Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  7. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  10. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich

'Synodale Kirche ODER wie man Katholiken (nicht nur in Österreich) für dumm verkauft

24. Mai 2024 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Österreichische Bischofskonferenz hat ein "Synoden-Papier" veröffentlicht. Befragt dazu wurden offensichtlich weder die Pfarrer noch die Gläubigen - in Deutschland und der Schweiz dürfte es so ähnlich laufen - Eine Analyse von Roland Noé


Linz-Salzburg (kath.net)"

"Ich kann mich nicht erinnern, dass ich da einmal gefragt wurde, außer es wäre was in der Ordinariatspost etwas untergegangen. Aber von der Biko ist sicher nichts gekommen!" Mit solchen und ähnlichen Worten reagierten verschiedene Pfarrer aus Österreich nach einer kleinen kath.net-Umfrage in verschiedenen Diözesen auf das von der Österreichischen Bischofskonferenz verabschiedete Papier zur nächsten Synoden-Tagung in Österreich. "Rückmeldungen aus Diözesen bringen klares Votum für Frauendiakonat und zahlreiche konkrete Vorschläge, um Mitwirken und Mitentscheiden von Laien und Klerus neu zu regeln", heißt es dazu in der offiziellen Meldung der Bischofskonferenz, in der behauptet wurde, dass die Stellung der Frau in der Kirche, die missionarische Ausrichtung der Kirche und mehr innerkirchliche Partizipation für die Kirche in Österreich prioritär im Blick auf die nächste Welt-Synodenversammlung im Oktober in Rom seien. Der Bericht wurde laut der BIKO von einem eingesetzten nationalen Synodenteam unter dem Vorsitz von Erzbischof Franz Lackner erstellt. Behauptet wird, dass Grundlage für den Österreich-Bericht die Rückmeldungen (!) der Diözesen auf den Synthese-Bericht der Weltsynode (SB) im vergangenen Herbst seien. Fakt ist, dass weder Pfarrer noch Gläubige laut kath.net-Rückmeldungen von den eigenen Diözesen gefragt wurden.


So wurde im Österreich-Bericht ein "Frauendiakonat" gefordert, dass aktuell von Papst Franziskus glatt abgelehnt wird.  "Während das Frauenpriestertum vereinzelt angesprochen wird, gibt es ein starkes Votum, getragen von Mehrheiten in den Diözesen (inklusive Diözesanleitungen, Linzer Diakone), für die Zulassung von Frauen zum Diakonat." Dabei beruft man sich auf die Bibel und auch auf das 2. Vatikanum, obwohl dies dort gar nicht vorgesehen ist.

Beim Thema "Kirche ist Mission" ist die Rede vom "Mut zum Zeugnis", "persönliche Glaubwürdigkeit" und auch die Fähigkeit, Menschen wertschätzend zuzuhören und auf ihre Bedürfnisse einzugehen, insbesondere in Bezug auf "kritische Menschen". Das dürften Katholiken oder auch Pfarrer, die z.b. in der Corona-Zeit ihre Bischöfe kritisiert haben, weil sie die überzogenen Maßnahmen nicht mitgehen konnten, durchaus anders sehen. Kath.net liegen Schreiben von Diözesen vor, in denen Pfarrer gemaßregelt wurden.

Ein weiteres Thema im "Österreich-Bericht" für die Glaubwürdigkeit einer "synodalen Kirche" ist das Miteinander von Priestern und Laien. Dabei geht es um die kirchlichen Strukturen. "Geweihte und Nichtgeweihte [sollen] in die Entscheidungen auf allen Ebenen der Kirche eingebunden werden". Spannend, nicht einmal bei der Erstellung des "Österreichs-Berichts" wurden die Laien eingeweiht, offensichtlich nicht einmal die eigenen Pfarrer. 99 % der Katholiken durften nicht mitreden, das nennt man dann "synodale Kirche". "Eine Kultur der echten Mitentscheidung, nicht nur der Beratung oder Beteiligung an der Entscheidungsfindung", heißt es weiters. Gut so, dann lasst doch wirkliche Demokratie zu und beginnen wir bei der Abstimmung rund um die "Kirchensteuer". Wie wärs mit einer Umfrage bei den österreichischen Katholiken oder hat man davor Angst?

"Die Anforderungen an Priester heute verlangen nach neuen Formen der Ausübung des priesterlichen Dienstes. Empfohlen wird, die Weihezulassungen zu weiten sowie regionale Lösungen mit Probephasen anzudenken", heißt es dann im Österreich-Bericht weiters. Auch möchte man die Bischofskonferenzen bei der Suche nach Kandidaten für das Bischofsamt mehr einbinden und konfessionsverbindende Ehepaare eucharistische Gastfreundschaft ermöglichen. Wie gesagt: Weder Pfarrer noch Gläubige wurden hier befragt. Auch in Deutschland und in der Schweiz dürfte es übrigens so ähnlich laufen. Man sollte sich dies als Katholik nicht gefallen lassen:

KONTAKT ERZBISCHOF LACKNER (Vorsitzender der öst. Bischofskonferenz)

KONTAKT KARDINAL SCHÖNBORN

 

 

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. „Der Kurierfahrer steuerte die falsche Tür an und landete versehentlich in der Kathedrale“
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. Fatima-Tag in Berlin
  4. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  5. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  6. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  7. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  8. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  9. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  10. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  11. Im Licht der Liebe
  12. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  13. Künstlerin Akiane Kramarik erzählt von Vision des Himmels in ihrer Kindheit
  14. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  15. Bravo! Erbprinz Alois legt Veto gegen Abtreibungsgesetz in Liechtenstein ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz