Rom selig, am 27. April 2014 Papst Franziskus heilig.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio 2. April 2025 
 

Man muss sich das mal vergegenwärtigen mit diesem Papst aus Polen ...

Ein paar Worte aus dem Artikel seien nur wiederholt: 1978 wurde er als erster Slawe und erster Nicht-Italiener seit 456 Jahren zum Papst der katholischen Kirche gewählt und übte dieses Amt bis zu seinem Tod am 2. April 2005 mehr als 26 Jahre lang aus, womit es das zweitlängste Pontifikat der Kirchengeschichte war.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Das Ende von Maria 2.0“
  3. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  4. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  9. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  10. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  11. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  14. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  15. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz