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'Rote Linien dürfen nicht überschritten werden'

16. Mai 2024 in Weltkirche, 42 Lesermeinungen
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Welcher Partei gebe ich meine Stimme? „Es gibt einfach Sachen, die sind in sich schlecht. Völkischer Nationalismus ist in sich schlecht, Abtreibung ist in sich schlecht.“ Tipps für die Europawahlen von Zisterzienserpater Isaak M. aus Neuzelle.


Köln (kath.net / pk) Wen kann ich als Christ mit gutem Gewissen wählen? Der deutsche Zisterzienserpater Isaak M. aus Neuzelle nahm die bevorstehenden Europawahlen am 9. Juni zum Anlass, um einige Kriterien zu definieren.

Die Aufgabe der Kirche sei es, unsere Freiheit als Christen zu wahren, und deswegen gebe die Kirche keine konkreten Wahlentscheidungen, sagte P. Isaak in einer Predigt am 14. Mai. Er zitierte Kardinal Joseph Ratzinger, der meinte, es sei nicht Aufgabe der Kirche, konkrete oder gar ausschließliche Lösungen für zeitliche Fragen zu entwickeln. Die Kirche müsse jedoch moralische Prinzipien wahren, gleichsam „Pflöcke setzen“ und sagen: „Bis hierhin und nicht weiter!“

Es gebe grundsätzlich eine Trennung zwischen Kirche und Staat, was bedeute, dass Staat und Kirche jeweils autonom seien und sich keiner in inhaltliche und organisatorische Belange des anderen einmischen dürfe. Dies betreffe jedoch nicht die moralische Ordnung, erklärte der Zisterzienserpater. Konkret dürfe der Staat „nicht Unrecht zu Recht erklären“. Hier müsse die Kirche ihre Stimme erheben.

Ein grundlegendes christliches Prinzip sei, dass wir eine unsterbliche Seele haben. Dies sei der Grund, warum der Einzelne, das Individuum der Gemeinschaft übergeordnet und nicht kollektiven Interessen untergeordnet sei. Soziale Konstrukte und Staaten sind vergänglich, die menschliche Seele jedoch unsterblich, und aus diesem Grund hat sie Priorität.

P. Isaak nannte einige „rote Linien, die nicht überschritten werden dürfen“. Wenn diese übertreten werden, „steht das Menschliche auf dem Spiel“. Es gebe die Tendenz, manche Entscheidungen als kleinen Schritt zu framen. Das Gefährliche sei, dass hinter dem kleinen Schritt ein Abgrund warte, der ethisch ein „slippery slope“ sei, ein rutschiger Abhang.


Konkretes Beispiel dafür ist das Thema Schutz des menschlichen Lebens. „Parteien, die Abtreibung und Euthanasie ausweiten möchten, sind für einen Christen nicht wählbar“, stellte P. Isaak fest. Johannes Paul II. habe in „Evangelium Vitae“ festgehalten, man könne durchaus das „geringere Übel“ bei Parteien wählen, etwa wenn diese sich für eine weniger liberale Abtreibungsgesetzgebung aussprechen. Nicht wählbar seien jedoch jene Parteien, die „den Sprung in den Abgrund vollziehen wollen“, denn ein Fortschritt in diese Richtung sei „menschenverachtend“.

Zweites wichtiges Kriterium sei der Schutz und die Förderung der Familie. Parteien, welche die Genderideologie propagieren, die einen vermeintlichen Fortschritt in die vermeintliche Liberalität wollen, seien „nur bedingt oder schwer wählbar“, weil es um „Prinzipienbrüche“ gehe, verwies P. Isaak auf eine Stellungnahme von Papst Franziskus über Gender.

Ehe und Familie beruhe auf der monogamen Ehe von Personen verschiedenen Geschlechts, stehe auch im deutschen Grundgesetz. „Es soll jeder leben können, wie er will, solange er keinem anderen schadet, aber dennoch ist unser Standpunkt, dass die Familie als Ort der Weitergabe des Lebens und als Keimzelle der Gesellschaft geschützt werden muss.“

P. Isaak sprach weitere „rote Linien“ an, auf die geachtet werden müsse, etwa Leihmutterschaft, reproduktive Medizin und die Freiheit der Eltern in Bezug auf die Erziehung ihrer eigenen Kinder. „Der Staat hat die Freiheit der Eltern in Bezug auf die Erziehung ihrer eigenen Kinder zu gewährleisten.“ Ideologie habe in der Schule nichts zu suchen, meinte er.

Auch die Religionsfreiheit sei gefährdet. „Wenn ich mich jetzt als Christ hinstelle und sage: Für mich besteht, ausgehend von der Bibel und dem, was ich biologisch sehe, eine Ehe, eine Familie aus einer dauernden Beziehung zwischen Mann und Frau, dann gibt es natürlich schon viele, die sagen: Das ist homophob, das ist transphob.“

„Natürlich gibt es Leute, die Homosexuelle und Transsexuelle ausgrenzen und niedermachen, und das ist menschenverachtend, das ist nicht gut!“, betonte P. Isaak. „Aber es ist nicht homophob und es ist auch nicht transphob, wenn ich mich hinstelle und sage: Eine Familie besteht aus Mann und Frau und Kindern, die dann nur aus einer Beziehung zwischen Mann und Frau entstehen können.“

Er nehme bei diesem Thema wahr, „dass die Religionsfreiheit in Europa an ihre Grenzen stößt“. Er frage sich etwa, ob ein Arzt in seiner Grundausbildung es noch aus Gewissensgründen ablehnen dürfe, eine Abtreibung durchzuführen.

Eine weitere rote Linie sei jene des Friedens. Friede sei „immer das Werk derGerechtigkeit und die Wirkung der Liebe“. Der kirchliche Friedensbegriff sei keineswegs „banal“. „Natürlich muss ich mich wehren und verteidigen können.“ Gleichzeitig müsse Gewalt und Terrorismus „radikal abgelehnt werden“. Grundsätzlich müsse jeder aufpassen, nicht in eine „Kriegsrhetorik“ zu verfallen in der Beurteilung der aktuellen Konflikte.  

Bei der Wahl des „geringeren Übels“ in Bezug auf den Lebensschutz müsse achtgegeben werden. Es gäbe ein „malum in se“ (Thomas von Aquin), also „in sich schlechte“ Dinge, etwa die Tötung unschuldigen Lebens. „Die ganze Degenerierung, die jetzt gerade stattfindet in Bezug auf Ehe und Familie, das sind wirklich in sich schlechte Sachen, die kann ich nicht schön reden.“

Dies sei genau so wenig schön zu reden wie ein „völkischer Nationalismus“, wenn manche das deutsche Volk nur auf „Blut und Genetik“ reduzieren wollen. „Das ist genauso dumm und falsch.“ Auch hier könne schwer gesagt werden: „Da müssen wir halt das kleiner Übel wählen.“

„Es gibt einfach Sachen, die sind in sich schlecht. Völkischer Nationalismus ist in sich schlecht, Abtreibung ist in sich schlecht.“ Für einen Christen gebe es bei diesen Fragen keinen Kompromiss.

P. Isaak zitierte Kardinal Ratzinger, der einmal vor falsch verstandener Toleranz warnte und davor, seine Meinung zurückzuhalten. „Wir müssen ganz klar das sagen, was in der Bibel steht, das, was wir am Herzen haben, und dann auch die Toleranz des anderen einfordern“, fasste der Zisterzienserpater zusammen.

 


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Lesermeinungen

 lakota 23. Mai 2024 
 

@Verkuender ??

"Wohl steht auf dem Packerl "@Katholiken-der-Film", drinnen ist immer noch unser allseits bekannter Freund "chris2""
Das mag sein - dann weiß man wenigstens, wie man dran ist.

Aber ein "Verkuender" ist mir hier noch nicht untergekommen - und wenn das, was Sie hier "Verkünden" alles ist....oder fällt Ihnen zu dem, was Pater Isaak sagt, auch noch etwas ein?


1
 
 Tante Ottilie 22. Mai 2024 
 

Die AfD steht selbst im rechten Lager anderer europäischer Parteien isoliert da,

weil einzelne Vertreter dieser Partei sich übermäßig radikalisiert haben.

Nur zu - verschenkt Eure Stimmen, Rechtswähler :(


1
 
 Tante Ottilie 20. Mai 2024 
 

@verkuender

Ja, er versucht halt immer wieder mit allen Mitteln, seien es Halbwahrheiten oder echte Falschinformationen, das Forum zu verunsichern und um nahezu jeden Preis, so Werbung für die AfD zu machen.


1
 
 verkuender 20. Mai 2024 
 

@Tante Ottilie

Wohl steht auf dem Packerl "@Katholiken-der-Film", drinnen ist immer noch unser allseits bekannter Freund "chris2". Ein neuer Name ändert nichts an seiner hier oft zur Schau gestellten Masche. Es wundert also nicht, dass er mal wieder mit dieser Art hier auftritt.


1
 
 serafina 20. Mai 2024 
 

Danke an Pater Isaak für seine mutigen Worte

Wie recht er doch hat!
Er sagt mir mehr als die DBK!


2
 
 Tante Ottilie 20. Mai 2024 
 

@Katholiken-der-Film

Stimmt NICHT, was Sie mir da schreiben!

Manfred Webers Kandidatur als EU-Kommissionspräsident ist nicht an seiner EVP gescheitert, sondern am Veto des französischen Präsidenten Emanuel Macron.

MEIN Gedächtnis funktioniert halt noch.


1
 
 Katholiken-der-Film 20. Mai 2024 
 

@serafina

Die "Deutsche Bischofskonferenz" sieht das einstimmig (sic!) anders, denn sie haben nicht gesagt, dass man z.B. die "Grünen" (die schon immer für die völlige Freigabe vorgeburtlicher Kindstötung bis zur Geburt waren und sind) oder die SED (alias "Die Linke") nicht wählen darf. Da sie nur eine einzige Partei als nicht wählbar bezeichnet haben, hat diese politische Versammlung, die uns ansonsten (nach der Notbremse aus Rom für den Schismatischen Weg) offenbar rein gar nichts zu sagen hatte, eine klare Wahlempfehlung für alle anderen Parteien abgegeben.


2
 
 Katholiken-der-Film 20. Mai 2024 
 

@Everard

Aber immerhin mit praktisch keinen Opfern oder gar komletten bankrotten Staaten, so wie es der Sozialismus weltweit produzierte und neosozialistische Ideologien bis heute und gerade wieder produzieren.


1
 
 Katholiken-der-Film 20. Mai 2024 
 

Liebe @Tante Ottilie

Stimmt. Die EVP hatte ihren Wählern (also auch Ihnen) den recht vernünftigen Manfred Weber versprochen und nach der Wahl die linke Aktivistin Ursula von der Leyen geliefert, der damals die deutschen Ermittlungsbehörden wegen hunderter Millionen an Steuergeld für Beraterfirmen auf die Pelle gerückt waren. Das nenne ich konsequente Umsetzung von Wahlversprechen und Rettung von Geflüchteten.


2
 
 jabberwocky 19. Mai 2024 

@Everard

Ich habe mit keinem Wort die AfD erwähnt.


3
 
 Everard 19. Mai 2024 
 

Jabberwocky

Deutschland steht gewiss nicht schlechter da als diejenigen Länder in welchen neurechte Parteien aktuell oder zuvor Regierungsverantwortung haben. Es gibt kein Beispiel bei dem dieses Projekt von Parteien gesinnungsähnlich der AfD irgendwo funktioniert hätte. Es ist überall gescheitert.


0
 
 jabberwocky 19. Mai 2024 

@Everard, etablierte Parteien

Wir haben in Deutschland aufgrund der Politik etablierter Parteien auf allen Ebenen erhebliche Probleme. Vor diesem Hintergrund immer noch weiter die etablierten Parteien zu wählen erinnert mich an ein Aussage, die Albert Einstein zugeschrieben wird:
„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.“


4
 
 lakota 19. Mai 2024 
 

@danesha marquel @Finn Zehender

So wie ich Ihre Kommentare verstehe, kennen Sie sich mit der AfD bestens aus, ich nicht.

Vielleicht können Sie mir erklären, wieso die AfD verantwortlich dafür ist, daß Putin die Ukraine überfallen hat und es so viele Kriegstote gibt?


@karl k: noch Frage an Sie:
wenn man auch die positiven Seiten der AfD sieht
(gegen Gender, für Familie ect.)
was hat das mit "Lobhudelei" zu tun??


3
 
 Everard 18. Mai 2024 
 

Tante Ottilie

Ich denke auch, daß es richtig etablierte Partei zu wählen. Der Rechtspopulismus hat außer aggressiver Rhetorik und illusorischer Ankündingspolitik überhaupt nichts zu bieten.


2
 
 serafina 18. Mai 2024 
 

@stiegenkirche

... und erst recht keine Partei, die Schwangerschaftsabbrüche bis zum 9. Monat legalisieren möchte. GEHT ÜBERHAUPT NICHT!!!


3
 
 Tante Ottilie 18. Mai 2024 
 

Der Wahl-o-mat hat meine eh schon längst getroffene Entscheidung nur eindrucksvoll bestätigt

》75% Übereinstimmung mit der CDU.
Hatte auch 70% Übereinstimmung mit der Partei Bündnis C, aber wieso solch eine Kleinpartei wählen, die eh keine Chance hat?
Ansonsten hatte ich lt wahlomat gar 56% Übereinstimmung mit der AfD und immerhin rd. 20% mit den Marxisten-Leninisten - LOL.
Heute habe ich die Wahlunterlagen erhalten und per Briefwahl die CDU gewählt. Letzteres hätte ich auch getan, wenn der Wahlomat mir andere Parteien vorgeschlagen hätte, denn versprechen kann man viel.
Die EVP hat dagegen für mich ihr Wort von vor der letzten EU-Parlamentswahl gehalten und gute Arbeit abgeliefert - damit ist für mich das Thema EU-Wahl erst einmal durch.


1
 
 stiegenkirche 18. Mai 2024 
 

Also nach der ENZYKLIKA
LAUDATO SI VON PAPST FRANZISKUS
ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS würde ich Parteien wählen, die sich dem Schutz unseres gemeinsamen Hauses und dem Erhalt des Friedens verschrieben haben.

Außerdem darf es keine Partei sein die Kriegstreiber in Schutz nimmt. Das geht gar nicht!

www.vatican.va/content/francesco/de/encyclicals/documents/papa-francesco_20150524_enciclica-laudato-si.html


0
 
 Finn Zehender 18. Mai 2024 
 

@danesha marquel

Verantwortung aber auch für die weit über 300.000 russischen gefallenen Soldaten, denn die allermeisten von ihnen werden kaum freiwillig dort sein, wie Putins Propaganda es erzählt.


1
 
 Tante Ottilie 18. Mai 2024 
 

SORRY, Schreibfehler: "Pfingsten" statt "Phonsten"


0
 
 Tante Ottilie 17. Mai 2024 
 

@Herbstlicht

Mit der kritischen Beurteilung der Morgen-"Andachten" von Katd. Marx in dieser Woche vor Pfonsten(!) haben Sie absolut recht, obwohl wir nur einen einzigen dieser Beiträge Marx' am Dienszag gehört haben. Das hat uns absolut gereicht.
Ich frage mich ein ums andere Mal, wann den endlich der Missbrauchsbetocht des Bistums Trier veröffentlicht wird - denn der dürfte auch für den dort als Bischof verantwortlich gewesenen R. Marx wenig schmeichelhaft ausfallen - ganz im Gegenteil!


0
 
 Basili 17. Mai 2024 
 

Keine Ausgrenzung!

Hat Jesus auch andere Menchen ausgegrenzt? Habe ich die Heilige Schrift immer falsch verstanden? Nein, Jesus hat jeden aufgenommen. Jedem gab er die Chance auf das Seelenheil.
Römische Beamte (Zöllner), jüdische hohe Priester, Geisteskranke, Reiche Behinderte, Prostituierte und andere notorische Sünder, alle waren willkommen. Sogar am Kreuz vergab er einem Verbrecher.

Und was hat die deutsche Kirche aus dieser schönen Botschaft gemacht? Sie ist ein profaner Beschützer des Staates in seiner besonders antireligiöser Form geworden.
Wo bleibt der Aufschrei wegen der islamistischen Gefahr. Wie wäre es gemäß dem 1. Gebot Klartext gegenüber den Muslimen zu reden?

In allen christlichen Staaten des Abendlandes gehören Patriotismus und Religion zum konservativen Weltbild. Warum will es der Deutsche wieder anders machen. Fragen Sie Polen, Franzosen, Spanier.
Sind sie auch alle „völkisch“?
Sie haben offensichtlich keine Ahnung von der AfD. Der hohe Anteil der Ausländer unter den Mitgliedern gesc


2
 
 jabberwocky 17. Mai 2024 

@alle, Nachtrag zum Wahl-o-mat

Das Beispiel Abtreibung zur Verdeutlichung, in einer Frage, in der es für einen Christen tatsächlich nur eine Antwort gibt:
Die These, über die man mit „Stimme zu“, „Stimme nicht zu“ oder „Neutral“ entscheiden kann lautet

„Die EU soll sich dafür einsetzen, dass Schwangerschaftsabbrüche in allen Mitgliedstaaten straffrei möglich sind“.

Nur 7 der 35 zur Wahl stehenden Parteien lehnen diese These ab!


3
 
 jabberwocky 17. Mai 2024 

@Patroklos zum Wahl-o-mat

Ich möchte Ihrem Hinweis unbedingt zustimmen. Der Wahl-o-mat ist sehr zu empfehlen. Bei mir ist er seit Jahren erstaunlich treffsicher, zumal man bei der Abstimmung auch noch die Gewichtung verändern kann (es gibt Themen, die mir wichtiger sind als andere). Im Hinblick auf den desolaten Zustand unserer Politiklandschaft eine erstaunlich objektive Sache. War für mich von daher sehr hilfreich, weil ich drauf und dran war, überhaupt nicht mehr wählen zu gehen. Wenn man dann sieht, daß es Parteien gibt, die eine große Übereinstimmung zur eigenen Meinung aufweisen, ist das ermutigend. Solange das so ist, werde ich weiter wählen gehen, und wenn ich der Einzige bin, der dort sein Kreuzchen macht.


3
 
 KatzeLisa 17. Mai 2024 
 

@Finn Zehender

Mit dem Begriff "Völkischer Nationalismus" tue ich mich schwer.
Was ist damit gemeint? Der Begriff ist in Deutschland durch unsrer unsägliche Geschichte des Nationalsozialismus besonders aufgeladen und wird oft als reines Kampfmittel benutzt.
Ist es schon "völkisch", wenn ich mir um die schwindende Kultur des christlichen Abendlandes Sorgen mache? Ein Beispiel: statt St.Martin Lichterfest, Abhängen von Kreuzen in historischen Sälen, ungeregelte Zuwanderung, die unsere Kapazitäten im Wohnungswesen, im Schulbereich und bei der Integration überschreitet?

Auf der anderen Seite stehen Fakten wie das "Selbstbestimmungsgesetz", das gerade trotz erheblicher Bedenken von Fachleuten die letzte Hürde im Gesetzgebungsverfahren nimmt und demnächst nicht nur sinnloses Chaos anrichtet sondern Jugendlichen ermöglicht, sich selbst zu verstümmeln.


5
 
 Paddel 16. Mai 2024 

@Patrokolos Stimme ist verloren!

Kleine Parteien sind deshalb so gut, weil sie klein sein. Je größer, je mehr Mitglieder, je relevanter um so größer auch die innerparteilichen Kämpfe und Richtungsströmungen. Die noch so edlen kleine Parteien, würden auch Sie nicht mehr kompromißlos wählen können, wenn sie eine wahrnehmbare Größe bekommen. Oder habe ich einen Denkfehler?


1
 
 PoC 16. Mai 2024 
 

@Katholiken-der-Film

Zwei Männer, die eine unüberlegte Entscheidung treffen besagen nichts, das kommt überall vor. Wie sagte doch Albert Einstein einmal: "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher."


6
 
 PXX 16. Mai 2024 
 

Schade

Deutschland wird seine Geschichte leider nie loswerden. Sie wird immer belasten. Dass aber irgendwelche dummen Sprüche einiger AfD Politiker dazu führen dass ALLES schlecht gemacht wird und von Rechtsextrem gefaselt wird ist schon bedenklich aber nicht verwunderlich. Die etablierten Parteien nehmen das noch so gerne auf um von den eigenen Schwächen, Fehlern und Unsäglichem abzulenken. Man denke an : Abtreibung bis zur Geburt, Genderwahnsinn, HomoEHE, Leihmutterschaft ( kommt sicher auch bald, heute weicht man eben noch in andere Länder aus) „Sterbehilfe“ die Liste ist unvollständig, wird aber laufend ergänzt


9
 
 Finn Zehender 16. Mai 2024 
 

@KatzeLisa

Ein Völkischer Nationalismus kann einem Volk auch schnell die Lebensgrundlage entziehen, wenn die Radikalisierung so weiter geht. Vor 10 Jahren Bernd Lucke und jetzt Höcke, Krah & Co. Da möchte ich weiß Gott lieber nicht dran denken, was in zehn Jahren sein wird. Oder schauen Sie nach Russland, vor wenigen Jahren noch der harmlose Jelzin und jetzt Putin.


7
 
 KatzeLisa 16. Mai 2024 
 

P.Isaak fokussiert sich nicht nur auf den "völkischen Nationalismus", der die DBK zu einer einseitigen Wahlempfehlung animierte, sondern er spricht die Themen an, die meiner Meinung nach viel wichtiger sind, weil sie unsere Lebensgrundlage tangieren.

Keine der großen Parteien erscheint mit der Perspektive der Gender-Ideologie, der Selbstbestimmung, der Auflösung der Familienstruktur wählbar.

Aber eine Stimme für irgendeine der kleinen Parteien ist verloren.

Es bleibt also die Schwierigkeit abzuwägen, welche Themen im Vordergrund stehen, wo der Wähler die größten Gefahren für die Zukunft sieht. Diese Abwägung muß jeder für sich selbst nach bestem Wissen und Gewissen vornehmen.


8
 
 Everard 16. Mai 2024 
 

Auf AfD

FPÖ oder Orban er al mit ihren großspurigen Ankündigungspolitiken seine Hoffnungen zu setzen ist vollkommen vergebens und töricht . Wenn man bedenkt wie sehr die formalen und informellen Bande dieser Kräfte mit Peking, Moskau, Doha und Baku/Ankara längst gestrickt sind.


5
 
 Patroklos 16. Mai 2024 
 

Kleinere Parteien

Daß sich die "Mainstream"- Parteien inzwischen für Christen als nicht wählbar erwiesen haben, dürfte jedem klar sein. Umso unverständlicher ist es, daß diese immer noch 80%+ der Stimmen erhalten.
Man sollte mehr auf die "kleineren" Parteien schauen, zumal jetzt bei der Europawahl. Eine gute Hilfe ist hier der "Wahl-O-Mat", man kann in 5-10 Minuten sehen, welche Partei den eigenen Ansichten am ehesten entspricht.
Bei mir sind es übrigens fast nie Parteien, die (schon) in den Parlamenten vertreten sind. Wenn genug Menschen, die ähnlich denken, dann diese Parteien auch konsequent wählen würden und nicht immer denken, die "Stimme sei verloren" (was sie nie ist!), könnte sich das schnell ändern....

www.wahl-o-mat.de/europawahl2024/app/main_app.html


7
 
 karl k 16. Mai 2024 
 

@Chris2 alias @Katholiken der Film
Das nächste Mail vielleicht als Benedikt XVI2 oder gar als Mohammed?

@kangaroo
Danke! Noch eine Bitte. Ich bin leider schon alt und etwas vergesslich. Wie ging doch das Sprichwort mit den Schaden, dem Spott und den Sorgen?


8
 
 kangaroo 16. Mai 2024 
 

@karl k

Bingo! Diese Menschen mit den vielen Identitäten gibt es auch hier. Kaum wird man gesperrt, kommt man mit einer anderen wieder! Clever abgeschaut, Chris2 alias Katholiken der Film ;-)


6
 
 Hubert_2 16. Mai 2024 
 

Völkischer Nationalismus

Es kommt wohl auf die Ausprägung des völkischen Nationalismus an. Ich finde es okay, dass Kohl die Russlanddeutschen in die BRD einwandern ließ.Die hatten kein leichtes Leben mit ihrem sowjetischen Pass mit dem Eintrag: Nationalität : Deutsch.Genauso kann jeder Jude, wenn er nur eine jüdische Mutter hat in Israel einwandern.


4
 
 karl k 16. Mai 2024 
 

Chris 2

Zu der Bemerkung von @Gandalf betreffs ihrer Lobgesänge auf die AfD: etwas lernfähig sollte man schon sein, sonst gibt es, fürchte ich zumindest, ihre nächste Sperre.


7
 
 Herbstlicht 16. Mai 2024 
 

Politik oder christliche Lehre - was ist die Aufgabe eines Kirchenmannes?

Jeden Morgen -nach den 6.30 Uhr Nachrichten- wird im Deutschlandfunk die 5-minütige Morgenandacht gesendet, im wöchentlichen Wechsel zwischen der katholischen und evangelischen Kirche.
Diese Woche ist die katholische Kirche an der Reihe und es spricht Kardinal Marx.

Seine "Andachtsworte" waren bisher rein politischer Natur, das Grundgesetz sein Thema.
Jesus Christus, Seine und unsere Mutter Maria kamen bisher nicht vor.

Weit hat es die katholische Kirche gebracht, wahrhaft weit!

Mir tun die sorgenvollen und leidgeprüften Hörer leid, die sich vielleicht etwas Hilfe und Trost von einem Kardinal, der immerhin auch Priester ist, erwartet hatten.
Kompetente, vom Geist der christlichen Lehre geprägte Kirchenleute bräuchten wir doch alle.
Denn Politiker haben wir ja wahrlich genug!


10
 
 Gandalf 16. Mai 2024 

Ad AFD?

Warum ist die Partei so dumm und möchte unbedingt mit einem Putin ins Bett steigen? Warum? Es geht auch anders: Eine rechtskonservative Meloni in Italien macht so einen Unsinn nicht. Sogar die Front National aus Frankreich geht doch schon auf Distanz zur AfD. Keine Sorge, "Unsere" öst. FPÖ ist ja auch mindestens so dumm unterwegs... ABER wer sein Land an Diktaturen ausliefern will, der ist eben NICHT für FREIHEIT. Da hilft das Jammern über das "böse Brüssel" gar nichts, die sind immer noch das geringere Übel im Vergleich zu einem Putin. WErs nicht glaubt, der möge nach Russland fahren... Nicht ohne Grund hat die AFD jetzt 1/3 der Wähler binnen weniger Wochen verloren, in den Umfragen... UND das bei so einer miesen deutschen Regierung.


2
 
 Gandalf 16. Mai 2024 

@Katholiken-der-Film

Wir reden aber jetzt schon von der Partei, die Deutschland wieder an eine Diktatur (RUSSLAND) ausliefern will und bei denen Vertreter eine merkwürdiges Verhältnis zur 2. Diktatur haben? (CHINA)

Ansonsten würds ja genügen, was die unglaublich hohe Anzahl von EX-AFDlern sagt, zuletzt Nicolaus FEST: Die AfD agiere als „fünfte Kolonne Moskaus“, ihre Führung überfordere „die Ekelresistenz“.

Und ein Hr. Höcke bestätigt das, den Mann halte ich aus christlicher Sicht für unwählbar. JA, ich habe mir einige Reden von ihm angeschaut, Heinrich , mir graut vor Dir, kann man hier nur sagen.

www.welt.de/politik/deutschland/article251236556/Nicolaus-Fest-attackiert-AfD-Unpatriotischer-halbsozialistischer-Clanverbund.html


2
 
 UlmerSpatz 16. Mai 2024 
 

Hilfreich

Das hier ist hilfreicher als das Schreiben der deutschen Bischöfe. Jeder weiß, welche Partei sich am meisten für Ehe und Familie, gegen Abtreibung und Genderideologie einsetzt.


9
 
 Katholiken-der-Film 16. Mai 2024 
 

Also scheint keine Bundestagspartei wählbar. Und jetzt?

Schauen wor doch einmal auf die einzige Partei davon, die fast alle Kriterien erfüllt, die AfD. Ist sie "völkisch-nationalistisch" und was ist das? Zunächst: Falls es stimmt, wie können dann Achille Demagbo und andere Zuwanderer in ihr Mitglieder sein und sogar wichtige Posten innehaben, wie konnte Serge Menga bei der AfD Erding referieren? Bis Schröder war ja Deutscher, wer als Kind mindestens eines deutschen Elternteils geboren wurde. War das also "völkisch-nationalistisch"? Nein, das war einfach vernünftig. Und wer gut integriert war, konnte ja auch Deutscher werden, so wie z.B. meine Mutter. Heute reichen 5 oder sogar 3 (!) Jahre im Land und schon ist man Deutscher. Vermutlich sogsr bei den 2/3 der Asylzuwanderern, die ohne Papiere zu uns kommen und dank SPD straffrei falsche Identitäten nutzen dürfen. Ist das vernünftig? Ganz sicher nicht.


11
 
 SalvatoreMio 16. Mai 2024 
 

Kloster Neuzelle im Land Brandenburg - gut 120 km von Berlin entfernt

Kloster Neuzelle samt Pater Isaak Maria Käfferlein kommt mir wie ein Wunder vor! Man muss bedenken: etwa 80 % der Bevölkerung des Landes Brandenburg war 2011 ohne religiöses Bekenntnis und nur 3,6 % katholisch. (Es wird sich seitdem nicht großartig verändert haben). 9 Zisterziensermönche hatten seit 2018 den Mut, dort einen Neuanfang zu wagen, in einer Welt vieler Ungetaufter und "christlicher Neuheiden" (so wage ich zu sagen, wenn man das ganze deutsche und westeuropäische Umfeld mitbedenkt). Und da stellt sich Pater Isaak hin und spricht auf der Kanzel Aktuelles an, worauf man selbst in erzkatholischen westdeutschen Pfarreien vergeblich warten kann: große Hochachtung! -
Möge Gott diese Zelle des Glaubens mit reichem Segen überschütten und ihren Eifer vermehren, zu unser aller Wohl!


8
 
 naiverkatholik 16. Mai 2024 
 

Guter Beitrag eines "Landpfarrers"!

Sehr guter Beitrag eines "Landpfarrers"! Das ist nicht despektierlich gemeint.Im Gegenteil. Dorf ist nicht schlechter als (Haupt)Stadt.Moralische Maßstäbe werden genannt, keine Parteiennamen.Jeder kann selbst nachdenken. Der Prediger ist bestens vorbereitet und beruft sich auf gute Gewährsleute. Er wird Gegenwind bekommen. Jeder weiß von wo. Werde ich gleich noch einmal lesen. Lob!


7
 

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