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Gott ersehnt es, von dir geliebt zu werden.

2. März 2024 in Jugend, 5 Lesermeinungen
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Stell dir das einmal vor: Ein Leben, das zur Verherrlichung Gottes dient! Etwas Besseres, etwas Schöneres, etwas Spannenderes kann es nicht geben! Wow! - Die Jugendkolumne von Magdalena Preineder


Wien (kath.net)

Weißt du, die Hingabe ist ein Thema, das mich nicht mehr loslässt – und doch lässt mein Herz sie noch viel zu oft los. Ich bin auf dem Weg zu lernen, was Hingabe bedeutet und ich würde ihn gerne mit dir gehen.

Die Hingabe wartet für die meisten von uns nicht darauf im Märtyrertod ergriffen zu werden. Sie wartet für die meisten von uns nicht in großen mystischen Schauungen, die man zu Papier bringt, um der Welt etwas zu enthüllen. Sie wartet für die meisten von uns nicht auf einer Insel mit Leprakranken, denen man sein Leben widmet. Sie wartet für die meisten von uns nicht in Slums, in denen man sich, ohne etwas zurückzubehalten, den Ärmsten der Armen hingibt.

Die Hingabe lebt in all diesen Dingen. Was so viele Menschen vollbracht haben – wie sie Christus hier in ihnen haben leben lassen und ihm erlaubt haben, durch ihre Hingabe die Welt zu lieben, ist absolut großartig und staunenswert!

Dennoch vermute ich, dass für die meisten von uns die Hingabe mehr im Kleinen wartet – der kleine Weg der Hingabe, der doch oft so schwer ist.

Es sind jene Momente, in denen ich mich zusammenreißen muss, um mein Gegenüber sprechen zu lassen. Es sind jene Momente, in denen ich mich schon überwinden muss, um mich zu bücken, damit ich etwas aufhebe, das da nicht herumliegen sollte.
Es sind jene Momente, in denen ich nicht mehr will, es aber keine andere Möglichkeit gibt als trotzdem weiterzumachen.
Es sind jene Momente, in denen ich das Handeln Gottes in meinem Leben eigentlich nicht mehr verstehe und mich an einem kleinen Samenkorn festhalten muss, um zu vertrauen.
Es sind jene Momente, in denen es sich anfühlt, als würde mir alles genommen werden.
Es sind jene Momente, die mich mit Angst erfüllen und mich herausfordern, mich trotzdem – in den kleinen Dingen – für Gott zu entscheiden.  


Es sind jene Momente, in denen der einfachere Weg so verlockend ist.

Es sind Momente, in denen es mich wirklich etwas kostet, mich selbst klein zu machen vor der Gegenwart Gottes auch in diesen Momenten. Es sind jene Momente, die den Alltag heiligen.

Weißt du, ich lerne immer mehr, dass es nicht darum geht, was ich mache, sondern wozu ich es mache. Da gibt es nur das eine, das den Wert jeden Moments bestimmt: Setze ich es zur Verherrlichung Gottes ein? Entscheide ich mich bewusst alle Momente zu seiner Verherrlichung zu nutzen?

Es ist eigentlich so einfach, Jesus ein Geschenk zu machen. Unsere Heiligen sind so wunderbar, sie sind uns absolut großartige Vorbilder in der Liebe und Hingabe zum Herrn! Wir alle sind zur Heiligkeit berufen, aber wir alle sind nicht auf denselben Wegen dazu berufen.   

Wozu wir alle berufen sind, ist, Jesus zu verherrlichen – wir als Kirche sind ja sein Leib und wir als Einzelpersonen sind der Tempel des Heiligen Geistes. Es liegt in der Natur der Sache, dass wir geschaffen sind, um ihm die Ehre zu erweisen.

Ein Tempel dient dazu, jemanden zu ehren – Gott zu ehren. Bist du es in deinem Leben oder ist es wirklich Gott, der geehrt wird?

Es geht darum, jeden Moment seinem Willen zuzuschreiben und jeden Moment ihm zu schenken.

Es kann das Lächeln des Nachbarn sein, für das ich Gott danke.
Es kann die Schwere des Tages sein, die ich kommentarlos ertrage und ihm in der Zurückgezogenheit meiner Seele hinhalte.
Er will alles, weil in jedem Moment die Liebe deiner Seele zu ihm zum Ausdruck kommen kann.

Dieser Gott, dem du dienst, ist ein Bräutigam, ein Geliebter – er ersehnt die Liebe seiner Braut, die Braut, die sich aber nicht für einen Moment vorbereitet, sondern für ein ganzes Leben mit ihm.

Stell dir das einmal vor: Ein Leben, das zur Verherrlichung Gottes dient! Etwas Besseres, etwas Schöneres, etwas Spannenderes kann es nicht geben! Wow!

Dieser Gott, der alles geschaffen hat, alles in seinen Händen hält, dich so sehr liebt, dass er für dich ans Kreuz steigt, dir in jedem Moment alles schenken will, dieser Gott, der deiner Liebe nicht bedarf, der die Allmacht und die Liebe in Person ist –  dieser Gott will trotzdem deinen Willen, deine Liebe und deine Selbsthingabe. Er will dich in der Ganzheit deiner Person, denn nur so kannst du zu einem neuen Menschen werden – zu jenem Menschen, zu dem er dich beruft, den er sah, als er dich schuf – jener Mensch, der du im Blick Gottes werden sollst.

Gott ersehnt es, von dir geliebt zu werden. Er will, dass dein Wille immer mehr zu seiner Verherrlichung dient. Er will, dass deine Träume immer mehr zu seiner Verherrlichung dienen. Er will, dass alles, was du denkst, sagst oder tust, immer mehr zu seiner Verherrlichung dient.

Er will, dass du immer mehr zu seiner Verherrlichung dienst. Und darin wirst du die vollste Weise deiner selbst werden, die echteste, radikalste Version von dir selbst – jene, die liebt, weil ihr Gott liebt. Jene, die gibt, weil ihr Gott gibt. Jene, die sich hingibt, weil ihr Gott sich hingibt. Jene Version von dir, die ihn immer mehr abbildet, immer deutlicher in die Welt hineinträgt, die seine Zeugin und Verkünderin der frohen Botschaft ist, gleichsam Apostel.

Wie wirst du diese Version? Fang bei den kleinen Dingen an: Wenn du das nächste Mal Schuhe putzt, dann schenk es ihm – biete es ihm zu seiner Verherrlichung an: „Herr, ich will dich damit ehren. Ich mach das für dich. Ich bin dein.“ Das nächste Mal, wenn du jemandem helfen kannst, eine Toilette zu putzen, dann schenke es ihm – biete es ihm zu seiner Verherrlichung an: „Herr, ich will dich damit ehren. Ich mach das für dich. Ich bin dein.“  Das nächste Mal, wenn du etwas tun kannst, das du sollst, aber absolut nicht willst - dann schenk es ihm – biete es ihm zu seiner Verherrlichung an: „Herr, ich will dich damit ehren. Ich mach das für dich. Ich bin dein.“ Das nächste Mal, wenn du nicht mehr lächeln willst, aber es dein Gegenüber erfreuen würde - dann schenk es ihm – biete es ihm zu seiner Verherrlichung an: „Herr, ich will damit ehren. Ich mach das für dich. Ich bin dein.“

Stell deinen Willen in den seinen. Stell dich als Werkzeug zur Verherrlichung Gottes zur Verfügung und du wirst sehen: Gott lässt nicht ungenutzt, was man ihm anbietet: „Du wirst zu einer prächtigen Krone in der Hand des Herrn, zu einem königlichen Diadem in der Rechten deines Gottes“ (Jes 62,3). Du wirst das auf dem kleinen Weg – der Weg des Dienens, des Liebens und des Gebens ohne Vorbehalt wird dich zu einer prächtigen Krone in der Hand Gottes machen. Du bist berufen, dort sein Edelstein zu sein, wo ihn oft nur eine Dorne trifft.


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Lesermeinungen

 soli Deo gloria 3. März 2024 
 

@ wandersmann

Auch ich habe mich, seit ich zum Glauben gekommen bin, mit einigen Heiligenviten befasst. Und dennoch hat mich das auf den ersten Bick in diesem Kontext ungewohnte Wort „spannend“ nicht irritiert. Das Leben wird doch erst spannend - im Sinne von interessant, umfassend, tief, die Dinge nicht nur oberflächlich betrachtend etc. - durch den Glauben. Und die eigene Reise in Richtung Heiligkeit ist doch auch etwas unglaublich Spannendes, dieses Zusammenspiel von eigenem Wirken und Gottes Gnade, inkl. allen Fallens und Wiederaufstehens. Immer mit dem Ziel des Lebens in Fülle, beim und mit dem Herrn. Auch ich kann mir nichts Spannenderes und Schöneres vorstellen als einen solchen Weg MIT Gott und immer näher zu IHM hin
Grossen Dank an die Autorin für den einmal mehr wunderbaren Beitrag!


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 gebsy 2. März 2024 

Versuchungen erkennen

"Es sind jene Momente, in denen der einfachere Weg so verlockend ist."
Als erbsündiger Mensch bin ich reich beschenkt, wenn ich die Versuchungen als solche erkennen darf.
In der Versuchung auf Gottes helfende Liebe zu vertrauen und nicht zu sündigen, ist Erlösung pur.


1
 
 Adolf Hümmer 2. März 2024 
 

Herzlichen Dank

Ihre Jugendkolumne ist sehr schön, nicht nur für Jugendliche wertvoll! Herzlichen Dank dafür! Ja, nutzen wir unsere Zeit gut, tun wir alles zur Verherrlichung unseres guten Gottes, alles zu Seiner Ehre und zum Heil der Seelen. Wenn wir alles zu Seiner Ehre tun, werden wir durch den Heiligen Geist zu Heiligen umgeformt und können so die Liebe Gottes an alle weitergeben, mit denen wir zu tun haben. Nur wenn wir heilig leben, sind wir auch glaubwürdig. Wenn wir Gott aus ganzem Herzen lieben, wenn wir Gott für alles danken und in unserem Innersten immer froh sind, leben wir zur größeren Ehre Gottes und werden heilig. Wir dürfen keinen Moment unseres Lebens davon ausschließen. Jesus sagt uns ja, dass wir vollkommen werden sollen, so wie unser himmlischer Vater vollkommen ist. Willentlich sollten wir niemals unvollkommen sein. Wer nicht vollkommen werden will, kommt im geistlichen Leben nicht voran, im Gegenteil, er wird zurückgetrieben. Werden wir heilig!

sites.google.com/view/ewige-liebe-nur-in-gott/startseite


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 Stefan Fleischer 2. März 2024 

Ja, die Hingabe ist etwas sehr anspruchsvolles.

Und doch ist es handkehrum wieder etwas sehr Einfaches. Sie könnte z.B. darin bestehen bei jeder passenden (oder auch "unpassenden") Gelegenheit zu beten: "Alles meinem Gott zu Ehren!" Wenn dies dann zur "bewussten Routine" wird, setzt sich dieser Gedanke immer mehr in meinem Herzen fest, strahlt er immer mehr in jeden Augenblick meines ganz gewöhnlichen Alltags hinein. Übung macht den Meister!


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 wandersmann 2. März 2024 
 

Ich verstehe das nicht ...

Ich habe an dem Text wenig zu kritisieren, aber das mit der Spannung, das verstehe ich nicht. Dieser Text ist ja auch nicht der einzige, der von "spannend" redet.

"Stell dir das einmal vor: Ein Leben, das zur Verherrlichung Gottes dient! Etwas Besseres, etwas Schöneres, etwas Spannenderes kann es nicht geben! Wow!"

Ich habe nun doch einige Texte von Heiligen gelesen. Ich habe das nirgendwo gefunden. Niemand redet das von "spannend", schon gar nicht als ein dominierendes Thema. Keiner der Heiligen sehnt sich nach so etwas.

Es ist nicht so, dass den Heiligen zunächst langweilig war und dann sind sie heilig geworden und plötzlich war alles spannend.

Spannung (und der Wunsch danach) ist meiner Ansicht nach eine Kategorie die weltlich ist. Das hat mit Heiligkeit nichts zu tun.


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