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Papst rudert bei Klerikalismus-Warnungen zurück

8. Juni 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Franziskus bei Treffen mit Mitgliedern der vatikanischen Klerusbehörde: Überwiegende Mehrheit der Priester arbeitet mit enormer Großzügigkeit und einem ebensolchen Glaubensgeist für Wohl der Gläubigen - Nachdenken über Identität des Ständigen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat allen katholischen Priestern und Diakonen für ihren Dienst gedankt. Bei einem Treffen mit Mitgliedern der vatikanischen Klerusbehörde am Donnerstag gab sich das Kirchenoberhaupt zudem kleinlaut ob seiner steten Klerikalismus-Warnungen. "Oft habe ich vor den Gefahren des Klerikalismus und der geistlichen Weltlichkeit gewarnt", so Franziskus. Doch sei er sich sehr wohl bewusst, dass die überwiegende Mehrheit der Priester mit enormer Großzügigkeit und einem ebensolchen Glaubensgeist für das Wohl der Gläubigen arbeite. Weiter betonte er die vielen Mühen und Herausforderungen, "die manchmal nicht einfach sind", und denen sich die Seelsorger bei ihrer täglichen Arbeit stellten.


Vor den Teilnehmern der Vollversammlung des Klerus-Dikasteriums sprach er zudem über die Priesterausbildung. In Anbetracht einer sich laufend verändernden Welt, in der immer neue Fragen und komplexe Herausforderungen auftauchten, sei eine stete Weiterbildung unerlässlich. In diesem Zusammenhang gelte es, ein starkes Netzwerk zu schaffen - mit Bischöfen, anderen Geistlichen, Gemeindemitgliedern, Ordensleuten und Vereinigungen. Es sei wichtig, dass Priester ein Gefühl von "zu Hause" hätten.

Nachdenken über Ständigen Diakonat

Neben Fragen zum Priestertum und dem allgemeinen Rückgang von Berufungen regte er zum Nachdenken über die spezifische Identität des Ständigen Diakonats an. Diakone und ihre Aufgaben sollten entschiedener in den Mittelpunkt gestellt werden. Diese Überlegungen und Entwicklungen zu begleiten, sei eine äußerst gewichtige Aufgabe der Klerusbehörde.

Seit 1968 gibt es in der katholischen Kirche das Amt des Ständigen Diakons, das durch eine Weihe verliehen wird. Diakone arbeiten in der Seelsorge. In ihr Aufgabengebiet fallen Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und Wortgottesdienste. Oftmals sind sie in der Jugend- und karitativen Arbeit engagiert, bereiten auf den Empfang der Sakramente vor, erteilen Religionsunterricht in Schulen. Das Amt, das nur Männern offen steht, kann als Haupt- und als Nebenberuf ausgeübt werden.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 modernchrist 9. Juni 2024 
 

Zu Amt und Weihe eines ständigen Diakons:

Ist er unverheiratet, so gelobt er zölibatäres Leben, ist er verheiratet, so muss die Ehefrau zustimmen und das Amt mittragen. Der Diakon verspricht bei seiner Weihe dem Bischof und dessen Nachfolgern Gehorsam. Er muss die Liturgie treu den Vorschriften feiern und ist den Weisungen des Bischofs verpflichtet. Ich habe meine Zweifel, ob Frauen, würden sie zu Diakoninnen geweiht, dies leisten wollten und könnten. Auch denke ich, dass es nicht zur Theologie des Leibes passt, wenn eine Frau einem Mann Gehorsam gelobt. Ich meine sofort würden auch in liturgischen Texten von den Diakoninnen Änderungen einfließen, weil ihnen der liturgische Text nicht zusagt. Überall würden sie mitreden wollen, sogar bei der Kleidung der Kleriker nach dem Motto: Wozu braucht der Bischof überhaupt eine Mitra? Meine Vorhersage daher: Mit der Weihe von Diakoninnen würde man die katholische Kirche in ganz wenigen Jahren nicht mehr wiedererkennen! Daher Hände weg davon - auch aus einer Vielzahl von anderen Gründen


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