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Studie: Antibabypille führt zu Schrumpfung des Gehirns

13. November 2024 in Chronik, 11 Lesermeinungen
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Die Einnahme der Antibabypille verändert die Gehirnstruktur. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie einer deutschen Neurowissenschaftlerin. Die Gehirnfunktion verschlechtere sich dadurch aber nicht automatisch, heißt es in der Untersuchung.


Berlin (kath.net/jg)
Die Einnahme der Antibabypille führt zu einer Abnahme des Gehirnvolumens und zu einer Verringerung der Verbindungen zwischen bestimmten Gehirnregionen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der deutschen Psychologin und Neurowissenschaftlerin Carina Haller, die diese im Selbstexperiment durchgeführt hat. Dies berichtet die Zeitung Heute.

Die Schrumpfung bestimmter Gehirnareale sei nur geringfügig und bedeute nicht automatisch eine Verschlechterung oder Verbesserung der Gehirnfunktion. Vielmehr handle es sich um „eine komplexe und fein abgestimmte Reaktion des Gehirns“ auf hormonelle Schwankungen.


Nach dem Absetzen der Pille normalisierten sich die Parameter wieder, berichtet die Pharmazeutische Zeitung mit Berufung auf das Magazin Nature.

Haller hat sich über den Zeitraum von zwei Jahren insgesamt 75 Mal per Magnetresonanztomografie (MRT) untersuchen lassen. In diesem Zeitraum nahm sie drei Monate lang die Pille. Vor, während und nach dieser Zeit war sie jeweils fünf Wochen lang von Montag bis Freitag 90 Minuten im MRT.

Zusätzlich zu den Untersuchungen im MRT ließ sie die Hormonkonzentration in ihrem Blut bestimmen und füllte täglich Fragebögen über ihre Stimmung aus.

In den Zeiträumen in denen sie das Verhütungsmittel nicht verwendete, stellte Haller ebenfalls Schwankungen des Gehirnvolumens und der Konnektivität fest. Diese Veränderungen entsprachen dem Verlauf des natürlichen Menstruationszyklus.

Haller möchte ihre MRT-Untersuchungsergebnisse der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Sie will ihre Daten mit jenen von erkrankten Patientinnen vergleichen um zu untersuchen ob es Zusammenhänge zwischen Hormonschwankungen im Gehirn und Erkrankungen gibt.

Zu den bereits bekannten möglichen Nebenwirkungen der Antibabypille zählen Übelkeit und Schwindel, Kopfschmerzen und Gewichtszunahme. Weitere mögliche Wirkungen sind temporäre Stimmungsschwankungen, Zwischenblutungen, Brustspannen und Akne.

 

Foto: Symbolbild Tabletten

 


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