Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  13. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  14. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

Lackner über Synodalität: "Niemand diktiert von oben oder unten"

14. Oktober 2024 in Österreich, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Salzburger Erzbischof feierte Gottesdienst in römischer Kirche Santa Maria dell'Anima


Rom (kath.net/KAP) Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner hat bei einer Predigt in Rom eine prägnante Definition des Grundprinzips von Synodalität vorgelegt. Diese sei "ein wunderbares Zusammenspiel von oben und unten" mit einer bestimmten Eigenart: "Niemand diktiert von oben und von unten auch nicht", erklärte der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz laut Meldung des Online-Portals "Vatican News" am Sonntag in der Kirche Santa Maria dell'Anima der deutschsprachigen katholischen "Pfarrgemeinde" in Rom.

Lackner, der an der vierwöchigen Synode über Synodalität im Vatikan teilnimmt, zog eine Parallele zur Entwicklung des Glaubens in säkularisierten westlichen Gesellschaften und griff zu einem Bild aus der Botanik. Er habe gelernt, dass Bäume nicht nur von der Wurzel her leben, sondern auch vom sogenannten Terminaltrieb, der in die Höhe wächst. Die Wurzeln und das Streben nach oben, "dieses himmlisch-irdische Zusammenspiel ist das Grundprinzip des Lebens und des Glaubens", sagte der Erzbischof. "Was vom Himmel kommt, möchte von der Erde wachsen. Und das ist auch das Grundprinzip von Synodalität."


In den Debatten über gemeinsame kirchliche Entscheidungsprozesse von Geweihten und Laien habe sich eine Unterscheidung zwischen "decision making" und "decision taking" herauskristallisiert, sagte Lackner in der Predigt , wie das vatikanische Nachrichtenportal berichtete. Es gehe darum, Entscheidungen zunächst vorzubereiten und so die Basis dafür zu schaffen, dass "Entscheidungen auch getroffen werden können von den zuständigen Verantwortlichen". Im Glaubensleben "Entscheidungen wachsen" und nicht einfach so getroffen werden, so der Bischofskonferenz-Vorsitzende.

Im Gespräch mit Radio Vatikan hatte der Erzbischof vor wenigen Tagen von einem offenen Ausgang der Weltsynode gesprochen. Die Brechungen des Themas Synodalität in der Kirchenversammlung sind nach Lackners Angaben vielfältig bis konfus. "Ich glaube, die Gestalt, die diese Synode irgendwann in der kirchlichen Form annehmen wird, zeichnet sich noch nicht so ab. Ich glaube nicht, dass diese Synode das bis zum Ende leisten kann."

Doch im synodalen Prozess habe er das Hoffen neu gelernt, so Lackner. Bis vor kurzem hätten ihm von den drei Grundbausteinen des Christentums nur Glaube und Liebe etwas gesagt; Hoffnung habe er "nicht so gern" gehabt. "Aber jetzt, durch diese synodale Beschäftigung, habe ich die Hoffnung entdecken dürfen. Hoffnung als ein Glaube, der nicht sieht und nicht weiß. Das berührt mich."

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Archivfoto Erzbischof Lackner in Mariazell (c) kathpress/Henning Klingen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 14. Oktober 2024 
 

Soll das jetzt bedeuten,

dass man die Vorbereitung von Entscheidungen verbessern will, indem man das Thema breiter, gründlicher und auf der Basis der göttlichen und kirchlichen Lehren analysiert (aufwärts)? Oder wird alles noch mehr in Gremien zerredet? Oder will man gar Pfarrern, Bischöfen und dem Papst nur noch fertige Papiere vor die Nase setzen, die sie gefälligst zu unterzeichnen haben (weiter abwärts)


0
 
 Passero 14. Oktober 2024 
 

Über das Diktieren...

„Niemand diktiert von oben..."

Doch, Exzellenz! Viele Bischöfe und Ordinariate diktieren von oben herab!


0
 
 francoisdesale 14. Oktober 2024 
 

Niemand diktiert von oben oder unten

Gott auch nicht mehr?


1
 
 gebsy 14. Oktober 2024 

Entscheidungen

""Es gehe darum, Entscheidungen zunächst vorzubereiten und so die Basis dafür zu schaffen, dass "Entscheidungen auch getroffen werden können von den zuständigen Verantwortlichen"."
Ist die Verantwortung beim Vorbereiten größer, als beim Treffen von Entscheidungen?
Wenn Wichtiges nicht vorbereitet wird, kann darüber auch nicht entschieden werden ...


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  6. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  7. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  8. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Buchneuheit: Nuntius Eterović, Stärke deine Brüder. Impulse für eine lebendige Kirche in Deutschland
  11. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  12. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  13. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  14. Kardinal Müller: Geld war bei Papstwahl nicht entscheidend
  15. Der blinde Fleck: Wieviel Epstein steckt in uns?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz