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Vatikan wirbt für internationales Verbot von Leihmutterschaft

20. Juni 2024 in Prolife, 1 Lesermeinung
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Bioethikerin und hochrangige Kurienbeamtin Gambino verweist bei Veranstaltung am Rande von UN-Menschenrechtsrat in Genf auf mit Leihmutterschaft verbundene Ausbeutung und Kommerzialisierung von Frauen und Kindern


Genf (kath.net/KAP) Der Vatikan hat bei einer Veranstaltung am Rande der aktuellen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates ein internationales Verbot der Leihmutterschaft gefordert. Leihmutterschaft entpersonalisiere die Geburt und sei eine Form der Kommerzialisierung und Ausbeutung von Frauen und Kindern, sagte die Bioethikerin Gabriella Gambino, Untersekretärin der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben, am Dienstag im Palast der Nationen in Genf. Laut "Vatican News" äußerte sich Gambino bei einer Veranstaltung über Leihmutterschaft, organisiert von der Ständigen Mission des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf und der Stiftung "Caritas in Veritate".


Gambino betonte die Dringlichkeit einer globalen Reaktion auf das Phänomen der Leihmutterschaft und kritisierte die damit verbundene Ausbeutung und Kommerzialisierung von Frauen und Kindern. "Wir sind uns alle bewusst, dass der sogenannte 'Reproduktionstourismus', verursacht durch unterschiedliche nationale Rechtsrahmen zur Leihmutterschaft, weiterhin die transnationale Ausbeutung von Frauen und Kindern ermöglicht", sagte die Vatikan-Vertreterin. Es gehe darum, die universelle Wahrung der Würde und der grundlegenden Menschenrechte der Betroffenen sicherzustellen.

Bei dem Treffen mit dem Titel "At what price? Towards the Abolition of Surrogacy" sprach laut "Vatican News" auch die Wiener Journalistin, Autorin und Mitbegründerin der Initiative "Stoppt Leihmutterschaft" ("Stop Surrogacy") Eva Maria Bachinger. Sie beleuchtete die Problematik aus der Perspektive der Frauenrechte.

Zwar ist Leihmutterschaft in den meisten EU-Mitgliedsländern verboten, darunter auch in Österreich. Einige Länder erlauben jedoch altruistische Leihmutterschaft oder haben sie gar nicht reguliert. Zudem gibt es an den Rändern der EU - von der Ukraine bis Georgien - eine boomende kommerzielle Leihmutterschafts-Branche, deren Kunden häufig aus der EU stammen.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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