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Hopeless?

10. Oktober 2024 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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Father Mike Schmitz: Wie Verzweiflung sich in Hoffnung verwandelt. „Ich sehe keinen Ausweg, aber ich weiß, dass ich dem Herrn vertraue.“ Von Petra Knapp.


Duluth (kath.net / pk) „Ich sehe keinen Weg mehr...“ Diese Worte kommen uns manchmal über die Lippen, wenn wir uns verzweifelt fühlen. Der amerikanische Priester Father Mike Schmitz stellt sich in einem neuen Video dem herausfordernden Thema „Hopeless?“ – „Hoffnungslos?“ Natürlich gebe es eine Verzweiflung, die aus einer schwerwiegenden Depression herkomme und wo medizinische und psychologische Begleitung nötig sei, stellt er zunächst klar.

Es gibt aber auch eine Verzweiflung, die nicht krankheitsbedingt ist, und die sich zutiefst gründet in einer zu engen Perspektive unseres Lebens. „Verzweiflung kann bedeuten, dass ich mich hilflos fühle“, erklärt Schmitz. „Ich schaue auf mein Leben – und ich denke, dass ich nichts tun kann. Ich bin ohnmächtig, alles ist egal…“ Kurz ausgedrückt: „Ich habe alles ausprobiert, und nichts hat geholfen“ oder „Egal was ich tue, es macht ohnehin keinen Unterschied.“  


Schmitz zitierte den heiligen Paulus mit einem ungewöhnlichen Wort. „Seid fröhlich in der Hoffnung!“ (Röm 12) und lädt ein, dieses Wort ernst zu nehmen. „Hoffnung ist das Mittel gegen die Verzweiflung“, erklärt er. Hoffnung sei jedoch „nicht nur eine Art vager Wunschtraum“, dass Dinge einfach irgendwann wieder besser werden.

„Hoffnung ist ein Vertrauen in eine Person, das in die Zukunft hineinreicht“, formuliert Schmitz. „Hoffnung ist Glauben, der in die Zukunft hineinreicht.“ Wer hoffe, der vertraue Gott und könne sagen: „Ich sehe keinen Ausweg, aber was ich weiß, ist, dass ich dem Herrn vertraue, dass Gott real ist, dass Gott hier ist, dass er gut ist. Und er wird da sein, wo ich gerade bin.“  

Schmitz erklärt auch den Unterschied zwischen Optimismus und Hoffnung. „Optimismus heißt: Ich bin mir ziemlich sicher, dass es besser wird. Hoffnung bedeutet: Auch wenn es nicht besser wird, vertraue ich darauf, dass Er bei mir sein wird.“

Beim Gefühl der Hilflosigkeit rät Schmitz dazu, aktiv zu werden und gegen die Stimme in seinem Kopf aufzustehen. „Die Stimme in dir sagt: Nichts was du tust, bringt etwas, nichts zählt…“ Die Hoffnung zu wählen bedeute, „sich zum Handeln zu entscheiden“, es bedeute manchmal einfach nur, „dass ich mich entscheide, das Bett zu verlassen“. Dies sei kein unbedeutender Schritt, sondern ein „Sieg“.

Wichtig sei, dass den Charakter Gottes zu kennen „dass ist weiß, wer Er ist, dass er Gott ist, Gott in der Vergangenheit und auch jetzt und dass er Gott in der Zukunft ist“. Es gebe im Letzten keinen besseren Weg, die Verzweiflung zu bekämpfen, „als seine Zerbrochenheit zu Jesus zu bringen“, appelliert Schmitz. „Die Beichte ist ein Ort der Barmherzigkeit, ein Ort des Sieges, ein Ort der Hoffnung.“


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